Kurze Studie über das Kommen des Herrn (4)
Das Warten auf den Herrn

George André

© SoundWords, online seit: 10.08.2014, aktualisiert: 31.07.2018

Es genügt nicht, die Prophezeiungen über das Kommen des Herrn mehr oder weniger gut zu kennen. Vor allem sollte diese Wahrheit eine praktische Auswirkung auf unser Herz und auf unser Leben haben.

Auf was warten wir, was erhoffen wir? Die Entrückung, die Herrlichkeit, das Reich? Nein, wir erwarten nicht ein Ereignis, sondern eine Person. Wie eine Mutter, die zum Hafen geht, um ihren Sohn abzuholen, der von einer langen militärischen Expedition zurückkommt, sich nicht mit den Festlichkeiten abgeben wird, welche die Truppe erwartet, sondern einzig den Wunsch hat, ihren Sohn wiederzusehen und ihn in die Arme nehmen zu können.

Die Person, die wir erwarten, ist jemand, den wir immer besser kennenlernen müssen. Einer unserer leitenden Brüder drückte es in einem Gedicht folgendermaßen aus: „Am Ende der langen Reise durch die Wüste wirst du endlich zur Ruhe eingehen, und es ist nicht ein Fremder, der dich empfangen wird, sondern ein Freund, den du schon lange kennst.

Wir können die Person Jesu Christi vor allem im Wort Gottes besser kennenlernen; nicht so, wie wir Ihn uns vorstellen, sondern so, wie das Wort Gottes Ihn offenbart. In den Evangelien sehen wir Ihn von Ort zu Ort ziehen, wie Er ergriffen wird von Erbarmen, verlassen, durstig, und wie er andererseits seine göttliche Herrlichkeit und Macht entfaltet. In den alttestamentlichen Vorbildern auf Christus lernen wir verschiedene Aspekte seiner Person und seines Opfers kennen. In den Psalmen finden wir die Empfindungen, die seine Seele bewegt haben. Die Briefe enthüllen mehr die Resultate seines Werkes; ebenso erfahren wir vieles über seine Person. Die Offenbarung gibt uns Einblick in seine Herrlichkeit. Wenn wir in der Heiligen Schrift suchen, und dies auf allen Seiten, werden wir Christus kennenlernen.

Aber andererseits gibt es noch ein anderes Kennenlernen des Herrn, ein persönliches Kennenlernen im herzlichen, täglichen Kontakt mit Ihm. Auf unserem Glaubensweg, und speziell in dunkeln Zeiten, erfahren wir seine Liebe, seine Pflege, seine Kraft und seine Gnade. Wir erfahren sie aber auch in Tagen der Freude, die wir aus der Hand Gottes empfangen, von dem, was Er uns reichlich geben will. Mit Ihm das genießen, was Er uns auf den Weg streut, ist der wahre Genuss. Eine Freude, die wir nicht aus der Hand des Vaters empfangen können und die wir nicht mit dem Herrn genießen können, ist kein echter Genuss.

Und auf diese Person warten wir „heute“. Man muss also bereit sein, und zwar auf zweierlei Weise:

  1. Zuallererst muss man gerettet sein; man muss Öl in den Lampen haben, wie das Gleichnis der zehn Jungfrauen (Mt 25) zeigt. Man kann nicht erst, wenn der Bräutigam kommt, gehen, um für sich selbst Öl zu kaufen.
  2. Dann muss man als Zweites bereit sein im Dienst für Ihn und im Zeugnis. Das Gleichnis der Talente illustriert dies: Man musste während der langen Abwesenheit des Herrn gearbeitet haben, damit die Talente Frucht bringen konnten und damit man am Schluss mit dem Doppelten des anvertrauten Gutes dastehen konnte.

Paulus war bereit, dem Herrn zu begegnen, als er sagte: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet …; hinfort liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird an jenem Tag“ (2Tim 4,7.8). Wollen wir mit leeren Händen zu Ihm gehen, ohne Ihm gedient zu haben – so wenig dies auch sein mag – mit dem, was Er uns anvertraut hatte?

Speziell in den Gleichnissen finden wir viele praktische Anhaltspunkte und Anweisungen darüber, wie wir uns während der Abwesenheit des Herrn Jesus verhalten sollen. Es ist jetzt die Zeit seiner Abwesenheit, die Nacht, ob nah oder fern, von denen die Gleichnisse zeugen.

In Markus 13,34 ist die Reise des Herrn eher kurz, denn er kommt in der folgenden Nacht, ohne dem Türhüter vorher mitzuteilen, ob es um Mitternacht, beim Hahnenschrei oder am Morgen sei. Der barmherzige Samariter gibt dem Wirt in der Herberge zwei Denare, damit er sich um den Verletzten kümmerte: Zwei Denare bedeuten, dass er bald zurück sein werde, auch wenn er ihm sagt: „Was irgend du noch dazu verwenden wirst, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme“ (Lk 10,35).

Andere Gleichnisse stellen uns eine längere Abwesenheit vor. In Matthäus 25,5 heißt es: „Als der Bräutigam noch ausblieb“, und im Gleichnis der Talente: „Nach langer Zeit“ (Mt 25,19) kommt der Herr, um mit seinen Knechten abzurechnen. Niemand wird zu seiner Entschuldigung sagen können, dass die Zeit zu kurz war, die der Herr ihm gab, um seine Aufgabe zu erfüllen.

Während der Abwesenheit des Herrn geht es also darum, zu arbeiten; darauf weisen uns die Gleichnisse von den Talenten und von den Pfunden hin. Aber es geht auch darum, während der Abwesenheit des Herrn Frucht zu bringen. Der eine brachte dreißig-, ein anderer sechzig- und einer hundertfältige Frucht. Der ausgestreute Same bringt Frucht, während der Herr abwesend ist: zuerst die Halme, dann die Ähre und nachher den vollen Weizen in der Ähre (Mk 4,27.28).

Welche Art von Ähren werden wir bei der Ernte bringen? Etwa leere Ähren, nur halbvoll, oder den „vollen Weizen in den Ähren“? Johannes 15 spricht von „Frucht bringen … mehr Frucht bringen … oder viel Frucht bringen“. Frucht bringen bedeutet nicht unbedingt dem Herrn dienen. Galater 5,22 sagt uns, dass die Frucht des Geistes „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit“ ist. Demgegenüber bedeutet, Frucht mit den Talenten oder den Pfunden zu bringen, eher einen speziellen Dienst für den Herrn.

Der dritte Diener in Matthäus 25 wird nicht verurteilt, weil er es schlecht gemacht hat, sondern weil er nichts gemacht hat. Die törichten Jungfrauen sind verloren, weil sie es vernachlässigt haben, genügend Öl in ihre Lampen zu füllen. Und die „Böcke“ am Schluss des Kapitels sind auch verurteilt, weil sie sich nicht um diejenigen gekümmert haben, die dem Herrn dienen.

Im vierten Buch Mose 32,23 heißt es: „Eure Sünde wird euch finden“ – nicht eine spezielle Sünde, sondern die Tatsache, dass sie nicht am Kampf für die Eroberung Kanaans teilgenommen hatten.

In Matthäus 22 und Lukas 14, im Gleichnis vom großen Gastmahl, wird uns gezeigt, dass die Knechte des Herrn immer wieder ausgesandt wurden, um zu dem großen Gastmahl einzuladen. In jedem Milieu, unter allen Klassen, an jedem Ort, trotz der erduldeten Absagen, muss die Einladung des Königs zur Hochzeit des Sohnes weitergegeben werden. Erst wenn der Saal voll ist, wird der König erscheinen.

Aber diese Einladung muss man auch annehmen, und wenn man sie angenommen hat, setzt man sich zu Tisch (Lk 14,7-11). Welchen Platz nehmen wir moralisch unter unseren Brüdern ein? Der Herr beobachtete, „wie sie die ersten Plätze wählten“. Ein Beispiel: Stellen wir uns einen langen Tisch vor. Zur äußersten Rechten befindet sich der Platz des Gastgebers, der Platz dessen, der eingeladen hat. Er wird kommen und seinen Platz einnehmen, aber erst, wenn alle Plätze besetzt sind. Während sie auf den Gastgeber warten, nimmt jeder den Platz ein, der er für sich selbst für angemessen hält: Die einen setzen sich ganz oben rechts, andere setzen sich – mit dem Gedanken, sich nicht bedienen lassen zu wollen – untertänig ganz unten auf die linke Seite. Dann, wenn alle Plätze besetzt sind, kommt der Gastgeber; aber anstatt sich ganz oben hinzusetzen, wo die Gäste damit gerechnet haben, das es sein Platz sei, setzt er sich an das andere Ende, nach links, zu denjenigen, die demütig waren und nicht bedient werden wollten, sondern die dienen wollten wie Er. Niemand wird sich beklagen können, denn jeder nahm den Platz ein, den er selbst ausgewählt hatte. Dieses Gleichnis sagt: „Wenn du geladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, der dich geladen hat, kommt, er zu dir spricht: Freund, rücke höher hinauf“ (Lk 14,10).

Aber wo ist der Platz, an dem der Herr die Seinen versammelt, bevor der Tag der Herrlichkeit kommt; wo nehmen wir diesen Platz ein? In diesem Sinn spricht das Gleichnis in Lukas 10,34.35 von der „Herberge“, wohin der Samariter den Verletzten, den er vorher auf seinem Weg verarztet und verbunden hatte, auf seinem Lasttier brachte. In der Herberge ist alles bereit, um sich seiner anzunehmen; der Retter hat die nötigen Mittel dazugegeben und der Wirt ist anwesend. Man wartet auf die Rückkehr des Samariters, aber man muss gemeinsam dort bleiben. Wenn der Verletzte fortginge, würde er all die vorbereiteten Mittel zu seiner Heilung, für die sein Retter gesorgt hatte, verlieren. Die Herberge ist ein Bild von der Versammlung der Gläubigen, Pilger und Fremdlinge auf dieser Erde. Wir wollen „unser Zusammenkommen“ (Heb 10,25) schätzen lernen und von der „Pflege“ des Heiligen Geistes, des himmlischen Wirtes, die Er den versammelten Seelen zukommen lässt, profitieren.

Eines Tages wird der Herr wiederkommen; aber bis zu diesem Moment wollen wir gemeinsam in der Herberge bleiben. Während wir auf den Herrn, ist es wichtig, wachsam zu bleiben, denn sein Kommen wird plötzlich sein. Viele Gleichnisse wiederholen dies (Mk13,34-37; Lk 12,35-38; Mt 24,42-51; 1Thes 5,4-8). Der treue Knecht wacht während der Abwesenheit des Herrn; er gibt denen, die im Haus des Meisters wohnen, Nahrung, und das zur „rechten Zeit“. Der „böse Knecht“ dagegen sagt zu seinem Herzen: „Mein Herr bleibt noch aus“ (Mt 24,48), und schläft ein; er beginnt „seine Mitknechte zu schlagen“, er hat Streit mit seinen Brüdern und findet Gründe dazu; oder er „isst und trinkt mit den Betrunkenen“: Es zieht ihn in die „Welt“ und dort findet er sogar seine Freuden. Wie leicht entscheidet man sich für solchen Weg, ohne sich zu überlegen, wohin er führt.: „Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um auszuruhen – und deine Armut wird kommen wie ein Draufgänger und deine Not wie ein gewappneter Mann“ (Spr 6, 10.11). Zuerst etwas zögernd begibt man sich ein wenig in die „Welt“, und nach und nach verbindet man sich mit Freunden, man verbündet sich und findet Gefallen daran.

Und vor allem muss während der Nacht seiner Abwesenheit das Licht brennen. Die angezündete Lampe darf nicht unter den Scheffel gestellt werden, sondern auf den Ständer, und so „leuchtet sie allen, die im Haus sind“ (Mt 5,15), „damit die Hereinkommenden das Licht sehen“ (Lk11,33). Wenn ein junger Mann oder ein junges Mädchen zum Herrn geführt worden ist, sei es in der Familie oder in der Gemeinde, dann hat es Licht für diejenigen, die im Haus sind; die Bewohner werden einen Unterschied bemerken; und ebenso werden solche, die zu Besuch in der Familie bei den Bekehrten das Licht leuchten sehen. Wie wichtig ist es doch, dass dieses Licht bei den Kindern Gottes leuchtet, dass nichts in ihrem Leben für ihre Mitmenschen, die vielleicht schon vom Herrn gehört haben, zu einem anstößigen Hindernis werde. Das Licht bei den Kindern Gottes soll leuchten, damit ihre Mitmenschen durch das Licht angezogen werden und auch sie als Gerettete in das Haus eingehen.

Wenn es Licht in den Familien gibt, wird es auch in der Gemeinde (Versammlung) sein: „Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein“ (Mt 5,14). Wir alle haben nachts schon von ferne das Licht von Städten und Dörfern auf einem Berg gesehen. Aber man hätte nichts gesehen, wenn nicht in jeder Familie ein Licht gebrannt hätte. Wir sind dazu „berufen aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht“ (1Pet 2,9).

„Die Stunde ist schon da, dass wir aus dem Schlaf aufwachen sollen; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als damals, als wir gläubig wurden: Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns … die Waffen des Lichts aber anziehen. … und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden“ (Röm 13,11-14).

Im Gleichnis vom ungerechten Verwalter in Lukas 16 lernen wir, wie man mit dem „ungerechten Mammon“ umgehen soll, das heißt mit dem materiellen Besitz, der uns mehr oder weniger anvertraut ist: Gesundheit, Zeit, Geld. In diesem Gleichnis handelt es sich nicht um geistliche Reichtümer, sondern um den ungerechten Reichtum, der bezeichnet wird als „Geringstes“, „Fremdes“. Im Gegensatz dazu werden die geistlichen Reichtümer, das wahre Teil der Gläubigen als die echten Reichtümer genannt: „das Wahrhaftige, „das Eure“. Die ungerechten Reichtümer gehören uns nicht, sie sind uns anvertraut wie zur Verwaltung, wie eine Geschäftsführung. Es ist wichtig, sie für den Meister zu verwalten und sie den Seinen zugutekommen zu lassen, „sich mit dem ungerechten Mammon Freunde zu machen“. Es wird eine Belohnung geben, wenn wir „aufgenommen werden in die ewigen Hütten“. Man hat oft gesagt: Man erkennt einen jungen Mann, der den Herrn liebt, daran, wie er mit seiner freien Zeit und mit dem Geld umgeht!

All unsere Zeit und alles, was wir besitzen, gehört dem Herrn, und wir haben die Aufgabe, es für Ihn zu verwenden. Jedenfalls im praktischen Leben brauchen wir die meiste Zeit für die Arbeit und das Geld, das wir verdienen, für die Bedürfnisse des Lebens. Wir müssen geübt sein, um zu wissen, in welchem Maße wir Zeit und Geld für diese Dinge verwenden. Aber noch mehr betrifft es das, was uns an Zeit und Geld bleibt. Wie wenig es auch sei, es ist der Teil, mit dem wir uns „Freunde machen“. Das Prinzip der Christen ist nicht mehr der zehnte Teil wie im jüdischen Gesetz, sondern die Freude, dem Herrn von dem zu geben, was Er uns anvertraut hat. „Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott“ (2Kor 9,7).

Offenbarung 3,11 gibt eine wesentliche Ermahnung für die Zeit der Abwesenheit des Herrn: „Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme!“ Im Sendschreiben an Philadelphia handelt es sich in erster Linie darum, das Wort, den Namen des Herrn festzuhalten. Aber dieser Ausdruck „halte fest“ beinhaltet das ganze Leben des Gläubigen: „Nein“ sagen können zu den Versuchungen der Welt und des Fleisches wie Daniel (Dan 1,8); „sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen wissen“ (1Thes 4,4) oder, wenn es sein muss, zu fliehen wie Joseph in 1. Mose 39,10-12. Festhalten heißt nicht sich gehen lassen!

Zuletzt ist es eine Tatsache, dass der Herr große Freude schenkt, Ihm zu dienen und seinen speziellen Herzenswunsch zu erfüllen, „bis er kommt“: „Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ (1Kor 11,26).

Trotz des Verfalls der Kirche, trotz der vielen Trennungen unter den Gläubigen, trotz so vieler Schwachheiten und trauriger Zustände, die wir um uns herum feststellen, können und sollen wir um der Werke des Herrn Jesu willen und weil Er würdig ist, dass wir uns daran erinnern, bis Er kommt, seinen Tod verkündigen, indem wir am Mahl des Herrn teilnehmen. Oft lässt man sich entmutigen durch das, was man bei andern sieht oder im eigenen Herzen entdeckt. Aber nicht für andere gedenken wir Seiner, sondern wegen seiner Person; und nie werden wir würdig sein, um an diesem Gedächtnismahl des Todes unseres Herrn teilzunehmen. Gottes Wort sagt: „Jeder aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch“ (1Kor 11,28), das heißt, wir müssen dem Herrn die Fehler, die unser Gewissen uns zeigt, bekennen. Es ist wichtig, sich selbst zu prüfen und sich selbst zu richten. Es geht aber nicht darum, dass man sich von dem Mahl fernhält, weil man sich für unwürdig hält, oder dass man daran teilnimmt, weil man sich für würdig hält (was noch schlimmer wäre!).

Aber wir sind dazu aufgefordert, vom Brot zu essen und den Kelch zu trinken: „Und so esse er von dem Brot“, das heißt im Gedenken an seine unendliche Gnade und an das vollkommene Erlösungswerk, das völlig genügt, all unsere Fehler, alles, was wir sind und was wir nicht sind, zuzudecken. Wir essen vom Brot und trinken aus dem Kelch zu seinem Gedächtnis, dass Er allein würdig ist, dass wir an Ihn denken und seinen Tod verkündigen. Wenn Er gekommen sein wird, können wir an diesem Gedächtnismahl nicht mehr teilnehmen. Im Himmel wird das Hochzeitsmahl des Lammes stattfinden. Aber hier unten, während der Nacht seiner Abwesenheit, können wir im Abendmahl, viel besser als mit Worten, seinen Tod verkündigen – „zu seinem Gedächtnis“, bis Er kommt.

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Originaltitel: „Courte étude sur la venue du Seigneur (4)“
Quelle: http://www.bible-notes.org/article-618-courte-etude-sur-la-venue-du-seigneur-4.html

Übersetzung: Heidy Seitzinger


Hinweis der Redaktion:

Die SoundWords-Redaktion ist für die Veröffentlichung des obenstehenden Artikels verantwortlich. Sie ist dadurch nicht notwendigerweise mit allen geäußerten Gedanken des Autors einverstanden (ausgenommen natürlich Artikel der Redaktion) noch möchte sie auf alle Gedanken und Praktiken verweisen, die der Autor an anderer Stelle vertritt. „Prüfet aber alles, das Gute haltet fest“ (1Thes 5,21). – Siehe auch „In eigener Sache ...