Das Markusevangelium (14)
Kapitel 14

W. Kelly

© J. Das, online seit: 20.04.2003

Leitverse:  Markus 14

Einführende Gedanken zum Verständnis des 14. Kapitels

In diesem Kapitel folgen die tiefgründigen und lehrreichen Darstellungen der Person unseres Herrn bei Seinen Jüngern, indem Er jetzt das letzte Pfand Seiner Liebe nicht nur voraussagt, sondern auch gibt. Die Hohenpriester und Schriftgelehrten planen in verbrecherischer und gewalttätiger Weise Seinen Tod. Im Haus des Simon zu Bethanien salbt eine Frau Seinen Leib zum Begräbnis. Das enthüllt die Gedanken vieler Herzen unter Seinen Jüngern. Auch offenbart es das Herz des Meisters, der in der nächsten Szene nicht ein Opfer der Zuneigung annimmt, sondern das große und beständige Zeichen Seiner Liebe, das Mahl des Herrn, stiftet. In beiden Ereignissen zeigt sich der Herzenszustand des Judas. Angesichts des ersten fasst er seinen Plan; und aus der Gegenwart des zweiten geht er hin, um ihn auszuführen. Danach schritt unser Herr weiter — allerdings noch nicht, um den Zorn Gottes zu ertragen, sondern um seine Umstände zuerst in Seinem Geist vor Gott zu durchleben. Wir haben überall in diesem Evangelium gesehen, dass dieses Seine Gewohnheit war. Darauf möchte ich nur im Vorbeigehen hinweisen. So wie das Kreuz der Höhepunkt Seines Werkes und Seiner Leiden war, genauso ging der Herr nicht zur Schädelstätte ohne ein vorheriges Gethsemane gehabt zu haben. Zur vorherbestimmten Zeit kommt es zu den Verhandlungen vor dem Hohenpriester und vor Pilatus.


Aus Lectures Introductory to the Study of the Gospels
Heijkoop, Winschoten, NL, 1970
(im Deutschen herausgegeben und übersetzt von J. Das)
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