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Frederick
William Grant wurde am 25. Juli 1834 im Putney-Distrikt von London geboren. Er
kam nur durch das Lesen der Heiligen Schrift zur Bekehrung, ohne Mitwirkung
eines anderen Menschen. Seine Schulbildung erhielt er in der King’s College
School und hoffte, eine Anstellung im Verteidigungsministerium zu bekommen. Da
ihm dazu jedoch wohl die erforderlichen Beziehungen fehlten, wanderte er im
Alter von einundzwanzig Jahren nach Kanada aus. In dieser Zeit, als er nach
Kanada kam, war die englische Staatskirche gerade damit beschäftigt, in den
neubesiedelten Teilen dieses Landes neue Kirchengemeinden einzurichten. Dabei
war der Bedarf an Pfarrern so groß, dass F.W. Grant nach eingehender Prüfung zu
diesem Dienst ordiniert wurde, ohne dass er das normalerweise dafür notwendige
Studium absolviert hatte.
Durch die Lektüre verschiedener Schriften der Brüder wurde ihm klar, dass er
nicht in der Staatskirche bleiben konnte. Daher verließ er die kirchlichen
Systeme und zog nach Toronto, wo er eine Zeitlang wohnte. Aus seinem
Briefwechsel mit J.N. Darby (siehe Seite 40) aus den Jahren 1864 bis 1875 ist
ein klares Bild seiner geistlichen Entwicklung zu entnehmen, besonders
hinsichtlich der Entdeckung, die eine lebendig gemachte Seele in ihrem
verdorbenen Fleisch macht, und hinsichtlich der Gefahren der Selbstsucht und des
Intellektualismus. Diese Selbsterkenntnis ist deshalb so besonders
bemerkenswert, weil er sich in seinen späteren Schriften manchmal zu etwas
überspitzten Gedankengängen hinreißen ließ, die von den meisten übrigen Lehrern
unter den Brüdern nicht geteilt wurden. Er besaß jedoch ein tiefes Verständnis
der Wahrheit, die er immer mit großer Freude erklärte. Immer war es sein
Herzenswunsch, den Seelen Christus kostbarer und Sein Wort teurer zu machen.
Später übersiedelte F.W. Grant nach Brooklyn im Staat New York, dann nach
Plainfield (New Jersey), wo er bis zu seinem Tod wohnte. Da er nicht viel
reiste, war er vielen Geschwistern von Angesicht unbekannt. Auch fehlte ihm die
persönliche Anziehungskraft, die vielen Führern — auch unter den Kindern Gottes
— eigen ist. Aber diejenigen, die ihn persönlich kannten, liebten ihn wegen
seines wertvollen und edlen Charakters, einer Frucht der Gnade Gottes, und wegen
der Einfalt und Würde eines wahren Christen. Er liebte das Wort Gottes über
alles, er wünschte daran im Bewusstsein seiner Schwachheit und Abhängigkeit
festzuhalten und die kostbaren Wahrheiten, die darin enthalten sind, den Seelen
immer wieder vorzustellen.
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