Psalm 111

Hamilton Smith

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In diesem Psalm ist Christus inmitten der Gemeinde seines Volkes. Er führt dessen Lobpreis hin zu Gott an als Dank für seine wunderbaren Werke.

Psalm 111 ist der erste in einer Gruppe von drei Psalmen, die jeweils mit einem Halleluja beziehungsweise „Lobt den HERRN“ beginnen. Im ersten werden die Werke und die Wege des HERRN gerühmt; der zweite rühmt die Segnung seines Volkes, der dritte die Herrlichkeit seines Namens. Psalm 111 und 112 sind beides alphabetische Psalmen, das heißt, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets bilden in geordneter Reihenfolge den Beginn eines jeden Satzes. 

Vers 1

Ps 111,1: Lobt den HERRN! Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und in der Gemeinde.

In Psalm 109,30 wird Christus am Tag seiner Erniedrigung dargestellt, alleine und verlassen von Menschen. Der Psalm blickt auf die Zeit voraus, in der Er der Anführer des Lobpreises in der Mitte seiner Versammlung sein wird.

Psalm 110 präsentiert Christus in seiner Erhöhung als Priester nach der Weise Melchisedeks. Psalm 111 beginnt mit der Vorstellung Christi, der dieses Priestertum in der Mitte der Versammlung seines Volkes ausübt. Er lenkt den Lobreis zu Gott hin. Und da Er den Lobreis anführt, wird dieser mit ganzem Herzen geschehen.

Verse 2-4

Ps 111,2-4: 2 Groß sind die Taten des HERRN, sie werden erforscht von allen, die Gefallen an ihnen haben. 3 Majestät und Pracht ist sein Tun; und seine Gerechtigkeit besteht ewig. 4 Er hat ein Gedächtnis gestiftet seinen Wundertaten; gnädig und barmherzig ist der HERR.

Die Werke des Herrn sind das Thema dieses Lobpreises (Ps 111,2-4.6.7). Seine Werke sind und müssen sein wie Er selbst: großartig, ehrenwert, glorreich, fortwährend, gnädig und voller Mitleid. Die Gottesfürchtigen erforschen seine Werke. Sie finden Gefallen an ihnen und der Herr gedenkt ihrer.

Verse 5.6

Ps 111,5.6: 5 Er hat Speise gegeben denen, die ihn fürchten; er gedenkt in Ewigkeit seines Bundes. 6 Er hat seinem Volk kundgetan die Kraft seiner Taten, um ihnen zu geben das Erbteil der Nationen.

Seine „wunderbaren Werke“ werden zugunsten derer gewirkt, die Ihn fürchten. So kann Er, in Treue zu seinem Bund, seinem Volk das Erbe der Nationen geben.

Verse 7.8

Ps 111,7.8: 7 Die Taten seiner Hände sind Wahrheit und Recht; zuverlässig sind alle seine Vorschriften, 8 festgestellt auf immer, auf ewig, ausgeführt in Wahrheit und Geradheit.

Seine Werke wurden in Wahrheit und Gerechtigkeit vollendet, sie bestehen ewiglich.

Vers 9

Ps 111,9: Er hat Erlösung gesandt seinem Volk, seinen Bund verordnet auf ewig; heilig und furchtbar ist sein Name.

Durch sein Werk erlöst Er sein Volk, richtet Er seinen Bund auf und stellt Er die Herrlichkeit seines Namens sicher. So wird das Gebet beantwortet, das Christus in seiner Erniedrigung sprach: „Du aber, HERR, Herr, wirke für mich um deines Namens willen“ (Ps109,21).

Vers 10

Ps 111,10: Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; gute Einsicht haben alle, die sie ausüben. Sein Lob besteht ewig.

Da Gott sich selbst so segensreich in seinen Werken geoffenbart hat, zeigt sich der Beginn der Weisheit darin, den Herrn zu fürchten und seinen Geboten zu gehorchen. Diejenigen, die auf dem Weg des göttlichen Gehorsams wandeln, werden auch „das rechte Verständnis“ über die göttlichen Wege haben.  


Übersetzung: Frank Cisonna

Letzte Aktualisierung: 23.02.2017


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