Der Eingang in die Gemeinde
… subjektiv gesehen

James Butler Stoney

© SoundWords, online seit: 25.12.2005, aktualisiert: 31.01.2018

Leitverse: 1. Petrus 2,4.5

1Pet 2,4-5: Zu welchem kommend, als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut, ein geistliches Haus zu einer heiligen Priesterschaft, um darzubringen geistlichen Schlachtopfer, Gott wohlangenehm durch Jesus Christus.

Ich möchte auf den Weg hinweisen, auf dem das Werk der Gnade kennengelernt wird. Das Werk ist die Folge der Liebe Gottes, und deshalb besteht es für immer. Wir erkennen es aber nur teilweise, und zwar durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Erst nachdem sich die neue Geburt vollzogen hat, glauben wir an Ihn und an seinen Tod am Kreuz. Dann glauben wir an Ihn als denjenigen, der durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist. Nun bricht für uns ein neuer Tag an. Der Heilige Geist versichert uns unsere Aufnahme bei Gott, was dem Kuss des Vaters in Lukas 15 entspricht. [Anm. d. Red.: Wenn wir an die Auferstehung glauben, dann bekommen wir Frieden mit Gott, weil wir sehen, dass Gott das Werk des Herrn angenommen hat; dann sind wir uns dessen bewusst, dass Gott nichts mehr gegen uns hat, und das wird im Bild durch den Kuss ausgedrückt, den der Vater seinem abgeirrten und wieder heimgekommenen Sohn gibt.]

Außerdem lernen wir, dass nichts Gutes in uns wohnt, dass jedoch „das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus mich frei gemacht hat von dem Gesetz der Sünde und des Todes“. Manchmal vergeht zwischen Aufnahme und Befreiung eine lange Zeit, vielleicht die vierzig Jahre der Wüste. Bei der Aufnahme handelt es sich darum, wie Gott mich in Christus empfängt, während es bei der Befreiung darauf ankommt, wie ich mich Gottes rühmen kann, indem ich durch die Kraft des Heiligen Geistes von dem Fleisch befreit bin. Nun weiß ich, dass Christus mein Leben ist; und je mehr ich das genieße, desto mehr empfinde ich, dass Er nicht hier ist, und die Welt wird für mich zu einer Wüste.

Nun erhebt sich die Frage: Wo ist Er denn im Blick auf die Welt? – In Matthäus 14, wo der Herr auf dem Wasser wandelt, ist uns, obwohl im Bild, eine zufriedenstellende Antwort gegeben. Wird Er hier überhaupt erkannt, so ist es auf eine neue Weise, nämlich als erhaben über alle Macht des Bösen. Dem Bösen war Er stets überlegen, jetzt aber ist Er erhaben über dasselbe. Überdies belehrt Er den Petrus bei dem Schritt, den er tun musste, um zu Ihm aus dem Schiff zu kommen, wie er da einen Platz einnehmen sollte, wo ihn sein Leben allein aufrechterhalten konnte. Johannes 6 bezieht sich auf denselben Zeitpunkt. Der Herr erscheint der Welt nicht wieder, wie Er auf derselben war, sondern der, der einst hier auf der Erde war, wird in der Welt so verkündigt, wie Er jetzt ist, der Sohn Gottes über sein Haus. Und Petrus musste, obwohl er schon ein Stein geworden war (1Pet 2), zu dem lebendigen Stein, dem Sohn Gottes, kommen, um sowohl mit hineingebaut zu werden [Anm. d. Red.: Das ist die subjektive Seite der Wahrheit; objektiv gesehen werden wir in dem Augenblick, wenn wir mit dem Geist getränkt werden, auch durch Ihn in die Taufe des Geistes zu dem einen Leib eingeschlossen.] als auch das zu verwirklichen, was es heißt, mit Ihm im Heiligtum zu sein. Von dort aus treten wir hervor, um die Tugenden dessen zu verkündigen, der uns berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.


Originaltitel: „Entrance into the Assembly“
aus Ministry by J.B. Stoney, Bd. 8, S. 266; April 1896


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