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Die himmlischen Segnungen nach 5. Mose (4) - D. Schürmann
      
Der Autor
Kurzbiographie
D.Schürmann

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Die himmlischen Segnungen nach 5. Mose (4)
5. Mose 8
D. Schürmann
© SoundWords    Zugriffe: 4468    seit: 17.12.2011  
Foto: LB

 


Leitverse: 5. Mose 8

Inhalt

Eine Prüfungszeit

Der Segen des Landes

Sieben Sorten Frucht

     1. Weizen

     2. Gerste

     3. Wein

     4. Feigen

     5. Granatäpfel

     6. Oliven

     7. Honig

Bodenschätze

Der volle Segen

Eine Prüfungszeit

5Mo 8,1: Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, es zu tun; damit ihr lebt und euch mehrt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR euren Vätern zugeschworen hat.

Gott gibt alle diese Belehrungen, weil sie für uns Notwendigkeiten für den Genuss der Segnungen des Landes beinhalten. Wie sollen wir das Land — die Segnungen des Himmels — wertschätzen, wenn unsere Herzen nicht mit Gottes Herzen geistlich in Übereinstimmung sind? Das ist unmöglich.

5Mo 8,2a: Und du sollst dich an den ganzen Weg erinnern, den der HERR, dein Gott, dich hat wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste,

Um das Land wertzuschätzen, sind die Wüstenerfahrungen nötig. Gerade durch den Hunger in der Wüste bekommen wir Appetit auf das Brot des Lebens. Wir Christen halten uns, im Gegensatz zu den Israeliten, während unseres Aufenthalts auf der Erde gleichzeitig im Land (d.h. in den Dingen Gottes) und in der Wüste auf (den irdischen Umständen). Für uns erweist sich die Qualität der Segnungen des ewigen Lebens gerade dadurch, dass sie ihre Kraft und Schönheit in den oft traurigen und schwierigen Umständen des irdischen Lebens zeigen. Die Prüfungsperiode in den irdischen Umständen, die Gott für uns vorgesehen hat, ist für einen jeden von uns eine von Ihm abgemessen Zeit: 40 geistliche Jahre. Die Zahl 40 spricht in der Schrift von dieser abgeschlossenen Prüfungsperiode.

5Mo 8,2b: … um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

Diese Prüfungszeit lässt uns erkennen, wer wir selbst sind. Sie zeigt uns unser Versagen und bringt uns zur Demütigung.

5Mo 8,3: Und er demütigte dich und ließ dich hungern; und er speiste dich mit dem Man, das du nicht kanntest und das deine Väter nicht kannten, um dir kundzutun, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht.

Aber in der Not offenbart Gott seine Hilfe. Und so lernen wir nicht nur, wer wir selbst sind, sondern auch wer Gott ist. Allerdings bringt uns das noch mehr zur Demütigung, weil wir erfahren, dass Gott trotz unseres Versagens so gnädig ist.

Um in diesen Umständen unseren Weg nach Gottes Gedanken gehen zu können und nicht durch den Druck und die Not unterzugehen, nähren wir uns von dem Manna, dem Herrn Jesus, so wie Er in der Wüste, in den Umständen hier auf der Erde war. Darin finden wir sowohl die Motivation als auch die Belehrung und die Kraft, um uns Ihm ähnlich zu verhalten. Aber in dieser Niedrigkeit entdecken wir auch die Herrlichkeit des ewigen Lebens, eine in dieser Welt völlig unbekannte Sache: „… dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“ (Joh 17,3).

Dieser Vers aus 5. Mose ist das Wort, dass der Herr als Erstes dem Teufel entgegenhielt (Mt 4,4), als Ihn hungerte. Es geht um ALLES, was Gott sagt. Wir können uns nicht das aussuchen, was uns passt. Wir sollten auch nicht nur bei bestimmten Gelegenheiten, wenn es schwierig ist, nach dem Wort Gottes fragen, sondern immer auch in den Kleinigkeiten. Dann können wir großartige Erfahrungen mit Gott machen, wie wir das in Vers 4 finden:

5Mo 8,4: Deine Kleidung ist nicht an dir zerfallen, und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre.

Die Kleidung, die Gott uns schenkt, ist der Herr Jesus (Röm 13,14; Gal 3,27). Der „neue Mensch, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Eph 4,24; Kol 3,10), und seine Waffenrüstung (Eph 6,11-18) verschleißen nicht und werden nicht beschädigt. Auch „herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut, Langmut“, die Kleidung von Kolosser 3,12, veralten nicht.

5Mo 8,5.6: 5 So erkenne in deinem Herzen, dass, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, der HERR, dein Gott, dich züchtigt; 6 und halte die Gebote des HERRN, deines Gottes, um auf seinen Wegen zu wandeln und ihn zu fürchten.

Zucht sieht vordergründig nicht nach Liebe aus. Doch ist es bei Gott gerade Liebe, wenn Er uns züchtigt. Das ist schon in irdischen Familien zwischen Eltern und Kindern so (Heb 12,4-8).

Gott möchte, dass wir wirklich nicht nur Kinder, sondern Söhne sind. Sohnschaft ist etwas zur Freude Gottes und nicht in erster Linie für uns selbst.

In Matthäus 3,17 finden wir den vollkommenen Sohn, der in 30 Jahren verborgenen Lebens immer zur Freude des Vaters war. Auch die Jahre seines Dienstes änderten daran nichts (Mt 17,5). Er musste nie gezüchtigt werden. Auch wir sind nach Epheser 1,5 zur Freude Gottes bestimmt. Aber wir sind keine vollkommenen Söhne. Daher benötigen wir Züchtigung, damit wir in Übereinstimmung mit Gottes Gedanken und zu seiner Freude leben. Diese Züchtigung bewirkt, dass immer mehr von dem verschwindet, was nicht zu seiner Freude ist. „Denn wen der HERR liebt, den züchtigt er, und zwar wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat“ (Spr 3,12). „Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe verschaffen und deiner Seele Wonne gewähren“ (Spr 29,17).

Sohnschaft hat viel mit dem Land — dem Bereich der himmlischen Segnungen — zu tun, wie uns das auch Epheser 1,3-5 zeigt, weil Gott mit seinen Söhnen Gemeinschaft haben möchte über das, was Ihm am Wichtigsten ist. Aber auch ein anderer Aspekt der Sohnschaft verbindet sie mit dem Land: Wenn wir Söhne sind, so sind wir auch Erben (Gal 4,6.7). Sohnschaft ist also nicht nur etwas für Gott, sondern sie bedingt auch für uns Erbschaft. Beides ist aufs engste miteinander verbunden.

Die Ausbildung für die Übernahme der Erbschaft findet aber in der Wüste statt.

5Mo 8,6.7: 6 Und halte die Gebote des HERRN, deines Gottes, um auf seinen Wegen zu wandeln und ihn zu fürchten. 7 Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land.

Der Gehorsam Gott gegenüber sollte nicht aus Zwang bestehen, sondern eine Antwort auf die Güte Gottes sein. Weil Er so viel Gutes für uns vorgesehen hat, kann es eigentlich nicht anders sein, als das wir Ihn lieben und die Liebe sich in Gehorsam beweist.

Der Segen des Landes

5Mo 8,7: Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Niederung und im Gebirge entspringen.

Dieser Vers bringt uns nun zu den Segnungen des Landes. Zunächst werden uns drei Sorten Gewässer vorgestellt (Wasserbäche, Quellen, Gewässer):

  1. Das lebendige Wasser (Wasserbäche) ist ein Bild des Heiligen Geistes, wie uns Johannes 7,38.39 belehrt. Dabei reden die Wasserbäche insbesondere von dem Transportieren des Segens zu anderen. Das ewige Leben ist nicht nur für uns. Der Heilige Geist will uns gebrauchen, damit auch andere den Segen des ewigen Lebens kennenlernen. So sollen aus unserem Leib Ströme lebendigen Wassers fließen. Es ist nicht Gottes Absicht, dass wir diese Dinge für uns behalten und nur für uns selbst genießen.

  2. Die Quellen reden davon, dass der Geist uns mit dem ewigen Leben im Himmel verbindet; Er ist in uns eine „Quelle, die ins ewige Leben quillt“ (Joh 4,14). Ohne das Wirken des Geistes, der nach der Himmelfahrt des Herrn aus dem Himmel gekommen ist, wird die Beschäftigung mit den Segnungen des ewigen Lebens nur eine theologische Wissensbereicherung sein, die uns kaum glücklich machen wird. Die Wasser sind nötig, um die Frucht hervorkommen zu lassen. So ist der Heilige Geist nötig, um die Frucht für uns genießbar zu machen.

  3. Die Gewässer oder Tiefen (oder anders übersetzt: „der reichste Wasservorrat“) erinnern an die Tiefen der Gedanken Gottes, mit denen der Heilige Geist uns bekanntmachen möchte. Dafür ist Er von dem verherrlichten Menschen, dem Herrn Jesus, herabgesandt worden: „Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh 14,26). „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten … Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen empfängt und euch verkündigen wird“ (Joh 13,13-15).

Der Heilige Geist ist immer und in allen Umständen für uns da. Die Wasser stehen uns in der Niederung (in traurigen Umständen) sowie im Gebirge (in freudigen Umständen) zur Verfügung. Die Wasser sind notwendig, um die folgenden Früchte des Landes hervorkommen zu lassen.

Sieben Sorten Frucht

5Mo 8,8.9: 8 … ein Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen; 9 ein Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig;

In diesen beiden Versen werden uns sieben Sorten Frucht vorgestellt, die uns das Licht des ewigen Lebens wie durch ein Prisma in einzelne Farben aufsplitten:

1. Weizen

Von dem Weizen heißt es in 2. Mose 34,22: „Und das Fest der Wochen, der Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern.“ Das Fest der Wochen fand fünfzig Tage nach dem Fest der Erstlingsgarbe statt. Das griechische Wort pentecoste („fünfzig“) wurde zur Zeit des Herrn „Pfingsten“ genannt. Hier steht also der Weizen mit dem Fest der Pfingsten in Verbindung. Dieses Fest wird nach Apostelgeschichte 2 durch die Bildung der Gemeinde gekennzeichnet. Gottes himmlisches Volk, das verbunden ist mit dem verherrlichten Herrn im Himmel, wurde dort gebildet (1Kor 12,13). Der Herr Jesus war als Mensch im Himmel verherrlicht worden, und der Heilige Geist hatte diese Verherrlichung gesehen. Er konnte jetzt durch sein Kommen auf die Erde von dieser Verherrlichung Zeugnis geben (vgl. Joh 7,39). Die Bildung der Gemeinde hängt untrennbar mit dem Kommen des Geistes zusammen, denn das Kommen des Heiligen Geistes ermöglichte es erst, dass zerstreute Kinder Gottes, die Frucht des Weizenkorns, zu einem Leib zusammengetauft (1Kor 12,13) und mit diesem verherrlichten Haupt im Himmel verbunden werden konnten (Eph 1,22).

Von dieser gerade erwähnten Frucht des Weizenkorns spricht Johannes 12,23-26: „Jesus aber antwortet ihnen und spricht: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach; und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn jemand mir dient, so wird der Vater ihn ehren.“

Wir erfahren in diesen Versen, auf welche Weise das ewige Leben zu uns gekommen ist. Das ewige Leben kam nicht zu uns, indem der Herr Jesus Mensch wurde, auch nicht, indem der Herr Jesus ein heiliges Leben zur Freude des Vaters lebte. Wenn es nur dabei geblieben wäre, dann wäre das Weizenkorn allein geblieben, und die vielen Wohnungen im Vaterhaus würden auf ewig leer bleiben. Allein dadurch, dass der Herr Jesus als das wahre Weizenkorn in die Erde gelegt wurde, starb und wieder auferstand, konnte viel Frucht hervorkommen, und unzählig viele Menschen konnten in den Besitz des Lebens des Herrn, des ewigen Lebens, kommen. Nur weil der Herr Jesus als das wahre Weizenkorn starb, konnte Er anschließend viele Söhne zur Herrlichkeit führen (Heb 2) und können die „vielen Wohnungen“ (Joh 14) im Vaterhaus gefüllt werden. Aufgrund seines Werkes wurde der Herr als Mensch verherrlicht. Jetzt kann Er sein Leben teilen mit anderen Menschen, die der Vater Ihm gegeben hat; Er ist jetzt mit seinem himmlischen Volk aufs engste verbunden, ja Er ist in ihnen und sie in Ihm. Sie werden jetzt durch dasselbe Leben gekennzeichnet, das Er hat und das sich in Ihm offenbart hat — sie „sind alle von einem“ (Heb 2,11).

In diesem Vers wird das ewige Leben als etwas Zukünftiges in der Herrlichkeit gesehen. Der Herr Jesus hat diesen Platz jetzt schon eingenommen. Und wir sind zwar noch in der Welt, doch sind wir dort mit Ihm schon heute als die Frucht seiner Auferstehung verbunden. Wir sind nicht mehr mit der Welt verbunden. Wir hassen unser Leben in der Welt, das heißt, wir verleugnen jeden Anspruch für das Leben in dieser Welt im Hinblick auf das, was das ewige Leben angeht. Doch obwohl wir jetzt noch in der Welt sind, ist unser Anteil am ewigen Leben bereits völlig sicher. Das ewige Leben finden wir dort, wo die Heimat dieses Lebens ist, nämlich da, wo der Herr Jesus als Vorläufer bereits hingegangen ist: zum Vater. Um das zu bestätigen, fügt der Herr hinzu: „Wo ich bin, da wird auch mein Diener sein“ (Joh 12,26). Selbst wenn wir unser irdisches Leben verlieren sollten, werden wir durch die Auferstehung einmal im Vaterhaus ankommen, wohin der auferstandene Herr vorausgegangen ist. Paulus hat es so ausgedrückt: „Wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen“ (1Kor 15,48).

Dass wir so geworden sind, ist dadurch möglich geworden, weil der Herr Jesus durch sein Werk am Kreuz nicht nur das Problem der Sünde und unserer Sünden gelöst hat, sondern weil Er als Mensch Gott so besonders verherrlicht hat. Deshalb kann Gott jetzt Menschen mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern segnen: „Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und sogleich wird er ihn verherrlichen“ (Joh 13,31.32).

Der Herr Jesus teilt jetzt seine Herrlichkeit mit uns und wird bald auch seine Wohnung, das Haus des Vaters, mit uns teilen. Weil Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern und der Erstgeborene aus den Toten ist, besitzt Er allerdings auch eine einzigartige Herrlichkeit, die wir zwar anschauen, aber nicht teilen werden.

2. Gerste

So wie der Weizen mit dem Fest der Wochen (Pfingsten) in Verbindung steht, so steht die Gerste besonders mit dem Fest der Erstlingsgarbe in Verbindung. Dieses Fest fand an einem Sonntag fünfzig Tage vor dem Pfingstfest statt und spricht daher, wie wir im ersten Korintherbrief lesen, von der Auferstehung des Herrn, dem Erstling der Entschlafenen: „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in dem Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus; dann die, die des Christus sind bei seiner Ankunft“ (1Kor 15,20).

Von der Gerste lesen wir auch in Johannes 6,9.13, wenn es um die Speisung der Fünftausend mit Gerstenbroten geht. In allen Evangelien kommt diese Speisung vor, doch nur hier in Johannes 6, wo uns über das ewige Leben erzählt wird, wird uns mitgeteilt, dass es Gerstenbrote waren. Besonders dieses Kapitel spricht viermal von der Auferstehung (V. 39.40.44.54), fünfmal vom „ewigen Leben“ (V. 27.40.47.54.68) und zweimal von „leben in Ewigkeit“ (V. 51.58). Die regelmäßige Beschäftigung — so wie das tägliche Essen von physischem Brot — mit dem Herrn Jesus als dem, der von Gott gesandt wurde wie das Brot aus dem Himmel und der gestorben ist (Blut und Fleisch getrennt und für uns gegeben), ist die praktische Verbindung mit seinem Leben, dem ewigen Leben in uns. So wie es in Vers 56 heißt: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.“ Wir bleiben in Ihm, wo Er jetzt ist, in der Lebenssphäre, an dem Platz, den Er jetzt einnimmt bei dem Vater. Und Er ist in uns hier auf der Erde.

Als das lebendige Brot ist Er vom Himmel gekommen, damit wir Leben haben: „Wie der lebendige Vater mich gesandt hat und ich lebe des Vaters wegen, so auch, wer mich isst, der wird auch leben meinetwegen“ (Joh 6,57).

So wie die Gerste die erste Frucht ist, die die Ernteperiode einleitet, die erste, die beweist, dass aus dem in die Erde gelegten Samenkorn segensreiche Frucht hervorgekommen ist, so erinnert sie uns neutestamentlich an die Kraft und die Ergebnisse der Auferstehung Christi, an denen wir teilhaben dürfen.

3. Wein

Der Wein erfreut Gott und Menschen (Ri 9,13). Der neutestamentliche Wein kommt von dem „wahren Weinstock“ (Joh 15), dem Herrn Jesus, und wird durch uns, die Reben, wenn wir in Ihm bleiben, hervorgebracht. Das geschieht unter der Pflege und durch die Fürsorge des Vaters, damit wir nicht nur Frucht, sondern mehr Frucht und vor allen Dingen bleibende Frucht bringen. Das Ergebnis ist Freude: „… damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde“ (Joh 15,11) — unsere Freude wird immer mehr in Harmonie mit seiner Freude sein.

Der Herr Jesus möchte, dass seine Freude wirklich vollkommen in uns ist: „Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben“ (Joh 17,13). Das ist der Inhalt des ewigen Lebens. Unsere Gemeinschaft ist mit dem Sohn und dem Vater, damit unsere Freude völlig werde: „Das Leben ist offenbart worden, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns offenbart worden ist); was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude völlig sei“ (1Joh 1,2-4). Wir erkennen nun den Vater, weil wir den Sohn erkannt haben, und wir kennen den Sohn, wie der Vater den Sohn kennt, obwohl es in dieser Erkenntnis auch einen Bereich gibt, den wir nicht ergründen können (Mt 11,27). Ist das nicht Grund genug, um „nur fröhlich [zu] sein“ (5Mo 16,15)?

So wie die Gerste mit dem Fest der Erstlingsgarbe und der Weizen mit dem Fest der Wochen, Pfingsten, zu tun hat, so hat der Wein mit dem Fest der Laubhütten, dem letzten Fest nach der letzten Ernte der Weinlese zu tun. Dann sind auch die Weintrauben eingesammelt und gepresst: „Das Fest der Laubhütten sollst du dir sieben Tage feiern, wenn du den Ertrag von deiner Tenne und von deiner Kelter einsammelst“ (5Mo 16,13). Auch hier ist das Ergebnis Freude: „Und du sollst nur fröhlich sein“ (5Mo 16,15).

Diese in den Versen 8 und 9 genannten drei Früchte Weizen, Gerste und Wein finden wir buchstäblich im Johannesevangelium. Sie finden sich auch in den Symbolen des Mahles des Herrn, das von seinem Tod und dessen Folgen spricht: die Auferstehung, die Verherrlichung, die Gabe des Geistes, mit der wir zu einem Leib getauft und mit Ihm als verherrlichtem Haupt aufs engste verbunden sind. In ähnlicher Weise sprich auch der Kelch voller Segnungen zu unserer Freude von den Segnungen des Todes Christi.

Nun kommen wir zu den drei Baumfrüchten des Landes: Feigen, Granatäpfel, Oliven. Die ersten drei Früchte — Weizen, Gerste und Wein — haben wir besonders in den Schriften des Johannes gefunden. Die folgenden drei Früchte vom Feigen-, Granatapfel- und Olivenbaum finden wir mehr in den Schriften des Paulus. Denn so wie Johannes spricht auch Paulus von der Frucht. Er schreibt in Philipper 1,11 und Hebräer 12,11 von der „Frucht der Gerechtigkeit“, in Römer 6,22 von der „Frucht der Heiligkeit“ (auch wenn dort steht „Frucht zur Heiligkeit“), und in Galater 5,22 von der „Frucht des Geistes“. Und ich denke, dass wir diese drei Früchte auch in jenen drei Früchten wiedererkennen, die uns jetzt in den drei Fruchtbäumen vorgestellt werden: Feigenbaum, Granatapfelbaum und Olivenbaum.

4. Feigen

Der Feigenbaum ist ein Bild von Israel in seiner Verantwortlichkeit, um Frucht für Gott zu bringen. So lesen wir in Jeremia 8,13: „Wegraffen werde ich sie, spricht der HERR. Keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Blatt ist verwelkt: So will ich ihnen solche bestellen, die sie verheeren werden.“

Wir sehen das aber auch in neutestamentlichen Stellen, wo der Herr Jesus über Israel spricht: „Frühmorgens aber, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn. Und als er einen Feigenbaum am Weg sah, ging er auf ihn zu und fand nichts daran als nur Blätter. Und er spricht zu ihm: Nie mehr komme Frucht von dir in Ewigkeit! Und sogleich verdorrte der Feigenbaum. Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum sogleich verdorrt!“ (Mt 21,18-20). Ebenso in Lukas 13,6-9: „Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war; und er kam und suchte Frucht an ihm und fand keine. Er sprach aber zu dem Weingärtner: Siehe, seit drei Jahren komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine; hau ihn ab, wozu macht er auch das Land unnütz? Er aber antwortet und sagt zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn herum gegraben und Dünger gelegt habe; und wenn er etwa Frucht bringt, gut, wenn aber nicht, so kannst du ihn künftig abhauen.“ Der Herr Jesus hatte die Frucht der Gerechtigkeit an diesem Feigenbaum gesucht, sie aber nicht gefunden.

Es gab eine Zeit, als dieser Feigenbaum keine praktische Frucht der Gerechtigkeit brachte, und diese Zeit dauert noch heute an. Aber er wird diese Frucht bringen. Das Hohelied zeigt uns prophetisch, was sich noch kurz vor dem Tausendjährigen Reich mit Israel ereignen wird: „Der Feigenbaum rötet seine Feigen, und die Weinstöcke sind in der Blüte, geben Duft. Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!“ (Hld 2,13). Das wird auch in Matthäus 24,32 angedeutet: „Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich wird und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.“ Wenn Israel umkehren und in das Reich eingehen wird, dann werden alle Gerechte sein (Jes 60,21).

Der Feigenbaum hatte schon einmal Frucht gebracht. Die Erzväter waren die erste Frucht des Feigenbaums: „Ich fand Israel wie Trauben in der Wüste; wie eine Frühfrucht am Feigenbaum, in seinem ersten Trieb, ersah ich eure Väter“ (Hos 9,10a). Aber dann kam das Böse, das ungerechte Verhalten Gott gegenüber, indem sie seine Anrechte missachteten: „Sie aber gingen nach Baal-Peor und weihten sich der Schande, und sie wurden Gräuel wie ihr Liebhaber“ (V. 10b).

In Jeremia 24 zeigen uns die guten Feigen die Gerechten und die schlechten Feigen die Ungerechten. Jeremia 24,7 zeigt uns dann, dass der Zeitpunkt kommt, dass sie dieses ungerechte Verhalten einmal bereuen werden: „Und ich will ihnen ein Herz geben, mich zu erkennen, dass ich der HERR bin; und sie werden mein Volk, und ich werde ihr Gott sein; denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.“

Das „unflätige Kleid“ selbstgewirkter Gerechtigkeit (Jes 64,5), mit dem Adam und Eva sich bekleideten, bestand aus Feigenblättern. Die Feigen sprechen somit von der Frucht der Gerechtigkeit. Diese steht nach Philipper 1,10.11 in Verbindung mit der Verantwortlichkeit bezüglich des Tages des Herrn und wird durch Ihn bewirkt: „… damit ihr prüfen mögt, was das Vorzüglichere ist, damit ihr lauter und ohne Anstoß seid auf den Tag Christi, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus ist, zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes.“

Damit diese Frucht der Gerechtigkeit bei uns zustande kommt, haben wir die Züchtigung des Vaters nötig, um Gehorsam (unsere Verantwortlichkeit) zu lernen: „Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude, sondern der Traurigkeit zu sein; danach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt worden sind“ (Heb 12,11).

Diese Friedsamkeit finden wir auch in Jakobus 3,18. Wenn dort von Frieden als der Frucht der Gerechtigkeit gesprochen wird („Die Frucht der Gerechtigkeit in Frieden aber wird denen gesät, die Frieden stiften“), dann wird vorher in Vers 12 von der Frucht des Feigenbaums gesprochen. Diese Frucht möchte der Geist in uns bewirken (Jak 4,5).

Wenn der Feigenbaum Israels wieder Frucht tragen wird, werden Frieden und Gerechtigkeit sich küssen: „Güte und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst. Wahrheit wird sprossen aus der Erde, und Gerechtigkeit herniederschauen vom Himmel“ (Ps 85,11.12).

Eine weitere Frucht der Gerechtigkeit ist Heilung. So lesen wir in Jesaja 38,21: „Und Jesaja hatte gesagt, dass man einen Feigenkuchen als Pflaster nehmen und ihn auf das Geschwür legen solle, damit er genese.“ Wenn der Feigenbaum keine Frucht bringt, gibt es weder Frieden noch Heilung: „Und sie heilen die Wunde der Tochter meines Volkes leichthin und sprechen: ,Frieden, Frieden!‘, und da ist doch kein Frieden. Sie werden beschämt werden, weil sie Gräuel verübt haben. Ja, sie schämen sich keineswegs, ja, Beschämung kennen sie nicht. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie straucheln, spricht der HERR. Wegraffen werde ich sie, spricht der HERR. Keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Blatt ist verwelkt: So will ich ihnen solche bestellen, die sie verheeren werden. Wozu bleiben wir sitzen? Versammelt euch, und lasst uns in die festen Städte ziehen und dort umkommen. Denn der HERR, unser Gott, hat uns zum Untergang bestimmt und uns mit bitterem Wasser getränkt, weil wir gegen den HERRN gesündigt haben. Man hofft auf Frieden, und da ist nichts Gutes; auf die Zeit der Heilung, und siehe da, Schrecken“ (Jer 8,11-15).

Auch diese Frucht steht mit dem ewigen Leben in Verbindung. So lesen wir in Römer 5,21: „… damit … die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben.“

5. Granatäpfel

Diese Früchte finden sich am Saum des Kleides des Hohenpriesters: „Und mache das Oberkleid des Ephods ganz aus blauem Purpur. Und seine Kopföffnung soll in seiner Mitte sein; eine Borte soll es an seiner Öffnung haben ringsum, in Weberarbeit; wie die Öffnung eines Panzers soll es daran sein, damit es nicht einreiße. Und an seinen Saum mache Granatäpfel aus blauem und rotem Purpur und Karmesin, an seinen Saum ringsum, und Schellen aus Gold zwischen ihnen ringsum; eine Schelle aus Gold und einen Granatapfel, eine Schelle aus Gold und einen Granatapfel an den Saum des Oberkleides ringsum. Und Aaron soll es anhaben, um den Dienst zu verrichten, damit sein Klang gehört werde, wenn er ins Heiligtum hineingeht vor den HERRN und wenn er hinausgeht, damit er nicht sterbe“ (2Mo 28,31-35; siehe auch 39,24-26).

Das Kleid des Hohenpriesters war blau, die Farbe des Himmels. Und der Saum enthielt abwechselnd goldene Schellen und Granatäpfel aus blauem und rotem Purpur sowie Karmesin. Diese Farben zeugen besonders von der Herrlichkeit des Herrn Jesus, des himmlischen Menschen, so wie Er sie hier auf der Erde offenbart hat. Das, was sich unmittelbar über der Erde, am Saum, an dem Kleid befand, sollte Herrlichkeit offenbaren, und es bildete den Kontrast zu dem Staub und Sand der Erde. So war der Herr Jesus auch in der Welt, aber nicht von der Welt. Er lebte ein Leben durch den Geist, so wie das Öl bei der Salbung des Hohenpriesters auf diesen Saum floss (s. Ps 133).

Seine Position ist auch die unsrige. Und so sind auch wir nicht von der Welt, wir gehören schon jetzt zum Vaterhaus, weil wir Söhne Gottes sind. Das muss praktisch durch ein abgesondertes, für Gott geheiligtes Leben verwirklicht werden, so wie wir das in 2. Korinther 6,17 beschrieben finden: „Darum geht aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen; und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige.“ Auch in 1. Timotheus 6,11 finden wir diesen Gedanken: „Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge; strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut des Geistes.“ In Übereinstimmung damit bittet der Herr den Vater in Johannes 17,17.19: „Heilige sie durch die Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit. … Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.“

Des Weiteren finden wir Granatäpfel an den Kapitellen im Heiligtum des Tempels (1Kön 7,18.20.42). Auch das zeigt uns, dass sie die sichtbare Zierde der Heiligkeit sind.

Ähnlich ist der Gedanke im Hohenlied, wo wir die Granatäpfel als ein Bild der Hingabe der Braut an den Bräutigam finden: „Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, meine Braut, ein verschlossener Born, eine versiegelte Quelle. Was dir entsprosst, ist ein Lustgarten von Granatbäumen samt edlen Früchten, Zyperblumen samt Narden; Narde und Safran“ (Hld 4,12-14).

Die Braut ist ein Paradies von Granatäpfeln für den Bräutigam, ein geschlossener Garten, geschlossen für alle anderen, offen nur für den Bräutigam. Das, was sich im Inneren an Emotionen für den Bräutigam abspielt, wird äußerlich als Erstes an der Rötung der Schläfen sichtbar, und so wird die Schläfe mit einem aufgeschnittenen Granatapfel, das heißt mit seiner stark roten Schnittfläche verglichen: „Wie ein Schnittstück eines Granatapfels ist deine Schläfe hinter deinem Schleier.“

Heiligkeit hat ihre Quelle in der Liebe der Hingabe, nicht im Gesetz, selbst nicht im Glauben: „Euch aber mache der Herr völlig und überströmend in der Liebe zueinander und zu allen (wie auch wir euch gegenüber sind), um eure Herzen zu befestigen, dass ihr untadelig seid in Heiligkeit, vor unserem Gott und Vater, bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen.“

In der frühen Gemeinde finden wir diese Wirksamkeit der Liebe. So lesen wir in Apostelgeschichte 4,32: „Die Menge derer aber, die gläubig geworden waren, war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seiner Habe sein Eigen wäre, sondern sie hatten alles gemeinsam.“ Hier wurde die natürliche Selbstsucht des menschlichen Herzens durch die der göttlichen Liebe innewohnende Kraft verdrängt. Auch der Kommunismus hatte dieses Ziel, nicht aber diese Kraft der Liebe, sondern nur die Kraft der Gewalt und des Zwangs. Damit konnte dieses Ziel aber niemals erreicht werden und blieb bei all diesen Versuchen immer Utopie.

Eines der Besonderheiten des Granatapfels ist, dass er voller Kerne ist, voller Zeugungskraft. Daran werden wir erinnert, wenn wir dann weiter in Apostelgeschichte 4,33 lesen: „Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab; und große Gnade war auf ihnen allen.“ Dieses Wirken der Liebe führte zu wahrer Absonderung: „Von den Übrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschließen, sondern das Volk rühmte sie“ (Apg 5,13).

In Hohelied 6,11 finden wir die Blüten der Granatäpfel, und auch dort ist der Gedanke, dass der Garten des Bräutigams — die Braut, wie wir in Kapitel 4,12 gesehen haben — sich für den Bräutigam entwickelt: „In den Nussgarten ging ich hinab, um die jungen Triebe des Tales zu besehen, um zu sehen, ob der Weinstock gesprosst hätte, ob die Granatbäume blühten.“

Insgesamt wird also deutlich, dass der Granatapfel von Heiligung, Absonderung und Hingabe spricht. Auch diese Eigenschaften stehen mit dem ewigen Leben in Verbindung, wie uns Römer 6,22 zeigt: „Jetzt aber, von der Sünde freigemacht und Gott zu Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben.“

6. Oliven

Mit dem Ausdruck „ölreiche Olivenbäume“ (5Mo 8,9) wird schon darauf hingewiesen, worum es bei den Olivenbäumen geht. Aus Oliven gewonnenes Öl ist in der Heiligen Schrift ein Bild vom Heiligen Geist. So wie einst Priester, Propheten und Könige mit Salböl gesalbt wurden, so sind auch wir mit dem Heiligen Geist gesalbt.

In Römer 11 finden wir in dem Ölbaum die Wirksamkeit des Geistes Gottes, um ein königliches und priesterliches Zeugnis auf der Erde aufrechtzuerhalten. Es geht um Teilhabe an der Fettigkeit des Ölbaums, den Segnungen, die Gott durch seinen Geist an dem Baum schenkt.

Die zwei Ölbäume in Sacharja 4,3-6 stellen den Messias als König und Priester in der Kraft des Geistes Gottes dar, der nicht durch menschliche Macht und menschliche Kraft wirkt, sondern durch den Geist Gottes: „… und zwei Olivenbäume neben ihm, einer rechts des Ölbehälters und einer links von ihm. Und ich hob an und sprach zu dem Engel, der mit mir redete, und sagte: Mein Herr, was sind diese? Und der Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese sind? Und ich sprach: Nein, mein Herr. Da antwortete er und sprach zu mir und sagte: Dies ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.“

Dafür wohnt auch der Geist Gottes in uns, dass wir das ewige Leben kennenlernen: „Wer irgend aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt“ (Joh 4,14). Diese Quelle Wassers ist nach Johannes 7,39 der Heilige Geist.

Auch 1. Johannes 5,6.11 zeigt uns diesen Gedanken: „Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht durch das Wasser allein, sondern durch das Wasser und durch das Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt, weil der Geist die Wahrheit ist. … Und dies ist das Zeugnis: dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“

Galater 6,8 zeigt uns, dass dies in unserem Leben verwirklicht werden muss: (1) indem wir auch die Dinge tun, zu denen der Geist uns Kraft geben möchte und die seine Früchte hervorbringen, und (2) indem wir die Dinge meiden, die die böse Frucht des Fleisches hervorbringen: „Denn wer für sein eigenes Fleisch sät, wird von dem Fleisch Verderben ernten; wer aber für den Geist sät, wird von dem Geist ewiges Leben ernten.“ Nur auf diesem Weg können wir auch praktisch etwas von dem ewigen Leben erfahren. In den Versen 9 und 10 wird uns gezeigt, wie wir „für den Geist säen“: „Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. Also nun, wie wir Gelegenheit haben, lasst uns das Gute wirken gegenüber allen, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.“ Es geschieht durch die Betätigung der Liebe. Auch Vers 2 dieses Kapitels zeigt uns das schon: „Einer trage des anderen Lasten, und so erfüllt das Gesetz des Christus.“

Wenn uns in Galater 5,22 die neunfältige Frucht des Geistes beschrieben wird, dann steht dabei ein Aspekt im Vordergrund: die Liebe. So lesen wir in den Versen 9-15: „Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. Also nun, wie wir Gelegenheit haben, lasst uns das Gute wirken gegenüber allen, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens. … Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder; nur gebraucht nicht die Freiheit zu einem Anlass für das Fleisch, sondern durch die Liebe dient einander. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: ,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Wenn ihr aber einander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt werdet.“ Das ist die Anleitung zu der Entfaltung des Gedankens über die Frucht des Fleisches (V. 19-21), die das Gegenteil von Liebe ist („Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten, Neid, Totschlag“) und über die Frucht des Geistes (V. 22), deren erster von neun Aspekten die Liebe ist .

Liebe, insbesondere Bruderliebe, und das ewige Leben gehören zusammen. Das sehen wir schon im Alten Testament. Wenn in Psalm 133 „Brüder einträchtig beieinander wohnen“, dann ist das „wie das kostbare Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, das herabfließt auf den Saum seiner Kleider“ (V. 1.2). Und schon hier finden wir einen Hinweis auf das ewige Leben, auch wenn der Gedanke hier sicher nicht so weit geht wie im Neuen Testament: „Denn dort hat der HERR den Segen verordnet, Leben bis in Ewigkeit“ (V. 3).

Hass unter Brüdern und ewiges Leben — das geht nicht zusammen: „Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder, und ihr wisst, dass kein Menschenmörder ewiges Leben in sich bleibend hat“ (1Joh 3,15).

Die Gabe des ewigen Lebens hat uns nicht nur Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn gebracht, sondern auch — und das wird sogar als Erstes genannt — untereinander (1Joh 1,3.7).

7. Honig

Die letzte Frucht ist eine mehr indirekte Frucht, die Frucht eines fleißigen Bienenvolkes. Es wird durch ein Volk zustande gebracht, das von Eintracht und Zusammengehörigkeit gekennzeichnet ist. Eine Biene an sich bringt nichts besonderes Nennenswertes zustande und bestimmt keinen Honig, der sich ernten lässt. Ein Bienenvolk zusammen aber ist stark, und andere können von der Produktion ihrer Süßigkeit genießen.

Die Stärke finden wir zum Beispiel in 5. Mose 1,44 angedeutet: „Und die Amoriter, die auf jenem Gebirge wohnten, zogen aus, euch entgegen, und verfolgten euch, wie die Bienen tun, und zersprengten euch in Seir bis Horma.“ Auch Psalm 118,12 spricht davon: „Sie hatten mich umringt wie Bienen; sie sind erloschen wie Dornenfeuer; gewiss, im Namen des HERRN vertilgte ich sie.“

Richter 14,8.14 dagegen zeigt uns die Produktion der Süßigkeit zum Nutzen anderer. „Und er kehrte nach einiger Zeit zurück, um sie zu nehmen, und er bog ab, um das Aas des Löwen zu besehen, und siehe, ein Bienenschwarm war in dem Körper des Löwen und Honig. … Und er sprach zu ihnen: Aus dem Fresser kam Fraß, und aus dem Starken kam Süßigkeit.“

Das ewige Leben ist in erster Linie eine persönliche Sache. Und es ist auch sehr wichtig, dass wir dabei nicht unbedingt auf andere Geschwister angewiesen sind. Selbst der einsame Gläubige auf dem Krankenbett kann es genießen. Aber wir lesen auch, dass Gott den Segen des ewigen Lebens da verheißen hat, wo Brüder einträchtig beieinander wohnen (Ps 133). Ein Aspekt des ewigen Lebens ist eben auch Gemeinschaft miteinander. Obwohl Johannes 17,3 die persönliche Seite des ewigen Lebens betont, finden wir dreimal in diesem Gebet den Hinweis auf die Einheit der Gläubigen: in Vers 11 zunächst die der Jünger, dann in Vers 21 eine Einheit aller Gläubigen in Gott und nach göttlichem Maßstab, in Vers 22 die Einheit aller Gläubigen bei ihrer Offenbarung im Reich. Und das, was uns mit als Erstes als Ergebnis des Kommens des ewigen Lebens in diese Welt in 1. Johannes 1 beschrieben wird, ist Gemeinschaft miteinander (V. 3.7).

Der Honig spricht allerdings nicht nur von der Süßigkeit der Gemeinschaft der Gläubigen untereinander, sondern auch von der Süßigkeit, die in rein natürlichen Beziehungen besteht. Auch diese sind von Gott geschenkt und können ihre positiven Auswirkungen haben. Aber diese natürlichen Beziehungen haben ihre Gefahren. Schnell kann man ihrer überdrüssig werden. Deshalb ist hier eine gewisse Zurückhaltung angebracht. Sprüche 25,16.17 zeigt uns diese Verbindung: „Hast du Honig gefunden, so iss dein Genüge, damit du seiner nicht satt wirst und ihn ausspeist. Mache deinen Fuß selten im Haus deines Nächsten, damit er deiner nicht satt wird und dich hasst.“

Sprüche 25,27 warnt auch vor einem Zuviel auf diesem Gebiet: „Viel Honig essen ist nicht gut, aber schwere Dinge erforschen ist Ehre.“ Leider kann sich auch hinter den natürlichen Beziehungen Falschheit verbergen; dann haben wir es mit einer vorgetäuschten Freundlichkeit zu tun. Ein Beispiel finden wir in 1. Könige 14,2.3: „Und Jerobeam sprach zu seiner Frau: Mach dich doch auf und verstell dich, damit man nicht wisse, dass du die Frau Jerobeams bist, und geh nach Silo: Siehe, dort ist Achija, der Prophet; er ist es, der über mich geredet hat, dass ich König über dieses Volk sein würde. Und nimm mit dir zehn Brote und Backwerk und einen Krug Honig und geh zu ihm; er wird dir mitteilen, was dem Knaben geschehen wird.“ Und ein noch schlimmeres Beispiel finden wir in Sprüche 5,3-5: „Denn Honigseim träufeln die Lippen der Fremden, und glatter als Öl ist ihr Gaumen; aber ihr Letztes ist bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert. Ihre Füße steigen hinab zum Tod, am Scheol haften ihre Schritte.“

Wenn im Speisopfer kein Honig sein durfte, so wissen wir, das Leben des Herrn — wovon das Speisopfer spricht — nicht von der Süßigkeit natürlicher Beziehungen beeinflusst war (siehe z.B. Joh 2,4). Erst auf dem Boden der Auferstehung — des neuen Lebens — sind solche Beziehungen uneingeschränkt möglich. Es ist nicht von ungefähr, dass wir von dem Herrn erst nach der Auferstehung lesen, dass Er Honig aß (Lk 24,42).

Dennoch ist der Honig ein Geschenk Gottes. Selbst das Manna schmeckte nach Honig (2Mos 16,31). Honig kann die Augen erleuchten und neue Kraft geben (1Sam 14,27). Gott speiste das Volk mit Honig aus dem Felsen (5Mo 32,13; Ps 81,17).

Das Land wird sehr oft genannt: ein Land, das von Milch und Honig fließt. Gerade die Fülle von Honig ist ein besonderes Kennzeichen des Segens des Landes. Es ist eben ein weitaus größerer Genuss, den Segen des Herrn gemeinschaftlich zu genießen als nur allein. Die Gemeinschaft, die wir untereinander haben sollten, bekommt ihren Charakter durch die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn: „Wir … verkündigen euch das ewige Leben …, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus“ (1Joh 1,2.3). Der ewige Sohn selbst, der jetzt der verherrlichte Mensch im Vaterhaus ist, ist ja das ewige Leben. Wenn wir diese Gemeinschaft mit Ihm genießen, dann ist es wichtig, dass wir den Herrn nicht allein in unsere Umstände kommen lassen, sondern dass wir das auch Abendmahl mit IHM essen (Off 3,20). Dann wird Er, so wie Er mit den Jüngern auf dem Obersaal über seine Gedanken gesprochen hat, auch uns seine Gedanken offenbaren. Gemeinschaft mit Ihm zu haben, bedeutet, Teil mit Ihm zu haben; Gemeinschaft mit dem Vater zu haben, bedeutet, gemeinsames Teil mit dem Vater an dem Sohn zu haben.

Weizen, Gerste, Trauben mit Feigen, Granatäpfeln, Öl und Honig sind sieben Dinge, in denen wir „Teil mit [dem Herrn]“ (Joh 18,8) im Obersaal in Johannes 13-17 haben können:

  • Gerste: sein Auferstehungsleben (Joh 14,19.20)
  • Weizen: „meine Herrlichkeit“ (Joh 17,22)
  • Wein: „meine Freude“ (Joh 15,11)
  • Feigen: „mein Friede“ (Joh 14,27)
  • Granatäpfel: seine Heiligkeit (Joh 17,17.19)
  • Öl: „meine Liebe“ (Joh 15,9.10)
  • Honig: seine Gemeinschaft (Joh 17,21)

Feigen, Granatäpfel und Oliven sind die drei Früchte, die wir bildlich in den Paulusbriefen finden:

  • Feigen, die „Frucht der Gerechtigkeit“ (Phil 1; Heb 12)
  • Granatäpfel, die Frucht zur Heiligung in (Röm 6)
  • Olivenöl, die „Frucht des Geistes“ (Gal 5)

Bodenschätze

Jetzt werden noch zwei Bodenschätze genannt: Eisen und Kupfer.

  • Eisen spricht in der Schrift von überwindender Kraft (s 5Mo 4,20; 1Kön 8,51; Jer 11,4; Ps 2,9; vgl. Off 2,27; 5Mo 3,11; 28,23.48; Jos 17,16.18; 1Sam 17,7; 2Sam 12,31; Hiob 20,24; Ps 149,8; Jes 10,34; Mich 4,13). Der Besitz des ewigen Lebens beinhaltet Kraft, um die Welt zu überwinden (1Joh 5,4), so wie der Herr Jesus auch einmal alle Feindschaft und alles Böse der Nationen überwinden wird: Er „wird die Nationen mit eiserner Rute weiden“.

  • Kupfer spricht in der Schrift von der Kraft, um der prüfenden Heiligkeit Gottes standzuhalten: Der eherne Altar, auf dem das Feuer brannte, in dem die Opfer verzehrt wurden, konnte nicht durch das Feuer angegriffen werden, weil der Altar mit Kupfer überzogen war. Das hielt dem Gericht stand. Auch das Waschbecken wurde selbst nicht verunreinigt, weil es mit Kupfer überzogen war. Selbst aber diente es zur Reinigung. Wenn der Herr in Offenbarung 1 als Richter vorgestellt wird, dann lesen wir von seinen Füßen, dass sie „gleich glänzendem Kupfer [waren], als glühten sie im Ofen“ (V. 15). Sie sprechen von der unbeugsamen Heiligkeit seines Wandels im Ofen der Erprobung bei einem verzehrenden Feuer im Gericht, einem Wandel, der keine krummen Wege kennt und von dem Staub der Erde unberührt bleibt. Wer das Böse in Offenbarung 3 überwindet, wird zu „einer Säule in dem Tempel meines Gottes“, was eine Anspielung ist auf die kupfernen Denksäulen im Tempel Salomos (1Kön 7). Der Herr Jesus betet in Johannes 17 dafür, dass die Gläubigen bewahrt bleiben„vor dem Bösen“ (V. 15) und dass sie „Geheiligte seien durch Wahrheit“ (V. 19).

Das Suchen nach Bodenschätzen wird in Hiob 28 mit dem Suchen nach Weisheit verglichen. Diese Weisheit wird schlussendlich darin gefunden, den Herrn zu fürchten und vom Bösen zu weichen (Hes 28,2.12.14.28).

Die Kraft, die in diesen Bodenschätzen angedeutet wird, finden wir auch in 5. Mose 33,25: „Eisen und Erz seien deine Riegel, und wie deine Tage, so deine Kraft!“, und in Jeremia 1,18.19: „Und ich, siehe, ich mache dich heute zu einer festen Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, sowohl gegen die Könige von Juda als auch gegen dessen Fürsten, dessen Priester und gegen das Volk des Landes. Und sie werden gegen dich kämpfen, aber dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu erretten.“

Wenn die Absonderung fehlt, sind die Türen nicht verschlossen. Daher lesen wir auch nicht, dass Eljaschib, so wie anderen, eiserne und kupferne Riegel und Klammern eingesetzt hatte. Am Ende zeigt sich, dass er sich sogar verwandtschaftsmäßig mit den Feinden verbunden und dem Feind auch noch eine Zelle im Tempel gemacht hatte.

Der volle Segen

5Mo 8,10a: Und hast du gegessen und bist satt geworden, …

Dem Volk wird voller Genuss zugesagt; es sollte nichts fehlen, sie sollten satt werden. Aber dann ist Dankbarkeit auch Pflicht:

5Mo 8,10b-14: … so sollst du den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat. 11 Hüte dich, dass du den HERRN, deinen Gott, nicht vergisst, so dass du seine Gebote und seine Rechte und seine Satzungen nicht hältst, die ich dir heute gebiete, 12 damit sich dein Herz nicht erhebt, wenn du isst und satt wirst und schöne Häuser baust und bewohnst 13 und dein Rind- und dein Kleinvieh sich mehrt und Silber und Gold sich dir mehren und alles, was du hast, sich mehrt 14 und du den HERRN, deinen Gott, vergisst, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausführte;

Wenn wir den Segen Gottes empfangen, neigen wir dazu, über den Genuss des Segens den zu vergessen, der uns den Segen gegeben hat. Ja, es kann so weit gehen, dass wir vergessen, woher Gott uns geholt hat, aus welch einer Knechtschaft der Sünde und des Satans Er uns befreit hat, um uns darauf dann auch noch mit Segen zu überschütten.

5Mo 8,15a-16a: … der dich wandern ließ in der großen und schrecklichen Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione sind, und Dürre, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte; 16 der dich in der Wüste mit Man speiste, das deine Väter nicht kannten,

Die Wüste ist unangenehm und beinhaltet viele Entbehrungen und Gefahren (V. 15a), doch die Fürsorge Gottes ist groß und den Umständen entsprechend. Auch wenn wir uns selbst nicht helfen können, so hat Gott doch auf wunderbare Weise geholfen.

5Mo 8,16: … um dich zu demütigen und um dich zu prüfen, damit er dir Gutes tue an deinem Ende,

Gottes Weg ist, uns zur Selbsterkenntnis zu bringen. Deshalb bringt Er uns in solche Prüfungsumstände. Gottes Absicht ist nicht, uns am Boden zu sehen, vielmehr möchte Er uns segnen.

5Mo 8,17.18: 17 … und du in deinem Herzen sprichst: Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir dieses Vermögen verschafft! 18 Sondern du sollst dich daran erinnern, dass der HERR, dein Gott, es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen;

Wir selbst schaffen es nicht und müssen uns selbst immer wieder daran erinnern, dass nichts von uns ist. Denn das Fleisch lernt diese Sache nie. Das kann 80 Jahre werden und glaubt immer noch, dass es selbst zu guten Leistungen für Gott in der Lage ist. Es will Gott nicht die Ehre geben. Das neue Leben dagegen gibt immer Gott die Ehre, der sowohl das Wollen als auch das Vollbringen schenkt.

 

Letzte Aktualisierung am 9.5.2013
 

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