Harry Potter

Jochen Klein

© J. Klein, online seit: 01.01.2001, aktualisiert: 11.07.2016

Der Siegeszug der Harry-Potter-Bücher verblüffte selbst Experten, denn keiner hatte mehr erwartet, dass die Kinder im Multimediazeitalter noch dickleibigen Büchern ihr Interesse widmen würden. Psychologen meinen den Grund erkannt zu haben: „Die Sehnsucht nach Wiederverzauberung einer ebenso öden wie komplizierten Welt.“ Der Hannoveraner Anglist Martin-Christoph Just kam in einem Universitätsseminar der Faszination des Bestsellers über den Zauberschüler auf die Spur. Er meint: „Es ist ganz sicher so, dass Wunschvorstellungen der Leser befriedigt werden, vor allem die, zaubern zu können.“

Hier können wir sehen, dass das Interesse der Menschen an esoterisch-okkulten Handlungsmustern wächst. Darin manifestiert sich sicherlich auch eine zunehmende Sehnsucht nach Übernatürlichem. Die meisten Menschen wissen heute nicht viel von der übernatürlichen Welt, aber sie ahnen, dass sie existiert. Unbekannt ist ihnen, dass es einen Teufel gibt, eine Hölle, Dämonen – und den Sohn Gottes Jesus Christus, der aus der Macht des Teufels befreien kann. So wird z.B. die zunehmende Flut okkulter Spielfiguren oder Computerspiele als willkommene Abwechslung hingenommen, ohne dass man sich viele Gedanken darüber zu machen scheint. Und so liest man auch die Zaubergeschichten mit Harry Potter.

Aus der Bibel, dem Wort Gottes, wissen wir um die Macht des Teufels und der Dämonen. Wir kennen aber auch den, der die Macht des Teufels überwunden hat: den Herrn Jesus Christus. In der „Moderne“ ist es gelungen, den Teufel in den Augen der heutigen Menschen so harmlos zu machen, dass fast keiner mehr um seine wirkliche Bedeutung weiß. Gläubige Christen brauchen sich vor ihm zwar nicht zu fürchten, aber seine Strategien sollten wir dennoch ernst nehmen, uns dagegen wappnen und andere davor warnen (vgl. Eph 6,11-16). Zu den Problemfeldern gehören sicherlich auch die magisch-esoterischen Bücher mit Harry Potter.

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