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Praktische Lehren aus dem Buch Hiob (3) - unbekannt
      

 

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Praktische Lehren aus dem Buch Hiob (3)
Die Leiden des Gerechten
unbekannt
© CSV    Zugriffe: 6508    seit: 25.10.2005  
Bild: AD

 


Leitverse:
Hiob 16,10-11.16-17.20-21

Hiob 16,10-11.16-17.20-21: Ihr Maul haben sie wider mich aufgesperrt, mit Hohn meine Backen geschlagen; allzumal verstärken sie sich wider mich. Gott gab mich preis dem Ungerechten, und in die Hände der Gesetzlosen stürzte er mich … Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der Schatten des Todes — obwohl keine Gewalttat in meinen Händen, und mein Gebet lauter ist … Meine Freunde sind meine Spötter: Zu Gott tränt mein Auge, dass er schiedsrichterlich entscheide Gott gegenüber für einen Mann, und für einen Menschensohn hinsichtlich seines Freundes.

Diese Vorstellung von dem leidenden Gerechten, umringt von Feinden und Spöttern, erinnert uns in lebendiger Weise an die Psalmen, besonders an Psalm 22. Auch die Übereinstimmung einiger Ausdrücke überrascht uns (16,10 und Ps 22,13). Psalm 22 ist eine prophetische Darstellung des Leidens Christi am Kreuz. Wir haben schon darauf hingewiesen, wie Hiob in mancher Hinsicht in seinen Umständen ein Vorbild des Herrn Jesus ist. Aber wie ganz anders ist seine Haltung inmitten dieser Umstände als die des Heilandes! In Hiobs Mund wird nicht gefunden: »Doch du bist heilig« (Ps 22,3), womit der Heiland alles Leiden, auch vonseiten der Menschen, aus der Hand des Vaters annahm. Gegenüber der Vollkommenheit Christi zeigt Hiob — in gleichen Umständen —, was menschliche Schwachheit ist. Er beschuldigt Gott, und die natürliche Folge ist Verbitterung. Der Seelenzustand eines Menschen wird bestimmt durch sein Verhältnis zu Gott. Wie äußerst wichtig ist es dann, dass wir die rechte Erkenntnis von Gott besitzen und uns in Ihm erfreuen, wie Er wirklich ist! Wenn wir uns auch selbst verurteilen müssen, bei Ihm ruht unsere Seele voll Vertrauen auf Seine Liebe. Und nur wenn wir uns so von ganzem Herzen in Seiner Liebe erfreuen, können wir anderen Liebe erweisen.

Wunderbar sind jedoch die gnadenreichen Wege Gottes mit dem leidenden Hiob gewesen! Je weiter wir in diese an Inhalt und Belehrung so reiche Geschichte eindringen, um so lebendiger wird uns bewusst, dass die schlagende Hand des Herrn für die Seinen eine Hand der Liebe ist. Was wir als Wahrheit aus dem schönen zwölften Kapitel des Hebräerbriefes kennen, sehen wir hier sozusagen vor unseren Augen geschehen, und zwar so, dass wir uns immer wieder bewusst werden: Dieser Hiob ist keine rätselhafte, vielleicht legendäre Gestalt aus grauer Vorzeit, in die wir schwerlich vordringen können. Nein, er ist ein lebendiger Mensch, ein Mensch, der gelebt hat und dessen Wege und Leiden durch Gottes vorsorgliche Weisheit für uns in der Schrift aufbewahrt worden sind, sodass wir ihn nahe bei uns haben und ihn deutlich erkennen als einen von uns. Sein Leiden ist im Grundsatz auch das unsere. Der Gott, der es ihm sandte, ist auch unser Gott. Und die herrlichen Lektionen, die er unter Seufzen und mit Bitterkeit der Seele durch Gottes Gnade lernte, dürfen auch wir verstehen.


aus Ermunterung und Ermahnung

 


 

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