Die Geburt des Herrn (2)
Lukas 2

Willem Johannes Ouweneel

© SoundWords, Online începând de la: 20.12.2000, Actualizat: 03.01.2018

Leitverse: Lukas 1 u. 2

Das Lob der himmlischen Heerscharen

Und nun kann Gott sich nicht länger zurückhalten. Tausende von Jahren hat Gott sich zurückgehalten. Aber nun plötzlich öffnet sich der Himmel und eine Menge der himmlischen Heerscharen waren bei dem Engel und wir hören die ergreifenden Worte, in dem die Wahrheit des ganzen Evangeliums zum Ausdruck gebracht wird: „Herrlichkeit Gott in der Höhe und Friede auf Erden an den Menschen ein Wohlgefallen!“

Es ist das Lukasevangelium, welches uns den Herrn Jesus als Mensch Christus Jesus vorstellt. Ein Mensch, der in Niedrigkeit und Armut geboren und in eine Krippe gelegt wurde. Das gerade ist in diesem Evangelium das Zeichen, welches den Hirten gegeben wurde. Nicht ein strahlender Königsstern, damit die Angesehenen der Erde kommen sollen, um sich vor dem Kind niederzubeugen – das haben wir bei Matthäus. Aber hier ist das Zeichen nichts Strahlendes und Großes, sondern hier ist das Zeichen die Geringheit – ein Kind in Windeln gewickelt in der Krippe liegend. Aber das Größte ist, und dies wird durch die Engel zum Ausdruck gebracht, dass das Kind ein Gegenstand von Gottes Wohlgefallen ist. Dies ist der dritte Aspekt des Lobes der Engel. Denn dieses Lob besteht aus drei Teile: Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.

1. Aspekt: Herrlichkeit Gott in der Höhe

Wir wissen, dass die Propheten aus Lukas 1, die über diesen Vers gesprochen haben, Maria und Zacharias, durch den Heiligen Geist Bezug nahmen auf das Tausendjährige Friedensreich, wo die Erfüllung all dessen sein wird, wofür der Herr Jesus hier auf Erden die Grundlage gelegt hat und wo Er als Christus Jesus, als Sohn des Menschen, über alle Dinge gestellt sein wird (Ps 8). Die Engel bleiben in dieser Hinsicht nicht zurück. Auch sie blicken in erster Linie auf das Tausendjährige Friedensreich. Um so bedeutungsvoller ist es dann, wenn wir hören werden, was Simeon spricht. Das Friedensreich, das Königreich Gottes, ist nach Römer 14 Gerechtigkeit, Friede und Freude. Das sind die drei Elemente, die uns auch hier vorgestellt werden. Gerechtigkeit nimmt den ersten Platz ein und bedeutet in Bezug auf den Mensch das, was Gott zukommt. Einmal wird eine Zeit kommen, wo wirklich durch die gesamte Schöpfung zum Ausdruck gebracht wird, dass Er gerecht ist. Das ist die Ehre an Gott, nicht allein durch einige Menschen, sondern bis hin zu den höchsten Himmeln. Jesaja sagt: bis zu den Enden des Weltalls.

2. Aspekt: Friede auf Erden

Der zweite Punkt ist Friede. Und da die Engel von Frieden auf Erden sprechen, lässt uns das an die Zeit denken, in der nicht nur die Herzen gemeint sind, wovon Simeon spricht, sondern wenn Friede auf der ganzen Erde sein wird. Bedenkt, die gesamte Erde wird gekennzeichnet sein von der Erkenntnis des Herrn.

3. Aspekt: Den Menschen ein Wohlgefallen

Der dritte Punkt schließlich: Freude im Heiligen Geist – den Menschen ein Wohlgefallen. Die Fußnote sagt aber: die Menschen seines Wohlgefallens – Menschen, die der Gegenstand von Gottes Wohlgefallen sind.

Sprechen die Engel prophetisch über Dinge, die sich jetzt noch nicht erfüllen können? Nein! Alles, was sie hier sagen und was seine vollkommene Erfüllung im Friedensreich haben wird, ist hier in diesem Moment wahr und erfüllt sich in dem einen Kind. Hier ist der Mensch, Christus Jesus, der zweite Mensch, der letzte Adam, in welchem die ganze Schöpfung wiederhergestellt wird – der Mensch, in welchem hier von dieser Erde aus Gott die Ehre dargebracht wird. Hier ist ein Mensch, welcher später sagen kann: Nun ist der Sohn des Menschen verherrlicht und Gott ist verherrlicht in Ihm. Was später im Friedensreich für die ganze Erde gelten wird, sieht Gott hier verwirklicht in dem Kind in der Krippe, welches in seinem Leben auf der Erde Gott die Ehre dargebracht hat.

Und wenn später im Friedensreich Friede auf der ganzen Erde sein wird, so ist jetzt dieser Friede geoffenbart, verkörpert in einem Kind, welches in einer Krippe liegt, in Windeln gewickelt. Darin ist der Friede sozusagen lebendig, man möchte sagen: leibhaftig, anwesend. Der Prophet spricht von dem Friede Machenden, und der Kolosserbrief sagt, dass Er Friede gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes. Das Kreuz ist der Endpunkt des Weges, der hier an der Krippe beginnt. Friede war noch nie zuvor so anwesend, bevor dieses Baby in Bethlehem geboren wurde und was nun von den Engeln verkündigt wird.

Und wenn wir hier lesen von den Menschen seines Wohlgefallens, so ist das doch in erster Linie ein Mensch seines Wohlgefallens. Dies ist der Eine, zu welchem dreißig Jahre später gesagt wird, als Er aus dem Wasser steigt und der Himmel sich öffnet: „Dies ist mein geliebter Sohn, an welchem ich mein Wohlgefallen gefunden habe.“ Aber wenn es nun heißt „Menschen“, wenn es also viele Menschen seines Wohlgefallens geben wird, dann nur deshalb, weil Gott sein Wohlgefallen an dem Einen gefunden hat. Und wir werden sehen, dass in diesem Einen und aufgrund seines Werkes nun Raum ist für eine große Schar von Menschen, welche die Gegenstände von Gottes Wohlgefallen sein werden. Und das alles ist nun verkörpert in diesem einen Kind. Ja, darum jubeln die Engel, weil sie dies verwirklicht sehen in diesem Kind, auch wenn es historisch gesehen sich erst in späteren Zeiten erfüllen wird. Ist das nicht großartig?

Die Hirten als Evangelisten

Das ist Lukas – ein kleines, armes Kind in der Krippe vorzustellen, nicht den Großen der Erde, sondern den Armen, den Letzten, den Hirten auf dem Feld, die nun hingehen, um das Zeichen zu sehen, das Kind in seiner Armut. Ihnen liegt das Wort der Engel in den Ohren und nun wollen sie das Kind sehen, in welchem sich das alles erfüllen soll. Ja, die Worte der Engel wirken an ihren Herzen und wecken dieses Verlangen zu sehen. Sie haben das Wort und das Lob der Engel gehört und nun wollen sie das Zeichen sehen, das der Herr ihnen gibt, um es zu sehen. Ja, sie gehen mit Eile voll Verlangen, um die Wirklichkeit von dem zu sehen, was ihnen vorgestellt wurde. So wurden sie die ersten Evangelisten, die eine Begegnung hatten mit dem Herrn Jesus Christus. Sie gingen hin und machten das Wort über das Kind, was sie gesehen hatten, überall bekannt. Doch es steht nicht das Sehen an erster Stelle, sondern das Hören. Unser Glaube ist nicht aus dem Sehen, sondern aus dem Hören. Nicht allein, was sie sahen, nein, das Wort, welches sie hörten, war der Inhalt ihrer Botschaft, die sie nun überall hinbrachten. Das Wort, welches sie gesehen hatten! Und alle, die es hörten, verwunderten sich darüber, was durch die Hirten gesagt wurde. Ja, da war eine Verwunderung, denn es gab ja doch etliche Menschen, die den Erlöser Israels erwarteten. Und die Verwunderung können wir uns gut vorstellen – wie die Menschen sagten: Soll dieser nun der Eine sein, von welchem die Propheten gesprochen haben?

Maria

Wir sehen jetzt auf Maria. Das Lukasevangelium stellt uns einige Personen vor und zeigt uns an ihnen die Kraft des Glaubens und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes. Wir sahen bereits im 1. Kapitel, dass Maria nicht vom Heiligen Geist erfüllt wurde. Das ist uns mitgeteilt, um Maria nicht geringer als die anderen, sondern besonders positiv herauszustellen. Sie nahm das Wort des Herrn in ihr eigenes Herz auf und machte es zu ihrem Eigentum, zu ihrem persönlichen Glaubensgut. Zweimal lesen wir in diesem Kapitel davon, dass Maria alle Worte bewahrte und in ihrem Herzen erwog. Geschwister, hierin liegt so unendlich viel für uns, nicht damit wir das nur einfach zur Kenntnis nehmen, sondern damit wir das alles in der Stille in unseren Herzen erwägen. Denn dies ist die einzige Art und Weise, wie wir das Wort studieren können: das Lesen des Wortes, das Bewahren und das Erwägen des Wortes und uns vertiefen, durch Gottes Geist geleitet, in die Dinge, die uns hier vorgestellt werden. Das alles bringt Anbetung hervor.

Und so sehen wir weiter, dass wir nun in den Tempel geführt werden. Anbeter, die öffentlich mit ihrem Lob und Preis hervortreten, wurden in der Stille geformt. Sie wurden geformt in der Betkammer oder dort oben auf dem Gebirge (Lk 1), wo der Herr zu ihren Herzen redete und sie die Worte in ihren Herzen erwogen. Ich bin überzeugt, dass keine wahre Anbetung zustande kommt, wenn nicht dieses Erwägen der Dinge über die Person unseres kostbaren Herrn vorausgegangen ist. Es muss ein „Wiederkäuen“ mit unseren Herzen sein, so dass die Empfindungen geformt werden, damit sie für Gott kostbar sind, wenn wir sie in priesterlicher Anbetung in das innere Heiligtum bringen. Ich weise bewusst auf das Wort „priesterlich“ hin. Denn in erster Linie sehen wir das schon bei den Hirten, dass da Lob ist. Sie verherrlichten und priesen Gott über alles, was sie gehört und gesehen hatten. Ich betone das deshalb, weil wir uns in gewisser Weise nun am Ende dieses ganzen Kapitels auf dem Platz der Anbetung, direkt im Tempel, befinden. Zuerst vierzig Tage nach der Geburt des Herrn bei der Reinigung der Mutter und dann zwölf Jahre später, als der Herr Jesus im Alter von zwölf Jahren mit seinen Eltern hinaufgeht nach Jerusalem zum Tempel. Wir haben ja schon zu Beginn gesehen, dass das Lukasevangelium durch den Tempel gekennzeichnet ist. Das Evangelium beginnt im Tempel – Zacharias sieht die Erscheinung des Engels, und es endet im Tempel mit dem Lobgesang der Jünger. Und deshalb lasst uns aufmerksam sein, wenn wir uns hier im Tempel auf Anbetungsgrund befinden! Doch bevor wir das richtig erfassen können, müssen wir verstehen, was die Beschneidung des Christus und seine Vorstellung Herrn im Tempel bedeuten (Lk 1,22-24).

Der Tag der Beschneidung

Der achte Tag ist der Tag der Beschneidung. Natürlich ist das in erster Linie die Erfüllung des Gesetzes. Galater 4,4 sagt uns, dass der Herr Jesus geboren wurde von einer Frau, geboren unter Gesetz. Er war wirklich Israelit. Nicht nur Mensch, sondern ein Mensch aus dem Volk Israel, der hier auf der Erde das Gesetz Gottes vollbracht hat, der nach dem Gesetz beschnitten wird, aber der auch dadurch schuldig ist, das ganze Gesetz zu halten (Gal 5,3). Bei seiner Beschneidung bekommt Er den Namen Jesus, wie der Engel gesagt hatte. Der Name bedeutet Jehova oder Jahwe – Heiland und Erretter. Aber das hat doch mit Beschneidung nichts gemeinsam? Was bedeutet seine Beschneidung? Die Beschneidung ist nach Kolosser 2,11 das Urteil Gottes über das Fleisch, das Ausziehen des Leibes des Fleisches. Das ist das, was für den natürlichen Menschen, der in der Sünde geboren wurde, notwendig ist. Die Beschneidung bedeutete für jeden Israelit, der seinen Sohn beschnitt, ein Erkennen gegenüber Gott, das auch dieses Kind in Sünde geboren wurde und das Urteil Gottes verdient hat und dass es nur auf Grundlage der Gnade Gottes mit Ihm in Gemeinschaft kommen kann.

Aber jetzt kommt der einzige Mensch auf die Erde, der niemals gesündigt hat, in welchem keine Sünde ist und der keine Sünde kannte und tat und welcher auch nicht in Sünde geboren wurde. Er kommt hier so wahrhaftig, wie in Römer 8,2 steht, dass Gott seinen Sohn gesandt hat in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde. Gott hat die Sünde im Fleisch verurteilt. Natürlich noch nicht hier in diesem Augenblick. Aber diese Beschneidung am achten Tag hat seine Erfüllung bekommen von dem, was in Kolosser 2,11 genannt wird: die Beschneidung des Christus. Die Beschneidung des Christus ist nicht identisch mit dieser Beschneidung am achten Tag, sondern mit dem Werk am Kreuz von Golgatha. Gott sandte seinen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde, aber die Sünde war nicht in Ihm. Er kam in demselben Fleisch, in welchem bei uns die Sünde war. Und Gott sandte Ihn im Fleisch für die Sünde, damit Er in Ihm die Sünde verurteilte.

Wie ist das groß, wenn Gott dies hier mit dem achten Tag in Verbindung bringt. Der achte Tag ist doch der Beginn von etwas Neuem. Der große, letzte Tag von dem Fest ist der achte Tag. Von diesem Tag spricht der Herr Jesus in Johannes 7, dass eine große Schar die Frucht des Werkes vom Kreuz sein wird und sie den heiligen Geist empfangen wird. Der achte Tag spricht von einer neuen Schöpfung. Denn wenn die Sünde im Fleisch verurteilt ist durch die Beschneidung des Christus, dann ist der Grund gelegt für eine große Schar, die Anteil hat an der Beschneidung des Christus. Gerade so wie Kolosser 2 sagt, dass sie beschnitten sind mit der Beschneidung des Christus. Ja, da ist Raum für eine neue Schöpfung. Und wie Galater 6,15 sagt: Nicht Beschneidung oder Vorhaut in gesetzlicher Hinsicht sind etwas, sondern die neue Schöpfung – die Beschneidung des Christus und diese Verbindung mit dem achten Tag. Die Grundlage ist das Werk von Golgatha dreiunddreißig Jahre später. Die Grundlage, dass es viele Menschen des Wohlgefallens geben kann, nicht nur den einen Menschen seines Wohlgefallens. Dreiunddreißig Jahre war es der Eine, an welchem Gott sein Wohlgefallen gefunden hatte. Aber Gott sehnte sich nach einer großen Gesellschaft von Söhnen seines Wohlgefallens, in welchen Er seine Freude finden wollte. Deshalb musste dieser Sohn an das Kreuz gehen, um das Urteil über die Sünde zu empfangen.

Die Weihung des Erstgeborenen

Das alles ist wichtig, um nun zu verstehen, was es bedeutet, wenn jetzt vierzig Tage später der Herr durch seine Mutter in den Tempel gebracht wird. Nach 3. Mose 12 wissen wir, dass, wenn eine Mutter einen Sohn geboren hatte, sie sich vierzig Tage danach reinigen musste. Das ist eine zeremonielle Reinigung in Verbindung mit einem Opfer. Und so kommen auch Joseph und Maria mit dem Kind nach Jerusalem in den Tempel. Wir sehen hier eine zweifache Bedeutung. Zuerst natürlich die Reinigung von Maria mit dem Opfer, aber auch, dass der Herr als erstgeborener Sohn von Maria Gott vorgestellt wird. Jeder erstgeborene Sohn in Israel sollte Gott vorgestellt – Gott geweiht werden, für Gott abgesondert sein. Ach, von keinem Kind in der ganzen Weltgeschichte konnte gesagt werden, dass das so treffend wahr ist wie bei dem Herrn Jesus. Was muss das für das Herz Gottes gewesen sein, als hier dieses Kind Ihm geweiht wird. Das war der erstgeborene Sohn. Er war nicht nur der eingeborene Sohn von Gott. Dies bedeutet ja, dass Er der Ewige, der Einzige ist. Und als der Einzige gibt es keinen anderen und in dieser Hinsicht können wir auch nicht mit Ihm verbunden werden. Als Eingeborener ist Er der Einzige. Aber Er ist auch der Erstgeborene und das ist seine Bezeichnung als Mensch. Gott hat seinen Erstgeborenen in den Erdkreis eingeführt, sagt Hebräer 1. Und dieser Erstgeborene ist selbstverständlich der Erstgeborene der ganzen Schöpfung, obwohl Er selbst der Schöpfer ist (Kol 1).

Wir sahen, dass seine Beschneidung auf das Kreuz hinweist und so ist Er als der Gestorbene, wovon auch hier die gebrachten Opfer sprechen, auch der Erstgeborene aus den Toten. Und als Erstgeborener aus den Toten ist Er auch Erstgeborener unter vielen Brüdern (Kol 1; Off 1). Begreifen wir, was ein Erstgeborener nun ist? Er ist ein an Gott Geweihter, für Gott Geheiligter. Und sehen wir jetzt nicht klarer, dass die Beschneidung das Urteil Gottes über das Fleisch der Sünde – unsere Sünde – das Urteil Gottes, welches Er auf Ihn gelegt hat? Sehen wir jetzt nicht noch klarer, dass uns der Heilige Geist die große Versammlung von Erstgeborenen vorstellen will (vgl. Heb 12,23)? Von vielen Brüdern, die dem Herrn Jesus gegeben worden sind, ist Er der Erstgeborene unter ihnen. Diese Vielen, die Er seine Mitgenossen nennt, wird Gott als Söhne zur Herrlichkeit führen. Diese Vielen sind dem Sohn gegeben, dem Sohn des Wohlgefallens, damit sie selbst Söhne seines Wohlgefallens sein sollen.

Zu Beginn unserer Betrachtung des Evangeliums sahen wir schon, dass das Lukasevangelium uns die Wahrheiten des Apostel Paulus einleitet. Es ist das Evangelium der Sohnschaft, und gerade die Sohnschaft ist das Größte, wovon Paulus uns auch berichtet. In unserem Evangelium finden wir Söhne des Allerhöchsten, Söhne des Lichts, Söhne des Friedens, Söhne der Auferstehung und Söhne von Gott. Ja, fünf Ausdrücke von Söhnen des Wohlgefallens. Und die Engel berichteten schon hier auf dem Feld von den Menschen des Wohlgefallens. Hier wird nun der Erstgeborene Gott vorgestellt in Verbindung mit einem Opfer. Es ist ein Opfer der Armen (vgl. 3Mo 12). Aber hier weicht das, was nur ein Bild ist, vor der Wirklichkeit selbst. Hier machen die Opfertiere Platz für das wahre Opfer. Sie machen Platz für den Einen, an welchem Gott die Sünde gerichtet hat. Denn dadurch kann nun eine große Gesellschaft von Erstgeborenen für Gott geheiligt, geweiht werden, aber so, dass Er der wahre Erstgeborene ist.

Von Israel sprach Gott einmal: Israel ist mein erstgeborener Sohn. Aber hier ist der wahre Israel, der wahre Knecht des Herrn, wie Jesaja sagt. Und dieser wahre Knecht ist Gottes erstgeborener Sohn. Und in Ihm, auf Grundlage seines Werkes, ist nun Platz für eine große Versammlung von Erstgeborenen – Söhne des Wohlgefallens –, und diese sind, wie der Hebräerbrief uns sagt, Anbeter. Diese Anbeter sind auf dem Weg hin zur Herrlichkeit. Und auf diesem Weg haben sie das Zelt der Zusammenkunft, den Platz des Gottesdienstes, wo sie hinzunahen zum Thron der Gnade. Und so finden wir sie auf diesem Weg ununterbrochen im Heiligtum, nicht allein nur so von Zeit zu Zeit. Nein, Hebräer13 sagt uns, dass wir fortwährend, stets, ein Opfer bringen. Fortwährend, so wie wir hier Anna Nacht und Tag betend und fastend im Tempel begegnen. Hier finden wir Gläubige vorgestellt im Geist der Sohnschaft. Söhne des Wohlgefallens, die als Anbeter im Tempel sind.

Simeon

Nun sehen wir Simeon. Aber er spricht nicht in dem Charakter wie Zacharias. Er spricht nicht wie Maria, er spricht nicht von der Zukunft des tausendjährigen Friedensreiches, in welchem Israel den zentralen Platz einnimmt. Nein, er spricht über diese gegenwärtige Zeit. Aber das alles ist doch sehr erstaunlich. Warum ist dieser Simeon in den Tempel gekommen? Bei ihm sehen wir nicht, dass Stimmen zu ihm sprechen in einem Traum, wie wir es bei Joseph finden; oder dass ihm ein Stern erscheint wie bei den Weisen; dass ihm ein Engel erscheint wie bei Zacharias oder Maria. Nein, das passt nicht in unsere gegenwärtige Zeit. Das passt eher in das Alte Testament und in die Zeit vor der Geburt unseres Herrn Jesus und seines Sterbens und seiner Auferstehung. Nein, bei Simeon sehen wir den Geist von Sohnschaft. Er wird geleitet – und das ist das Kennzeichen von Sohnschaft; das ist das Kennzeichen von allen Söhnen: So viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes (Röm 8,14).

Hier wird uns dreimal von Simeon berichtet, dass der Heilige Geist ihn führte: zuerst Vers 25; dann in Vers 26, wo er von dem Heiligen Geist das Wort empfängt; und in Vers 27, wo er in den Tempel kommt durch den Heiligen Geist (Lk 2,25-27). Jeder spürt doch hier nun: Wir sind auf besonderem Platz. Der Heilige Geist teilt uns hier die riesige Weite davon mit, was uns sonst nur in Bildern gezeigt wird – in der Beschneidung des Christus und in seiner Darstellung vor Gott. Übrigens, nicht in der Reinigung! Die Reinigung ist ja nicht für das Kind, sondern für die Mutter (3Mo 12). Die Mutter musste gereinigt werden und sie ist ja auch ein Bild von dem Überrest Israels. Aufgrund des Urteils Gottes über das Fleisch der Sünde, welches Ihn traf dort auf Golgatha, ist die Reinigung der Gläubigen und dadurch schließlich die Heiligung und Weihung an Gott möglich. Sie sind reingewaschen, sie sind geheiligt, sie sind gerechtfertigt. So sehen wir ein gereinigtes, geheiligtes Volk, ein Volk von Söhnen, von Menschen des Wohlgefallens, von Anbetern. Und es ist unser köstlichstes Teil hier auf der Erde, auf diesem Platz der Anbetung zu stehen und fortwährend unser Opfer des Lobes zu bringen.

Simeon war ein gottesfürchtiger und gerechter Mann, der den Tröster Israels erwartete. Darin reiht er sich in die Schar des Überrestes mit ein, welche den Herrn erwarteten. Und er erwartete diesen Tröster, den Messias. Er erwartete Ihn ganz persönlich. Noch einmal: nicht aufgrund von Stimmen, Visionen, Träumen, Stern oder Engeln; nein, durch den Geist Gottes. Er war so wie Maria; er, der das Wort nicht nur kannte, sondern der es in seinem Herzen erwog. Der Heilige Geist hat in diesem Herzen die Gelegenheit, dieses Wort so wahrhaftig und kostbar zu machen, dass ihm gesagt wird, er werde den Tod nicht sehen, bevor er den Christus des Herrn gesehen hat. Und so ist das noch heute. Natürlich ist das Wort Gottes fast zweitausend Jahre bekannt. Aber der Heilige Geist sollte die Gelegenheit bekommen, in unseren Herzen sein Wort so lebendig zu machen, damit auch wir unseren Herrn mit brennenden Herzen erwarten.

So kommt Simeon durch den Heiligen Geist geleitet in den Tempel, und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten betreffs der Gewohnheit, nach dem Gesetz zu tun, nahm er es in seine Arme. Oh, wie ist das kostbar! Die Hirten hatten die Engel gesehen und beugen sich vor dem Kind nieder. Die Weisen haben den Stern gesehen und beugen sich vor dem Kind nieder. Aber hier kommt Simeon durch den Geist geleitet und er beugt sich nicht vor dem Kind nieder. Er nimmt es in seine Arme. Er umarmt es inniglich und schließt es in sein eigenes Herz hinein. Hier ist ein Mann, der nicht verglichen werden kann mit den Menschen, die sich einmal im Friedensreich vor dem Herrn niederbeugen, wie es Israel einmal tut, wie es hier die Hirten und die Weisen vorbildeten. Nein, hier ist einer, der das Kind in seine Arme nimmt, um es in sein Herz einzuschließen. Ja, in sein Herz.

Wir sahen doch, dass der Herr Jesus den Frieden Gottes personifiziert – Friede auf Erden. Wenn dies sein wird, dann werden die Weisen kommen (die Völker), dann werden die Menschen des Volkes Israel kommen (die Hirten) und sich vor dem Kind niederbeugen. Das ist zukünftig. Aber in dieser gegenwärtigen Zeit, in welcher wir leben, wo noch kein Friede auf Erden ist, da gibt es Menschen mit Frieden in ihren Herzen, die Frieden mit Gott haben, einen Friede, der ihre Herzen und Sinne bewahrt. So einen Menschen finden wir hier in Simeon. Er schließt das Kind in seine Arme und in sein Herz und lobt Gott: Nun entlässt du deinen Knecht in Frieden. Hier ist ein Gläubiger, der den Frieden auf Erden noch nicht kennt, aber den Frieden in seinem Herzen. Nicht ein Gläubiger, der den Herrn mit seinem Reich erwartet, sondern einer, der Ihn aufnimmt in sein Herz. Können wir das so von uns sagen? Ist der Herr für uns ebenso kostbar, damit wir wie 1. Thessalonicher 4 sagen: Wir wollen allezeit bei dem Herrn sein?

„Meine Augen haben dein Heil gesehen.“ Dieser Mann, der durch den Heiligen Geist geleitet wird, hat mehr gesehen als Zacharias und Maria. Er hat selbst mehr gesehen, als das, wovon die Engel sprachen: Dein Heil, welches du bereitet hast vor dem Angesicht aller Völker. Dies haben wir vorher noch nie gehört. Von den Engeln hörten wir zwar von Frieden auf Erden. Aber hier hören wir von dem Frieden, den Er ausbreitet vor dem Angesicht aller Völker. Die Engel sprachen von einem Frieden für das ganze Volk – das ist Israel. Simeon spricht aber durch den Geist Gottes von allen Völkern. Das gilt aber nicht nur für das Friedensreich. Natürlich wird dann, wenn Israel der Mittelpunkt von allem Geschehen sein wird, von diesem Volk Frieden ausstrahlen zu allen Völkern. Aber lesen wir dazu auch Vers 32. Wenn Simeon nur auf das Friedensreich gesehen hätte, so hätte er zuerst von Israel gesprochen und dann, davon ausgehend, von dem Licht an die Nationen. Aber so ist das hier nicht. Israel kommt an zweiter Stelle. Er spricht von unserer gegenwärtigen Zeit, wo an erster Stelle das Licht gekommen ist als Offenbarung an die Nationen, um die Wahrheiten Gottes den Nationen bekannt zu machen. Das haben wir als Frucht von einem, der das Wort Gottes durch den Heiligen Geist in seinem Herzen bewegt. Aus dem Alten Testament kennen wir doch das Wort von dem Herrn Jesus als das Licht der Nationen (Jes 42; 49; 59). Auch Jesaja verbindet das mit dem Friedensreich. Aber Simeon benutzt dieses Wort, durch den Geist geleitet, für unsere Zeit. Und das wird auch deutlich, wenn wir weiterlesen.

Joseph und Maria verwundern sich über das, was sie von Simeon hörten. Ihnen wird eine viel größere Perspektive eröffnet, als nur das Heil für Israel. Dann sehen wir, dass Simeon sie segnet. Übrigens steht hier nicht, dass er das Kind segnete. Nein, er kennt die Gedanken Gottes: Er selbst könnte nur durch das Kind gesegnet werden. Aber Simeon kann Maria und Joseph segnen und ihnen weiter vorstellen, was dieses Kind noch sein wird. Und dass er auch weiter über die gegenwärtige Zeit spricht, sehen wir an den Worten: „Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und Aufstehen Vieler in Israel.“ Er weist auf die gegenwärtige Zeit hin, wo der Herr Jesus den Nationen als Licht zur Offenbarung gegeben wurde. Er zeigt aber auch, dass das mit der Verwerfung des Volkes Israel einhergeht. Der Herr Jesus soll in Israel zum Stein des Anstoßes werden, an welchem viele zu Fall kommen sollten. Auch hier finden wir ein Wort aus dem Propheten Jesaja (Jes 8). Viele werden fallen, aber auch viele werden aufstehen. Hier ist nicht die Auferstehung gemeint, sondern: Sie werden aufgehoben. Das ist auch das, was Maria angekündigt hatte: Die Hohen sollen erniedrigt und die Niedrigen erhöht werden. Die, welche meinen, etwas zu sein, sie werden fallen. Andere werden aufgehoben. Und Er soll zu einem Zeichen werden, dem widersprochen wird.

In Verbindung mit dem Herrn Jesus lesen wir dreimal von einem Zeichen, sowohl im Matthäusevangelium wie auch hier bei Lukas. In Matthäus ist das erste Zeichen bei seiner Geburt der Stern. Das zweite Zeichen ist sein Tod, das Zeichen von Jona: Drei Tage und Nächte soll Er im Schoß der Erde sein (Mt 12). Und das dritte Zeichen ist seine Wiederkunft: das Zeichen des Sohnes des Menschen (Mt 24). Und bei Lukas sehen wir das Gleiche. Das erste Zeichen bei seiner Geburt: das Kind in der Krippe. Das zweite Zeichen finden wir hier an unserer Stelle: das Zeichen seiner Verwerfung. Darüber hatten die Engel, Zacharias und Maria nicht gesprochen. Simeon weiß das. Er weiß, dass das Schwert die Seele Marias durchdringen wird, und er denkt dabei daran, wenn Maria am Fuße des Kreuzes stehen wird. Und in Lukas 21 finden wir das dritte Zeichen – seine Wiederkunft. Hier, wie gesagt, das Zeichen seiner Verwerfung, damit die Gedanken Vieler offenbar würden. Das Kommen des Herrn ist die Offenbarung von dem, was in Gottes Herz ist. Aber es ist auch die Offenbarung von dem, was in unseren Herzen ist. Es ist ein Zustand, der alles ans Licht bringt, der das Herz Gottes vollkommen ans Licht bringt, so dass wir Menschen das Herz Gottes überhaupt kennenlernen können. Was Gott dem Menschen berichten wollte, das hat Er alles berichtet in dem Herrn Jesus. Und auf der anderen Seite wurde das Herz des Menschen vollkommen offenbart. Besonders natürlich in dem Moment, wo Maria am Kreuz steht und Er dort am Kreuz erhöht ist. Das ist die Bedeutung, von welcher Simeon hier spricht. Er war gekennzeichnet von besonderer Erkenntnis und Einsicht in die Gedanken Gottes – im wahren Geist der Sohnschaft hier im Tempel Gott lobend. Was für ein kostbarer Platz, hier zu verweilen.

Die Prophetin Anna

Bei Simeon wird uns nicht so sehr die Beständigkeit, das Fortdauern seines Dienstes erwähnt. Bei ihm ist das Wichtige: Der Heilige Geist leitet ihn. Denn noch deutlicher finden wir den fortdauernden Dienst des Lobens in dem Tempel in der Person der Prophetin Anna gezeigt. Von den Gläubigen am Ende des Buches sehen wir es dann buchstäblich, dass sie fortdauernd im Tempel verweilten und Gott lobten. Das ist der Platz des Gläubigen, als Sohn und Anbeter vor Gott ununterbrochenes Opfer des Lobes und Preises zu bringen. Und hier bei dem Beginn des Lebens unseres Herrn Jesus hier auf der Erde sehen wir dies alles schon in einer Tiefe angedeutet.

In Anna haben wir in diesem Beginn ein treffendes Vorbild eines Gläubigen, der ein ununterbrochenes Lobopfer darbringt. Sie war eine Prophetin, und das zeigt uns, dass der prophetische Geist auch in dieser Zeit, nachdem Gott vierhundert Jahre geschwiegen hatte, noch wirksam war. Und der prophetische Geist ist derjenige, der das Wort Gottes versteht und auf Herz und Gewissen anwendet. Anna war eine Frau. Sicherlich hatte sie nicht viel Gelegenheit zur Verkündigung. Aber was für ein Zeugnis, wenn wir hier lesen: „Sie redete von ihm.“ Das ist der prophetische Geist. Er spricht von dem Herrn Jesus und legt dies vor Herz und Gewissen. Das ist Prophetie.

Prophetie ist nichts anderes als das Zeugnis über den Herrn Jesus. Alles dreht sich um die Person unseres Herrn Jesus Christus. In 1. Petrus 1,11 wird uns das bestätigt: „Der Geist Christi zeugte zuvor von den Leiden, die auf Christus kommen sollten, und von den Herrlichkeiten danach.“ Das ist auch der prophetische Dienst inmitten der Versammlung. In 1. Korinther 14,3 lesen wir, dass wer weissagt, den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung redet. Wie sollte man besser ermahnen, erbauen und trösten, als wenn man von dem Herrn Jesus spricht? Ist Auferbauung nicht verbunden mit seiner Person, ist Ermahnung und Tröstung der Heiligen nicht verbunden mit seiner Person? Der wahre prophetische Geist tut dies: Er spricht von Ihm.

Wie ist nun diese Frau? Vielleicht erfahren wir schon einiges durch die Bedeutung ihres Namens. Simeon bedeutet „hören“. Wir könnten denken, dass Gott auf die Gedanken des Herzens Simeon hörte, aber auch Simeon hörte. Er war jemand, der gut hören konnte auf die Stimme des Heiligen Geistes. Er hatte ein gutes Gehör, um aufzumerken auf die Leitung des Heiligen Geistes in seinem Leben, welcher ihn in das Heiligtum führte. Anna hat auch einen bemerkenswerten Namen und das passt auch zu dem Charakter dieses Evangeliums. Anna bedeutet „Gnade“. Sie war selbst ein Vorbild von Gnade, von Barmherzigkeit. Anna kam aus dem Stamm Aser – aus einem Stamm des Zehn-Stämme-Volkes. Aber sie wartete auf die Verwirklichung der Verheißung, genau so wie Paulus es berichtet: „wegen der Hoffnung auf die von Gott an unsere Väter geschehene Verheißung, zu welcher unser zwölfstämmiges Volk, unablässig Nacht und Tag Gott dienend, hinzugelangen hofft“ (Apg 26,6.7). So finden wir sie hier, Gott im Tempel Nacht und Tag dienend. Um so unablässig Gott dienen zu können, muss Gott jene Dinge wegnehmen, die dafür hinderlich sind. Sieben Jahre war sie verheiratet und nun war sie vierundachtzig. So können wir annehmen, dass sie fast sechzig Jahre unablässig im Tempel diente. Sechzig Jahre im Tempel ununterbrochen Nacht und Tag dienend! Anna ist hier im Tempel, das ist das Heiligtum. Und dies ist der wahre Platz des Gläubigen, der als Sohn gekennzeichnet wird.

Das Heiligtum wird durch drei Dinge gekennzeichnet: das Hören bei Simeon, das Gebet bei Anna und in der dritten Episode am Schluss unseres Kapitels das Wort Gottes bei dem Herrn Jesus. Bei Anna finden wir also das Kennzeichen des Gebets: „mit Fasten und Flehen“ Gott dienend. Das ist Demut, das ist Abhängigkeit, das ist Vertrauen. Sechzig Jahre diente sie Tag und Nacht und wartete auf diesen einen Moment, diesen einen Augenblick, um den Herrn zu sehen. Sie kam zu diesem Augenblick, und indem sie den Herrn anschaute, lobte sie Ihn und redete von Ihm zu allen in Jerusalem, welche auf Erlösung warteten. Das ist wahrer prophetischer Dienst. Sie redete zu allen, die mit ihren Herzen zubereitet waren, um zu hören von dem Herrn Jesus Christus.

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