Gleichgeschlechtliche Ehe – Debatte im Unterhaus des britischen Parlaments
Ein Beitrag von William McCrea (12. Februar 2013)

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Leitvers: Jesaja 3,9

Jes 3,9: Der Ausdruck ihres Angesichts zeugt gegen sie; und von ihrer Sünde sprechen sie offen wie Sodom, sie verhehlen sie nicht. Wehe ihrer Seele, denn sie bereiten sich selbst Böses!

William McCrea (South Antrim, DUP):

„Ich stehe hier, um mich gegen die Gesetze der Regierung Ihrer Majestät auszusprechen, die neue Regelungen zur Ehe enthalten. Mir ist bewusst, dass sich viele Menschen innerhalb und außerhalb des Parlaments lautstarke Beschimpfungen gegenüber der Kammer gewünscht haben. Aber ich denke, dass die Angelegenheit, über die wir diskutieren, eine würdige, wohlüberlegte Debatte verdient. Es wird langandauernde Folgen für die Nation haben, die noch zu spüren sein werden, wenn viele Mitglieder aus dem Unterhaus (House of Commons) nicht mehr hier sind.

Ich hoffe, dass die Anhänger des Gesetzentwurfs anerkennen, dass seine Gegner den Gesetzentwurf ablehnen aufgrund ernsthafter Überzeugungen und Vorstellungen, die ihre Mütter sie gelehrt haben. Die meisten Menschen halten heute noch das Vereinigte Königreich für ein christliches Land. Für einige ist das beschämend, während andere Gott dafür danken, dass unsere Nation immer noch christlich ist und Gedanken- und Redefreiheit genießt. Jeden Tag versammeln sich ehrenwerte Mitglieder in dieser Kammer, um die Heiligen Schriften und Gebete zu hören; demütig bitten sie um den Segen für die Queen, ihre Regierung und unsere Überlegungen. Wir als Führer unseres Volkes erkennen immer noch den obersten Thron an, die Autorität Seines ehrwürdigen Wortes und dass wir Seine Weisheit viel mehr brauchen als unsere eigene. Leider wenden wir uns von den Lehren dieses Buches ab und setzen unsere Weisheit und Erkenntnis über die göttliche Weisheit.

Es ist wahr, dass die Erwähnung der Bibel in der Debatte innerhalb dieser Kammer oft Verachtung, Spott, Isolation und Intoleranz mit sich bringt. Die Bibel erinnert uns aber daran, dass es für den Mann nicht gut war, allein zu sein. Deshalb stellte Gott Adam Eva als Frau zur Seite. Seit Jahrtausenden ist die Ehe in fast allen Kulturen als eine lebenslange Einheit zwischen Mann und Frau definiert worden. Die Ehe ist eine Institution, die von Gott zum Wohle der Menschheit in jedem Alter gegeben wurde. Sie ist die Grundlage für die Institution Familie und Gesellschaft gewesen. Heutzutage beabsichtigt jedoch unsere Regierung, eine Definition wegzunehmen, die unserer Nation seit Jahrhunderten gut gedient hat. Sie beabsichtigt, neue Maßstäbe und Werte für die ganze Gesellschaft aufzustellen, ungeachtet von religiösem Glauben oder persönlichen Überzeugungen. Sicherlich sollten religiöse Freiheit und Gewissensfreiheit nicht nach Laune beiseitegelegt werden, einfach nur weil politische Parteien erkennen, dass sie dadurch Wahlvorteile bekommen werden.

Kürzlich haben wir im Vereinigten Königreich Menschen erlebt, die für die Unterstützung der traditionellen Ehe Verfolgung erfahren haben. Wir hatten eine Debatte in diesem Haus letzte Woche, bei der Mr. Leigh Adrian Smith und Lillian Ladele nannte, und nicht zu vergessen Arthur McGeorge, Dr. Angela McCaskill, Dr. Bill Beales, Peter und Hazel Bull. Einige von ihnen sahen oder ertrugen Aufhebungen ihrer Arbeitsstelle, dramatische Verdienstverluste, Degradierung, Disziplinarverfahren und Gerichtsverhandlungen, einfach weil sie es wagten, ihren Glauben an die traditionelle Ehe zum Ausdruck zu bringen. Eine neue Definition der Ehe wird ernsthafte Konsequenzen haben, weit mehr als durch den Gesetzentwurf beabsichtigt.“

Sammy Wilson (East Antrim, DUP):

„Stimmt mein ehrenwerter Freund zu, dass sich Tausende von Lehrern im ganzen Land insoweit auf der falschen Seite des Gesetzes finden könnten, weil die Gesetzgebung von ihnen verlangt, die Natur der Ehe zu lehren? Wenn die Natur der Ehe in diesem Gesetzentwurf verändert wird, könnten sich diejenigen, die sich weigern, die neue Natur zu lehren, auf der falschen Seite des Gesetzes finden.“

William McCrea (South Antrim, DUP):

„Ich danke meinem ehrenwerten Freund für die rechtzeitige Ansprache. Vor kurzer Zeit habe ich Intoleranz gegen das Christentum erlebt. Während Menschen es nicht wagen, sich gegen andere religiöse Personen zu äußern, wird der heilige Name des Herrn oft niedergetrampelt. Einige schauen regelmäßig auf unsere Nation und fragen sich, was mit ihr geschieht. Ich sage zu dem, der vorher gesprochen hat, dass der Herr, den ich liebe und anbete, kein uneheliches Kind war, sondern der Sohn des lebendigen Gottes ist und war.

Als die Ministerin zum Pult kam, um ihren Gesetzentwurf vorzustellen, wurde sie zu den Rechten von Lehrern befragt, die gleichgeschlechtliche Ehen nicht befürworten. Sie wurde gefragt, ob sie entlassen werden könnten. Haben Eltern das Recht, ihre Kinder aus den Unterrichtsstunden herauszunehmen, in denen die neue Definition Ehe von der Regierung nach dem Lehrplan befürwortet wird? Was ist die Position von Wohltätigkeitsorganisationen, die traditionelle Werte der Ehe fördern? Welchen Schutz können sie erwarten?“

Jeffrey M. Donaldson (Lagan Valley, DUP):

„Ist sich mein ehrenwerter Freund bewusst, dass sich der Minister der Holy Trinity Church, Brompton, an das Regierungsamt für Gleichbehandlung gewendet hat, um zu fragen, ob Ehekurse, die in den Gemeinden von Kirchen geleitet werden, durch diese Gesetzgebung beeinflusst werden könnten, und dass ihm dies bestätigt wurde? Der Gesetzentwurf hat Einwirkungen auf die Arbeit der Kirchen und ihren Glauben an die Ehe.“

William McCrea (South Antrim, DUP):

„Ich danke meinem ehrenwerten Freund für seine Ansprache. Ich werde mich für einen Moment mit diesem Punkt beschäftigen.

Was wird die Position von Jugendorganisationen sein, die für ihre Existenz von öffentlichen finanziellen Mitteln abhängig sind? Werden ihre Finanzen gestrichen? Was sind die Konsequenzen für Religion, Freiheit und Freiheit der Rede? Ist der Gesetzentwurf nicht das dünne Ende eines Weges, der uns zu christlichen Ministern führt, die weggeschleppt werden und vielleicht sogar eine Haftstrafe auf sich nehmen müssen, bevor das Gericht ihre Unschuld beweist? Wir senden Soldaten in die Welt, um für Freiheit zu kämpfen. Im Moment sind wir an der Schwelle, unsere Freiheit zu verlieren. Der Bund der Ehe, wie Gott ihn definiert, darf von uns nicht untergraben werden. Wir müssen ihn schützen.

Obwohl die Ministerin für Frauen und Gleichbehandlung sich bemüht hat, Ängste zu beseitigen, wissen wir, dass sie die Mitglieder auf beiden Seiten der Kammer nicht beruhigen konnte. Weil ich diesen Standpunkt vertrete, erwarte ich unbeabsichtigte Konsequenzen. Wir machen eine Reise – das muss betont werden, weil es bedeutet, dass wir nicht am Ende des Weges sind. Wir werden weitere Schritte machen. Minister werden möglicherweise nicht eingesperrt oder verfolgt, aber dieser Tag könnte kommen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Wohltätigkeitsorganisationen erheblichen Druck spüren werden, Forderungen nachzugeben und ihre Einstellungen und festen Überzeugungen aufzugeben. Sie werden ihre Türen schließen müssen. Der Tag der Verfolgung ist Gott sei Dank nicht hier in diesem Land. Es ist traurig, zu sagen, aber er könnte kommen.“


Quelle: www.brethrenarchive.org

Übersetzung: Sabine Krestel

Letzte Aktualisierung: 20.07.2017


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