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Leitverse: Johannes 14; 1. Thessalonicher 4; 2. Thessalonicher 1; 2;
Matthäus 24; Sacharja 14,5
Zwei Serien von Verheißungen sind noch nicht erfüllt:
Im Neuen Testament kündigt der Herr Jesus an, dass Er für die Seinen
wiederkehren würde, um sie zu sich zu nehmen (Joh 14,3). Diese Verheißung muss
von jener unterschieden werden, die sich auf die Sendung des Trösters, des
Sachwalters (Joh 14,16), des Heiligen Geistes, der an Pfingsten auf die Erde
gekommen ist, bezieht. Der Herr selbst ist persönlich noch nicht
wiedergekommen. Diese Verheißung seiner Rückkehr zur Entrückung seiner
Erlösten muss noch stattfinden. Lies: Johannes 14,2.3; 1. Thessalonicher
4,13-18; 1. Korinther 15,51.52.
Der Herr hat gesagt: „Ich komme wieder“ (Joh 14,3). Paulus schreibt den
Thessalonichern: „Der Herr selbst wird … vom Himmel herniederkommen“
(1Thes 4,16). Der Herr vertraut die Sorge um die Heimholung seiner Braut also
nicht den Engeln an.
Wen wird Er heimholen?
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„Die Toten in Christus“ (1Thes 4,16)
Diese Worte scheinen die Heiligen des Alten Testaments und die der Kirche
einzuschließen. Dies steht im Einklang mit Römer 3,24-26, wo wir das
Prinzip finden, dass von der „Erlösung, die in Christus Jesus ist“,
sowohl die Gläubigen der Zeit vor dem Kreuz als auch die der „jetzigen
Zeit“ profitieren.
-
„Wir, die Lebenden“
(1Thes 4,17)
Dieser Ausdruck schließt zwei Dinge in sich: Das „wir“ zeigt, dass nur
Gläubige, die Leben besitzen, die „Söhne des Lichts und Söhne des Tages“
(1Thes 5,5) sind, zum Herrn entrückt werden. Andererseits, wenn Paulus, als
er die Thessalonicher anspricht, sagt: „Wir, die Lebenden“, so bedeutet
dieser Ausdruck gleichzeitig, dass er die Wiederkehr des Herrn zu seinen
Lebzeiten erwartete. In der Tat lehrt uns die Schrift immer, Ihn heute zu
erwarten und nicht in einem Jahr, in zehn oder in tausend. Die Tatsache,
dass der Herr Jesus während des Lebens des Apostels Paulus nicht
wiedergekommen ist, schmälert in keiner Weise die Verheißung seiner
Wiederkehr, sondern lehrt uns, dass auch wir Ihn erwarten sollen, und zwar
heute.
- „Alle“ (1Kor 15,51)
Nicht nur die Gläubigen, die in ihrem Wandel treu sind, sondern alle
Erlösten des Herrn werden bei seiner Wiederkehr entrückt werden, da sie
ihr Vertrauen auf sein am Kreuz vollbrachtes Werk gesetzt haben. Nicht
aufgrund ihrer Werke werden sie entrückt werden, sondern aufgrund seines
Werkes. Einige werden gerettet werden „wie durchs Feuer“ (1Kor 3,15);
sie werden ihrer Belohnung und ihrer Krone verlustig gehen wegen ihres
untreuen Wandels. Aber keiner von denen, die wirklich von neuem geboren
sind, die Kinder Gottes sind durch den Glauben, wird zurückgelassen werden.
Um entrückt zu werden, genügt es andererseits nicht, zu sagen „Herr, Herr“,
wie im Matthäusevangelium (Mt 7,21) berichtet wird, auch nicht, wenn man in
seiner Gegenwart gegessen und getrunken hat und seine Lehren gehört hat. Ihn
mit den Lippen zu ehren, wenn das Herz von Ihm weit entfernt ist, gibt kein
Leben, sondern macht die Verantwortlichkeit nur umso schwerer. Von dem, dem viel
gegeben ist, wird viel verlangt werden; das Vorrecht gehabt zu haben, Dutzende,
ja Hunderte von Male das Evangelium gehört zu haben, ohne persönlich zu Buße
und Glauben gelangt zu sein, wird zur Folge haben, draußen zu stehen, sobald
der Meister sich aufmacht und die Tür schließt (Lk 13,26). Lasst uns
achtgeben, dass wir nicht zu solchen gehören!
Wie wird dies geschehen?
1Thes 4,16.17: Der Herr selbst wird … vom Himmel
herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden
wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in
Wolken dem Herrn entgegen in die Luft.
Es wird nicht mehr möglich sein, sich im Moment der Wiederkunft des Herrn
Jesus zu bekehren. Es braucht nicht lange Zeit, sich zu bekehren. Ein Blick zum
Kreuz genügt, obwohl das vorausgehende Werk an Gewissen und Herz vielleicht
lange gedauert hat. Aber selbst für diesen Blick auf das Kreuz wird es zu spät
sein, wenn „in einem Nu, in einem Augenblick“ (1Kor 15,52) der Herr gekommen
sein wird, um die Seinen zu sich zu holen.
Wann wird die Entrückung stattfinden?
Heb 10,37: Noch eine ganz kleine Zeit, und „der
Kommende wird kommen und nicht ausbleiben“.
In der Offenbarung ist der Herr noch genauer. Im Sendschreiben an
Philadelphia sagt Er zum ersten Mal: „Ich komme bald“ (Off 3,11). Und
im letzten Kapitel der Bibel wird dieser Satz noch dreimal wiederholt. Es sind
sogar die letzten Worte, die wird Ihn sagen hören, bevor sich das Buch
schließt.
So wird also kein Datum festgelegt. Die Gläubigen werden jedoch aufgerufen,
den Herrn jeden Tag zu erwarten; und wenn Er heute nicht gekommen ist, so ist
morgen ein neues Heute. Andererseits haben wir nach dem, was wir im
vorausgegangenen Kapitel gesehen haben, und aufgrund all der Textstellen, die
sich hierauf beziehen, allen Grund anzunehmen, dass diese Ankunft stattfinden
wird, bevor die Erde durch die schrecklichen Gerichte, die in der Zeit der
großen Drangsal ihren Höhepunkt finden, heimgesucht wird. Die Kirche wird zu
ihrem Bräutigam vorausgehen, um auf die Erde mit dem König der Herrlichkeit
wiederzukehren (Off 19,14; Sach 14,5).
Im Alten Testament kündigen viele Verheißungen das Reich des Friedens und
der Gerechtigkeit des Messias auf der Erde an. Der Messias ist sehr wohl
gekommen; das große Licht hat geleuchtet, aber Er wurde nicht als König
aufgenommen; im Gegenteil, Er wurde weggetan und hat nichts gehabt (Dan 9,26).
Die Erfüllung all dieser Verheißungen steht also noch offen. Sie werden
erfüllt bei der Ankunft des Herrn Jesus in Herrlichkeit, wenn er sein Reich auf
der durch die Gerichte gereinigten Erde aufrichten wird. Lies: Offenbarung
1,7.19; Matthäus 24,15.29-31; Sacharja 14,3.5; 2. Thessalonicher 1,7-10; 2,3-12.
All denen, die die Gnade abgelehnt haben, die „die Liebe zur Wahrheit“
nicht angenommen haben, um „errettet zu werden“, wird Gott „eine wirksame
Kraft des Irrwahns“ senden, „dass sie der Lüge glauben“ (2Thes 1,10.11).
So werden alle die, die das Evangelium vor der Wiederkehr des Herrn abgelehnt
haben, nicht mehr die Möglichkeit haben, zu Ihm zu kommen.
Während der Zeitperiode, die der Entrückung der Gläubigen bis zur
Wiederkehr des Herrn in Herrlichkeit folgt, wird das Evangelium des Reiches
gepredigt werden, das ewige Evangelium (Off 14,6). Wir sehen in Offenbarung
7,9.14, dass während dieser Zeit eine „große Volksmenge, die niemand zählen
konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen“ gerettet
werden wird, und dass sie, sei es, dass sie durch den Tod gehen, sei es, dass
sie auf wunderbare Weise geschützt werden, am Reich Christi teilhaben werden.
Aber in dieser Zeitperiode werden die schrecklichen Gerichte, wie sie durch
die Siegel, dann durch die Posaunen und Schalen dargestellt werden, einen sehr
großen Teil der auf der Erde lebenden Menschen vernichten: ein Viertel; und
dann ein Drittel durch die Siegel und die Posaunen (Off 6,8; 9,18 etc.). Ströme
von Blut werden vergossen werden (Off 14,17-20; Jes 13,9-12). Nach Sacharja 13,8
werden zwei Drittel der in ihr Land zurückgekehrten Juden ausgerottet werden,
und in Harmagedon (Off 16,12-16; 19,19-21) in Palästina werden unzählbare
Armeen des Westens vernichtet werden. Nach Hesekiel 38-39 wird in Verbindung mit
der Invasion von Gog und Magog ein derartiges Massensterben stattfinden, dass
sieben Monate notwendig sein werden, um die Leichen zu begraben (Hes 39,12). Ein
Vers wie Sacharja 14,12 lässt an Vernichtungswaffen denken, wie wir sie heute
sehen.
Die herrliche Erscheinung des Herrn wird dieser furchtbaren Zeitperiode ein
Ende machen. Sie wird für alle sichtbar (Off 1,7) und plötzlich (1Thes 5,2.3)
sein. Er wird kommen inmitten seiner heiligen Tausende (Jud 14.15), auf den
Ölberg (Sach 14,3.4), wo Er einst den Kelch aus der Hand des Vaters annahm (Mt
26,30.39) und von wo aus Er in den Himmel emporgehoben wurde (Apg 1,11.12). Eben
dort hatte die Herrlichkeit des HERRN, als Er den Tempel von Jerusalem verließ,
innegehalten, bevor sie widerstrebend verschwand (Hes 11,22.23).
Seine Erscheinung wird die Vernichtung des „Menschen der Sünde“ zur
Folge haben (2Thes 2,3), den Sieg über die aufrührerischen Nationen (Off
17,14) und die Befreiung der gläubigen Juden. Das Tier und der falsche Prophet
werden lebendig in den Feuersee geworfen werden (Off 19,20), und Satan wird 1000
Jahre gebunden werden (Off 20,1-3).
Dann wird der verachtete Name Jesus von allen anerkannt werden (Phil 2,9-11);
der Sohn des Menschen wird das Königreich bekommen, das nicht vergehen wird
(Dan 7,13.14), und der, der sich einst weigerte, vor Satan niederzufallen, um
die Herrschaft über die Welt zu haben, wird „die Nationen zum Erbteil“ und
„die Enden der Erde als Besitztum“ (Ps 2,8) erhalten. Der erniedrigte Sohn
des Menschen wird hoch erhoben und mit Herrlichkeit und Ehre auf der Erde
gekrönt werden (Ps 8,5). In Offenbarung 20,1-7 wird sechsmal wiederholt, dass
das Reich 1000 Jahre dauern wird.
Quelle: http://www.bible-notes.org
Übersetzung: G. Hensel
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