Gottes unaussprechliche Gabe (1)
Der Geber

Henry Allen Ironside

© SoundWords, Online începând de la: 24.12.2018, Actualizat: 28.12.2018

Leitvers: 2. Korinther 9,15

2Kor 9,15: Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Viele von uns haben während der letzten Wochen oft über Geschenke nachgedacht. Einige von uns haben viel Freude beim Geben empfunden. Andere haben ein Maß an Freude darin gefunden, beschenkt zu werden, aber nicht annährend so viel, wie wir wohl erwartet haben. „Geben ist seliger als Nehmen“ ist immer noch wahr, und ich wage zu sagen, dass die glücklichsten Menschen nicht die sind, die am meisten bekommen haben, sondern diejenigen, die am meisten gegeben haben. Das ist besonders dann wahr, wenn deine Geschenke vor allem denen zugute gekommen sind, die in weniger komfortablen Umständen leben als du selbst, und wenn du versucht hast, ihren Bedürfnissen zu dienen, die Häuser der Armen aufzuheitern, ein fröhliches Lächeln auf die Gesichter der Kinder zu bringen und müde und verzweifelte Mütter und Väter aufzumuntern. Es ist eine sehr gesegnete und wundervolle Sache, auf diese Weise Geschenke zu machen.

Dies ist eins der Nebenprodukte des Christentums. Es liegt daran, dass unser Herr Jesus Christus selbst uns die Lektion erteilt hat: „Geben ist seliger als Nehmen“, so dass wir Freude daran haben, in seinem Namen Geschenke zu machen. Sogar die Welt hat sich an diesem Segen angesteckt, und unbekehrten Menschen macht es große Freude, mit anderen zu teilen. Und wenn wir über Geschenke nachdenken, so wandern unsere Gedanken, ganz natürlich zu dem höchsten Geschenk, das Gott in seiner herrlichen Gnade auf eine schuldige Welt ausgeschüttet hat. „Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!“

Es gibt vier Dinge, über die ich gerne sprechen möchte. Erstens will ich euch mit dem Geber vertraut machen; zweitens mit der Vortrefflichkeit des Geschenks; drittens mit der Annahme des Geschenkes und dann noch mit einem Wort der Warnung, wenn das Geschenk abgelehnt wird.

Wer ist der Geber?

Als unser Herr die arme Frau am Brunnen ansprach, sagte Er: „Wenn du die Gabe Gottes kenntest und wüsstest, wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben“ (Joh 4,10). Gott ist der Geber. Ich wünschte, wir könnten das in unserem Kopf klarkriegen.

Ein großer Teil der Menschen denkt, Gott ist ein Händler; sie denken, dass Er etwas zu verkaufen hat; dass Er umhergeht und den Menschen sein Heil anbietet, wenn sie reich genug sind, um es zu kaufen. Gott sei Dank ist Er zu reich, um sein Heil zu verkaufen. Aber wenn Er es wirklich zum Verkauf anbieten und einen Preis dafür festsetzen würde, der auf irgendeine Weise seinem Wert entsprechen würde, dann könnten weder du noch ich sein Heil jemals kaufen.

Das Gleichnis im 13. Kapitel des Matthäusevangeliums wird im Allgemeinen völlig auf den Kopf gestellt. Ein Kaufmann kam und suchte schöne Perlen, und „als er eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie“ (Mt 13,46). Fast ausnahmslos machen die Menschen den Kaufmann zu dem armen Sünder und die Perle zu Gottes Heil. Aber Gottes Heil ist eine kostenlose Gabe, und die Perle musste gekauft werden, so dass die Auslegung den Tatsachen entgegensteht. Wir haben nichts, womit wir Gottes Heil kaufen könnten.

Die wahre Bedeutung dieses Gleichnisses ist sicherlich diese: Unser Herr Jesus Christus kam als der Kaufmann mit unendlichen Reichtümern zu seiner Verfügung vom Himmel; und hier in dieser armen, dunklen Welt fand Er eine sehr kostbare Perle - diese riesige Gruppe von Männern und Frauen, die in Sünde und Ungerechtigkeit herabgesunken waren, die aber zum Leib und zur Braut des Lammes werden sollten. Und als Er seine Liebe an diese Perle gehängt hatte, ging Er hin und verkaufte alles, was Er hatte, und kaufte sie. Wo machte Er diesen großen Tausch? Am Kreuz von Golgatha. Dort auf dem Kreuz verkaufte Er alles, was Er hatte, und vergoss sein eigenes, äußerst kostbares Blut, gab sein Leben, damit Er die Perle kaufen konnte, die seine Krone für alle Ewigkeit schmücken sollte.

Gott ist ein Geber; Er verkauft Menschen nichts. Nimm all die großen Segnungen, an denen wir unsere Freude haben. Wir bekommen sie kostenlos von Gott; wir können sie nicht kaufen. Du kannst die frische Luft, die du atmest, nicht kaufen; du kannst das Wasser aus dem plätschernden Bach nicht kaufen. Ja, Menschen können es in Flaschen füllen und verkaufen, aber Gott gibt es kostenlos. All die Segnungen, die Er über die Menschen ausgießt, sind „ohne Geld und ohne Kaufpreis“, und die große Gabe, von der wir hier sprechen, ist der Ausdruck seiner unendlichen Liebe.

Die Geschichte des Dieners

Der Vater meiner Frau war ein Diener des Evangeliums. Seltsam genug: Obwohl ich ihn in den Tagen, als ich ihn belästigte, um seine Tochter zu bekommen, recht gut kennenlernte, hatte ich nur dreimal das Vorrecht, ihn predigen zu hören, aber ich erinnere mich sehr deutlich an diese Gelegenheiten. Ich habe niemals eine Illustration vergessen, die er von einer armen Frau gebrauchte, die eine sehr kranke Tochter hatte. Diese arme Mutter verdiente ihr Geld als Putzfrau. Sie musste den Lebensunterhalt für sich selbst und dieses Kind verdienen. Mit der Zeit kam ihre Tochter wieder auf den Weg der Genesung und schrie ständig nach Weintrauben, obwohl es Winter war. Die arme Mutter konnte nicht daran denken, sie zu kaufen, denn sie konnten nur zu außerordentlich hohen Preisen erworben werden, und doch sagte das Kind immer, wenn die Mutter heimkam: „Hast du heute Weintrauben für mich bekommen?“ Die Mutter bot ihrer Tochter andere Dinge an, die eher in ihrer Reichweite lagen, aber nichts half. Eines Tages war die Mutter in einen anderen Stadtteil zur Arbeit bestellt worden, an einen Ort, wo sie niemals zuvor gewesen war, und als sie an einem prachtvollen Garten vorüberging, sah sie ein großes Gewächshaus. Als sie über die Mauer sah, konnte sie saftige Trauben voller Beeren sehen, die dort hingen und reiften. Sie versuchte, das Tor zu öffnen, und weil sie es offen vorfand, trat sie ein.

Als sie den Pfad entlangeilte, traf sie den Gärtner, der sagte: „Was machen Sie hier? Sie haben hier nichts zu suchen. Wissen Sie nicht, dass das die Gärten des Königs sind?“
„Oh, mein Herr“, sagte sie, „meine Tochter liegt krank zu Hause, und sie hat so lange nach Weintrauben geschrien; und als ich vorbeikam, sah ich die Trauben im Gewächshaus. Ich habe Tag für Tag hart gearbeitet und habe doch nur einen Schilling, aber ich werde alles für einen Zweig von diesen Trauben geben.“
„Raus hier, Sie haben hier nichts zu suchen. Ich könnte meinen Job verlieren, dafür dass ich Sie hier hereingelassen habe.“ Und so trieb er sie hinaus.
Sie dachte: Ich vermute, er war ärgerlich auf mich, weil ich nur einen Schilling für einen Zweig mit Trauben angeboten habe. Ich werde versuchen, mehr Geld zu verdienen, und vielleicht wird er meine Wünsche dann beherzigen.
Und so mühte sie sich weiter und konnte einen weiteren Schilling sparen und suchte dann ihren Weg wieder durch das Tor und traf den Gärtner erneut. Er sagte: „Habe ich Ihnen nicht gesagt, dass Sie hier nicht hineinkommen dürfen?“
„Aber sehen Sie“, sagte sie, „ich hatte damals nur einen Schilling; jetzt habe ich zwei, und ich möchte so gerne einen Zweig von diesen Trauben für meine arme kranke Tochter. Wollen Sie mir nicht einen Zweig verkaufen?“
Er wollte ihr gerade sagen, dass sie verschwinden solle, als eine wunderschöne junge Dame dazukam und sprach: „Was ist los, gute Frau?“
„Oh, gnädige Frau, wenn Sie etwas für mich tun können, würden Sie es dann bitte tun? Meine Tochter ist krank und schreit immerzu nach Weintrauben, und ich sah die wunderbaren Trauben im Gewächshaus und wollte einige kaufen, aber er wollte sie mir nicht verkaufen. Sehen Sie, ich habe zwei Schillinge, könnte ich bitte einen Zweig haben?“
„Oh“, sagte die junge Dame, „kommen Sie mit mir.“ Und sie führte die Frau in den wundervollen Wintergarten und sagte: „Halten Sie Ihre Schürze auf.“ Sie schnitt einen Zweig ab, dann noch einen und noch einen, bis die arme Frau rief: „Keinen mehr! Ich habe nur zwei Schillinge, geben Sie mir keine mehr!“
„Aber ich möchte, dass Ihre Tochter alles hat, was sie braucht; in diesen Weintrauben stecken Leben und Gesundheit.“ Und sie schnitt noch mehr ab.
Die Frau sagte schließlich: „Ich bin Ihnen so dankbar, hier sind die zwei Schillinge.“
„Behalten Sie Ihr Geld; mein Vater ist kein Kaufmann, er ist der König, und er will Ihr Geld nicht. Nehmen Sie die Weintrauben und sagen Sie Ihrer Tochter, dass sie von der Prinzessin selbst geschickt sind und dass sie ein Geschenk aus dem königlichen Gewächshaus sind.“
„Aber ich wäre so froh, wenn ich Ihnen die zwei Schillinge geben könnte. Nehmen Sie sie gerne.“
„Oh nein! Ein König verkauft nichts; ein König hat Freude daran, zu geben.“

Ich habe niemals diese einfache Illustration vergessen, denn sie redet davon, wie das Herz Gottes den bedürftigen Sündern entgegengeht. Das hatte der Apostel im Sinn, als er schrieb: „Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!“ Gott hat nichts an verlorene Menschen zu verkaufen. Und ich wiederhole noch einmal: Wenn Er sein Heil verkaufen würde, wärst du zu arm, um es zu kaufen, aber weil es ein Geschenk ist, kannst du es umsonst haben und kannst es jetzt haben.

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Originaltitel: „I. The Giver“ aus „God’s unspeakable Gift“, 1908
in God’s unspeakable Gift. Twelve Select Addresses on Evangelical Themes, Pickering & Inglis, London

Übersetzung: Marcel Manderbach


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