Bibelstelle: 5. Mose 11

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Müssen die Alltagsprobleme wirklich sein? (W.T. Turpin)
5. Mose 8
Bibelstellen: 5. Mose 8; 5. Mose 11, Stichwörter: Probleme
Ein wichtiger, das Christentum charakterisierender Zug ist dies, dass der Christ auf dem Weg durch die Welt zu derselben Zeit die Erfahrungen der Wüste und diejenigen Kanaans macht, während der Jude, der Israelit, diese Erfahrung getrennt, ... mehrin verschiedenen Abschnitten seiner Geschichte zu machen hatte. Es ist deshalb von besonderer Bedeutung für uns, diese beiden Dinge an ihren richtigen Platz zu stellen, weil wir stets geneigt sind, die Gedanken Gottes einzuschränken und so wenig wie möglich von dem zu nehmen, was Gott uns schenken will. Eine Folge dieser Neigung ist, dass fast jeder Gläubige seine Lieblings-Wahrheit oder Lieblings-Lehre hat. Würden wir treuer, wirklicher mit Gott wandeln, so würden wir all das genießen, was Gott gefallen hat, uns zu geben. Wir würden dann nicht nur finden, dass jede Wahrheit ihren Platz hat und unseren Umständen angepasst ist, sondern wir würden auch dahin kommen, diese Wahrheiten nach dem Grad der Wichtigkeit zu beurteilen, die sie in den Gedanken Gottes haben. Es ist außerordentlich groß, die Wahrheit Gottes als ein Ganzes zu besitzen und so zu schätzen, indem man zu gleicher Zeit jedem ihrer einzelnen Teile den ihm zukommenden besonderen Platz im Herzen einräumt. Ich möchte nun zunächst von der Pilgerschaft hier auf der Erde sprechen, der geringeren, aber im Allgemeinen wohl besser erfassten und verstandenen Seite unseres Gegenstandes. Ich bitte den Leser, zu diesem Zweck seine Bibel aufzuschlagen und 5. Mose 8,2-6 zu lesen. Diese Verse reden von dem, was ich die Pilgerschaft hier auf der Erde genannt habe. Sie sprechen von dem Weg durch die Welt, die für den Christen zur Wüste geworden ist. Denn von dem Augenblick an, da ich für Gott und seine Wahrheit gewonnen bin, befinde ich mich in der Wüste, die ich fortan als Pilger durchwandern muss. Hier ist der Schauplatz, auf dem sich meine eigentliche Geschichte abspielt, hier ist der Weg, der mich durch die trüben Wechselfälle des Lebens hindurchführt.
Wie kann ich meine Alltagsprobleme bewältigen? (W.T. Turpin)
5. Mose 11
Bibelstellen: 5. Mose 11, Stichwörter: Probleme
Bleiben wir einen Augenblick bei diesen Dingen stehen und betreten wir die Stätte, wo seine Gnade uns Zugang gegeben und wo seine Zuneigungen eine so vollkommene Befriedigung gefunden haben, dass seine Augen mit ewiger Befriedigung darauf ... mehrruhen. Welch ein Vorrecht ist es, jetzt schon ein wenig von den Gütern droben zu schmecken! Genießt du sie, wenigstens in einem gewissen Maß? Dass dieses Maß bei uns allen klein und schwach ist, gebe ich zu. Aber der Herr kann mehr geben, und Er möchte durch seinen Geist das Verlangen in uns erwecken, jetzt schon das Glück zu kosten, dort zu weilen, und zwar nicht nur weil wir einen Zufluchtsort inmitten der Stürme und Prüfungen dort gefunden haben, sondern weil es ein Zuhause für uns geworden ist! Welches Glück, ein Zuhause zu haben! Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem Zufluchtsort und einem Zuhause. Ein Zufluchtsort ist ein Platz, wohin man eilt, um Schutz vor dem Sturm zu suchen, den man aber wieder verlässt, sobald das Unwetter vorüber ist. Ein Zuhause ist die Stätte, der unsere Zuneigung gehört. Wenn Christus für dich und mich nur ein Zufluchtsort ist, dann braucht Er noch nicht notwendigerweise unsere Wohnung zu sein. Christus nur als einen Zufluchtsort darstellen, ist ein armes Evangelium, das das ständige Weilen des Herzens bei Ihm nicht in sich begreift. Aber wenn Christus eine Wohnstätte für mich geworden ist, wenn ich das Glück, die Freuden, die Ruhe, die Gemeinschaft und die Zuneigung des Hauses gefunden habe, dann spreche ich: „Hier will ich wohnen; hier ist mein Zuhause; hier finde ich Erquickung, Sättigung, Tröstungen, mit einem Wort: volles Genüge; hier ist die Städte des Glücks. Mag ich auch den wechselvollen Schauplatz dieser Welt zu durchschreiten haben, hier ist meine Wohnung.“