Die moralische Herrlichkeit des Herrn Jesus (2)
In seiner Ausgewogenheit von Gnade und Heiligkeit

John Gifford Bellett

© SoundWords, Online începând de la: 28.02.2002, Actualizat: 25.01.2018

Leitverse: Markus 6

Der Herr Jesus: ein Fremder!

Jemand hat einmal gesagt: Es gibt keinen Menschen, der so gnädig, so herablassend, so zugänglich ist wie der Herr Jesus. Man bemerkt in seinem ganzen Wesen ein Feingefühl und eine Freundlichkeit, die man vergeblich bei anderen Menschen suchen würde. Und dennoch, man fühlt immer, dass Er „ein Ausländer“ auf der Erde war. Ja, ein Ausländer auf der Erde, ein Fremder. Denn diese Erde war voll von Menschen, die gegen Gott waren. Aber sobald irgendein Elend oder ein Bedürfnis nach Ihm verlangte, zeigte Er sich in vertraulicher Nähe. Die Entfernung, in der Er sich hielt, und die Vertraulichkeit, mit der Er an Nöte herantrat – beides war vollkommen. Er schaute sich nicht nur das Ihn umringende Elend an, sondern Er nahm Anteil daran, und das mit einem tiefen Mitgefühl, das aus seinem Innersten hervorkam. Er verurteilte nicht nur die Ihn umringende Unreinigkeit, sondern Er erhielt auch selbst den Abstand der Heiligkeit von jeder Berührung mit dem Bösen und jeglicher Befleckung aufrecht.

Nah und entfernt

Betrachten wir Ihn in dieser Entfernung und in dieser Nähe, so wie das Markus 6 Ihn uns darstellt. Es ist eine rührende Szene. Die Jünger kehren nach ermüdender Tagesarbeit zu Jesus zurück. Er kümmert sich um sie, hat Mitgefühl für ihre Müdigkeit und sagt deswegen zu ihnen: „Kommt ihr selbst her an einen wüsten Ort besonders und ruht ein wenig aus.“ Doch da die Volksmenge Ihm bereits vorausgeeilt ist, wendet Er sich mit derselben Liebe auch dieser zu, nimmt Notiz von ihrer Lage und setzt sich dann nieder, um sie zu belehren, da sie in seinen Augen wie Schafe waren, die keinen Hirten hatten. In diesem allen sehen wir, wie der Herr Jesus den vielfältigen Bedürfnissen gegenüber, die sich vor Ihm auftaten, nahe war. Egal, ob es um die Müdigkeit der Jünger ging oder um die Unwissenheit und den Hunger der Volksmenge; Er kümmerte sich um das eine wie um das andere. Doch die Jünger, unzufrieden über die Aufmerksamkeit, die Er der Volksmenge widmet, fordern Ihn auf, diese zu entlassen. Das aber entspricht nicht den Gedanken des Herrn. Und sofort bildet sich zwischen Ihm und seinen Jüngern eine Entfremdung, die sich kurz nachher darin zeigt, dass Er sie auffordert, in ein Schiff zu steigen, damit sie vor Ihm an das jenseitige Ufer fahren sollten, während Er die Volksmenge entlassen will. Diese Trennung hat für die Jünger eine neue Not im Gefolge. Es gibt ein schlimmes Unwetter auf dem See; aber als die Gefahr aufs Höchste gestiegen ist, erscheint Jesus wieder in ihrer Nähe, um ihnen zu helfen und ihnen Mut einzuflößen.

Immer in unterschiedlichster Weise am Wirken

Welch eine Harmonie liegt in dieser Verschmelzung von Heiligkeit und Gnade! Jesus ist uns nahe, wenn wir müde sind, wenn wir Hunger leiden oder uns in Gefahr befinden; aber Er ist fern von den Regungen unseres natürlichen Charakters, fern von unserer Selbstsucht. Seine Heiligkeit machte Ihn zu einem völligen Fremdling in einer unreinen Welt. Seine Gnade erhielt Ihn stets bei der Arbeit in einer Welt voll Leiden und Nöte. Und gerade hierin zeigt sich die moralische Herrlichkeit des Lebens unseres Heilands in ganz besonderem Licht: Obwohl Er durch den Charakter von dem, was Ihn umgab, gezwungen war, ein einsamer Mann zu sein, so veranlassten Ihn dennoch das Elend und die Leiden um Ihn her, ununterbrochen tätig zu sein. Und da diese Tätigkeit sich allen Arten von Menschen gegenüber zeigte, musste sie sich auch in die verschiedensten Formen kleiden. Christus hatte mit Widersachern, mit einer Volksmenge, mit seinen zwölf Jüngern und mit einzelnen Personen zu tun; und diese hielten Ihn nicht nur ununterbrochen, sondern auch auf vielfältige Art in Arbeit. Und Er musste wissen (und wusste es sicher in vollkommener Weise), welche Antwort Er einem jeden zu geben hatte.

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Aus The Moral Glory of the Lord Jesus Christ

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