Jom Kippur: Der große Versöhnungstag
3. Mose 16

Bruno Oberhänsli

© B. Oberhänsli, online seit: 08.07.2002, aktualisiert: 31.07.2018

Leitverse: 3. Mose 16

Das dritte Buch Mose

Schlüsselwörter

  • Heiligkeit, heilig (123-mal vdq))
  • Sühnung, sühnen (49-mal rpK)
  • Reinheit, rein (74-mal rhej)
  • Blut (88-mal)
  • Gemeinschaft (s. 3Mo 1,1: „Zelt der Zusammenkunft“ (49-mal)

Thema

  1. Das Nahen des Menschen zu Gott durch die Opfer (3Mo 1–16)
  2. Das Leben in Heiligkeit vor Gott durch Absonderung (3Mo 17–27).

Einteilung

  1. Der Inhalt unserer Gemeinschaft mit Gott: Opfer (3Mo  1–7)
  2. Die Vermittlung zur Gemeinschaft: das Priestertum (3Mo 8–9)
  3. Die Bedingungen für die Gemeinschaft: Reinheit (3Mo 10–15)
  4. Die Grundlage der Gemeinschaft: Versöhnungstag (3Mo 16)
  5. Das Bewahren der Gemeinschaft: Gehorsam, Heiligung (3Mo 17–25)

Besonderheiten

Das dritte Buch Mose besteht größtenteils aus direkten Reden Gottes. Die Selbstoffenbarung Gottes „Ich bin Jehova“ kommt in diesem Buch häufiger vor als in jedem anderen (49-mal von insgesamt 78-mal). Das dritte Buch Mose schließt sich inhaltlich dem zweiten Buch an. Während das zweiten Buch Mose beschreibt, wie Gott ein geknechtetes und dem Tode geweihtes Volk (Israel) erlöst und zu sich bringt (2Mo 3,12; 4,23), zeigt uns das dritte Buch Mose, wo und wie dieses erlöste Volk Gott dienen soll.

Der große Versöhnungstag in 3. Mose 16

Der große Versöhnungstag (Jom Kippur) ist auch heute noch der wichtigste jüdische religiöse Feiertag. Die zentrale Frage, wie ein heiliger und gerechter Gott mit einem sündigen, unreinen Volk Gemeinschaft haben kann, wird darin beantwortet. Der Ausdruck Sühnung, der 16-mal in diesem Kapitel genannt wird, stellt dabei einen Schlüsselbegriff dar, weshalb auch die Bezeichnung Sühnungstag treffender wäre als Versöhnungstag.

Sühnung

Der Begriff Sühnung wird im Hebräischen vorwiegend mit den Worten kappar, kipper, kopper ausgedrückt, die auf den Wortstamm kpr zurückgeführt werden, der die Bedeutung von „bedecken, verhüllen, tilgen“ hat. Folgende Gedanken stehen im AT mit diesem Wort in Verbindung:

  • 1. Mose 6,14 (verpichen und Harz)
  • 1. Mose 32,20 u. Sprüche 6,34.35; 16,14 (versöhnen im Sinn von beschwichtigen oder beruhigen)
  • 3. Mose 17,11 (Sühnung tun)
  • 5. Mose 21,8 / Jeremia 18,23 (vergeben)
  • Jesaja 28,18 (zunichtewerden)
  • 2. Samuel 31,3 (sühnen im Sinn von günstig stimmen)
  • Jesaja 27,9 (Ungerechtigkeit sühnen = Sünden hinwegnehmen)
  • Psalm 49,7 (Lösegeld)

In Verbindung mit den Opfergesetzen werden zwei Aspekte deutlich sichtbar:

  1. Im Blick auf Gott bezeichnet es Genugtuung und Wiederherstellung seiner beleidigten Ehre und Beschwichtigung bzw. Abwendung seines gerechten und heiligen Zornes (nicht Feindschaft) über die Sünde und den Sünder. Siehe z.B. 2. Mose 30,12; 4. Mose 16,46; Hiob 33,24; Psalm 49,7.

  2. Im Blick auf den Menschen bzw. seine Sünden beinhaltet es den Gedanken der Tilgung und Vergebung der Sünden und des Reinigens und „Passendmachens“ des Sünders für die Gegenwart Gottes. Siehe z.B. 3. Mose 1,3.4; 4,20.26.31; 16,30; Psalm 32,1.5; 65,3; 78,38; Nehemia 4,5; Daniel 9,24; Jeremia 18,23.

In der Sühnung verschafft sich Gott eine Grundlage, auf derer Er dem Sünder Gnade erweisen kann, und zwar unter Abwendung seines Zornes und seiner gerechten Strafe mittels eines blutigen Opfers, das an die Stelle des Schuldigen tritt.

Der Zorn Gottes – die Liebe Gottes

  • Gottes Zorn ist ebenso wie Gottes Liebe eine Eigenschaft Gottes, die uns in der ganzen Bibel bezeugt wird (z.B. Röm 1,18; 2,5.8; 3,5; 5,9; 9,22; Joh 3,36; Kol 3,6; Off 6,16.17 u.a.).

  • Gottes Zorn ist jedoch absolut gerecht und berechenbar (Ps 7,11; 145,17; Röm 2,5; 1,18-20.32) und hat nichts mit der heidnischen Vorstellung eines blutrünstigen, unberechenbaren Monsters zu tun.

  • Gottes zürnende Gerechtigkeit fordert Genugtuung für die Sünden, seine Liebe verschafft dem Sünder jedoch das Mittel zu dieser Genugtuung. Siehe Römer 5,8.9; 8,3; Epheser 2,3.4; 2. Korinth 5,21; 1. Johannes 4,10.

  • Liebe schließt Feindschaft aus - darum ist auch nicht Gott der Feind des Menschen, sondern der Mensch der Feind Gottes, und folglich muss der Mensch mit Gott und nicht Gott mit dem Menschen versöhnt werden - Liebe schließt jedoch nicht Zorn aus (Mk 3,5; Hos 14,4; Mich 7,18).

  • Auch wenn Gottes Gerechtigkeit die Bestrafung des Sünders fordert, so bereitet es Gott nie Freude, das Gericht über den sündigen Menschen auszuführen. Gott liebt den Menschen grundsätzlich. Siehe z.B. Titus 3,4; Johannes 3,16; Klagelieder 3,33; Hesekiel 33,11; Lukas 19,41; 1. Mose 6,6; 1. Timotheus 2,3.4; 2. Petrus 3,9; 2. Korinther 5,20.

Was geschah am Versöhnungstag?

  • Die Initiative der Sühnung geht von Gott aus. Es selbst bestimmt das „Wie“ und liefert alles Notwendige dazu.

  • Es soll Sühnung getan werden durch ein Opfer, das aus einem separaten Sünd- und Brandopfer für Aaron und sein Haus und für die Gemeinde Israels bestand (3Mo 16,6.10.24.27). Das Blut ist das eigentliche Sühnungsmittel (3Mo 17,11).

  • Das Sündopfer der 2 Ziegenböcke für das Volk zeigt 2 unterschiedliche Aspekte in der Sühnung. Im 1. Bock (für Jehova) wird die Seite im Blick auf Gott gezeigt, d.h., es wird den heiligen und gerechten Anforderungen Gottes entsprochen. Im 2. Bock (für Asasel [= Abwendung]) wird die Seite im Blick auf den Menschen gezeigt, d.h. wie die Sünden durch Bekennen auf den Kopf des Opfertieres beseitigt werden.

  • Die Sühnung geschieht für
    • Aaron und sein Haus
    • die ganze Versammlung Israels
    • das Heiligtum, das Zelt der Zusammenkunft und den (Brandopfer-)Altar, d.h. für Personen und Gegenstände (3Mo 16,33).
  • Die Sühnung ist erforderlich wegen
    • Unreinigkeiten
    • Übertretungen
    • Sünden u.Ä. (3Mo 16,16).
  • Die Sühnungshandlung wird durch den gesalbten und geweihten (Hohen-)Priester ausgeführt (3Mo 16,32).

  • Das gesamte Volk musste seine Seele kasteien, d.h. sich vor Gott demütigen (3Mo 23,29).

Der Hebräerbrief – Kommentar zu 3. Mose 16

Der Hebräerbrief (besonders die Kapitel 9 und 10) liefert den Schlüssel zum Verständnis dieses Kapitels. Folgende Übereinstimmungen und Gegensätze zwischen 3. Mose 16 und der Erfüllung in Jesus Christus werden deutlich:

  3. Mose 16
Vorbild
Hebräerbrief
Wirklichkeit
Bibelstellen
Opferhandlungen durch … Hoherpriester Aaron Jesus Christus unser Hoherpriester Heb 2,17; 4,14-10;7,1-8,2; 9,11
Kleidung des Hohenpriesters Linnene Kleider anstatt der hohepriesterlichen Würdenkleidung Christus, der Sohn Gottes, wird wahrer, gehorsamer Mensch 2Mo 28,2; Heb 2,9-14; 5,7.8; Phil 2,5-8
Priesterfamilie Haus Aarons Christus und sein Haus, die Gemeinde Heb 3,6; 10,19-22; 1Pet 2,5.9; Off 1,6
Unterschiede Aaron / Christus - Aaron ist sterblich - Christus lebt ewig und hat ein ewiges Priestertum Heb 7,23-25
  - Aaron hat eigene Sünden - Christus ist sündlos Heb 4,15; 7,26-28
  - Aaron ist ohne Eidschwur Priester geworden - Christus ist mit Eidschwur Priester geworden Heb 7,20-22
  - Aarons Dienst ist endlos und vermag Sünden nicht wirklich hinwegzunehmen - Christi Opferdienst ist abgeschlossen und das Sündenproblem ist endgültig gelöst Heb 9,9.10.25.26; 10,1-4.11-18
  - Aarons Dienst geschieht in einem irdischen und verschlossenen Heiligtum, in das nur er einmal im Jahr mit tierischem Blut eintreten durfte - Christus ist mit seinem eigenen Blut in den Himmel selbst gegangen, der jetzt für die Seinen offen ist und wo Er sie ständig vertritt Heb 9,6-11.24.26; 4,14-26; 7,25; 10,19-22
Heiligtum - Stiftshütte - weltlich, mit Händen gemacht, Abbild, Schatten himmlischer Dinge - Der Himmel selbst Heb 8,5; 9,1.11.24
  - Bundeslade mit Sühnungsdeckel - Thron Gottes Heb 4,16; 8,1.2
  - Scheidevorhang - Fleisch Christi Heb 10,20
Opfer Unschuldige, reine Tiere Christus, der sündlose Mensch stirbt am Kreuz von Golgatha Heb 9,12-14.23.25-28; 10,1-10.14
Opferhandlungen Sämtliche Opfervorschriften sind symbolischer Natur und stehen in Verbindung mit den Abbildern (Vorbild, Beispiel) der himmlischen Dinge (Wirklichkeit) Das Opfer Christi ist die Erfüllung der AT-Opfersymbolik und bildet die Wirklichkeit Heb 8,5; 9,9.24; 10,1
Folgen des Opfers - Heiligung, die zur Reinheit des Fleisches führt, d.h. nur äußerlich ist. Der Zugang in Gottes Gegenwart bleibt verschlossen. - Reinigung des Gewissens, d.h., die Heiligung befähigt den Menschen, Gott zu nahen, und sondert ihn vom Ort des Gerichts völlig ab (außerhalb des Lagers) Heb 9,8-14; 10,10.19-22; 13,11-13
  - Sünden werden nicht wirklich weggenommen - Die Sünde wird abgeschafft, die Sünden vergeben, die Folgen sind ewig gültig Heb 9,12.15.26.28; 10,14-18
  - Der Opfernde kennt keinen Frieden mit Gott und wird durch die Opfer an die Sünden erinnert - Der Opfernde hat kein Sündenbewusstsein mehr. Er hat wirklich Frieden mit Gott Heb 9,14.28; 10,2.14-22

Weitere Hinweise auf das Sühnungswerk Christi

Unterschiedliche Opfer für Aaron und sein Haus und die Gemeinde Israel

  • Das größere Opfer (Farre, nicht Ziegenbock) für Aaron und sein Haus weist hin auf die tiefere geistliche Einsicht in das Werk Christi von Seiten der Versammlung (Röm 16,25; 1Kor 2,7; Kol 1,26.27; Eph 3,3-7; 2Tim 1,9.10).

  • Der eine Farre (im Gegensatz zu den zwei Ziegenböcken) für Aaron und sein Haus macht deutlich, dass die Versammlung im Gegensatz zu Israel bereits jetzt schon die Gewissheit der Sündenvergebung hat. Die Versammlung besitzt diese Gewissheit, nachdem der Herr Jesus sein Werk am Kreuz vollbracht hat und in den Himmel eingegangen ist, Israel dagegen erst, wenn Er aus dem Himmel zurückgekehrt sein wird (Heb 9,24-28; Jes 53; Sach 12,10–13,2; Dan 9,24).

Sünd- und Brandopfer haben beide sühnenden Charakter

  • Im Sündopfer wird gezeigt, wie unsere Sünden und alles, was damit in Verbindung steht, auf das Opfer „abgewälzt“ und in diesem von Gott gerichtet werden.

  • Im Brandopfer wird gezeigt, wie die Vollkommenheit des Opfers sozusagen auf den Opfernden übertragen wird und er dadurch in der ganzen Wohlannehmlichkeit des Opfers vor Gott steht (vgl. 3Mo 1,3.4; Eph 1,6).

Zwei Ziegenböcke als Sündopfer (2 Tiere, 1 Opfer)

Der erste Bock

  • Der erste Bock stellt vor allem die Wahrheit der Genugtuung (Sühnung) vor, d.h. das, was für Gott nötig ist (3Mo 16,8), damit Er unter Wahrung seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit Sünden vergeben kann.

  • Der erste Bock spricht zudem davon, wie die Sünde als Macht generell beseitigt wird. Das Blut dieses Bockes wird gesprengt:
    1. auf den Sühnungsdeckel, d.h. vor Gottes Angesicht, als Genugtuung für seine beleidigte Ehre (2Mo 12,13)
    2. vor die Bundeslade, d.h. als Sühnung für das Heiligtum (das Heiligtum symbolisiert den Himmel; Heb 9,23-28)
    3. an den Altar im Vorhof der Stiftshütte (2Mo 30,10), d.h. als Sühnung für den Altar (der Vorhof symbolisiert die Erde).

Der zweite Bock

  • Der zweite Bock stellt vor allem die Wahrheit der Einsmachung mit und die Stellvertretung durch den Sündenträger dar, d.h. das, was für den Gläubigen nötig ist, damit er die göttliche Vergebung empfängt.

  • Der zweite Bock verdeutlicht auch die Wahrheit des konkreten Bekennens der sündigen Taten. Das Bekennen der Sünden des Volkes geschah durch den Hohenpriester. Doch war jeder einzelne Israelit verpflichtet, seine Seele zu kasteien, d.h. sich unter Fasten wegen seiner Sünden vor Gott zu demütigen und Buße zu tun (3Mo 23,29; Ps 35,13).

  • Der zweite Bock ist für oder als Asasel (= „Abwendung“ oder „der entfernt/wegträgt“; 3Mo 16,10.22), was auf die Beseitigung der von Gott vergebenen Sünden hinweist. Siehe Psalm 103,3.12; Jesaja 38,17; 44,22; 55,7; Micha 7,18.19.

1. Ziegenbock für den HERRN Erfüllung im Opfer Christi Folgen
SÜHNUNG als Genugtuung für GOTT
(Das Blut wird in die Gegenwart Gottes gebracht und auf den Deckel der Bundeslade gesprengt)
Das Opfer Christi ist primär für Gott
Heb 9,14; Eph 5,2; Röm 3,24-26; 8,3.4 (vgl. auch das Löse-/Sühnegeld, das an Gott bezahlt werden musste 2Mo 30,12; Hiob 33,24; Ps 49,7)
Der Weg ins Heiligtum zu einem gerechten und heiligen Gott ist geöffnet (Heb 10,19)
SÜNDE als MACHT wird gesühnt
(Das Blut dient zur Sühnung der Sünde in einem allgemeinen Sinn, d.h., die Sünde als Macht oder Prinzip steht im Blickfeld).
Durch das Opfer Christi ist Gott im Blick auf die Sünde vollkommen befriedigt (Joh 1,29; 1Joh 2,2; Heb 9,26; Röm 3,24-26). Gott kann aufgrund des Opfers Christi allen Menschen Gnade und Errettung anbieten (1Tim 2,4-6; Tit 2,11; 2Kor 5,18-21; 2Pet 3,9; Off 22,17).
VERSÖHNUNG aller geschaffenen DINGE
(Das Blut wird vor die Lade und an die Hörner des Altars gesprengt zur Sühnung bzw. Reinigung des ganzen Heiligtums und des Altars [Vorhof])
Durch das Opfer Christi werden einmal alle Dinge im Himmel und auf Erden versöhnt, d.h. gereinigt und in Harmonie mit Gott gebracht (Kol 1,20; Heb 9,23). Die ganze Schöpfung (nicht alle Menschen) wird einmal wiederhergestellt werden (Apg 3,21; Heb 1,12; Röm 8,19-23).
2. Ziegenbock für Asasel
(= Abwendung)
Erfüllung im Opfer Christi Folgen
SÜHNUNG als Sündentilgung für Menschen
(Die Sünden der Menschen, die sie bekennen, d.h. Buße tun, werden vergeben und beseitigt)

STELLVERTRETUNG
IDENTIFIKATION

Christus starb stellvertretend für die Sünden derer, die sie Gott bekannt, die Buße getan und Gott geglaubt haben (1Kor 15,3; Gal 1,4; 2,20; Lk 24,47; Apg 3,19; 10,43 u.a.) Die Folgen des Sühnungswerkes Christi gelten nicht allen Menschen, sondern nur denen, die Buße getan und geglaubt haben, „den Vielen“, „uns“ (Mt 20,28; Jes 53,12; Heb 9,28: 1Pet 2,24; Röm 5,19)
SÜNDEN als TATEN werden gesühnt
(Der mit den Sünden beladene Ziegenbock wird fortgeschickt in ein ödes Land, d.h. an den Ort des Todes, um nie mehr zu erscheinen)
Der Sünden, die durch das Opfer Christi gesühnt sind, wird Gott nie mehr gedenken (Heb 10,14-18; 9,12) Vollständige und ewig-gültige Sündenvergebung (1Joh 1,7.9; Apg 3,19; Ps 51,9; 103,12; Jes 38,17; 43,25; 44,22; Jer 50,20; Mich 7,18)
VERSÖHNUNG aller gläubigen MENSCHEN
(Alle Menschen in Israel, die ihre Seelen kasteiten und keinerlei Arbeit taten, erfuhren Reinigung sämtlicher Sünden; vgl. 3Mo 16,29.30; 23,29.30)
Durch das Opfer Christi ist jeder Gläubige mit Gott versöhnt, d.h., die feindliche Gesinnung des Menschen ist beseitigt worden und er lebt „in Harmonie“ mit Gott (Röm 5,10.11; Kol 1,21.22). Der gläubige Mensch wird passend gemacht für die Gegenwart Gottes (Kol 1,21.22; Röm 5,1.2; Eph 1,6; Off 1,7).

Der Versöhnungstag und das Jubeljahr (3Mo 25,9.10)

Wiederherstellung und (Er-)Lösung aufgrund des Sühnopfers Christi:

  1. für Israel (Jes 35,10, vgl. Ruth)
  2. für den Gläubigen heute (Lk 4,18; Gal 5,1; 1Pet 2,25)
  3. für den Gläubigen in Zukunft (Röm 8,19-23)
  4. für die Schöpfung (Apg 3,21; Heb 1,12)

Bruno Oberhänsli, Frauenfeld 6.5.2002


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