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Das Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea - B. Peters
      

 

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Das Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea
Offenbarung 3,14-22
B. Peters
© CLV    Zugriffe: 8867    seit: 06.01.2002  
Bild: CLV

 


Leitverse:
Offenbarung 3,14-22

Off 3,14-22: Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dieses sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Also, weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts und weißt nicht, dass du der Elende und der Jämmerliche und blind und bloß bist. Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, geläutert im Feuer, damit du reich werdest; und weiße Kleider, damit du bekleidet werdest, und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Ich überführe und züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir. Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Das letzte der sieben Sendschreiben ist an eine Gemeinde gerichtet, die schon im ersten Jahrhundert die Kennzeichen der christlichen Gemeinde am Ende ihres Ganges durch die Jahrhunderte trägt. Darum stellt sich der Herr als der vor, der am Anfang war, der der Urheber aller Werke Gottes ist (Joh 1,1-3). Wenn wir uns an dem messen, was der Herr selbst wirkte und was Er durch Seine Apostel am Anfang lehrte und einsetzte, erkennen wir, wie weit wir abgewichen sind. Dabei ruft der Herr uns in Erinnerung, dass Er „der treue und wahrhaftige Zeuge“ ist. Er hat alles, was Er gesagt hat, genau so gemeint, wie Er es sagte. Er wird entsprechend der Treue oder Untreue zu Seinen ewig gültigen Weisungen belohnen oder bestrafen.

Das besondere Kennzeichen der Gemeinde in Laodizea ist, dass sie sich Seinem Wort nicht stellt, Ihn nicht ernstnimmt als den treuen Zeugen; denn sie wird „lau“ genannt. Sie sagt ja zur Bibel und zu den Meinungen der Welt, zur Lehre der Apostel und zu den Überlieferungen der Menschen, sie will sich nirgends festlegen, überall mitreden und allerorts anerkannt oder doch zumindest nicht unangenehm bekannt sein. Sie ist eine Gemeinde ohne Grundsätze; sie will auf allen Hochzeiten tanzen, sie vermischt sich mit der Welt. Sie ist lau, wie eben laues Wasser dadurch entsteht, dass man kaltes mit warmem mischt. Vermischung von Licht und Finsternis, Wahrheit und Lüge, Gemeinde und Welt ist das Kennzeichen der Christenheit des Endes. Vermischung nennt man etwas vornehmer auch Synkretismus. Auf dem Weg des Synkretismus ist sie in ihren eigenen Augen — das beweist, wie blind sie ist — sehr reich geworden. Endlich hat sie die altmodische Enge und Ausschließlichkeit des Christentums abgestreift. Sie hat für alles und jedes Platz. Allein, ein fataler Mangel enthüllt mit einem Schlag ihre vollständige Verarmung: Sie hat den Christus Gottes nicht mehr; denn der Herr steht vor der Tür (Vers 20).

Wie ist Lauheit dem Herrn, der selbst die Wahrheit heißt (Joh 14,6), zuwider. Es ekelt Ihn, der selbst bei der Schöpfung Licht und Finsternis schied, der Seine Priester im Alten Bund anwies, zwischen rein und unrein zu scheiden (3Mo 10,10), der selbst „abgesondert von den Sündern“ (Heb 7,26) war. Es ist Seinem Wesen so zuwider, dass Er eine solche Gemeinde ausspeit. Damit wird deutlich, dass auf ihre Weise die Christenheit das gleiche Ende finden wird wie das alte Israel vor dem ersten, dem babylonischen Exil. Diesem war angekündigt worden, dass es aus dem Land der Verheißung ausgespien würde, wenn es sich mit den heidnischen Völkern vermischen und deren Ansichten und Praktiken mit den Weisungen des Gesetzes vermengen sollte (3Mo 18,28). Und die endzeitliche Christenheit wird auch den Juden kurz vor ihrem zweiten, den nun fast zweitausend Jahre dauernden Exil gleichen. Es war damals zu einem leeren Haus geworden (Mt 12,43-45); ihr Gottesdienst war eine leere Schau; der Herr verließ ihren Tempel und ließ ihn als bloße Hülse zurück (Mt 23,38). So endet auch die Christenheit. Sie ist eine leere Organisation und hohle Religion geworden, die für alle offen ist, nur nicht für den Christus Gottes. Er Selbst hat sie verlassen und steht nun draußen vor der Tür. Daher hat die christliche Kirche keinerlei berechtigten Anlass, mit dem Finger auf das untreue Israel zu zeigen. Sie hat sich um nichts treuer erzeigt. Wir müssen sogar sagen, im Gegenteil: Die Christenheit hat höhere Segnungen und eine erhabenere Botschaft verschmäht. Sie hat die Gnade Gottes in Ausschweifung verkehrt (Jud 4).

Wer nun innewird, dass Christus längst ausgeladen worden ist, deshalb umkehrt und auf Seine Stimme hört, zu dem wird der Herr kommen und Gemeinschaft mit ihm pflegen. Solange die Gnadenzeit noch dauert, kann jeder, aller Untreue der Christenheit zum Trotz, noch den Sohn Gottes in sein Leben aufnehmen und damit alle Verheißungen der Überwinder erlangen: Er wird, während das Gros der Christenheit „ausgespien“ wird, von Jesus Christus erhöht werden. Wenn die christliche Kirche nicht zwischen Draußen und Drinnen geschieden hat, wird der Herr selbst scheiden, wenn Er kommt. Wer Ihn aufgenommen hat, den wird Er zu sich nehmen, erhöhen (Vers 21). Wer Ihn nie aufgenommen hat, wird auf die Erde „gespien“, also zurückgelassen werden, um mitsamt der Welt in der dann anbrechenden Drangsalszeit gerichtet zu werden. (S. 51-52)


Geöffnete Siegelaus dem Buch von
Benedikt Peters
Geöffnete Siegel
CLV-Verlag

Paperback, 192 Seiten,
Euro 9,50, sFr 15,50
ISBN 3-935558-52-X

 

Letzte Aktualisierung am 25.3.2013
 

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