Nachdem wir uns mit den Gnadengaben beschäftigt haben, wollen wir uns die Frage stellen, wie wir erkennen können, welche Gnadengabe(n) wir empfangen haben. Ich möchte vier Möglichkeiten nennen, die uns eine Antwort auf diese Frage geben können. Dies ist jedoch nicht abschließend.
1. Was hat Gott vor deine Füße gelegt?
In Epheser 2,10 steht, dass Gott die guten Werke, in denen wir wandeln sollen, zuvor bereitet hat. Unser Weg ist also bereits vorgezeichnet. Wenn wir abhängig von Gott leben und zum Dienen bereit sind, wird Gott uns in die Aufgaben führen, die wir für Ihn tun sollen. So können wir auch die Gnadengabe(n) erkennen, die Gott uns geschenkt hat. Der richtige Weg ist nicht, zuerst unsere Gnadengaben zu erkennen und erst dann anzufangen, Gott zu dienen, sondern wir tun das, was Gott uns in die Hand gibt und vor die Füße legt. Gott kann uns dann im Dienst unsere Gnadengabe klarmachen. Wir müssen also die Bereitschaft haben, bestimmte Dienste auch einmal auszuprobieren. Wenn wir Gott dann bitten, uns deutlich zu machen, ob Er uns für diesen Dienst befähigt hat, dann werden uns die Dinge auch deutlich werden.
2. Was ist dein geistliches Verlangen?
Paulus schreibt im Blick auf die Gläubigen in Rom in Römer 1,10-11:
- Röm 1,10-11: Allezeit flehend in meinen Gebeten, ob ich vielleicht endlich einmal durch den Willen Gottes so glücklich sein möchte, zu euch zu kommen. Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu befestigen.
Paulus hatte ein durch den Heiligen Geist gewirktes Verlangen, den Geschwistern in Rom mit seiner Gnadengabe zu dienen, um sie im Glauben zu befestigen. Auch ein solches geistliches Verlangen nach bestimmten Aufgaben und Diensten kann uns helfen, unsere Gnadengabe zu erkennen. Zu welchen Diensten zieht es uns hin? Wonach verlangt uns? Dies setzt natürlich voraus, dass wir uns in einem guten geistlichen Zustand befinden und der Heilige Geist Raum in uns hat.
3. Was für ein Feedback geben dir geistliche Christen?
Auch der Rat oder das Feedback von geistlichen Christen kann dabei helfen, zu erkennen, ob wir eine bestimmte Gnadengabe haben. Oftmals können Geschwister, die den eigenen Dienst beobachten, dies besser beurteilen als man selbst. Wenn jemand eine bestimmte Gnadengabe hat und sie in Abhängigkeit vom Herrn ausübt, dann setzt der Herr den Stempel seines Segens darauf.
4. Manchmal besser fragen: Was ist meine Aufgabe?
Die Frage, welche konkrete Gnadengabe wir empfangen haben, kann jedoch manchmal dazu führen, dass man sich gedanklich im Kreis dreht, weil man keine Antwort darauf findet. Deshalb kann es zielführender sein, zu fragen, welche Aufgabe man hat. Der Herr hat „einem jeden sein Werk“ gegeben (Mk 13,34). Jeder von uns hat einen Dienst oder auch mehrere Dienste vom Herrn empfangen, die wir treu für Ihn erfüllen sollen. Bei der Frage, was unser Dienst ist, sollten wir uns nicht im Analysieren und Grübeln verlieren. Gottes Führung ist nicht kompliziert. Er will es uns nicht schwer machen. Es ist ja sein Wille, dass wir Ihm dienen. Der richtige Weg ist, mit der Bereitschaft im Herzen zu dienen und die Aufgaben zu erfüllen, die Gott uns vor die Füße legt. Dann wird Gott unsere Schritte leiten und uns Klarheit geben.
Partea anterioară Partea următoare
Zuerst erschienen auf Biblische Lehre


