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Kurze Studie über das Kommen des Herrn (3) - G. André
      

 

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Kurze Studie über das Kommen des Herrn (3)
Die Entrückung und sein Kommen in Herrlichkeit
G. André
© SoundWords    Zugriffe: 4092    seit: 15.03.2012  
Foto: GN

 


Leitverse:
Johannes 14; 1. Thessalonicher 4; 2. Thessalonicher 1; 2; Matthäus 24; Sacharja 14,5

2 Die zwei Phasen des Kommens des Herrn

Zwei Serien von Verheißungen sind noch nicht erfüllt:

2.1 Die Entrückung der Gläubigen

Im Neuen Testament kündigt der Herr Jesus an, dass Er für die Seinen wiederkehren würde, um sie zu sich zu nehmen (Joh 14,3). Diese Verheißung muss von jener unterschieden werden, die sich auf die Sendung des Trösters, des Sachwalters (Joh 14,16), des Heiligen Geistes, der an Pfingsten auf die Erde gekommen ist, bezieht. Der Herr selbst ist persönlich noch nicht wiedergekommen. Diese Verheißung seiner Rückkehr zur Entrückung seiner Erlösten muss noch stattfinden. Lies: Johannes 14,2.3; 1. Thessalonicher 4,13-18; 1. Korinther 15,51.52.

Der Herr hat gesagt: „Ich komme wieder“ (Joh 14,3). Paulus schreibt den Thessalonichern: „Der Herr selbst wird … vom Himmel herniederkommen“ (1Thes 4,16). Der Herr vertraut die Sorge um die Heimholung seiner Braut also nicht den Engeln an.

Wen wird Er heimholen?

  • „Die Toten in Christus“ (1Thes 4,16)
    Diese Worte scheinen die Heiligen des Alten Testaments und die der Kirche einzuschließen. Dies steht im Einklang mit Römer 3,24-26, wo wir das Prinzip finden, dass von der „Erlösung, die in Christus Jesus ist“, sowohl die Gläubigen der Zeit vor dem Kreuz als auch die der „jetzigen Zeit“ profitieren.

  • „Wir, die Lebenden“ (1Thes 4,17)
    Dieser Ausdruck schließt zwei Dinge in sich: Das „wir“ zeigt, dass nur Gläubige, die Leben besitzen, die „Söhne des Lichts und Söhne des Tages“ (1Thes 5,5) sind, zum Herrn entrückt werden. Andererseits, wenn Paulus, als er die Thessalonicher anspricht, sagt: „Wir, die Lebenden“, so bedeutet dieser Ausdruck gleichzeitig, dass er die Wiederkehr des Herrn zu seinen Lebzeiten erwartete. In der Tat lehrt uns die Schrift immer, Ihn heute zu erwarten und nicht in einem Jahr, in zehn oder in tausend. Die Tatsache, dass der Herr Jesus während des Lebens des Apostels Paulus nicht wiedergekommen ist, schmälert in keiner Weise die Verheißung seiner Wiederkehr, sondern lehrt uns, dass auch wir Ihn erwarten sollen, und zwar heute.

  • „Alle“ (1Kor 15,51)
    Nicht nur die Gläubigen, die in ihrem Wandel treu sind, sondern alle Erlösten des Herrn werden bei seiner Wiederkehr entrückt werden, da sie ihr Vertrauen auf sein am Kreuz vollbrachtes Werk gesetzt haben. Nicht aufgrund ihrer Werke werden sie entrückt werden, sondern aufgrund seines Werkes. Einige werden gerettet werden „wie durchs Feuer“ (1Kor 3,15); sie werden ihrer Belohnung und ihrer Krone verlustig gehen wegen ihres untreuen Wandels. Aber keiner von denen, die wirklich von neuem geboren sind, die Kinder Gottes sind durch den Glauben, wird zurückgelassen werden.

Um entrückt zu werden, genügt es andererseits nicht, zu sagen „Herr, Herr“, wie im Matthäusevangelium (Mt 7,21) berichtet wird, auch nicht, wenn man in seiner Gegenwart gegessen und getrunken hat und seine Lehren gehört hat. Ihn mit den Lippen zu ehren, wenn das Herz von Ihm weit entfernt ist, gibt kein Leben, sondern macht die Verantwortlichkeit nur umso schwerer. Von dem, dem viel gegeben ist, wird viel verlangt werden; das Vorrecht gehabt zu haben, Dutzende, ja Hunderte von Male das Evangelium gehört zu haben, ohne persönlich zu Buße und Glauben gelangt zu sein, wird zur Folge haben, draußen zu stehen, sobald der Meister sich aufmacht und die Tür schließt (Lk 13,26). Lasst uns achtgeben, dass wir nicht zu solchen gehören!

Wie wird dies geschehen?

1Thes 4,16.17: Der Herr selbst wird … vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft.

Es wird nicht mehr möglich sein, sich im Moment der Wiederkunft des Herrn Jesus zu bekehren. Es braucht nicht lange Zeit, sich zu bekehren. Ein Blick zum Kreuz genügt, obwohl das vorausgehende Werk an Gewissen und Herz vielleicht lange gedauert hat. Aber selbst für diesen Blick auf das Kreuz wird es zu spät sein, wenn „in einem Nu, in einem Augenblick“ (1Kor 15,52) der Herr gekommen sein wird, um die Seinen zu sich zu holen.

Wann wird die Entrückung stattfinden?

Heb 10,37: Noch eine ganz kleine Zeit, und „der Kommende wird kommen und nicht ausbleiben“.

In der Offenbarung ist der Herr noch genauer. Im Sendschreiben an Philadelphia sagt Er zum ersten Mal: „Ich komme bald“ (Off 3,11). Und im letzten Kapitel der Bibel wird dieser Satz noch dreimal wiederholt. Es sind sogar die letzten Worte, die wird Ihn sagen hören, bevor sich das Buch schließt.

So wird also kein Datum festgelegt. Die Gläubigen werden jedoch aufgerufen, den Herrn jeden Tag zu erwarten; und wenn Er heute nicht gekommen ist, so ist morgen ein neues Heute. Andererseits haben wir nach dem, was wir im vorausgegangenen Kapitel gesehen haben, und aufgrund all der Textstellen, die sich hierauf beziehen, allen Grund anzunehmen, dass diese Ankunft stattfinden wird, bevor die Erde durch die schrecklichen Gerichte, die in der Zeit der großen Drangsal ihren Höhepunkt finden, heimgesucht wird. Die Kirche wird zu ihrem Bräutigam vorausgehen, um auf die Erde mit dem König der Herrlichkeit wiederzukehren (Off 19,14; Sach 14,5).

2.2 Die Ankunft in Herrlichkeit

Im Alten Testament kündigen viele Verheißungen das Reich des Friedens und der Gerechtigkeit des Messias auf der Erde an. Der Messias ist sehr wohl gekommen; das große Licht hat geleuchtet, aber Er wurde nicht als König aufgenommen; im Gegenteil, Er wurde weggetan und hat nichts gehabt (Dan 9,26). Die Erfüllung all dieser Verheißungen steht also noch offen. Sie werden erfüllt bei der Ankunft des Herrn Jesus in Herrlichkeit, wenn er sein Reich auf der durch die Gerichte gereinigten Erde aufrichten wird. Lies: Offenbarung 1,7.19; Matthäus 24,15.29-31; Sacharja 14,3.5; 2. Thessalonicher 1,7-10; 2,3-12.

All denen, die die Gnade abgelehnt haben, die „die Liebe zur Wahrheit“ nicht angenommen haben, um „errettet zu werden“, wird Gott „eine wirksame Kraft des Irrwahns“ senden, „dass sie der Lüge glauben“ (2Thes 1,10.11). So werden alle die, die das Evangelium vor der Wiederkehr des Herrn abgelehnt haben, nicht mehr die Möglichkeit haben, zu Ihm zu kommen.

Während der Zeitperiode, die der Entrückung der Gläubigen bis zur Wiederkehr des Herrn in Herrlichkeit folgt, wird das Evangelium des Reiches gepredigt werden, das ewige Evangelium (Off 14,6). Wir sehen in Offenbarung 7,9.14, dass während dieser Zeit eine „große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen“ gerettet werden wird, und dass sie, sei es, dass sie durch den Tod gehen, sei es, dass sie auf wunderbare Weise geschützt werden, am Reich Christi teilhaben werden.

Aber in dieser Zeitperiode werden die schrecklichen Gerichte, wie sie durch die Siegel, dann durch die Posaunen und Schalen dargestellt werden, einen sehr großen Teil der auf der Erde lebenden Menschen vernichten: ein Viertel; und dann ein Drittel durch die Siegel und die Posaunen (Off 6,8; 9,18 etc.). Ströme von Blut werden vergossen werden (Off 14,17-20; Jes 13,9-12). Nach Sacharja 13,8 werden zwei Drittel der in ihr Land zurückgekehrten Juden ausgerottet werden, und in Harmagedon (Off 16,12-16; 19,19-21) in Palästina werden unzählbare Armeen des Westens vernichtet werden. Nach Hesekiel 38-39 wird in Verbindung mit der Invasion von Gog und Magog ein derartiges Massensterben stattfinden, dass sieben Monate notwendig sein werden, um die Leichen zu begraben (Hes 39,12). Ein Vers wie Sacharja 14,12 lässt an Vernichtungswaffen denken, wie wir sie heute sehen.

Die herrliche Erscheinung des Herrn wird dieser furchtbaren Zeitperiode ein Ende machen. Sie wird für alle sichtbar (Off 1,7) und plötzlich (1Thes 5,2.3) sein. Er wird kommen inmitten seiner heiligen Tausende (Jud 14.15), auf den Ölberg (Sach 14,3.4), wo Er einst den Kelch aus der Hand des Vaters annahm (Mt 26,30.39) und von wo aus Er in den Himmel emporgehoben wurde (Apg 1,11.12). Eben dort hatte die Herrlichkeit des HERRN, als Er den Tempel von Jerusalem verließ, innegehalten, bevor sie widerstrebend verschwand (Hes 11,22.23).

Seine Erscheinung wird die Vernichtung des „Menschen der Sünde“ zur Folge haben (2Thes 2,3), den Sieg über die aufrührerischen Nationen (Off 17,14) und die Befreiung der gläubigen Juden. Das Tier und der falsche Prophet werden lebendig in den Feuersee geworfen werden (Off 19,20), und Satan wird 1000 Jahre gebunden werden (Off 20,1-3).

Dann wird der verachtete Name Jesus von allen anerkannt werden (Phil 2,9-11); der Sohn des Menschen wird das Königreich bekommen, das nicht vergehen wird (Dan 7,13.14), und der, der sich einst weigerte, vor Satan niederzufallen, um die Herrschaft über die Welt zu haben, wird „die Nationen zum Erbteil“ und „die Enden der Erde als Besitztum“ (Ps 2,8) erhalten. Der erniedrigte Sohn des Menschen wird hoch erhoben und mit Herrlichkeit und Ehre auf der Erde gekrönt werden (Ps 8,5). In Offenbarung 20,1-7 wird sechsmal wiederholt, dass das Reich 1000 Jahre dauern wird.


Originaltitel: „Courte étude sur la venue du Seigneur (3)“
Quelle: http://www.bible-notes.org/article-614-courte-etude-sur-la-venue-du-seigneur-3.html 

Übersetzung: G. Hensel  

Letzte Aktualisierung am 14.1.2014
 

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