|
Anmerkung
der Redaktion:
Bereits 1983 erschien das Handbuch
der biblischen Prophetie von Arnold Fruchtenbaum. Dieses Buch ist
mittlerweile recht weit verbreitet und wird vielfach als Nachschlagewerk bei
prophetischen Fragen benutzt. Dieses Buch enthält aus Sicht der Redaktion
sehr viele nützliche Hinweise. Dennoch wollen wir dem interessierten Leser gerne
die folgenden
Randbemerkungen von Bruder Werner Mücher zur
Verfügung stellen, der ebenfalls ein durch viele Bücher zu diesem Thema
ausgewiesener Kenner der biblischen Prophetie ist. Diese Randbemerkungen
sollen den Leser anreizen, die Schrift zu untersuchen und selbst mit Hilfe
des Heiligen Geistes, aber auch mit Hilfe von Gaben, die der Herr seiner
Gemeinde gegeben hat (Eph 4: „zur Vollendung der Heiligen“), zu einer
Überzeugung zu gelangen. Wenn wir diese Randbemerkungen veröffentlichen, dann vor
allen Dingen deshalb, weil dieses Buch doch in vielen Bücherregalen zu
finden ist. Wir schätzen Bruder Fruchtenbaum ebenso wie es Bruder Werner
Mücher in seinem Beitrag „Ein Wort vorab“
deutlich macht, auch wenn wir in einigen
zentraleren Fragen, die nicht mit der Prophetie zusammenhängen, doch mehr
oder weniger stark abweichende Ansichten vertreten.
Das Dokument kann auch als PDF-Version
hier heruntergeladen werden. |
zurück zu Teil 2
Teil 3 — Die große Trübsal
Seite 160: In den Versen 5–8 [Off 7] wird dann
weiter geschildert, dass aus jedem Stamm zwölftausend Juden ausgewählt werden,
so dass es schließlich 144.000 sind. Mit Hilfe dieser jüdischen Evangelisten
wird Gott die weltweite Erweckung bewirken und so ein weiteres Ziel der Trübsal
bewirken.
Die Schrift sagt nicht, dass die 144.000 zu Evangelisten versiegelt
werden. Die 144.00 Versiegelten sind vielmehr die Auserwählten aus Israel, die
lebend in das Friedensreich eingehen werden. Es ist richtig, dass Juden in den
ersten 3½ Jahren der Gerichte das Evangelium des Reiches weltweit verkündigen
werden und dass dadurch viele Menschen sowohl aus den Juden als auch aus den
Völkern zur Bekehrung kommen werden (Mt 24,14).
Seite 162: Nach den 144.000 Juden sah Johannes
Tausend und Abertausende von Heiden und anderen Juden, die während der Trübsal
durch den Glauben an Jesus Christus die Rettung erfahren.
Die große Volksmenge besteht nicht aus Heiden und Juden, sondern aus
Menschen aus allen Völkern, die gerettet werden und ins Friedensreich
eingehen. Nach der Chronologie in Offenbarung 7 werden zuerst die 144.000
Versiegelten aus Israel erwähnt und kurz darauf eine andere Gruppe von Gläubigen
aus jeder Nation. Es ergibt wenig Sinn, in der großen Volksmenge sowohl Heiden
als Juden zu sehen, wie AGF es darlegt.
Seite 162: Diese Stelle erwähnt das dritte Ziel der
Trübsal. Die Trübsal wird so lange dauern, bis es erreicht ist. Wenn der stolze
Wille des Volkes dann gebrochen ist [Dan 12,7], kann Gott eine nationale
Erneuerung herbeiführen. Mit welchen Mitteln Gott das erreichen wird, sagt
Hesekiel 20,34–38.
Die „Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes“ ist die Zerschlagung der
militärischen Kraft Israels (siehe dazu Hos 1,7; Micha 5,9; Sach 9,10a). In
Hesekiel 20,34–38 geht es um die Rückkehr der bis dahin verschollenen zehn
Stämme Israels zu Beginn des Friedensreiches. Dabei werden die Gottlosen auf dem
Weg ins Land abgesondert werden, d.h. umkommen, so dass nur die Gerechten in
das Land Israel kommen.
Seite 171: Wir haben schon an mehreren Stellen
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die große Trübsal nicht mit der Entrückung
beginnt, sondern mit der Unterzeichnung des Siebenjahresvertrages zwischen dem
Antichristen und Israel.
Es ist nicht auszuschließen, dass zwischen der Entrückung und dem Beginn der
70. Jahrwoche Daniels eine Zeit vergeht, doch ich halte das nicht für zwingend.
Es gibt keine eindeutigen Hinweise dafür, dass beide Ereignisse nicht zeitnah
geschehen werden. Was jedoch eindeutig ist: Nach der Entrückung wird es keine
Christen mehr auf der Erde geben. Die Bildung der Gemeinde kommt mit der
Entrückung zum Abschluss. Wenn ein Jude heutzutage zur Bekehrung kommt, wird er
Christ und ist kein Jude mehr. Wenn ein Jude nach der Entrückung zum Glauben
kommt, bleibt er trotzdem ein Jude. Menschen, die nach der Entrückung aus den
Völkern zum Glauben kommen, werden zwar keine Juden, haben aber einen
vergleichbaren Status mit den Menschen aus den Völkern, die zur Zeit des Alten
Testamentes an Gott gläubig waren (z.B. Melchisedek, Hiob usw.).
Seite 172: Die Menschen werden ihn einfach als einen
Siebenjahresbund zwischen Israel und dem Antichristen betrachten, den der
Antichrist nach Ablauf der halben Frist brechen wird.
1. Das Bündnis wird zwischen dem Fürsten (dem Herrscher Roms) und den Vielen
(der Masse des jüdischen Volkes) geschlossen — ob der Antichrist dann schon in
Erscheinung getreten sein wird, sagt die Schrift nicht ausdrücklich.
2. Das Bündnis ist ein Verteidigungsbündnis – warum sollte es gebrochen werden?
Hier steht lediglich, dass „Schlachtopfer und Speisopfer“ aufhören werden, also
der Opferdienst zu Ende kommen wird.
Seite 175: Kapitel 6–9 und 17 betreffen die
Ereignisse in der ersten Hälfte der Trübsal.
Die Siegelgerichte fallen nach meiner Überzeugung in die ersten 3½ Jahre (Off
6). Kapitel 7 ist ein Einschub und behandelt die Frage „Wer wird lebend ins
Friedensreich eingehen?“. Ab Kapitel 8–16 werden mit Unterbrechungen die
Posaunen- und Schalengerichte beschrieben, die in den letzten 3½ Jahren der
Trübsalszeit geschehen werden. Die Ereignisse von Kapitel 17 geschehen ebenfalls
in den letzten 3½ Jahren.
Seite 176: Diese Gestalt, die die Trübsalszeit
einleitet und auszieht, um zu siegen, ist der Antichrist.
Abgesehen davon, dass es beim „Antichrist“ (im Sinne von AGF) um das Tier aus
dem Meer geht, ist deutlich, dass dieser politische Herrscher erst in
Erscheinung treten wird, wenn Satan ihm die Macht, die Gewalt und den Thron gibt
(Off 13,1–10). Und das geschieht erst zur Mitte der letzten Jahrwoche Daniels,
also nach den ersten 3½ Jahren. Beim Reiter auf dem weißen Pferd könnte man an
eine einflussreiche Persönlichkeit oder Bewegung denken, die auf diplomatischem
Weg Frieden unter den Menschen bewirken wird. Falls dasselbe auch in 1.
Thessalonicher 5,3 gemeint ist, würde es gut zu dem darauf folgenden Reiter auf
dem roten Pferd (Off 6,3.4) passen, denn mit ihm beginnt das plötzliche
Verderben.
Seite 177: Der Same Satans — 1. Mose 3,15
Auf Seite 177 zählt AGF elf verschiedene Namen des Antichrists auf, die er
jedenfalls dafür hält. Bei dem ersten Namen „der Same Satans“ geht es
jedoch nicht um den „Antichrist“. Der Same Satans ist
vielmehr die gesamte Nachkommenschaft gefallener Menschen, die Satan folgen.
Seite 177: Das kleine Horn — Daniel 7,8
Das kleine Horn in diesem Vers ist nicht der Antichrist, sondern „das Tier“
aus dem Meer, der Herrscher des Römischen Reiches.
Seite 177: Der freche und listige König — Daniel
8,23
Dieser freche und listige König war der Seleuzidenkönig Antiochus Epiphanes
IV. Er hat diese Weissagung bereits erfüllt. Allerdings ist er in mancher
Hinsicht ein Vorbild des kommenden Antichrists.
Seite 177: Der zukünftige Fürst — Daniel 9,26
Der „kommende Fürst“ wird der Herrscher des zukünftigen Römischen Reiches
sein, „das Tier“ aus dem Meer, und nicht der Antichrist.
Seite 177: Der Verwüster — Daniel 9,27
Der Verwüster wird der König des Nordens sein, der Israel überschwemmt. Er
hat mit dem „Antichrist“ bzw. dem Tier aus der Erde nicht im Geringsten zu tun.
Seite 177: Der König, der tut, was ihm beliebt — Daniel 11,36.
Hier hat AGF recht, denn dieser König wird tatsächlich der „Antichrist“ sein,
aber nicht in dem Sinn, wie AGF vom „Antichrist“ spricht (vgl. Bemerkung zu S.
37).
Seite 177: Der Mensch der Sünde, der Sohn des
Verderbens, der Gesetzlose (2. Thessalonicher 2,3.8)
Auch das stimmt, der Mensch der Sünde ist also nicht das Tier (vgl. Bemerkung
zu S. 37). — AGF sieht nicht, dass der Antichrist der falsche Messias ist, von
dem der Herr Jesus gesprochen hat (Joh 5,43). Zur Klarstellung muss man sagen,
dass AGF in dem Weltherrscher den Antichrist sieht und in dem falschen Propheten
eine gesonderte Person (siehe frühere Bemerkungen). Ich gehe davon aus, dass der
Antichrist und der falsche Prophet ein und dieselbe Person ist und der römische
Weltherrscher eine gesonderte Person ist. Das geht meiner Ansicht nach u.a. aus
Offenbarung 20,10 eindeutig hervor. Der falsche Prophet tut die Zeichen und muss
mit dem zweiten Tier aus Offenbarung 13,11ff., das ebenfalls Zeichen tut,
identifiziert werden. Das zweite Tier (nur ein einziges Mal in Vers 11 so
genannt) ist der Antichrist.
Seite 177: Das Tier — Offenbarung 11,7
Das Tier in Offenbarung 11,7, das aus dem Abgrund heraufsteigt, ist
offensichtlich dasselbe, von dem in Offenbarung 13,1–3 und in 17,8 die Rede ist,
es ist nicht der Antichrist, sondern der römische Herrscher.
Seite 178: Bei der Frage nach der natürlichen
Herkunft des Antichristen geht es immer wieder darum, welcher Nationalität er
sein wird und ob er ein Jude sein wird oder nicht.
Wir wissen nicht, welche Nationalität das „Tier“ (Off 13,1–10), das AGF immer
„Antichrist“ nennt, einmal haben wird. Wir wissen aber, welche Nationalität der
Antichrist haben wird: Er wird mit Bestimmtheit ein Jude sein denn sonst würden
die Juden ihn nicht annehmen. Er wird zugleich König in Israel sein (Dan
11,36–39) und der falsche Prophet (Off 16,13; 19,20; 20,10).
Seite 181: Da der Antichrist [gemeint ist das Tier] ein falsches Gegenbild zu Christus ist, könnte er gleichfalls einen
natürlichen und einen übernatürlichen Ursprung haben, was ebenfalls durch eine
Jungfrauengeburt ermöglicht werden müsste.
Hier begibt sich AGF auf das Gebiet der Spekulation. Die Stelle in 1. Mose
3,15 bezieht sich nicht auf den „Antichrist“. Die Geburt des Herrn Jesus aus
einer Jungfrau ist ein einmaliges göttliches Wunder.
Seite 181: An zwei Stellen wird dieser Aufstieg
beschrieben. Die erste ist Daniel 8,23–25: …
Daniel 8,23–25 bezieht sich auf Antiochus Epiphanes.
Seite 186: Dieses Siegel hat mit den christlichen
Märtyrern zu tun, die in der ersten Hälfte der Trübsal ihr Leben verlieren.
AGF hat zu Recht auf den vorhergehenden Seiten dargelegt, dass die Entrückung
vor der „Drangsalszeit“ (siehe die Erklärung zu S. 15) erfolgt. Dass er hier von christlichen Märtyrern in den
ersten 3½ Jahren spricht, ist deshalb nicht nachvollziehbar. Offensichtlich
sieht AGF nicht die besondere Stellung der Gemeinde. Christen in dem Sinn, dass
Gläubige zum Leib Christi gehören, wird es in der Drangsalszeit nicht geben.
Meint AGF mit „christlichen Märtyrern“ etwa Gläubige, die sich in der
Drangsalszeit zu Christus bekennen? Sind für AGF alle Gläubigen Christen im
Gegensatz zu Juden?
Seite 188ff.: Die 144.000
Siehe dazu die Anmerkung zu den Seiten 160 und 162.
Seite 189: Ein Stamm fehlt jedoch wirklich: der
Stamm Dan. Eine Begründung wird nicht gegeben. Zu den dadurch hervorgerufenen
Spekulationen und dem Rätselraten gehört vor allem der Gedanke, der Antichrist
werde aus diesem Stamm hervorgehen.
Viele Ausleger halten es tatsächlich für möglich, dass der Antichrist aus dem
Stamm Dan kommt. Und es gibt gute Gründe für diese Sicht: Warum wird der Stamm
Dan hier nicht erwähnt? Hat das nicht eine moralische Bedeutung? Unmittelbar
nach der Einnahme des Landes führte gerade dieser Stamm als erster den
Götzendienst in Israel ein (Ri 18). Und in Zukunft scheint weiteres Böses aus
Dan zu kommen: Der Segen Jakobs in 1. Mose 49 beinhaltet einen prophetischen
Ausblick auf Israels Zukunft. Jakobs Ausspruch über Dan zeigt, mit welch
traurigem Element dieser Name in der Zukunft verbunden ist. Manche Ausleger
vermuten, dass der Stamm Dan hier fehlt, weil der Antichrist aus Dan kommen
wird.
Seite 193: Diese Verse müssen nicht besagen, dass
der dritte Teil der Sonne, des Mondes und der Sterne vernichtet wird, sondern
dass ihr Licht gehindert wird, voll die Erde zu erreichen.
Warum soll es nicht vor allem um eine symbolische Beschreibung der Gerichte
gehen? (Siehe z.B.
Du
bist würdig — Einführung in das Buch der Offenbarung.) Eine wörtliche
Auslegung ergibt wenig Sinn. Wenn die Sonne sich verfinsterte, wäre Leben auf
der Erde nicht mehr möglich, und wenn die Sterne auf die Erde fielen, würde die
Erde sogleich vollständig vernichtet werden. [1]
Seiten 198–199: Joel 1,15–2,11 … Auch diese
Schilderung ähnelt sehr derjenigen in der Offenbarung und weist darauf hin, dass
es sich hier nicht um Menschen handeln kann.
Es geht hier um die prophetische Ankündigung des Einfalls der assyrischen
Heere in das Nordreich, wie sie in der Vergangenheit 722/721 stattgefunden hat,
also sehr wohl um Menschen.
Seite 199: Die zwei Zeugen — Das vierte Geschehen,
das sich über die erste Hälfte der Trübsalszeit hinzieht, ist das Wirken der
zwei Zeugen nach Offenbarung 11,3–6.
Die zwei Zeugen werden nicht in den ersten, sondern in den letzten 3½ Jahren
ihren Dienst in Jerusalem tun. Alle Zeitangaben in der Offenbarung beziehen sich
immer auf die letzten 3½ Jahre (vgl. die Anmerkung zu S. 15 in dem Buch von
AGF).
Seite 202: Der zweite weltweite Konflikt
In diesem Zusammenhang erklärt AGF Daniel 11,40–45.
[2] Es geht bei dieser kriegerischen Auseinandersetzung nicht um das Tier,
sondern um Israel und den tatsächlichen Antichrist, der dort als König in Israel
regieren wird. AGF verwechselt zudem das Tier (bei ihm der Antichrist)
mit dem König des Nordens.
Seite 209: Offensichtlich wird der Antichrist im
Verlauf des Konfliktes getötet.
Getötet wird der König des Nordens (siehe oben).
Seite 211: Er versucht das durch die beiden Tiere
aus Offenbarung 13 zu erreichen und beginnt damit, dass er den Antichrist
wieder ins Leben zurückruft … Aus dem Zusammenhang wird ersichtlich, dass Satan
selbst den Antichristen zum Leben erwecken wird.
Der Text in Offenbarung 13 sagt nicht, dass Satan das Tier auferweckt,
sondern lediglich, dass der Drache dem Tier die Gewalt gibt und dem Tier deshalb
weltweite Anbetung dargebracht wird. Satan kann nicht zum Leben erwecken, das
sieht man auch an den Zauberern Jannes und Jambres — als es darum ging, Leben zu
erwecken, versagte ihre Zauberei bzw. satanische Macht (2Mo 8,12–15; 2Tim 3,8).
Die buchstäbliche Auferstehung ist eine Offenbarung der Macht und Herrlichkeit
Gottes.
Seite 219: Der Bruch des Siebenjahresbündnisses —
Ein weiteres Ereignis, das um die Mitte der Trübsalszeit stattfindet, ist der
Bruch des Siebenjahresbündnisses.
Das Bündnis wird nicht gebrochen werden — wohl aber wird der Opferdienst zu
seinem Ende kommen (vgl. Bemerkung zu S. 172 in dem Buch von AGF). Aufgrund
dieses Bündnisses wird Europa Israel zu Hilfe kommen, wenn der König des Südens
und der König des Nordens Israel angreifen (Dan 11,40–45). Daraufhin werden sich
die europäischen Heere nach Harmagedon begeben (Off 16,12–16), wo sie aber vom
Herrn Jesus persönlich vernichtet werden (Off 19,19–21).
Seite 230: Zu ihnen gehören alle Christen unter den
Juden zu jener Zeit, einschließlich der 144.000.
Es gibt nach der Entrückung auf der Erde keine Christen mehr. Die Bildung der
Gemeinde wird mit der Entrückung abgeschlossen sein. Oder versteht AGF unter
„Christen“ etwas anderes als wir? Vielmehr handelt es bei den Juden sich um den
gläubigen Überrest aus Israel.
Seite 234: Hier wird eine Ernte angekündigt. Ernte
ist ein verbreitetes Bild für Gottes Heil.
Bei der Weizenernte geht es um das weltweite Gericht, das Christus ausführen
wird. Die Ernte ist überreif, das bedeutet in der prophetische Sprache der
Offenbarung: gerichtsreif.
Seite 241: Wir haben schon mehrfach darauf
hingewiesen, dass Babylon wieder aufgebaut werden und die Hauptstadt der
weltweiten politischen und wirtschaftlichen Herrschaft des Antichristen sein
wird.
Babylon ist in Offenbarung 17 und 18 ein Symbol für die große Hure, die nach
der Entrückung zurückgebliebene Namenschristenheit unter der Führung der
römisch-katholischen Kirche. (Zur Begründung siehe Du
bist würdig und 1000 Jahre Frieden.)
Seite 254: Nun, das alles deutet auf die alte Stadt
Bozra hin.
Diese Schlussfolgerung ist sehr vage. Der gläubige Überrest wird an mehreren
Orten Zuflucht finden. (Siehe dazu
Die Zeit des Endes, S. 37–43.)
Seiten 270ff.: Die Schlacht von Harmagedon und die
Wiederkunft Christi
In diesem Kapitel gibt AGF Erklärungen, die auf seine bisherigen Darlegungen
aufbauen. Es würde zu weit führen, alle Punkte im Einzelnen zu besprechen. Siehe
dazu
Die Zeit des Endes, S. 55–60.
weiter zu Teil 4/5
zurück Teil 1 /
Teil 2
Komplette PDF Version
_______________
Anmerkungen:
[1] Siehe dazu Schürmann/Isenberg,
Der vergessene Reichtum, S. 497: „Diese sichtbaren Naturerscheinungen können
also auch bildlich verstanden werden, ebenso wie zum Beispiel das kleine Horn
aus dem Buch Daniel – das Bild einer politischen Macht –, das ,groß bis zum Heer
des Himmels‘ wurde und die Heere und Sterne zur Erde niederwarf (Dan 8,9.10).
Oder denken wir an Offenbarung 9,1: ,… einen Stern, der vom Himmel auf die Erde
gefallen war.‘ Hier wird man unmöglich an einen buchstäblichen Stern denken; es
handelt sich hier um eine Beschreibung des Antichristen oder Satans selbst.
(Darin sind sich sogar jene Ausleger einig, die an anderen Stellen von einer
buchstäblichen Auslegung bezüglich Sonne, Mond und Sterne ausgehen.) Auch in
Offenbarung 6,13 und 8,12 kann man davon ausgehen, dass es sich bei Sonne, Mond
und Sterne um Ordnungen, Systeme und kirchliche sowie politische Mächte handelt.
Die hier beschriebenen Ereignisse können natürlich auch zusätzlich von
tatsächlichen kosmischen Erscheinungen (wie Meteoritenhagel) begleitet sein.“
[2] Zur Erklärung von Daniel 11,40–45 siehe
Die Zeit des Endes, Hückeswagen (CSV-Verlag) S. 47–50; vgl.
1000 Jahre Frieden — Biblische Prophetie aktuell, Lychen (Daniel-Verlag) S.
39 und 40.
|