Bibelstelle: Hiob 32

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Das Buch Hiob (4) (W.J. Ouweneel)
Die besondere Botschaft des vierten Freundes Elihu
Bibelstellen: Hiob 32; Hiob 33; Hiob 34; Hiob 35; Hiob 36; Hiob 37
Wer die Ansprachen Elihus oberflächlich liest, könnte leicht den Eindruck bekommen, dass Elihu nicht viel Neues zu erzählen hat und dass seine Ermahnungen in demselben Bereich liegen wie die von Eliphas, Bildad und Zophar. Das ... mehrwäre eine total falsche Schlussfolgerung. Wenn das so wäre, hätten wir die Ansprachen Elihus nach allem, was die drei Freunde schon so ausführlich gesagt hatten, nicht noch einmal nötig. Nein, Elihu hat durchaus etwas ganz Neues zu erzählen. Er ist der Einzige der vier Freunde, der wirklich im Namen Gottes sprechen kann, auch wenn er nur ein Mensch ist, der in seiner Erkenntnis wie wir alle beschränkt ist. In Kapitel 42 sehen wir später, dass Gott die Art und Weise, wie die drei Freunde gesprochen haben, ihnen ernsthaft übel nimmt. Davon ist bei Elihu nicht die Rede. Diesen erwähnt Gott mit keinem Wort. Elihu hat einen ganz besonderen Platz und darf mit einer Botschaft Gottes zu Hiob und zu den drei Freunden kommen. Er hat eine Botschaft für alle vier. Darin ist er, wie gesagt, ein Knecht Gottes.
Praktische Lehren aus dem Buch Hiob (5)
Einer aus Tausend
Bibelstellen: Hiob 32; Hiob 33
Mit Kapitel 32 beginnt im Buch Hiob ein ganz neuer Abschnitt. In dem, was vorausging, wurde die Frage nach der Ursache des Leidens des Gläubigen gestellt. Das war keine »theoretische Frage«. Es war die abschreckendste ... mehr»Praxis« in der Person des schwer geprüften Hiob. Die Frage war nicht durch den suchenden Menschenverstand, sondern durch die lebendige Wirklichkeit aufgekommen. Daher werden die dabei beteiligten Menschen so ganz und gar davon in Beschlag genommen. Mit allem, was in ihnen ist, ringen sie um die Lösung. Sie sprechen ihre tiefsten Überzeugungen aus; alles, was sie in ihrem langen Leben erfahren, gesehen, erlebt, überdacht haben, werfen sie in die Waagschale, um einander ihre Überzeugung deutlich zu machen. In der Hitze ihres Wortgefechts wird selbst die Freundschaft, die sie verbindet, vergessen. Und dazu kommen von den Lippen des Leidenden selbst bange Klagen, Verzweiflung, auflehnende Worte gegen Gott, aber auch zuweilen Worte innigen, kindlichen Gottvertrauens. Jetzt sind alle diese Worte verstummt. Alles was die drei Freunde wussten, haben sie ausgesprochen. Vergebens! Sie konnten Hiob nicht überzeugen. Auch er hat sein ganzes Herz Gott und den Menschen gegenüber ausgeschüttet. Und nun ist Gottes Augenblick gekommen. Zuerst wird Er durch einen Menschen zu Hiob und den Freunden sprechen. Danach kommt Gott Selbst. Und das Ende ist, dass in Seinem Licht alle Herzen offenbar werden.