Warum-Fragen
Der Mensch ist nicht befähigt, Gottes Regierungswege zu beurteilen

aus „Grace and Truth Magazine“

© EPV, Online începând de la: 09.04.2011, Actualizat: 19.09.2018

Leitverse: 1. Mose 18,25; Römer 9,20.21

1Mo 18,25: Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?

Röm 9,20.21: Wer bist du denn, o Mensch, der du das Wort nimmst gegen Gott? Wird etwa das Geformte zu dem, der es geformt hat, sagen: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen?

Die Frage lautet: Sind wir befähigt, Gottes Regierungswege zu verstehen?

„Kommt es uns zu, ein Urteil darüber abzugeben?“

„Sind wir imstande, die tiefen und furchtbaren Geheimnisse göttlicher Vorsehung zu enträtseln?“

„Können wir, sind wir berufen, die erschütternde Tatsache zu erklären, dass hilflose Kindlein einbezogen werden in das Gericht über ihre schuldigen Eltern?“

Gottloser Unglaube mag höhnen über diese naive, scheinbar kränkliche Sentimentalität, mag darüber stolpern, aber der wahre Gläubige, der gottesfürchtige Christ, begegnet alledem mit der einfachen, aber sicheren und festen Frage:

„Sollte der Richter der ganzen Erde nicht recht tun?“

Dies ist der einzig richtige Weg, mit solchen Fragen fertig zu werden. Wenn der Mensch über Gottes Regierungshandlungen urteilen will, wenn er es auf sich nimmt, zu entscheiden, was Gottes würdig ist und was nicht, dann haben wir wahrlich jeden wahren Begriff von Gott verloren. Und gerade das ist es, was der Teufel erreichen will. Er will das Herz wegleiten von Gott, und zu diesem Zweck veranlasst er den Menschen, Schlussfolgerungen zu ziehen, Fragen zu stellen, Überlegungen zu machen in einem Bereich, der so weit über seinen Gesichtskreis hinausgeht, wie der Himmel über der Erde ist. Können wir Gott ergründen? Wir müssten selbst Gott sein, um es zu können.

Die Ratschlüsse, Handlungen und Wege des allmächtigen Schöpfers und allweisen Lenkers des Weltalls in Frage zu ziehen, ist für winzige Sterbliche gleichzeitig höchst ungereimt und gottlos. Sicherlich müssen alle, die so handeln, früher oder später entdecken, was für einen schrecklichen Fehler sie gemacht haben. Gut wäre es für alle diese Kritiker und Fragesteller, wenn sie beachten, was der inspirierte Apostel in Römer 9,20.21 so ernst sagt: „Ja, freilich, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst wider Gott? Wird etwa das Geformte zum Former sagen: warum hast du mich also gemacht? Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse ein Gefäß zur Ehre und ein anderes zur Unehre zu machen?“

Wie einfach: Wie überzeugend und unbestreitbar! Das ist die göttliche Methode, allen „Warums“ und „Wiesos“ der menschlichen Vernunft zu begegnen. Wenn der Töpfer Macht hat über den Ton, den er in der Hand hält – eine Tatsache, die niemand abstreiten kann –, wie viel mehr hat der Schöpfer aller Dinge Macht über die Geschöpfe, die seine Hand geformt hat. Menschen mögen sich in endlosen Erörterungen ergehen, warum Gott es zugelassen hat, dass die Sünde eindrang, warum Er nicht sofort Satan und seine Engel vernichtete, warum Er der Schlange erlaubte, Eva zu verführen, warum Er Eva nicht verhinderte, von der verbotenen Frucht zu essen – kurz, die „Wies“ und „Warums“ hören nicht auf, aber die Antwort lautet: „Ja freilich, wer bist du, o Mensch, der du das Wort nimmst wider Gott?“ Blinde, anmaßende Torheit des Geschöpfes, dessen Begriffsvermögen durch die Sünde verdunkelt und das gänzlich unfähig ist, über irgendetwas Göttliches, Himmlisches, Ewiges ein richtiges Urteil zu fällen, wie Gott in diesem und jenem Falle handeln müsse!

Was die anbetrifft, die dennoch beunruhigt werden durch Zweifel und bange Überlegungen im Blick auf manche Regierungswege Gottes und im Blick auf die erschütternde Frage der ewigen Verdammnis – ihnen können wir nur raten, jenen kleinen, lieblichen Psalm 131 zu studieren und ins Herz aufzunehmen:

„HERR, nicht hoch ist mein Herz, noch tragen sich hoch meine Augen, und ich wandle nicht in Dingen, die zu groß und zu wunderbar für mich sind. Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und still gemacht? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie das entwöhnte Kind ist meine Seele in mir“ (Ps 131,1.2).


Originaltitel: „Der Mensch ist nicht befähigt, Gottes Regierungswege zu beurteilen“
aus Hilfe und Nahrung, 1971, S. 337–338; 1967, S. 20–22

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