Der Brief des Paulus an die Philipper

William Wooldridge Fereday

© CSV, online seit: 01.06.2020, aktualisiert: 01.06.2021

Der Philipperbrief vermittelt uns Erfahrung und nicht so sehr Lehre. Wir finden darin das innere Leben der Gläubigen und des Apostels Paulus auf sehr kostbare Weise dargestellt. Auch der erste Thessalonicherbrief stellt uns christliche Erfahrung vor, aber mit dem Unterschied, dass die Gläubigen dort erst seit kurzem bekehrt waren, so dass wir bei ihnen das göttliche Leben sich in seiner ganzen ersten Frische und Tatkraft entfalten sehen. Die Philipper hingegen waren bereits bewährte Gläubige, als Paulus ihnen schrieb; sie hatten schon viele Jahre im Glaubenslauf zurückgelegt und Gottes völlige Treue erprobt. Bei den Thessalonichern traten das „Werk des Glaubens“, die „Bemühung der Liebe“ und „das Ausharren der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus“ besonders hervor; sie hatten sich „von den Götzenbildern zu Gott bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten“. Die Philipper aber hatten dem Sturm standgehalten und dem Apostel in all seinen Nöten und Bedürfnissen anhaltend ihre Unterstützung und Gemeinschaft erwiesen.

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