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Leitverse: Johannes 1,1-18; Hebräer 1,1-2
Worum geht es?
Joh 1,1.14.18: Im Anfang war das Wort, und das Wort war
bei Gott, und das Wort war Gott. … 14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns (und wir haben
seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom
Vater) voller Gnade und Wahrheit. … 18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der im
Schoß des Vaters ist, der hat ihn kundgemacht.
Heb 1,1-2: Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den
Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet
im Sohn, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten
gemacht hat.
Kinder verbinden Weihnachten mit Spielzeug. Für Studenten bedeutet
Weihnachten Semesterferien. Für die Händler bedeutet Weihnachten Geld. Für
Mütter ist zu Weihnachten die Familie das Wichtigste. Für Väter heißt
Weihnachten Rechnungen bezahlen. Für viele bedeutet Weihnachten Stress und
Hetze. Weihnachten bedeutet Verschiedenes für die verschiedenen Leute in unserer
Gesellschaft. Inmitten all dieser Hektik ist es schwer, die leise Stimme zu
hören: „Denk an die wahre Bedeutung von Weihnachten.“
Was ist denn nun die wahre Bedeutung von Weihnachten? Ist der wahre Sinn in
der Idee versteckt: „Geben ist seliger als nehmen“? Ist der wahre Sinn gefunden,
wenn jemand entdeckt, dass Weihnachten nicht „Holidays“ (Urlaub) sondern ein
„Holy day“ (heiliger Tag) ist? Oder liegt der wahre Sinn von Weihnachten einfach
darin, den Geburtstag Jesu zu feiern? Nun, alle diese Ideen sind gut und
Bestandteile der Wahrheit über Weihnachten, aber keins trifft das Herz der
Sache. Ein Satz mit vier Buchstaben in Johannes 1,14 zeigt uns den wahren Sinn
von Weihnachten: „Das Wort wurde Fleisch.“ Das ist es, worum es geht!
Jesus war das Wort! Wir benutzen Worte, um anderen unsere Gedanken
mitzuteilen. Worte enthüllen unsere Absichten. In der Person Jesus Christus sind
die Gedanken und das Herz Gottes völlig zum Ausdruck gekommen. Durch die Menschheitsgeschichte hindurch hat Gott in verschiedenen Weisen zu den Menschen
gesprochen, zum Beispiel durch Träume und Visionen und Engel. Aber nun hat Er in
der Person seines Sohnes zu uns gesprochen (Heb 1,1-2). Der Herr Jesus ist
Gottes ultimative Offenbarung an die Menschen. Da ist nichts mehr zu sagen!
Jesus ist Gottes endgültiges Wort.
Aber Weihnachten bringt auch eine Menge schwieriger Fragen mit sich. Wie
können wir wissen, dass es einen gnädigen Gott gibt, wenn eine Ölkrise unsere
Sicherheit und unser Glück bedroht? Wie können wir wissen, ob es einen Gott
gibt, der die Menschen liebt, wenn Umweltverschmutzung und Überbevölkerung und
die Atombombe unser Überleben bedrohen? Wie können wir wissen, dass es einen
Gott der Wahrheit gibt, wenn Ehrlichkeit und Moral den Bach runter gehen?
Wir wissen es, denn Gott hat sich selbst in Jesus gezeigt. Obwohl wir
all diese „Warums“ nicht beantworten können, wissen wir, dass der Herr Jesus
Christus das Wort Gottes ist. Johannes 1,18 sagt uns, dass, obwohl wir
Gott niemals gesehen haben, alles, was wir über Gott wissen müssen, uns bereits
in Jesus offenbart und gezeigt worden ist. Die unbestreitbare Tatsache, dass
Jesus die Liebe, Gnade und Wahrheit verkörperte, offenbart uns die Tiefe des
Herzens Gottes trotz der schwierigen Fragen. Dadurch dass das „Wort Fleisch
geworden“ war, offenbarte Gott sich selbst als „voller Gnade und Wahrheit“ (Joh
1,14).
Dieser einzige Vers in Johannes 1,1 klärt einige unserer Zweifel, wer Jesus
wirklich ist. Zuerst wird uns seine ewige Existenz erklärt: „Im Anfang war das Wort.“
Bethlehem war nicht der Anfang! Der Sohn Gottes war schon immer. Denk zurück an
was immer du willst — das Wort war schon da. Als Zweites wird uns seine wahre
Gottheit erklärt: „Das Wort war Gott.“ Der ewige Sohn Gottes ist in
keiner Weise geringer als Gott. Er wird als der „eingeborene Sohn“ beschrieben.
Das bedeutet nicht, dass Er ein Nachkomme Gottes ist. Es bedeutet, dass Er, als
der ewige Sohn Gottes, Gott in seiner Natur ist. Er ist Gott im Kern seines
Wesens. Und das kann man von keiner anderen Person sagen — nur von Jesus
allein. Und drittens wird uns seine individuelle Persönlichkeit erklärt:
„Das Wort war mit Gott.“ Dieser kurze Satz hindert uns daran zu denken,
das Wort wäre nur eine „Erweiterung von Gottes Gedanken“ oder eine „Art von
Gottes Sein“. Das Wort ist eine individuelle Person der Gottheit (ein anderes
Wort für Dreieinigkeit). Es war in Bethlehem, dass das Wort, der ewige Sohn
Gottes, in die Zeit kam und eine geschichtliche Person wurde.
„Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Der ewige Sohn Gottes wurde
Mensch und lebte hier auf Erden. Unglaublich! Phantastisch! Wunderbar! Wundersam!
Heilig! Wahr! Das war die Fleischwerdung. Das Baby, das in Bethlehem geboren
wurde und Jesus hieß, war eine historische Person und zur gleichen Zeit das
ewige Wort Gottes. Er wohnte unter uns, und aus Liebe ging er an das Kreuz und
gab sein Leben für uns. Jetzt lebt Er. Jesus, der Sohn Gottes, der Mensch
geworden ist, lebt! „Das Wort wurde Fleisch“, und diese Menschwerdung endet
nicht mit der Auferstehung. Jesus kehrte nicht in seiner alten Gestalt zu seinem
Vater zurück. Unser Herr Jesus Christus ist jetzt verherrlicht im Himmel, und
eines Tages werden wir Ihn sehen. Dass Gott für immer Mensch geworden ist,
das ist die wahre Bedeutung von Weihnachten.
Übersetzung: Ulrike Isenberg
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