Der Prophet Zephanja
Kapitel 1

Stephan Isenberg

online seit: 20.06.2018

Die Ankündigung des Tages des HERRN

Zephanja erhält ein „Wort des HERRN“.

Vers 1

Zeph 1,1: Das Wort des HERRN, das an Zephanja erging, den Sohn Kuschis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskijas, in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda.

Das Wort, das er erhält, ist zuerst ein Gerichtswort, gibt dann aber auch Ausblick auf zukünftigen Segen. Das Gericht hat eine Art Teil- oder Vorerfüllung in dem damals nahenden Feldzug von Nebukadnezer, der nur einige Jahre nach dem Dienst von Zephanja Jerusalem zerstörte und Israel in Gefangenschaft nach Babylon führte.

Auch wenn die Botschaft des Propheten zum großen Teil auf einen zukünftigen Tag hinweist, so war sie für die damalige Bevölkerung doch sehr aktuell. In 2. Könige 24,1-4 heißt es von dieser Zeit: „In seinen Tagen zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf; und Jojakim wurde für drei Jahre sein Knecht; dann wandte er sich von ihm ab und empörte sich gegen ihn. Und der HERR sandte gegen ihn Scharen der Chaldäer und Scharen der Syrer und Scharen der Moabiter und Scharen der Kinder Ammon; er sandte sie gegen Juda, um es zu vernichten, nach dem Wort des HERRN, das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. Ja, nach dem Befehl des HERRN geschah dies gegen Juda, um es vor seinem Angesicht wegzutun, wegen der Sünden Manasses, nach allem, was er getan hatte.“ Das Wort Zephanjas war wirklich ein „Wort des HERRN“, und es erfüllte sich zum Teil in der Zeit Nebukadnezers, wie obiges Zitat aus 2. Könige 24 zeigt. Dennoch erfüllten sich nicht alle Prophezeiungen, die für den Tag des Herrn angekündigt waren. Deshalb müssen wir von einer Erfüllung in der Zukunft ausgehen. Das volle und umfassende Gericht wie auch der Segen nach dem Gericht, wie er in Kapitel 3 beschrieben wird, sind noch nicht erfüllt. Auch im Neuen Testament wird der Tag des Herrn noch als zukünftig gesehen (vgl. 1Thes 5,1-5; 2Thes 2,1-3; 2Pet 3,10).

In unseren Tagen gibt es immer noch den Dienst der Weissagung (griech. propheteia; vgl. 1Kor 14).  Der Prophet ist, wie Johannes der Täufer, damit zufrieden, die „Stimme eines Rufenden in der Wüste“ (Joh 1,23) zu sein. Er bringt nicht seine eigenen Worte oder seine ausgedachten theologischen Konstruktionen, sondern er möchte ein Kanal für das Wort Gottes sein. Der Apostel Petrus schreibt: „Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus“ (1Pet 4,11).

Es gibt keinen Propheten, dessen Geschlecht bis ins vierte Glied zurück aufgelistet wird. Zephanja ist der „Sohn Kuschis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskijas“. Viele Ausleger halten es für möglich, dass es hier im letzten Glied um den bekannten König Hiskia geht. Somit wäre Zephanja ein Ur-Ur-Enkel des Königs Hiskia und stammte selbst aus königlichem Geschlecht. Dieser Punkt könnte Licht auf einige Stellen werfen, wie wir noch sehen werden (vgl. Zeph 1,8).

Wenn es stimmt, dass Zephanja aus dem Königshaus stammte, dann hatte er vielleicht auch Zugang zum König Josia und hatte Einfluss darauf, dass der noch sehr junge König sich nicht so gottlos entwickelte wie seine Vorgänger Amon und Manasse.

Verse 2.3

Zeph 1,2.3: Ich werde alles von der Fläche des Erdbodens ganz und gar wegraffen, spricht der HERR; ich werde Menschen und Vieh wegraffen, ich werde wegraffen die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres und die Anstoß Gebenden samt den Gottlosen; und ich werde die Menschen ausrotten von der Fläche des Erdbodens, spricht der HERR.

Zephanja kündigt ein vollständiges Gericht an. Bereits bei der Ankündigung der Sintflut hatte der HERR gesagt: „Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen – vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe“ (1Mo 6,7). Auch die Sintflut stellt ein Bild von dem zukünftigen Gericht am Tag des HERRN dar (vgl. Lk 17,27).

Das von Zephanja angekündigte Gericht sollte nicht nur auf das Land Israel beschränkt sein. Im Schöpfungsbericht lesen wir, dass zuerst die Fische des Meeres, dann die Vögel des Himmels, dann das Vieh und zum Schluss der Mensch geschaffen wurden. Hier in den Versen 2 und 3 wird dieses Schöpfungswerk umgekehrt. Der Mensch, der einst die Krone der Schöpfung war, wird zuerst weggerafft – er trägt die höchste Verantwortung –, dann das Vieh, die Vögel und die Fische des Meeres. Der Mensch wird in diesen Versen besonders hervorgehoben, weil er es war, der die Schöpfung durch den Sündenfall in Mitleidenschaft gezogen hat (vgl. Röm 8,20-22). Dieses Gericht hat in dieser beschriebenen und umfassenden Weise noch nicht stattgefunden. Wenn wir die Gerichte ab Kapitel 6 der Offenbarung studieren, dann müssen wir schlussfolgern, dass das durch Zephanja beschriebene Gericht in die dort beschriebene zukünftige Zeit passt.

Vers 4

Zeph 1,4: Und ich werde meine Hand ausstrecken gegen Juda und gegen alle Bewohner von Jerusalem. Und ich werde aus diesem Ort den Überrest des Baal, den Namen der Götzenpriester samt den Priestern ausrotten …

Nun wird das Gericht detaillierter beschrieben, und es ist nicht von ungefähr, dass das „Gericht anfange bei dem Haus Gottes“ (1Pet 4,17). Juda – und hier speziell Jerusalem – war der Ort, den „der HERR, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dahin zu setzen, dass er dort wohne“ (5Mo 12,4.5) – hier stand damals das Haus Gottes. Es war der Ort höchster Verantwortung.

Wenn wir sagen, dass der Herr Jesus nach seiner Verheißung aus Matthäus 18,20 bei uns in der Mitte ist, dann sind wir auch verantwortlich, in Übereinstimmung mit diesem besonderen Platz unseren Weg zu gehen. Es reicht nicht, diese Bibelstelle ohne innere Wirklichkeit für sich zu beanpruchen. Wenn der Herr in seinen Gerichtswegen mit uns handeln muss wie damals mit dem Haus Israel, dann sollte uns das zu größerer Hingabe an den Herrn aufwecken. Wir sollten auf die Propheten hören, wenn sie zu uns sprechen, und nicht so tun, als wäre alles in bester Ordnung. So erging es dem Propheten Micha: „Seine Häupter richten für Geschenke und seine Priester lehren für Lohn, und seine Propheten wahrsagen für Geld; und sie stützen sich auf den HERRN und sagen: Ist nicht der HERR in unserer Mitte? Kein Unglück wird über uns kommen!“ (Mich 3,11). Sie meinten, dass der HERR in ihrer Mitte sein müsse, aber sie lebten nicht nach diesem hohen Bekenntnis. „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal 6,7). Laodizea hatte auch von sich gedacht, sehr reich zu sein und reich geworden zu sein, doch stand der Herr vor der Tür und klopfte an (Off 3,17-20).

Der zweite Teil des Verses zeigt die erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber dem Bösen der damaligen Zeit. Aus diesem heiligen Ort Jerusalem sollte der Überrest des Baal, die Namen der Götzenpriester (vgl. 2Kön 23,5) und die Priester, die vermutlich beim Tempel dienten, ausgerottet werden. Schreckliches Gericht! Was war das für ein Zustand im Volk Gottes? Dem HERRN war die Gleichgültigkeit dem Bösen gegenüber nicht entgangen. Dennoch liebte Er sein Volk und sandte die Propheten, dass sie das Volk wieder auf den richtigen Weg bringen. Gott hätte auch ohne Warnung Gericht üben können. Für den Gottesfürchtigen gibt es immer einen Weg, dem Gericht zu entrinnen; das werden wir vor allem in Kapitel 2 finden.

Was wird nicht auch heute alles unter Christen geduldet! Wie stehen wir zum Thema „alternative Partnerschaften“ und „Ehe für alle“? Ganz zu schweigen von Themen wie Keuschheit und Enthaltsamkeit vor der Ehe. Wenn man heute das Wort Absonderung in den Mund nimmt, wird man vielfach nur noch belächelt. Jesaja musste klagen: „Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem!“ (Jes 5,30). Immer mehr Christen versuchen, weil sie keine Kraft mehr haben, dem Bösen in ihrem Leben und ihrer Gemeinde zu wehren, das Böse zu rechtfertigen oder, um mit Jesaja zu sprechen, das Böse gut zu machen. Jemand hat mal gesagt: „Die Strategie des Teufels besteht darin, das Böse für normal zu erklären.“

Es ist sehr ernst, wenn die Priesterschaft unter das gleiche Gericht fällt wie die Götzenpriester. Als Gläubige sind wir der Stellung nach zu Priestern gemacht worden (vgl. 1Pet 2,5), aber wie sieht unser Leben aus? Um auch praktischerweise Priester zu sein, müssen wir nicht nur wiedergeboren sein, sondern müssen uns auch im Leben Gott zur Verfügung stellen, Ihm weihen. Ein Studium von 2. Mose 29, wo es um die Einweihung der Priestersöhne geht, kann uns helfen, unseren „heiligen Priesterdienst“ neu zu entdecken. Bei der Einweihung der Priestersöhne wurde das rechte Ohrläppchen, der Daumen der rechten Hand und der Zeh des rechten Fußes mit Blut besprengt.

Der Priester musste auf das achten, was er hörte, denn davon würde abhängen, was er sagen wird. Von dem Herrn Jesus heißt es prophetisch: „Der Herr, HERR, hat mir eine Zunge der Belehrten gegeben, damit ich wisse, den Müden durch ein Wort aufzurichten. Er weckt jeden Morgen, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie solche, die belehrt werden“ (Jes 50,4). Sogar bei dem Herrn kam vor dem Reden das Hören!

Der Priester musste aber auch auf das achten, was er tat, was er mit seinen Händen wirkte; deshalb wurde der Daumen der rechten Hand mit Blut besprengt. „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Eph 2,10).

Ebenso ist es wichtig, dass unser Weg als Priester mit den Gedanken Gottes in Übereinstimmung steht, dass wir „nicht wandeln im Rat der Gottlosen“ (Ps 1,1). Deshalb musste auch der Zeh des rechten Fußes eines Priesters mit Blut besprengt werden. Es soll alles in Übereinstimmung stehen mit dem Opfer, das der Herr Jesus für uns vollbracht hat. Sind wir uns des „heiligen Priesterdienstes“ noch bewusst?

Vers 5

Zeph 1,5: … und die, die auf den Dächern das Heer des Himmels anbeten, und die Anbetenden, die dem HERRN schwören und bei ihrem König schwören;

Mose hatte bereits das Volk gewarnt: „So hütet eure Seelen sehr …, dass du deine Augen nicht zum Himmel erhebst und die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, siehst und verleitet wirst und dich vor ihnen niederwirfst und ihnen dienst“ (5Mo 4,15.19).

Jeremia, der ein Zeitgenosse von Zephanja war, schreibt: „Und die Häuser von Jerusalem und die Häuser der Könige von Juda sollen unrein werden wie der Ort Tophet: alle Häuser, auf deren Dächern sie dem ganzen Heer des Himmels geräuchert und anderen Göttern Trankopfer gespendet haben“ (Jer 19,13). „Und die Chaldäer, die gegen diese Stadt kämpfen, werden hineinkommen und werden diese Stadt mit Feuer anzünden und sie verbrennen, samt den Häusern, auf deren Dächern sie dem Baal geräuchert und anderen Göttern Trankopfer gespendet haben, um mich zu reizen“ (Jer 32,29).

Wir müssen uns entscheiden: Wir können nicht „zwei Herren dienen“ (Lk 16,13), wir können „nicht des Herrn Tisches teilhaftig sein und des Dämonen-Tisches“ (1Kor 10,21). Elia trat einst zum Volk Israel mit den Worten: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn der HERR der Gott ist, so wandelt ihm nach; wenn aber der Baal, so wandelt ihm nach!“ (1Kön 18,21). Man kann nicht auf den Dächern das Heer des Himmels anbeten und gleichzeitig den HERRN, der all dieses Heer geschaffen hat.

Wir können nicht bei dem HERRN schwören und bei dem fremden König, möglichweise eine Anspielung auf Moloch oder Milkom, einem dieser Götzen der Nachbarvölker. Auch heute besteht die Gefahr, sich in dem Geschaffenen („das Heer des Himmels“) zu verlieren; wir beten vielleicht nicht mehr die Sterne an, aber die Unterhaltungsindustrie schafft unentwegt unzählbar neue Dinge (Youtube, Facebook, Pinterest, Instagram usw.), und die Musikindustrie produziert neue Sternchen am Fließband, vor denen wir uns letztlich verbeugen und die unsere ganze Zeit – oft die beste Zeit unseres Lebens –, aber auch unser Geld rauben, mit dem wir sicher bessere Werke hätten unterstützen können.

Auf der einen Seite möchten wir dem Herrn dienen und kommen auch unseren christlichen Verpflichtungen nach, aber auf der anderen Seite wollen wir das vermeintlich Gute, was uns diese Welt bieten kann, auch genießen. Die Predigt von Sonntag passt oft nicht zum Leben am Mittwoch.

Vers 6

Zeph 1,6: … und die, die von dem HERRN zurückweichen und die den HERRN nicht suchen noch nach ihm fragen.

Damals wich man vor dem Ewigen zurück, weder suchte man sein Angesicht noch fragte man nach Ihm. Es scheint so gewesen zu sein, dass einige den Reformen des Königs Josia zustimmten, dann aber doch wieder zurückwichen. „Von dem Herrn zurückweichen“ kann man eigentlich nur, wenn man zuvor vor dem HERRN gestanden hat. Viele nehmen auch in unseren Tagen das Evangelium mit Freuden auf, aber die Umstände des Lebens, die Sorge der Welt, der Betrug des Reichtums oder Verfolgung und Drangsal lassen viele wieder zurückweichen (vgl. Mt 13,18-23). Gott war aus dem Blickfeld des Volkes Gottes verschwunden, selbst wenn eine äußere Fassade sehr wohl aufrechtgehalten wurde.

Es ist fatal, wenn wir in unserem Leben gemischte Grundsätze tolerieren. Letztlich wird das unser geistliches Leben vergiften. Wir werden vor dem HERRN zurückweichen. Wir wissen sehr gut, dass vor Gott „kein Geschöpf … unsichtbar ist, sondern alles ist bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“ (Heb 4,13). Dennoch wollen wir uns dem Licht Gottes nicht mehr aussetzen. Die Zusammenkünfte der Gläubigen erscheinen uns fade und leer, wir weichen zurück. Wir halten es in der Gegenwart Gottes nicht aus, weil unser Leben so wenig von Heiligung gekennzeichnet ist.

Aber wo sollen wir denn hingehen mit unseren Sünden, mit unseren Süchten? Sollen wir zu Betäubungsmitteln oder Drogen Zuflucht nehmen? Es wäre besser, den HERRN zu suchen, denn bei Ihm können wir unsere Sünden ablegen, dort können wir geheilt werden. Dazu müssen wir aber sein Angesicht suchen. Hier heißt es: „die den HERRN nicht suchen noch nach ihm fragen“; das ist die eigentliche Tragik. Wir können uns so weit vom Herrn entfernt haben, dass es uns gar nicht mehr einfällt, nach Ihm zu suchen oder nach Ihm zu fragen.

Am Auferstehungstag suchte Maria ihren Herrn. Die Jünger waren nach Hause gegangen (Joh 20,10), sie aber blieb bei der Gruft. Der Herr Jesus erschien ihr und fragte: „Wen suchst du?“ (Joh 20,15). In der Meinung, es wäre der Gärtner, fragte sie daraufhin: „Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn wegholen.“ Sie suchte und fragte nach ihrem Herrn, und der Herr offenbarte sich so einer suchenden und fragenden Person.

Wir haben oft mehr Antworten als Fragen. Wir meinen, die Heilige Schrift schon sehr gut zu kennen, und warten förmlich darauf, dass uns jemand eine Frage stellt, damit wir eine kluge Antwort geben können. An seinem Platz ist das auch sehr wertvoll. Aber wir müssen wieder lernen, nach dem Herrn zu fragen. „Herr Jesus, kannst du mir mehr von deiner herrlichen Person offenbaren?“ Haben wir schon einmal so ein Gebet gesprochen? Wir sollten es wieder lernen.

Vers 7

Zeph 1,7: Still vor dem Herrn, HERRN! Denn nahe ist der Tag des HERRN; denn der HERR hat ein Schlachtopfer bereitet, er hat seine Geladenen geheiligt.

Der Prophet hatte ernst gesprochen und das Gericht angekündigt. Nun spricht er: „Still vor dem Herrn, HERRN!“ Im Angesicht des nahenden Gerichtes sollte das Volk stille stehen (vgl. Röm 3,19). Darüber nachdenken, anfangen, den Herrn zu suchen und nach Ihm zu fragen. Normalerweise riefen die Priester vor der eigentlichen Opferung immer die Worte „Still vor dem HERRN“ aus. Nun ruft Zephanja sie dem Volk zu. Denn der HERR hatte ein Schlachtopfer bereitet. Aus den folgenden Versen können wir erkennen, dass es sich bei diesemSchlachtopfer nicht um ein normales Opfertier handelte, sondern um das Gericht über alle Gleichgültigen des Landes (vgl. Zeph 1,8-18). Diese Verse erinnern sehr stark an die Worte in der Offenbarung, die ebenfalls in die Zeit des Endes fallen: „Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommt her, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes, damit ihr Fleisch von Königen fresst und Fleisch von Obersten und Fleisch von Starken und Fleisch von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen, sowohl von Freien als Sklaven, sowohl von Kleinen als Großen“ (Off 19,17.18).

Vers 8

Zeph 1,8: Und es wird geschehen am Tag des Schlachtopfers des HERRN, da werde ich die Fürsten und die Königssöhne heimsuchen und alle, die sich mit fremdländischer Kleidung bekleiden.

Die Ersten, die bei der Heimsuchung erwähnt werden, sind „die Fürsten und die Königssöhne und alle, die sich mit fremdländischer Kleidung“ schmückten. Hier werden interessanterweise nur die Fürsten und Königssöhne genannt, nicht aber der König selbst; das könnte ein Hinweis auf die Gottesfurcht des Königs Josias sein. Diese Verse lassen vermuten, dass Zephanja noch vor der Reformation Josias das Wort des Herrn verkündigt hat und den damaligen Zustand im Volk Gottes beschreibt. Aus anderen Bibestellen können wir jedoch ebenso ersehen, dass die Reformationen des Königs Josia nicht alle im Volk erreichte.

Die größte Verantwortung liegt immer bei den Führern. Wenn sie den bösen Einflüssen nicht die Stirn bieten, wird das Volk leichte Beute für den Feind sein. Fremde Elemente werden gerne aufgegriffen, wenn keine deutliche Sprache mehr gesprochen wird. Das Volk ist dann nach außen nicht mehr von den umliegenden Völkern zu unterscheiden – sie tragen die gleiche Kleidung. Sie trugen ihre Treulosigkeit dem HERRN gegenüber offen zur Schau.

Heute wird die Kleidung oft von gottlosen Modemachern vorgegeben. In der Regel führt solche Kleidung dann dazu, dass sexuelle Unmoral weiter fortschreitet oder dass die Unterschiede der Geschlechter verwischt werden. Vor allem junge Christen sollten sich gut überlegen, was sie tragen, und nicht jedem Trend auf den Leim gehen. 

Als das Volk Gottes zu Beginn in das Land Kanaan einzog, hatte lediglich ein Einzelner, Achan, an einem „fremdländischen Kleid“ Gefallen gefunden, und das ganze Volk musste unter dieser Sünde leiden (vgl. Jos 7,21). Viele Hundert Jahre nach Achan war das ganze Volk von dieser fremdländischen Kleidung gekennzeichnet.

Im Christentum geht es nicht zuerst um das Äußere, auch wenn Gottes Wort hierzu etwas zu sagen hat (vgl. 1Tim 2,9; 1Pet 3,2-5). Es geht vor allem darum, was wir nach außen ausstrahlen. Was sagen unsere Nachbarn, Schul- oder Studienkameraden und Arbeitskollegen über uns, wenn sie uns beobachten? Sind wir geprägt von der Welt, oder erkennen sie an uns noch einen Unterschied? Was für einen Unterschied hat es zum Beispiel heute gemacht, dass du den Herrn Jesus kennst? Worüber sprechen wir? Was ist uns wichtig? Was würde wohl dein Kollege sagen, wenn ich ihn fragte, was dir so wichtig ist?

Der Kolosserbrief sagt uns, dass wir zuerst etwas ablegen und dann den Herrn Jesus ganz praktisch anziehen müssen, wenn Er an uns gesehen werden soll: „Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen [fremdländische Kleidung!] und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat“ (Kol 3,8-10). Ist unsere Kleidung von dem gekennzeichnet, was wir in Kolosser 3,12-14 finden? „Zieht nun an, als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut, Langmut, einander ertragend und euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat gegen den anderen; wie auch der Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.“

Zephanja erwähnt hier die Königssöhne. Wir erinnern uns daran, dass wir in der Einleitung erwähnten, dass Zephanja möglicherweise ein Ur-Ur-Enkel Hiskias war. Oft haben Gläubige einen klaren Blick, bis in der eigenen Familie ein Problem auftaucht. Wie oft hat man gehört, wie verantwortliche Brüder bestimmte Entwicklungen scharf verurteilt haben, bis sie in der eigenen Familie vorkamen. Auf einmal plädierte man für ein weites Herz und entschuldigte böse Entwicklungen. Menschlich ist das natürlich gut zu verstehen, und wer möchte sagen, dass er davor gefeit wäre, nicht über diese Familienfalle zu stolpern. Jedenfalls kann uns Zephanja hier ein schönes Beispiel sein, dass er keine Rücksicht auf die Königssöhne, auf die möglicherweise eigene erweiterte Familie, nahm.

Vers 9

Zeph 1,9: Und an jenem Tag werde ich jeden heimsuchen, der über die Schwelle springt, alle, die das Haus ihres Herrn mit Gewalttat und Betrug erfüllen.

Die Praktik „über die Schwelle“ zu springen, entsprang vermutlich dem Aberglauben, dass man meinte, dass die Schwelle von unheilvollen Gottheiten heimgesucht wurde (vgl. 1Sam 5,5). Diesen Aberglauben finden wir vielleicht heute in dieser Form nicht mehr, aber gibt es nicht viele, die auf Horoskope vertrauen, sich Talismane ins Auto hängen oder auf „Holz klopfen“, um sich vor unliebsamen Ereignissen zu schützen? Vielleicht soll das „Über-die-Schwelle-Springen“ auch ein Hinweis darauf sein, dass man nicht davor zurückschreckte, gewaltsam in fremde Häuser einzudringen.

Verse 10.11

Zeph 1,10.11: Und an jenem Tag, spricht der HERR, wird ein Geschrei vom Fischtor her erschallen und ein Geheul von der Unterstadt und lautes Jammern von den Hügeln her. Heult, ihr Bewohner von Maktesch! Denn alles Händlervolk ist vernichtet, alle mit Silber Beladenen sind ausgerottet.

Gott hat nichts dagegen, wenn wir durch Handel unser Geld verdienen. Möglicherweise war Maktesch eine etwas gehobenere Siedlung in oder nahe bei Jerusalem. Der Wohlstand ist nur selten ein Segen für das Volk Gottes. In der Regel führt der Wohlstand dazu, dass wir von Gott unabhängig werden, dass wir uns mehr auf das Silber (Geld) verlassen als auf Gott. Mose warnte das Volk Israel in der Vorbereitung auf das verheißene Land: „Hüte dich, dass du den HERRN, deinen Gott, nicht vergisst, so dass du seine Gebote und seine Rechte und seine Satzungen nicht hältst, die ich dir heute gebiete, damit sich dein Herz nicht erhebt, wenn du isst und satt wirst und schöne Häuser baust und bewohnst“ (5Mo 8,11.12).

Wenn es in unserem Leben nur noch darum geht, den Wohlstand zu erhalten und zu vermehren, womit wir dann immer unabhängiger von Gott werden und immer weniger Zeit für seine Interessen haben, dann muss Gott früher oder später im Gericht einschreiten. Diese Verse stimmen mit denen in Jakobus 5,1-3 überein: „Wohlan nun, ihr Reichen, weint und heult über euer Elend, das über euch kommt! Euer Reichtum ist verfault, und eure Kleider sind von Motten zerfressen worden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird zum Zeugnis sein gegen euch und wird euer Fleisch fressen wie Feuer; ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.“

Vers 12

Zeph 1,12: Und es wird geschehen zu jener Zeit, da werde ich Jerusalem mit Leuchten durchsuchen; und ich werde die Männer heimsuchen, die auf ihren Hefen liegen, die in ihrem Herzen sprechen: Der HERR tut nichts Gutes und tut nichts Böses.

In Israel durchleuchtete der Hausvater am Passah die Wohnung mit einer Kerze. Er suchte nach Sauerteig, der völlig aus dem Haus verschwinden musste. Heute verstecken die Kinder extra etwas Sauerteig, damit der Vater es finden und ausfegen kann. So wird Gott einmal Jerusalem mit einer Leuchte durchsuchen, um den Sauerteig auszufegen. Der Sauerteig ist in der Bibel ohne Ausnahme ein Bild des Bösen und der Sünde. Vielleicht durchsucht der HERR auch Jerusalem, um den letzten bußfertigen Sünder dem treuen Überrest zuzuführen (vgl. Lk 15,8-10).

Schrecklich, wenn es hier heißt, dass die Männer auf ihren Hefen[1] liegen. Hefeweine sind dafür bekannt, dass sie möglichst ungestört und lange liegenbleiben, um heranzureifen. Dieses Bild wird hier gebraucht, um die Gleichgültigen und Selbstzufriedenen in Jerusalem zu kennzeichnen. Auch sie reifen heran, indem sie auf ihren Hefen liegen, aber sie reifen zum Bösen heran. Es sind solche, die mit sich selbst zufrieden sind. Die Botschaft Gottes bringt sie nicht in Bewegung. Sie meinen, dass Gott nicht mehr in die Geschichte eingreift. Sie sagen nicht, dass sie nicht an Gott glauben, sondern dass Gott nicht mehr handelt: „Die in ihrem Herzen sprechen: Der HERR tut nichts Gutes und tut nichts Böses“ (vgl. Hiob 22,17; Jer 5,12). Alles, was passiert, sei reiner Zufall. Vielleicht will man noch anerkennen, dass es einen Gott geben muss, der die Welt geschaffen hat, aber einen Gott, der in die Geschichte eingreift, lehnt man ab. Im Gegensatz dazu dürfen wir alles, was uns passiert, mit Gott in Verbindung bringen. Der fromme Überrest darf wissen, dass Gott nicht nur alle Dinge geschaffen hat, sondern dass auch alle Dinge durch ihn fortbestehen (vgl. Kol 1,16.17).

Diese Männer hatten sich ein bestimmtes Bild von Gott gemacht. Es war ein Bild eines untätigen Gottes, und deshalb führte es sie dazu, selbst untätig und selbstzufrieden auf ihren Hefen zu liegen. Jeder von uns hat ein gewisses „Bild“ von Gott im Kopf; davor kann man sich wahrscheinlich gar nicht wehren. Es ist ein Bild davon, wie wir uns Gott vorstellen. Dieses Bild muss von der Bibel her geprägt sein. Wir müssen bereit sein, dieses Bild immer wieder mit Gottes Wort abzugleichen, und manchmal muss Gott unser Bild kräftig zerschlagen, weil wir falsch über Ihn denken. Vielleicht ist es bei uns nicht Untätigkeit, die unser Gottesbild bestimmt. Vielleicht denken wir ja, so hart könne Gott doch nicht sein und dieses oder jenes könne Er doch nicht so eng sehen und Er habe doch bestimmt lieber, wenn es den Menschen gutgeht, usw.

Wenn wir das Wort Gottes nicht mehr weitersagen, wenn es uns nicht mehr bewegt, dann sitzen wir auch auf unseren Hefen. Wir kennen vielleicht das Wort Gottes noch, aber es kommt nicht mehr mit Kraft in unser Herz. Das Gewissen bleibt unberührt, wenn der Prophet seine Warnungen ausspricht oder der Prediger am Sonntag seine Botschaft verkündigt. Wann hat dich ein Wort Gottes so sehr getroffen, dass du dich vor Gott gebeugt hast, entweder in Buße oder in Anbetung?

Verse 13.14

Zeph 1,13.14: Und ihr Vermögen wird zum Raub, und ihre Häuser werden zur Wüste werden; und sie werden Häuser bauen und sie nicht bewohnen, und Weinberge pflanzen und deren Wein nicht trinken. Nahe ist der große Tag des HERRN; er ist nahe und eilt sehr. Horch, der Tag des HERRN! Bitterlich schreit dort der Held.

Es ist wie später in den Tagen Haggais: „Ihr habt viel gesät und wenig eingebracht; ihr esst, aber nicht zur Sättigung; ihr trinkt, aber nicht zur Genüge; ihr kleidet euch, aber es wird keinem warm; und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn für einen durchlöcherten Beutel“ (Hag 1,6). Ein ernstes Gericht, wenn das ganze angehäufte Vermögen geraubt wird. Wie viel Geld liegt nicht in diversen Aktienpaketen, es muss nur wenig geschehen und alles Geld ist weg. Unsere schönen Häuser sind Gott ein Gräuel, wenn wir sie nicht öffnen und sie für das Reich Gottes nutzen, indem wir Hauskreise anbieten, Flüchtlinge aufnehmen, Hilfsbedürftigen eine Bleibe bieten oder regelmäßig Gastfreundschaft üben. Wenn wir unsere Arbeit nicht „als dem Herrn“ machen, kann es sein, dass wir mit den Regierungswegen Gottes konfrontiert werden. Sicherlich kann man heute aus den verschiedensten Gründen arbeitslos werden, dennoch sollten wir uns immer die Frage stellen, warum einem dieses oder jenes widerfährt. Hoffentlich heißt es nicht einmal von uns: „Bitterlich schreit dort der Held.“

Verse 15-18

Zeph 1,15-18: Ein Tag des Grimmes ist dieser Tag, ein Tag der Drangsal und der Bedrängnis, ein Tag des Verwüstens und der Verwüstung, ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels, ein Tag der Posaune und des Kriegsgeschreis gegen die festen Städte und gegen die hohen Zinnen. Und ich werde die Menschen ängstigen, und sie werden umhergehen wie die Blinden, weil sie gegen den HERRN gesündigt haben; und ihr Blut wird verschüttet werden wie Staub, und ihr Fleisch wie Kot; auch ihr Silber, auch ihr Gold wird sie nicht retten können am Tag des Grimmes des HERRN; und durch das Feuer seines Eifers wird das ganze Land verzehrt werden. Denn ein Ende, ja, ein plötzliches Ende wird er mit allen Bewohnern des Landes machen.

Nun wird der „Tag des HERRN“ angekündigt. Nach Offenbarung 6,17 ist es der „Tag seines Zornes“, und er steht in Verbindung mit den letzten schweren Gerichten innerhalb der letzten dreieinhalb Jahren der „großen Drangsal“ (vgl. Jer 30,7; Mt 24,21). Aus anderen Bibelstellen wird jedoch ersichtlich, dass auch die Zeit der tausendjährigen Friedenszeit zu dem Tag des HERRN dazugehören. Das Friedensreich wird der Tag sein, an dem Jesus auch öffentlich HERR sein wird. Der Anerkennung des Herrn steht aber die Auflehnung des Menschen entgegen. Daher muss dieser Tag zunächst mit Gericht anfangen, um alles zu beseitigen, was der Herrschaft des Herrn entgegensteht, und alles zu richten, was sich in der Vergangenheit gegen Ihn gerichtet hat. Für Kinder Gottes ist Er natürlich auch heute schon Herr, sie haben in ihrem Leben auch bereits alles gerichtet, was Ihm entgegen war, aber nach außen hin erleben wir heute eher den Tag, an dem der Mensch das Sagen hat (vgl. 1Kor 4,3). Vom Ende des tausendjährigen Friedensreiches heißt es in 2. Petrus 3,10: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb, an dem die Himmel vergehen werden mit gewaltigem Geräusch, die Elemente aber im Brand werden aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr werden verbrannt werden.“ In Zephanja 1,15 finden wir den Beginn des Tages des HERRN und in 2. Petrus 3,10 den Endpunkt des Tages des HERRN. Dieser Tag geht dann über in die Ewigkeit: in den Tag Gottes: „… indem ihr erwartet und beschleunigt die Ankunft des Tages Gottes, dessentwegen die Himmel, in Feuer geraten, werden aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden“ (2Pet 3,12; vgl. 1Kor 15,24).

In Vers 15 finden wir sechsmal das Wort „ein Tag“. Es erinnert uns an die sechs Schöpfungstage des Buches Genesis. Dieser Tag des Gerichtes wird eine neue Schöpfung hervorrufen. So weit sind wir am Ende dieses Kapitels allerdings noch nicht. Wir müssen uns noch ein wenig gedulden. Diese Tage sind finster und zeigen uns die richterliche Seite unseres Herrn. Der Apostel Johannes schreckte bei diesem Anblick zusammen: „Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot“, aber Gott sei Dank geht dieser Vers geht weiter: „Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades“ (Off 1,17.18). Für solche, die der Botschaft des Propheten glauben und mit Buße darauf antworten, wird es ein Licht am Ende des Tunnels geben. Das werden wir in Kapitel 2 finden.

 

Anmerkungen

[1] Hefe: Der neue Wein muss erst mehrfach umgefüllt werden, bis er klar und feststofffrei ist. Bei diesem Vorgang setzt sich nach und nach die ganze Weinhefe ab. Die Hefe bildet die Ablagerung, die am Boden des Behälters zurückbleibt. (P. Laügt, Der Prophet Zephanja, www.bibelkommentare.de)

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Hinweis der Redaktion:

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