Stichwort: Dispensationalismus

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Gibt es im Alten Testament Raum für eine „himmlische Einschaltung“? (R.A. Huebner)
Bibelstellen: Psalm 110; Apostelgeschichte 15; Hosea 1, Stichwörter: Himmlische Berufung; Dispensationalismus; Bundestheologie
Jesaja 61,2 sagt: „… um zu verkünden das angenehme Jahr des Herrn, und den Tag der Rache unseres Gottes.“ Der Herr Jesus las von diesem Abschnitt, hat aber nicht den oben kursiv gedruckten Teil gelesen. Es war für Ihn ... mehrnicht die Zeit, den Tag der Rache unseres Gottes zu verkünden (Lk 4,19). Aber Er wird das tun, wenn die Zeit dafür da ist, wenn Er wiederkommt von dem Ort, wo Er zur Rechten des HERRN gesessen hat (Ps 110,1-3; Off 19,11-21), um „den Krieg des großen Tages Gottes des Allmächtigen“ zu leiten (Off 16,14). Zwischen diesen zwei Verkündigungen ist Raum für eine himmlische Einschaltung. ...
Gottes Verheißungen an Abraham (W. Kelly)
1. Mose 12,1-3; Galater 3,6.16
Bibelstellen: 1. Mose 12; Galater 3, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Geheimnis; Bund (der neue); Verheißung
Niemand leugnet, dass die Verheißungen, die Abraham gegeben wurden, aus der Gnade Gottes hervorkamen. Aber es ist ein ernster Fehler, diese Verheißungen an Abraham, mit Gottes Verheißung in Christus durch das Evangelium, von der in ... mehrEpheser 3,6 gesprochen wird, zu verwechseln. Das würde unseren Glauben, unsere Gemeinschaft und unser Verhalten beeinflussen. Natürlich beinhaltete der Bund mit Abraham für die Teilhaber dieses Bundes Sicherheit, Annahme, Gunst und Freundschaft mit Gott. Die Frage ist ob nicht z.B. der Brief an die Epheser ein weitaus tieferes und höheres Ziel der Gnade offenbar macht. Dabei geht es um ein Ziel, das niemals an Abraham verheißen war. Es wurde bewusst verborgen gehalten, bis der Heilige Geist auf die Erde herabgekommen war als Folge des Todes, der Auferstehung und der Auffahrt des Herrn Jesus zur Rechten Gottes in den Himmel. Weder Vernunftschlüsse noch Tradition werden uns dabei helfen, diese Frage zu lösen. Sie werden uns viel mehr behindern. Aber was sagt die Schrift? Wir wollen zwei Dinge vergleichen. Bei diesen zwei Dingen geht es um etwas, was total verschieden ist in der Reichweite und in seinem Charakter, obwohl beide notwendigerweise ihre Quelle in der mannigfachen Gnade Gottes finden.
Ist die „Wurzel“ in Römer 11,16 Christus? (S. Isenberg)
Römer 11,16
Bibelstellen: Römer 11, Stichwörter: Wurzel; Ölbaum; Dispensationalismus; Bundestheologie
Um zu verstehen, wer die Wurzel ist, müssen wir kurz sehen, wer die Zweige sind. Manche haben vorgeschlagen, dass die Wurzel das Volk Israel ist, doch die Israeliten sind in der Folge die „natürlichen Zweige“ (Röm ... mehr11,21.24). Das Volk Israel ist in der Schrift auch oft ein Bild des Ölbaumes (Jer 11,16; Hos 14,6; Off 11,4 – lies hierzu den unten angegebenen Artikel über die Bedeutung des Ölbaumes). Andere haben vorgeschlagen, dass Christus die Wurzel ist, Er habe als der gute Hirte sowohl die Schafe des Hofes als auch die „anderen Schafe“ herzugebracht (Joh 10). Man sieht dann eine Parallele zwischen den natürlichen Zweigen (Schafe aus dem Hof) und den Zweigen aus dem wilden Ölbaum („anderen Schafe“). Doch handelt es sich in Johannes 10 um wahre Schafe aus Israel und um wahre Schafe aus den Nationen. In Römer 11 hingegen geht es um das Bekenntnis, das jemand trägt. Wenn der Herr seine Schafe herzubringt, dann kennt Er sie mit Namen, und sie gehen nicht verloren ewiglich. Niemand würde sie aus der Hand des Vaters rauben können, so heißt es in Johannes 10. In Römer 11 hingegen gibt es sowohl ein Einpfropfen als auch ein Ausbrechen. Leblose Bekenner können zwar so aussehen, als hätten sie Anteil an den Verheißungen Gottes, und es mag auch tatsächlicher Segen für sie vorhanden sein, doch wenn sie nicht wirkliches Leben aus Gott haben, würden sie am Ende wieder ausgebrochen werden (siehe auch Heb 6). Johannes 10 ist also eine schlechte Parallelstelle für unser Thema.
Ist Israel doch in der Kirche aufgegangen? (W.J. Ouweneel)
Römer 9,25; Hosea 2,23
Bibelstellen: Hosea 2; Römer 9, Stichwörter: wahre Jude, der; Israel Gottes; Dispensationalismus; Bundestheologie
Dieses Zitat ist einer der wichtigsten Stützpfeiler für EB. Paulus zitiert hier Hosea 2,23 und 1,10, Verse bei denen es nach dem Kontext um Israel geht, die aber durch Paulus auf die Heiden angewandt werden. Für EB ist dies ein ... mehrdeutlicher Beweis, dass das, was im Alten Testament prophetisch über Israel gesagt wird, heutzutage in der Kirche der neuen Haushaltung als erfüllt angesehen werden kann. Will Paulus nicht gerade beweisen, dass Gott Sein Volk nicht allein aus Israel ruft, sondern auch aus den Völkern? Sie, die „Nicht-Sein-Volk“ waren, die Heiden, sind nun durch Glauben auch „Sein Volk“ geworden. Ist dies kein deutlicher Beweis, dass die Kirche, bestehend aus messiasgläubigen Juden und Heiden, nun das Volk Gottes geworden ist, und dass die alttestamentlichen Prophezeiungen dann auch in diesem Sinn ausgelegt werden müssen? ...
Kennt Gott nur eine einzige Familie? (Kalender D.H.I.N.)
Epheser 3,14.15
Bibelstellen: Epheser 3, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Gemeinde: Wesen
Im Alten Testament wie in der Zeit nach der Entrückung der Versammlung gibt es Familien von Heiligen unterschiedlichen Charakters. Dieser kurze Artikel wirft ein Licht auf die verschiedenen Familien, die Gott alle kennt.
Reaktion auf eine Stellungnahme gegen die Lehre der Haushaltungen (SoundWords)
Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
Auf der Website http://betanien.de/verlag/material/index.php?kategorie=Eschatologie geht es darum, dispensationalistische Wahrheit [Lehre von den Haushaltungen oder den Wegen Gottes mit den Menschen] zu diskreditieren. Auf einer dieser Seiten ... mehrbefindet sich eine Gegenüberstellung der „klassischen dispensationalistischen Sicht“ und der Sichtweise des Autors H.W. Deppe. Was uns besonders traurig macht, ist, dass hier ohne Textquellenangaben Behauptungen über die „klassische dispensationalistische Sicht“ aufgestellt werden, die uns bei unseren ganzen Studien bisher nie begegnet sind und die auch u.E. keinesfalls die Sichtweise des klassischen Dispensationalismus repräsentieren. Daher haben wir in einer dritten Spalte nun unser Verständnis des klassischen Dispensationalismus hinzugefügt und zur Begründung auf zahlreiche Artikel verwiesen, die zu diesem Thema auf der Seite www.soundwords.de/a9906.html zu finden sind.
Repräsentiert der Ölbaum den Leib Christi? (D. Schürmann)
Römer 11; Epheser 2
Bibelstellen: Römer 11; Epheser 2, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus; Ölbaum; Miteinverleibt; Leib Christi
Wenn wir in Epheser 2 von dem „neuen Menschen“ hören, dann ist das ein Mensch der„neu“ (griech. kainos) ist, nicht im Sinne von „frisch“, sondern von „so etwas hat es noch nicht gegeben“ im ... mehrGegensatz zu einem „alten“ Menschen. Das heißt, diesen neuen Menschen hat es vor der Himmelfahrt des Herrn und dem Herniederkommen des Heiligen Geistes nicht gegeben. Gott hat nicht etwa einen Menschen, der schon da war, genommen und ihn um den Teil aus den Nationen erweitert. Er hat aus beiden – den Juden und den Heiden – welche genommen und sie gleichberechtigt zu etwas völlig Neuem gemacht, wo die Unterschiede auch völlig aufgehoben sind: „Da ist nicht Jude noch Grieche.“ Der Ölbaum jedoch bestand schon vorher. Das heißt, eigentlich zwei Ölbäume: der wilde und der edle. Dann wurden aus dem edlen Ölbaum Zweige ausgebrochen und wilde Zweige eingepfropft. Das ist etwas völlig anderes als die Bildung des neuen Menschen.
Sind die Gläubigen des Alten Testaments Kinder Gottes? (R.A. Huebner)
Johannes 11,52.53; 1,12; Römer 9,7.8; Galater 4,1-7
Bibelstellen: Johannes 1; Johannes 11; Römer 9, Stichwörter: Kinder Gottes; Dispensationalismus; Sohnschaft
In diesem kurzen Artikel sollen einige Bibelstellen aufgezeigt werden, die deutlich machen, dass die Gläubigen des Alten Testamentes Kinder Gottes sind.
Sind die Nationen in Israel „einverleibt“? (W.J. Ouweneel)
Epheser 2; 3; Römer 11; Johannes 10; Apostelgeschichte 2
Bibelstellen: Epheser 2; Apostelgeschichte 2; Johannes 10, Stichwörter: Dispensationalismus; Bundestheologie; Miteinverleibt; Geheimnis
Das Geheimnis Gottes, das in früheren Geschlechtern den Menschen nicht offenbart wurde (Eph 3,3-6; Kol 1,1.26.27), besteht nicht darin, dass die Heiden durch Israel gesegnet würden, denn diese Verheißung war bereits seit Abraham ... mehrbekannt. Das Geheimnis Gottes bedeutet, dass gegenwärtig in der Welt eine Gesellschaft besteht, von der keiner der Propheten jemals hatte wissen können, eine Gesellschaft V der Leib Christi –, in der sich messiasgläubige Juden und messiasgläubige Heiden gleichberechtigt befinden: die jüdischen Gläubigen sind Bürger dieser Gesellschaft, die aus den Heidenvölkern sind Mitbürger. Die jüdischen Gläubigen sind Erben, die aus den Heidenvölkern sind Miterben; die jüdischen Gläubigen sind Glieder am Leib, ebenso die aus den Heidenvölkern Glied am selben Leib, usw. Natürlich nehmen die messiasgläubigen Juden in bestimmter Hinsicht immer einen besonderen Platz ein. So haben sie aufgrund der Verheißungen die älteren „Rechte“, die ersten Heiden wurden der Gemeinde durch jüdische Gläubige zugeführt (Apg 2), die Gemeinde ist auf der Grundlage von jüdischen Aposteln und Propheten aufgebaut (Eph 2,20), das NT ist (fast) vollständig von diesen jüdischen Männern geschrieben worden usw. Aber „in Christus“ sind innerhalb der Gemeinde die Unterschiede zwischen messiasgläubigen Juden und Heiden aufgehoben. Die jüdischen Gläubigen befinden sich in der Gemeinde nicht deswegen, weil sie Juden als solche sind, sondern weil sie bußfertige Sünder und Messiasgläubige geworden sind, genauso wie die messiasgläubigen Heiden, und darum bekommen sie an denselben Segnungen Anteil, die jeder bußfertige Sünder und Messiasgläubige empfängt, Jude oder Heide.
Stellungnahme zur Hermeneutik einer Internetseite (SoundWords)
Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
Der Betreiber dieser Internetseite, H.-W. Deppe, hat hier die Grundsätze aufgelistet, nach denen er glaubt, dass die Bibel – vor allen Dingen das Alte Testament – ausgelegt werden muss. Es sind quasi die für ihn ... mehrmaßgeblichen Grundlagen, auf denen alle seine theologischen Aussagen – ganz besonders auch die gegen dispensationale Wahrheit [Lehre von den Haushaltungen] – aufbauen. Wir haben versucht, diese Grundsätze anhand des Wortes Gottes zu beleuchten und stellen unsere Ergebnisse nun allen Lesern zur Verfügung, damit sie sich fragen können, was von theologischen Aussagen zu halten ist, die auf solchen Grundsätzen aufbauen.
Wann beginnt der Tag des Herrn? (D. Schürmann)
Stichwörter: Tag des Herrn, der; Dispensationalismus
In diesem kurzen Artikel sollen einige Bibelstellen untersucht werden, die eine Aussage machen über das, was vor dem Tag des Herrn noch geschehen muss, und die damit den Zeitraum bestimmen, an dem dieser Tag beginnt.
Warum Paulus den Propheten Hosea zitiert (R.J. Reid)
Römer 9,25
Bibelstellen: Hosea 2; Römer 9; Hosea 1, Stichwörter: Israel Gottes; Dispensationalismus; Bundestheologie
Der Apostel gebraucht dieses Zitat nicht nur, um zu zeigen, wie Gnade die Tür für die Heiden in der gegenwärtigen Zeit geöffnet hat, sondern er tut dies tatsächlich gerade weil Gott Hosea befohlen hatte, zu Israel zu sagen: ... mehr„Ihr seid nicht mein Volk“; Er hatte ihnen die Anerkennung versagt. Aber Hosea wurde auch befohlen hinzuzufügen: „An dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ,Ihr seid nicht mein Volk!‘, wird zu ihnen gesagt werden: ,Kinder des lebendigen Gottes‘“ (Hos 2,1). Darüber hinaus sagt Er: „Ich werde ihr das Tal Achor zu einer Tür der Hoffnung geben“ (Hos 2,17); gerade den Ort, wo das Gericht über Achan ausgeführt wurde für die Sünde, die Not über Israel gebracht hatte (Jos 7,25.26). In ähnlicher Weise wird es so mit Israel sein. Wenn das Gericht über ihre Sünde über sie ausgeführt wird, wird die „Tür der Hoffnung“ für sie geöffnet werden. Dann wird der Herr zu ihnen, „die nicht mein Volk waren“ (als Nicht-Anerkannte), sagen: „Du bist mein Volk“ (als Wiederhergestellte), und sie werden sagen: „Mein Gott“ (Hos 2,25).
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Was haben die Christen mit dem neuen Bund zu tun? (SoundWords)
Bibelstellen: 2. Korinther 3; Hebräer 8; Jeremia 31, Stichwörter: Bund (der neue); Dispensationalismus
Manche christliche Gemeinschaften würden die Frage in der Überschrift mit „Alles!“ beantworten. Nach ihrer Überzeugung ist alles Handeln Gottes „Bund“-bestimmt und hat jede Wahrheit in irgendeiner Weise mit dem ... mehrBund zu tun, der „selbstverständlich“ mit den Christen bzw. mit der Gemeinde geschlossen sei. Andere christliche Gemeinschaften würden diese Frage mit „Nichts!“ beantworten. Ihrer Ansicht nach hat der neue Bund allein mit Israel zu tun. Den Ersten – nach deren Ansicht die Gemeinde „alles“ mit dem neuen Bund zu tun hat – möchten wir sagen: Der neue Bund beinhaltet die Vergebung von Sünden und Ungerechtigkeiten sowie ein neues Herz, auf welches das Gesetz geschrieben ist (Heb 8,10; 10,16). Aber der neue Bund geht nicht darüber hinaus; er hat niemals mit dem Eingang in das himmlische Heiligtum, in die Gegenwart Gottes zu tun. Dieser Platz bleibt der priesterlichen Familie – den Gläubigen der Gemeinde – vorbehalten. Wenn der Kelch beim Mahl des Herrn erwähnt wird, dann wird er uns in unterschiedlichem Charakter gezeigt. Das Ausmaß des Segens ist bei dem „Kelch der Segnung“ (1Kor 10,16) viel größer als der Segen bei dem Kelch des neuen Bundes (1Kor 11,25). Der „Kelch der Segnung“ umfasst den ganzen Reichtum der Gnade, der in dem Wert des Blutes Christi zu uns gekommen ist, und schließt damit himmlische Segnungen, die das ausschließliche Vorrecht der Gemeinde sind, mit ein. Das Wort Gottes sagt in Römer 9,3–5 ausdrücklich, dass die Bündnisse – und dazu gehört auch der neue Bund – dem Volk Israel nach dem Fleisch gehören: „für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Dienst und die Verheißungen; deren die Väter sind und aus denen, dem Fleisch nach, der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit.“ Die Letzteren – nach deren Meinung der neue Bund gar nichts mit der Gemeinde zu tun hat – möchten wir fragen: Ist der Apostel Paulus nicht auch für uns „Diener des neuen Bundes“ geworden (2Kor 3,6)? Trinken wir nicht beim Brotbrechen – einem der zentralen Elemente des Gemeindelebens – nach 1. Ko­rin­ther 11,25 aus einem Kelch, der „der neue Bund in meinem Blut“ ist? Wie sollten wir als Christen dann nichts mit dem neuen Bund zu tun haben? Durch den Dienst des neuen Bundes dürfen wir den Segen erfahren, dass sich Gottes Haltung dem Menschen gegenüber grundsätzlich verändert hat.
Was hat sich von der Weissagung Joels in Apostelgeschichte 2 erfüllt? (Ch. Briem)
Apostelgeschichte 2,16.17
Bibelstellen: Apostelgeschichte 2; Joel 2, Stichwörter: schwierige Bibelstellen; Dispensationalismus
Warum zitiert Petrus gerade den Propheten Joel? Hatten nicht auch andere Propheten von dem Ausgießen des Heiligen Geistes geweissagt? Gewiss! In Jesaja 32,15, heißt es: „… bis der Geist über uns ausgegossen wird aus der ... mehrHöhe“, und in Kapitel 44 desselben Propheten: „… ich werde meinen Geist ausgießen auf deinen Samen“ (Jes 44,3). Durch den Propheten Hesekiel lässt Gott Seinem irdischen Volk sagen: „Und ich werde mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, wenn ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe“ (Hes 39,29).
Was ist das Geheimnis? (F.W. Grant)
Epheser 3,1-10
Bibelstellen: Epheser 3, Stichwörter: Geheimnis; Einschaltung d. Kirche; Dispensationalismus; Bundestheologie
Das Allererste ist, dass die Nationen Miterben sein würden, Erben auf gleicher Ebene mit den Juden, oder vielmehr mit den jüdischen Gläubigen. So etwas können wir nirgendwo im Alten Testament finden. Es gibt Segnungen für ... mehrdie Nationen und die zukünftige Welt, aber der Jude ist immer das Haupt und der Heide der Schwanz. Es gibt keine gleiche Erbschaft, keine Gleichheit. Auch das Erbe selber ist daher anders als das, was die Verheißungen des Alten Testamentes offenbarten. Es ist in einer völlig anderen Sphäre. Die christlichen Segnungen sind in den himmlischen Örtern, und das Erbe, so wie es uns schon gezeigt wurde (Eph 1), ist ein Erbe mit Christus. Wir sind auch Miterben auf diese Weise in einer höheren und weit wunderbareren Stellung als das Alte Testament jemals für irgendeinen Gläubigen, wen auch immer, versprochen hat. Das ist der erste Punkt. Und er wird zweifellos zuerst genannt, weil er am meisten in Beziehung zu der Wahrheit des Alten Testamentes zu stehen scheint, obwohl er tatsächlich anders ist. ...
Was ist mit dem neuen Bund gemeint? (W.J. Ouweneel)
Lukas 22,20; 1. Korinther 11,25
Bibelstellen: Lukas 22; 1. Korinther 11; Hebräer 8, Stichwörter: Neuer Bund; Dispensationalismus; Bundestheologie; Tausendjähriges Reich; Bund (der neue)
Buchstäblich wird er geschlossen werden mit den zehn bzw. den zwei Stämmen des alten Volkes Gottes; in ihre Herzen wird dann auch der Wortlaut des Gesetzes Moses geschrieben werden. Doch laut dem Zeugnis des Neuen Testaments haben wir als ... mehrdas heutige Volk Gottes nach dem Geist auch allerhand mit dem Neuen Bund zu tun. ...
Was ist „das Geheimnis“? (N. Anderson)
Epheser 3,1-10
Bibelstellen: Epheser 3, Stichwörter: Geheimnis; Einschaltung d. Kirche; Dispensationalismus; Bundestheologie
Es ist wichtig, dass wir wissen, was das Geheimnis ist – es ist die herausragende Offenbarung der gegenwärtigen Periode ... Das Geheimnis umfasst drei Elemente: 1. dass die Nationen zusammen Miterben sein sollten, 2. dass sie zusammen ... mehreinen Leib bilden sollten, 3. dass sie zusammen Mitteilhaber der Verheißungen in Gottes in Christus durch das Evangelium sein sollten. Wie wunderbar ist die Wahrheit, dass Gott alle Dinge erschaffen hat durch Jesus Christus, damit sie Ihm dienen möchten, indem sie seine ewigen Ziele zu Auswirkung bringen, wie wunderbar, dass in der gegenwärtigen Zeit eine Offenbarung für die Fürstentümer und Gewalten in den himmlischen Örtern da sein sollte von der Vielseitigkeit der Weisheit Gottes. Das Geheimnis ist Gottes Meisterstück und Er hat alle seine eigenen Mittel eingebracht, um das zustande zu bringen. Kein Wunder, dass wir in Kolosser 2,3 lesen, dass in dem Geheimnis alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.
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Welche Stadt erwartete Abraham? (W. Kelly)
Hebräer 11,10
Bibelstellen: Hebräer 11, Stichwörter: Bundestheologie; Dispensationalismus
In Hebräer 11 wird das Wort gebraucht, um uns eine eingerichtete und dauerhafte Bleibe im Himmel vorzustellen, nach der die Gläubigen des Alten Testamentes Ausschau hielten im Gegensatz zu ihrer zeitlichen und unsicheren Wohnung auf der ... mehrErde. Abraham erwartete die Zeit, wo er sein Zelt gegen eine Stadt eintauschen würde. Und das taten auch die anderen Erzväter. Aber in Offenbarung 21 symbolisiert die Stadt die Gläubigen selbst. Das ist auch so in Offenbarung 17 und 18 mit einer anderen Stadt, nämlich Babylon, die uns die verdorbene Christenheit in den letzten Tagen vorstellt. Hier, in Offenbarung 21 ist die Braut die Stadt. ...
Wie muss man die Offenbarung lesen? (S. Isenberg)
Eine Widerlegung von Einwänden gegen den futuristischen Ansatz
Bibelstellen: Offenbarung 1, Stichwörter: Dispensationalismus
Es gibt verschiedene Ansätze, die Offenbarung auszulegen. Im Wesentlichen existieren zwei Schulen, die sich untereinander auch wieder mehr oder weniger deutlich unterscheiden können: Da sind einerseits der historisierende beziehungsweise ... mehrder geistlich-historische und andererseits der futuristische Interpretationsansatz zu nennen. Der eine sieht in der Offenbarung das meiste bereits erfüllt oder erkennt an, dass sich in jeder Zeit der Kirchengeschichte gewisse Dinge immer und immer wieder erfüllen oder wiederholen; und der andere sieht das Buch zumindest ab Kapitel 4 als komplett zukünftig an. Das ist sicherlich eine sehr vereinfachte Darstellung, die aber für diesen Artikel ausreicht. Martyn Lloyd-Jones beschreibt in seinem Buch „Gott und seine Gemeinde“ (3L Verlag) einige Einwände gegen den futuristischen Ansatz, die zu einer genaueren Untersuchung einladen.
Wird das Tausendjährige Reich ein Rückschritt sein? (R.A. Huebner)
Bibelstellen: Epheser 1, Stichwörter: Tausendjähriges Reich; Dispensationalismus; Bundestheologie
Solche, die an dispensationaler Wahrheit festhalten, werden oft angeklagt, sie würden lehren, dass Gott zwei Pläne habe. Vielleicht gibt es solche, die so etwas gesagt haben, aber die Tatsache ist, dass Gott einen Plan hat: sich selbst in ... mehrChristus zu verherrlichen. Aber diese Entfaltung Seiner Herrlichkeit in Christus beinhaltet zwei Sphären: die irdische und die himmlische. Israel steht besonders in Verbindung mit der Offenbarung der Herrlichkeit Gottes in Christus in den „irdischen Örtern“, während der Leib Christi speziell verbunden ist mit der Offenbarung seiner Herrlichkeit in Christus in den „himmlischen Örtern“. Psalm 8 spricht davon, dass der Sohn des Menschen in der irdischen Sphäre herrschen wird. Das ist also nicht eins der neutestamentlichen Geheimnisse. Aber Epheser 1,10 sagt uns, dass Christus Haupt über alle Dinge sein wird, sowohl der irdischen als auch der himmlischen. Dass Christus auch Haupt über die himmlische Sphäre sein würde, war im Alten Testament nicht offenbart.
Wird es im Tausendjährigen Reich ein aaronitisches Priestertum geben? (R.A. Huebner)
Hesekiel 40–48
Bibelstellen: Hesekiel 40; Hesekiel 43; Hesekiel 44; Hesekiel 48, Stichwörter: Tausendjähriges Reich; Aaronitisches Priestertum; Dispensationalismus; Bundestheologie
Es ist wahr, dass der Geist immer hier war (vgl. 1Mo 1,2 usw.); und doch ist Er gekommen (Joh 14–16; Apg 2). Der Punkt ist der: Er kam in einer speziellen Funktion. Er wohnt in den Gläubigen (1Kor 6,19; usw.) und in der Gemeinde (1Kor ... mehr3,16 usw.); zu diesem Zweck war Er von dem Vater und von dem verherrlichten Sohn gekommen: um in den einzelnen Christen und in der Gemeinde zu wohnen. Wenn die Gläubigen entrückt sind, wird der Geist in dieser speziellen Funktion nach der Entrückung weg sein (2Thes 2,7). Er wird immer noch hier sein, um mit den Einzelnen zu handeln, so wie Er es in alttestamentlichen Zeiten getan hat, um Seelen durch die neue Geburt lebendig zu machen. Es wird allerdings eine große Veränderung für Israel unter dem Neuen Bund im Tausendjährigen Reich geben.