Der Brief an Titus
Einleitung

Willem Johannes Ouweneel

© SoundWords, online seit: 15.05.2017

(1) Zeit und Ort der Versendung

Der Titusbrief macht in Kapitel 1,5 und 3,12.13 Angaben über Zeit und Ort der Abfassung dieses Briefes. Paulus besuchte während einer seiner Reisen zusammen mit Titus die Insel Kreta. Durch den Dienst des Apostels entstanden dort offensichtlich Gemeinden (vielleicht waren sie auch durch den Dienst von Juden, die in Kreta lebten, entstanden; vgl. Apg 2,11). Paulus zieht weiter und lässt Titus mit dem Auftrag zurück, das, was noch mangelte, in Ordnung zu bringen und in jeder Stadt Älteste anzustellen. Während Paulus seinen Brief an Titus schreibt, befindet er sich selbst gerade auf dem Weg nach Nikopolis (Tit 3,12; das Wort „dort“ deutet darauf hin, dass er noch nicht angekommen ist). Außerdem befinden sich nach Titus 3,13 Zenas, der Gesetzgelehrte, und Apollos auf dem Weg zur Insel. Es ist möglich, dass sie den Brief mitnahmen, um ihn Titus zu übergeben.

Auf den ersten Blick scheint es, dass diese Angaben nicht besonders gut in den Rahmen passen, den uns die Apostelgeschichte gibt. Viele sind deshalb auch davon ausgegangen, dass der Brief erst geschrieben wurde, nachdem Paulus aus seiner zweijährigen Gefangenschaft in Rom (vgl. Apg 28,30) freigelassen worden war. Die Briefe, die Paulus wahrscheinlich während dieses Zeitraums in Rom geschrieben hat (wie die Briefe an die Epheser, Philipper, Kolosser, Hebräer und an Phlm), scheinen diesen Gedanken in der Tat zu unterstützen, weil daraus hervorgeht, dass der Apostel selbst damit rechnete, bald freigelassen zu werden (vgl. Phil 1,26; 2,24; Phlm 22). Vor allem ist es auch der zweite Brief an Timotheus, der darauf hinweist, dass Paulus nach seiner ersten Gefangenschaft noch eine Reise in den Osten unternahm, um daraufhin wieder in Rom festgesetzt zu werden; nur dass seine Umstände hierbei viel schwieriger waren als beim ersten Mal. Aus dem ganzen Brief geht hervor, dass er ein Gefangener (2Tim 1,8; 4,16) in Rom (2Tim 1,17) und angekettet ist (2Tim 1,8.16). Obwohl er bei seiner ersten Verteidigung gerettet worden ist (2Tim 4,16.17), erwartet er doch das baldige Ende seines Lebens (2Tim 4,6-8.18). Er verfolgt keine Reisepläne mehr, sondern möchte, dass Timotheus zu ihm kommt (2Tim 4,9.13.21). Alles das steht im Kontrast zu seiner ersten Gefangenschaft, wo er noch verhältnismäßig viele Freiheiten besaß (obwohl er auch dort gebunden war; Apg 28,20) und darüber hinaus die bestimmte Hoffnung hatte, bald nach Philippi und Kolossä zu reisen. Weiter sehen wir in 2. Timotheus einige Tatsachen, aus denen wir schließen können, dass dieser Brief kurz nach einer Reise in den Osten geschrieben sein muss (vgl. 2Tim 1,15; 3,11 und vor allem 2Tim 4,13.20), wobei Paulus bei seinem ersten Kommen nach Rom genau zwei Jahre in Gefangenschaft in Cäsarea zugebracht hatte (Apg 24,27). Es scheint daher sehr wahrscheinlich zu sein, dass Paulus nach seinem ersten Aufenthalt in Rom freigelassen wurde und eine Reise gen Osten (sowie vielleicht auch gen Westen; vgl. Röm 15,23.24.28) unternahm, wonach er erneut gefangen genommen wurde.

Tatsächlich berichten auch die alten Kirchenschriften darüber, dass Paulus „den äußersten Westen bereiste“ (der erste Brief von Clemens an die Korinther Kap. 5,7; übrigens unterstellt dieser Brief, dass Paulus im „äußersten Westen“ gestorben ist) und dass er „von der Stadt (das heißt von Rom) aus nach Spanien“ reiste (Kanon Muratori). Die „Apostelgeschichte von Petrus“ (Kap. 1) erzählt, dass Paulus in Rom von den Brüdern Abschied nahm, um nach Spanien zu reisen, wogegen schließlich Eusebius im zweiten Buch [Kapitel 22] seiner Kirchengeschichte mitteilt, dass Paulus nach seiner ersten Gefangenschaft in Rom freigelassen wurde, anschließend eine weitere Missionsreise in Angriff nahm, um dann wieder nach Rom zurückzukehren und den Märtyrertod zu sterben.

Es scheint deshalb so zu sein, dass Paulus, nachdem er aus Rom freigelassen worden war, wieder in sein altes Missionsgebiet zurückkehrte. Es kann sein, dass er während dieser Reise den ersten Timotheusbrief und den Titusbrief schrieb. Wenn das stimmt, besuchte Paulus auf dieser Reise mindestens folgende Orte: Philippi (Phil 1,26; 2,24; 1Tim 1,3), Ephesus (1Tim 1,3; 4,13; vgl. 2Tim 1,18), Kolossä (Phlm 22), Kreta (Tit 1,5), Nikopolis (Tit 3,12), Troas (2Tim 4,13), Milet und Korinth (2Tim 4,20). Übrigens ist es seltsam, dass Paulus in Römer 15 (geschrieben in Korinth auf seiner dritten Missionsreise) so nachdrücklich darauf hinweist, dass sein Dienst in den Gegenden von Jerusalem bis Illyrien erfüllt war und dass er in den Gegenden keinen Raum mehr hatte (Röm 15,19-25).

Obwohl es nun auf der Hand liegt, dass Paulus seinen Brief an Titus auf dieser „vierten“ Reise schrieb, möchten wir die Möglichkeit nicht ausschließen, dass der Brief in der Zeit geschrieben wurde, die wir in der Apostelgeschichte finden, auch wenn es wenig oder keinen Anknüpfungspunkt mit den historischen Angaben dort gibt. Dabei müssen wir im Auge behalten, dass das Buch der Apostelgeschichte keinen vollständigen historischen Bericht von den Reisen des Paulus gibt, wie aus den vielen Tatsachen hervorgeht, die uns in der Apostelgeschichte nicht berichtet werden, die wir jedoch in den Briefen finden, die während der drei Missionsreisen geschrieben wurden. Wir werden beispielsweise die Erlebnisse, die der Apostel in 2. Korinther 11,23-27 beschreibt, zum allergrößten Teil in der Apostelgeschichte vergeblich suchen. Auch das Fehlen der Person des Titus in der Apostelgeschichte (die ja wohl doch eine wichtige Rolle gespielt hat; vgl. Gal 2,2; 2Kor 2,7.8) weist auf den kurzgefassten Charakter dieses Buches hin. Manchmal werden Ereignisse direkt hintereinander geschildert, die tatsächlich eine große Zwischenzeit auseinanderlagen; so bilden beispielsweise die Verse in Apostelgeschichte 9,20-27 eine durchgehende Erzählung, wobei nach Galater 1,17.18 (vgl. auch 2Kor 11,32.33) ein Aufenthalt in Arabien (von möglicherweise drei vollen Jahren) eingefügt werden muss.

Deshalb können die Umstände, die im Titusbrief genannt werden (sein Verbleib in Kreta, die Reise nach Nikopolis und die Ankunft von Apollos), doch ganz gut in das Zeitraster der Apostelgeschichte passen. Die Frage ist nur: Wann? Nach Apostelgeschichte 27,7.8 war Paulus (als Gefangener auf dem Weg nach Rom) für kurze Zeit in Kreta, aber er hatte sicher keine Gelegenheit, Gemeinden zu gründen, und er war noch viel weniger auf dem Weg nach Nikopolis. Paulus muss folglich bereits früher einmal Kreta besucht haben. Den einzigen Zeitraum, der in der Apostelgeschichte dafür in Frage kommt, finden wir in Kapitel 18,21.22, wo Paulus am Ende seiner zweiten Reise mit dem Schiff von Ephesus nach Cäsarea reist. Es ist nicht unmöglich, dass Titus ihn dabei begleitete und dass Paulus während dieser Reise für eine kurze Zeit Kreta besuchte, um danach weiterzureisen, nachdem er Titus dort zurückgelassen hatte. Die Schiffsreise in Apostelgeschichte 20,13–21,8 kommt jedenfalls für einen ähnlichen Aufenthalt in Kreta nicht in Frage, weil Paulus da viel zu viel in Eile war, um noch rechtzeitig nach Jerusalem zu kommen (vgl. Apg 20,16). Wenn diese Vermutungen richtig sind, schrieb der Apostel seinen Brief an Titus während seiner dritten Missionsreise. Das fand dann offenbar statt, bevor sich Titus wieder dem Apostel in Griechenland anschloss (vgl. 2Kor 2,12.13; 7,5.6; Apg 20,1.2), wonach Paulus den zweiten Brief an die Korinther schrieb, der wahrscheinlich durch Titus überbracht wurde (2Kor 8,6, 16-18.22-24). Außerdem wird der Brief an Titus erst geschrieben worden sein, nachdem Apollos aus Korinth nach Ephesus zurückgekehrt war (Apg 18,27; 19,1; vgl. 1Kor 1,12; 3,4.5; 4,6 und 1Kor 16,8.12).

Wir erhalten nun folgendes Bild: Am Ende seiner zweiten Missionsreise besucht Paulus, gerade auf dem Weg nach Cäsarea, mit Titus die Insel Kreta und gründet dort verschiedene Gemeinden. Er lässt Titus zurück und reist nach Antiochien (Apg 18,21.22; Tit 1,5). Anschließend tritt Paulus erneut eine Reise an und kommt nach Ephesus, während Apollos sich unterdessen in Korinth aufhält (Apg 19,1). Dieser kehrt von dort nach Ephesus zurück (1Kor 16,8.12), woraufhin Paulus durch die Vermittlung von Timotheus den ersten Brief an die Korinther schreibt (Apg 19,21.22; 1Kor 4,17; 16,8-10.19). Inzwischen geht Apollos nach Kreta (Tit 3,12), wobei er möglicherweise den Brief an Titus mitnimmt; andererseits kann es auch sein, dass dieser Brief bereits kurz vorher abgeschickt wurde. Vielleicht hat Apollos mit Titus über die Zustände in Korinth gesprochen, jedenfalls macht sich Titus auf den Weg, um Paulus zu treffen und mit ihm in Nikopolis zu überwintern (Tit 3,12). Titus kommt dabei an Korinth vorbei, wo er eine kurze Zeit bleibt (2Kor 7,6.7.13-15; 8,6). Dann reist er weiter und trifft Paulus (der annahm, Titus in Troas anzutreffen; vgl. 2Kor 2,12.13) in Nikopolis, nachdem dieser Mazedonien durchzogen hatte (Apg 20,1). Daraufhin überwintern sie dort. Paulus schreibt in dieser Zeit seinen zweiten Brief an die Korinther, nachdem auch Timotheus sich ihm wieder angeschlossen hat (2Kor 1,1). Wenn dieser Gedankengang richtig ist, schrieb Paulus seinen Brief an Titus ungefähr im Jahr 56 in Ephesus, genauso wie seinen ersten Brief an die Korinther. Wenn der Brief allerdings nach der ersten Gefangenschaft von Paulus geschrieben wurde, müssen wir seine Datierung auf einen späteren Zeitpunkt als das Jahr 62 ansetzen. Nach anderen Auslegern müssen beide Jahreszahlen um zwei Jahre höher sein.

(2) Die Person des Titus

Wie schon gesagt ist es auffällig, dass der Name von Titus in der Apostelgeschichte nicht vorkommt. Nur in Apostelgeschichte 18,7 wird im Codex Sinaiticus von einem Titus Justus gesprochen (der Codex Vaticanus nennt ihn Titius Justus und der Codex Alexandrinus spricht nur von einem Justus), aber es ist deutlich, dass das jemand anderes ist. Weil sein Name nicht in der Apostelgeschichte vorkommt, haben einige gedacht, dass es sich bei ihm um dieselbe Person wie bei Timotheus handelt, umso mehr, da sein Brief so viele Gemeinsamkeiten mit dem an Timotheus aufweist. Es ist jedoch völlig klar, dass das nicht richtig sein kann. Titus, der unbeschnittene Grieche, war bereits vor den Missionsreisen bei Paulus (Gal 2,1-3), wogegen Timotheus, der Halbjude, Paulus erst auf seiner zweiten Missionsreise begleitete und von Paulus beschnitten wurde (Apg 16,1-3). Außerdem werden beide im zweiten Korintherbrief genannt (2Kor 1,1; 2,12) und Titus wird darüber hinaus noch in 2. Timotheus 4,10 erwähnt. Einzelne haben daran gedacht, dass Titus vielleicht der Bruder von Lukas war und dass Lukas ihn darum nicht in seinem Buch der Apostelgeschichte nannte, so wie er seinen eigenen Namen stets verschweigt. Vielleicht waren beide Griechen aus Antiochien (vgl. Apg 11,26-30; Gal 2,1).

Paulus nennt Titus (ebenso wie Timotheus) sein echtes Kind im (bzw. nach) dem Glauben (1Tim 1,2; Tit 1,3), woraus hervorgeht, dass beide durch die Predigt von Paulus zum Glauben kamen: Titus, als Paulus noch in Antiochien war; Timotheus wahrscheinlich auf der ersten oder aber auf der zweiten Missionsreise. Der Ausdruck „Kind“ lässt wohl vermuten, dass beide noch recht junge Männer waren, die auch natürlicherweise die Kinder von Paulus hätten sein können. Dass Timotheus recht jung war, wissen wir sicher aus 1. Timotheus 4,11.12, und wenn wir diese Verse mit Titus 2,15 vergleichen, können wir vielleicht dasselbe von Titus annehmen. Vergleiche auch Titus 2,6-8, wo Titus ermahnt wird, ein Vorbild für die jüngeren Männer zu sein.

Wir wissen, dass sich Paulus nach seiner Bekehrung viele Jahre in Arabien und in Tarsus aufhielt (Apg 9,30; Gal 1,17.21a). Von Tarsus aus wurde er dann von seinem Freund Barnabas aufgenommen (Apg 11,25), der ihn auch zum ersten Mal mit den zwölf Aposteln in Verbindung brachte (Apg 9,26-29; vgl. Gal 1,18.19). Ein Jahr lang lehren beide eine zahlreiche Menge in Antiochien, wobei vielleicht auch Titus zur Bekehrung kam. Nach der ersten Missionsreise von Paulus lesen wir, dass falsche Brüder nebeneingekommen waren (Gal 2,3.4), die vorgaben, Christen zu sein, und danach trachteten, den Gläubigen aus den Nationen das Gesetz aufzulegen und sie zu zwingen, sich beschneiden zu lassen. Sie besuchten sogar die Versammlungen Galatiens und verursachten dort großes Unheil, indem sie die Gläubigen von der Wahrheit des Evangeliums abzubringen suchten (Gal 1,6.7; 2.4.5; 3,1; 4,17; 5,12; 6,12.13). Auch nach Antiochien zogen falsche Brüder und stifteten Verwirrung, aber Paulus und Barnabas wiesen sie scharf zurecht (Apg 15,1.2). Auf einer Zusammenkunft der Apostel und Ältesten in Jerusalem wird diese schwierige Frage nach vielem Wortwechsel gelöst, nachdem auch Jakobus (der eine stark judaistische Prägung besaß; vgl. Gal 2,12; Apg 21,18-26, Jakobusbrief) zustimmte, den Gläubigen aus den Nationen nichts aufzulegen außer die grundlegenden Bestimmungen der Schöpfungsordnung Gottes. Aufgrund einer Offenbarung waren auch Paulus und Barnabas zu dieser Zusammenkunft gegangen, begleitet von Titus, dem gläubigen, aber unbeschnittenen Griechen. Sein Kommen löste direkt einen „Prüfprozess“ aus, aber Paulus weicht keinen Augenblick vor denen zurück, die Titus dazu zwingen wollen, sich beschneiden zu lassen (Gal 2,1-3). Die Freiheit des Geistes erlaubte es, dass Titus unbeschnitten blieb, wogegen Timotheus nach derselben Freiheit durch Paulus beschnitten wurde, weil es für Timotheus als Halbjuden nicht anders möglich war, Zugang zu den Juden zu finden, was aber erforderlich war, wenn er Paulus auf seinen Missionsreisen begleiten wollte (Apg 16,1-3).

Danach hören wir nichts mehr von Titus, bis zur Zeit der Schwierigkeiten in Korinth, worüber wir im zweiten Korintherbrief lesen. Wie bereits im ersten Teil unserer Betrachtung erwähnt wurde, hatte Titus eine Zeitlang in Korinth gearbeitet, bevor er sich dem Apostel anschloss (2Kor 7,5-7.13-15; 8,6). Die Aufgabe von Titus in Korinth bestand aus zwei Teilen: Er begann mit der Sammlung der Gelder für die notleidenden Brüder in Judäa (1Kor 16,1-3; 2Kor 8,6). Diese Arbeit war jedoch nicht abgeschlossen, so dass Paulus Titus mit zwei anderen Brüdern zurücksandte, um dieses Werk zu Ende zu bringen (2Kor 8,6.16-24). Die zweite Aufgabe von Titus bestand darin, die Schwierigkeiten in Korinth zu lösen. Daraus kann man schließen, dass er eine stärkere Persönlichkeit als Timotheus besaß (der mit derselben Absicht nach Korinth gegangen war), denn Paulus war in Sorge, ob dieser auch „ohne Furcht“ bei ihnen sein würde (1Kor 16,10), wogegen von Titus gesagt wird, dass die Korinther Furcht vor ihm hatten (2Kor 7,15). Der Dienst von Titus scheint nicht fruchtlos gewesen zu sein. In jedem Fall kam die Sache des Ausschlusses (entweder durch oder nicht durch ihn) wieder völlig in Ordnung (1Kor 5; 2Kor 2,5-11), und weiter scheint es auch so, dass die Korinther in vielen anderen Punkten eine Wendung zum Guten vollzogen hatten. Titus war über die Sehnsucht, das Wehklagen und den Eifer der Korinther für Paulus (2Kor 7,7) getröstet worden, und sein Geist war durch sie „alle erquickt worden“ (2Kor 7,13), so dass er sich über sie freuen konnte. Seine innerlichen Gefühle waren überströmend ihnen gegenüber, als er sah, wie bereitwillig sie gehorchten (2Kor 7,7.13.15). Diese begeisterten Berichte des Titus waren ein starker Trost für Paulus und erfreuten ihn (2Kor 7,4-16). Bevor Titus nach Korinth ging, hatte Paulus ihm rühmend über die Korinther erzählt (2Kor 7,14). Das muss bereits lange vor dem ersten Brief von Paulus an sie stattgefunden haben, denn zur Zeit seines ersten Briefes an sie gab es wenig zu rühmen (1Kor 1,11; 3,3; 4,17-21; etc.). Vielleicht hatte Paulus Titus schon rühmend über sie berichtet, nachdem der Apostel in Korinth gewesen war, bevor er Titus in Kreta absetzte (Apg 18,1-22). Als später Schwierigkeiten in Korinth auftraten und Titus dorthin ging, muss Paulus wohl gedacht haben, dass er Titus wohl etwas voreilig über die Korinther gerühmt hatte. Aber glücklicherweise wurden die Schwierigkeiten gelöst und, sein Rühmen wurde nicht beschämt, sondern bewahrheitete sich schließlich.

Achten wir auch darauf, wie anerkennend Paulus im zweiten Korintherbrief über Titus spricht. Er nennt ihn in 2. Korinther 2,13 seinen Bruder, was hier einen vertraulichen Klang trägt. In diesem Vers kommt auch das Verlangen von Paulus nach Titus zum Ausdruck. Gott tröstete Paulus durch das Kommen von Titus, und nicht nur durch sein Kommen allein, sondern auch durch den Trost, den diese Ankunft mit sich brachte, und durch die Freude des Titus (2Kor 7,6.7.13). Das ganze Kapitel zeugt davon, dass Paulus eine große Wertschätzung für Titus hatte. In 2. Korinther 8,16.17 dankt er Gott für den großen Eifer von Titus. In 2. Korinther 8,23 nennt er ihn seinen Genossen und seinen Mitarbeiter in Bezug auf die Korinther.

Diese Dinge sind umso bemerkenswerter, wenn wir sehen, wie wenig von dieser Zuneigung und Wertschätzung in seinem Brief an Titus zum Ausdruck kommt. Die einzigen persönlichen Elemente in diesem Brief befinden sich in Kapitel 1,4.5; 2,15 und 3,12. Er nennt Titus sein echtes Kind nach unserem gemeinschaftlichen Glauben und spricht davon, dass ihn niemand verachten soll. Aber wir vermissen hier die warme Zuneigung, die für die Briefe an Timotheus so kennzeichnend sind (vgl. z.B. 1Tim 1,18; 6,11.20; 2Tim 1,3-6; 2,1; 3,14.15). Vielleicht kann das den Umständen und dem Gemütszustand von Paulus zugeschrieben werden. Der zweite Brief an Timotheus beinhaltet schließlich auch viel mehr persönliche Elemente als der erste Brief. Der Titusbrief enthält wichtige Anordnungen und kostbare Belehrungen über die Wahrheit Gottes, aber die Umstände waren nicht so, dass es der Apostel für angemessen hielt, seinen Gefühlen gegenüber Titus freien Lauf zu lassen, wie er es im zweiten Timotheusbrief wohl tat, als er in der Gefangenschaft seufzte und sich seines kurz bevorstehenden Abscheidens bewusst war, während sich die Versammlung im großen Verfall befand.

In 2. Timotheus 4,10 lesen wir das letzte Mal etwas von Titus. Paulus war allein in seinen Schwierigkeiten zurückgeblieben. Bis auf Lukas, der bei ihm war, hatten ihn alle verlassen. Demas, der früher ein treuer Mitarbeiter gewesen war (Kol 4,14), war nach Thessalonich gegangen, da er den jetzigen Zeitlauf liebgewonnen hatte. Kreszens war nach Galatien gegangen und Titus nach Dalmatien (d.h. ins heutige Gebiet Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas, dem ehemaligen Jugoslawien). Einige haben die Reise von Titus mit der Untreue des Demas in Verbindung gebracht, aber dafür besteht kein einziger Anlass. Es ist wahrscheinlicher, dass Titus eine Missionsreise in dieses Gebiet unternahm. Nach dem Kirchenvater Eusebius (Kirchengeschichte, Drittes Buch, 4. Kapitel) geht die Überlieferung davon aus, dass Titus später nach Kreta zurückkehrte. Außerdem wird berichtet, dass er bis ins hohe Alter dort Bischof war. Ob das den Tatsachen entspricht, muss bezweifelt werden.

(3) Thema und Inhalt des Briefes

(a) Die Briefe an Timotheus und an Titus unterscheiden sich stark von den übrigen Briefen des Apostels Paulus, weil sie nicht an Gemeinden gerichtet sind, sondern an einzelne Personen. Sowohl was die Anordnungen als auch was die Anteilnahme des Apostels betrifft, tragen sie einen strikt persönlichen Charakter. Seit dem 18. Jahrhundert nennt man diese Briefe häufig die Pastoral- oder Hirtenbriefe, obwohl diese Bezeichnung nicht exakt ist, weil sie sich nicht darauf beschränken, Anordnungen für die Hirtenseelsorge zu geben. Sie unterscheiden sich auch von dem Brief an Philemon, weil dieser Brief sich gleichzeitig an die Gemeinde richtete, die in Philemons Haus war. Das ist in diesem Brief von Bedeutung, weil es nicht nur nötig war, dass Onesimus von Philemon angenommen werden sollte, sondern dass der frühere Sklave, der nun ein Bruder geworden war, auch von der ganzen Gemeinde von Herzen aufgenommen werden sollte. Es ist von großer Wichtigkeit, dass wir erkennen, dass die Briefe an Timotheus und Titus gerade nicht an Gemeinden gerichtet sind. Es bestand auch nicht die Absicht, sie in den Gemeinden vorlesen zu lassen. Dass diese Briefe heute dennoch im Besitz der Versammlung Gottes sind, ist eine völlig andere Sache, weil sie für uns heute von Bedeutung sind. Aber die Frage, um die es geht, ist folgende: Die Anordnungen, die der Apostel mit apostolischer Autorität Timotheus und Titus als seinen Repräsentanten in den entsprechenden Gemeinden gab, sind nicht für die Gemeinden an sich bestimmt, sondern ausschließlich für diejenigen, die direkt von dem Apostel Autorität empfingen. Trotzdem geht es in diesen Briefen ganz besonders um die Bewahrung der Ordnung im Haus Gottes. Indem der Apostel das im Auge behält, gibt er seinen Mitarbeitern Anweisungen, in den Gemeinden Älteste (oder Aufseher) und Diakone anzustellen. Mit welchem Recht hat sich die Christenheit nun angemaßt, ebenfalls Älteste und Diakone in ihren Gemeinden anzustellen? Wenn die Schrift doch ausdrücklich betont, dass ausschließlich die Apostel oder deren Mitarbeiter, die dazu von den Aposteln persönlich beauftragt waren, die Autorität hatten, Älteste anzustellen – woher nimmt dann die Gemeinde das Recht, jetzt, wo es keine Apostel oder deren Repräsentanten mehr gibt, selbst diese Ämter zu verleihen? Hierfür gibt es in der Schrift keine einzige Grundlage, es sei denn, man missbraucht diese Briefe an Timotheus und Titus, indem man sie so behandelt, als wären sie an Gemeinden gerichtet. So sehen wir, dass es sicher nicht überflüssig ist, den persönlichen Charakter dieser Briefe zu betonen.

Natürlich heißt das nicht, dass diese Briefe für uns keine Bedeutung haben. Im Gegenteil, sie besitzen gerade für unsere heutige Zeit einen außerordentlichen Wert, weil der Verfall in der Christenheit so stark zunimmt und die „gesunde Lehre“ auf alle mögliche Weisen unterhöhlt wird. Auch wenn diese Briefe der Gemeinde keine Autorität gibt, Älteste anzustellen, so finden wir in ihnen ein wichtiges Bild der Eigenschaften, die diejenigen kennzeichnen sollen, die den Gläubigen vorangehen. Obwohl wir keine Ältesten anstellen, kennen wir doch Brüder, die Weisheit und Lebenserfahrung gesammelt haben, eine moralische Autorität in der Gemeinde besitzen und den Kennzeichen entsprechen, die hier von den Ältesten beschrieben werden. Aber nicht nur das; diese Briefe geben uns auch wichtige Lektionen über den geistlichen Zustand der Gemeinde: in ihrer Anfangsphase, der Bedrohung durch böse Einflüsse von außen (Titusbrief), der ersten Offenbarung von Bösem in der Gemeinde (1Tim) und schließlich dem Verfall der Gemeinde als Ganzem (2Tim). Weiter sprechen sie zu uns über den Wandel und die Lebensführung der Gläubigen, sowohl in einem normalen, gesunden Zustand (Tit, 1Tim) als auch in einem abnormalen Zustand der Unordnung und des Verfalls (2Tim). Schließlich zeigen sie uns das Herz des Apostels in seiner Liebe zu den Gläubigen und seine Sorge für die Ausübung der Rechte und für die Herrlichkeit des Herrn.

(b) Wie ich bereits bemerkt habe, dreht sich das große Thema dieser Briefe sowohl um die Bewahrung der gesunden Lehre als auch um die Ordnung des Hauses Gottes. Das haben alle drei Briefe gemeinsam, auch wenn in ihnen verschiedene Akzente gesetzt werden, die von den Umständen abhängen, in denen sie verfasst wurden. In 1. Timotheus 1,3.4 lesen wir, dass Timotheus von Paulus in Ephesus zurückgelassen worden war, um die Lehre aufrechtzuerhalten. Hierauf liegt die Betonung. Erst danach kommen die Verordnungen für die Aufseher und Diener. Dieser Brief zeigt die Anordnungen für einen normalen geistlichen Zustand im Haus Gottes, auch wenn die Gefahr böser Lehre bereits deutlich erkannt wird. Im Titusbrief liegt der Nachdruck auf der Ordnung im Haus Gottes: Paulus hatte Titus in Kreta zurückgelassen, damit Titus das, was mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Älteste anstellen sollte. Erst danach spricht der Apostel über die Ermahnung mit der gesunden Lehre und dem Reden, was der gesunden Lehre geziemt (Tit 1,9; 2,1). Auch dieser Brief enthält Anweisungen für die normale Situation in der Gemeinde, wobei die Bedrohung durch Böses innerhalb der Gemeinde sogar noch geringer ist als im ersten Timotheusbrief. Hier werden keine Weissagungen für die Endzeit im Hinblick auf den Zustand des Verfalls gegeben. Der Beginn des Verfalls wird hier nur kurz gestreift: Kreta hatte im Altertum ein schlechtes Ansehen, und der Apostel warnt vor der Gefahr, dass geistliche Schlaffheit dem Bösen eine Möglichkeit eröffnen würde einzudringen. Vor dem Hintergrund dieser geringeren Bedrohung ist der Ton im Titusbrief viel ruhiger und weniger emotional als im ersten Timotheusbrief. Auf eine gefasste, beinahe unpersönliche Art und Weise stellt Paulus seine Anordnungen vor. Dadurch unterscheiden sich beide Briefe (besonders der Titusbrief) stark vom zweiten Timotheusbrief, wo die große Masse der christlichen Bekenner abgewichen ist und wo der Apostel uns den Weg des Glaubens aufzeigt, die solche zu gehen haben, die inmitten des Verfalls dem Herrn treu bleiben wollen. Hier ist das Haus Gottes zu einem großen Haus geworden, in dem Gefäße zur Ehre und Gefäße zur Unehre gefunden werden. Der Ton des Apostels ist hier entsprechend ernst, eindringlich und bewegt, umso mehr, weil er sein Ende herannahen sieht.

(c) Ein besonderes Kennzeichen des Titusbriefes ist die harmonische Verbindung zwischen Lehre und Praxis, das heißt die Entfaltung der christlichen Wahrheit und ihrer Anwendung auf das christliche Leben. Es ist die Darlegung der „Wahrheit, die nach der Gottseligkeit ist“, wie der Brief direkt zu Beginn andeutet (Tit 1,1). Die christliche „Theorie“ und „Praxis“ gehören unauflöslich zusammen. Würden wir die Wahrheit kennen und verstehen, ohne dass sie irgendeine Auswirkung in unserem Leben hätte, wäre unser Glaube tot, unsere Erkenntnis nur eine Sache des Verstandes und wir würden die Wahrheit dadurch verlästern. Würden wir uns dagegen anstrengen, einen christlichen Lebenswandel zu führen, ohne die Wahrheit zu verstehen oder Gewicht darauf zu legen (wie wir es leider oft vorfinden), würden wir vollkommen entgleisen, weil wir unsere Stellung vor Gott und in dieser Welt missverständen und nicht mit der Kenntnis seines Willens, in aller Weisheit und geistlicher Einsicht, erfüllt wären. Paulus setzt beide Seiten, Wahrheit und Gottesfurcht, ins richtige Verhältnis zueinander. Er schildert uns die Hauptwahrheiten des Christentums als Grundlage unseres Wandels.

In drei Abschnitten wird uns der Inhalt der „gesunden Lehre“ vorgestellt. Der Inhalt ist Christus selbst. Im ersten Abschnitt (Tit 1,1-4) ist Er derjenige, dem Gott vor ewigen Zeiten das ewige Leben verheißen hat, ja der selbst das ewige Leben ist. Dieser Teil zeigt uns die großen objektiven Wahrheiten. Der zweite Abschnitt (Tit 2,11-14) stellt uns seine zweifache Erscheinung vor: zuerst, um uns das Heil Gottes nahezubringen; zweitens, um uns an die Herrlichkeit heranzuführen. Das ist die subjektive Wahrheit, angewandt auf unseren äußerlichen Wandel. Es ist die Anwendung des Heils für uns. Im dritten Abschnitt (Tit 3,3-7) wird die subjektive Wahrheit auf unser Inneres, unser Herz, angewandt (Wiedergeburt, Erneuerung durch den Heiligen Geist, Rechtfertigung). Es ist die Anwendung des Heils in uns.

(d) Einzelne Ausdrücke sind kennzeichnend für diesen Brief und verdeutlichen seinen Charakter. Sechsmal lesen wir den Namen „Heiland“ als Bezeichnung Gottes und Christus Jesus, vor allem in Bezug auf die ganze Menschheit (vgl. Tit 1,3; 2,10; 3,4). Die „Wahrheit“ wird in Titus 1,1.14 genannt und wird ferner als die „gesunde Lehre“ oder einfach als „Lehre“ (Tit 1,9; 2,1.7.10) und als das „(zuverlässige oder gesunde) Wort“ bezeichnet (Tit 1,2.9; 2,5.8; 3,8). Ihre Anwendung auf den Wandel äußert sich in der „Gottseligkeit“ (Tit 1,1; 2,12) und „guten Werken“ (Tit 1,16; 2,7.14; 3,1.8.14). All diese Ausdrücke kennzeichnen auch die beiden Briefe an Timotheus, in denen auch wiederholt von einem „reinen Gewissen“ gesprochen wird (vgl. Tit 1,15). Schließlich finden wir in allen drei Briefen „das ewige Leben“ vor allem als eine zukünftige Erwartung (1Tim 1,16; 6,12; 2Tim 1,1; Tit 1,2; 3,7).

(4) Die Einteilung des Briefes

Der Brief lässt sich recht gut in drei Teile untergliedern, die der herkömmlichen Einteilung in drei Kapitel folgt. Die ersten beiden Kapitel lassen sich jeweils noch einmal in zwei Teile untergliedern und das dritte Kapitel in drei Teile, so dass wir insgesamt sieben Teile erhalten. In jedem dieser sieben Teile (ausgenommen dem ersten, und zwar aufgrund dessen objektiven Charakters) kommt einmal der Ausdruck „gut(e) Werk(e)“ vor. Der erste Vers jedes Kapitels zeigt ein Stück weit den Charakter des Kapitels an.

I. Die Wahrheit, die nach der Gottseligkeit ist (Kapitel 1)

(1) Die Offenbarung des ewigen Lebens (1,1-4)
       (a) Die Apostelschaft von Paulus (1,1-3)
       (b) Die Kindschaft von Titus (1,4)

(2) Die Anstellung von Ältesten zur Überführung der Widersprechenden (1,5-16)
       (a) Die Eigenschaften der Ältesten oder Aufseher (1,5-9)
       (b) Warnungen angesichts der falschen Lehrer (1,10-16)

II. Das, was der gesunden Lehre geziemt (Kapitel 2)

(3) Die Verwirklichung der gesunden Lehre (2,1-10)
       (a) Durch Ältere und Jüngere (2,1-8)
       (b) Durch Knechte (2,9.10)

(4) Der Inhalt der gesunden Lehre (2,11-15)
       (a) Für die gegenwärtige Zeit (2,11.12)
       (b) Für die zukünftige Zeit (2,13-15)

III. Die Bereitschaft zu allem guten Werk (Kapitel 3)

(5) Die christliche Stellung in der Welt (3,1-7)
       (a) Unsere Haltung gegenüber den Menschen (3,1.2)
       (b) Was uns von den Menschen unterscheidet (3,3-7)

(6) Letzte Ermahnungen (3,8-11)
       (a) Über gute Werke und nutzlose Worte (3,8.9)
       (b) Über sektiererische Menschen (3,10.11)

(7) Fürsorge in Bezug auf die Brüder und Grüße (3,12-15)
       (a) Nachrichten über Paulus’ Gefährten (3,12-14)
       (b) Abschiedsgrüße (3,15)

(5) Die Betrachtung des Briefes

Bei der Betrachtung des Briefes füge ich eine eigene Übersetzung des Grundtexts ein mit dem Ziel, das Griechische so genau wie möglich wiederzugeben. Zweitens weise ich zusammen mit einem kritischen Kommentar auf die wichtigsten Abweichungen des Textes hin, wie sie in anderen bedeutenden Handschriften als dem verwendeten Text zu finden sind. Drittens besteht die Absicht darin, die Bedeutung der benutzten griechischen Worte gemäß ihrem Zusammenhang und dem Sprachgebrauch des Neuen Testaments anzugeben. Das vierte und wichtigste Ziel besteht in der schriftgemäßen Auslegung des Briefes und seiner Anwendung auf Herz und Gewissen. Dies geschieht durch den Vergleich mit anderen Schriftabschnitten und in Übereinstimmung mit der Auslegung, die die Schrift selbst von sich gibt.


De brief van Paulus aan Titus
Uit het Woord der Waarheid, Winschoten, o.J.

Übersetzung: Stephan Keune

Letzte Aktualisierung: 15.05.2017

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