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Suchet mein Angesicht! - J.A. Trench
      

 

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Suchet mein Angesicht!
Psalm 27,1-8; Offenbarung 22,4; Johannes 17,24
J.A. Trench
© SoundWords    Zugriffe: 6214    seit: 23.08.2006  
Foto: LB

 


Leitverse:
Psalm 27,8-1; Offenbarung 22,4; Johannes 17,24

Ps 27,1-8: Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Stärke, vor wem sollte ich erschrecken? Als Übeltäter mir nahten, um mein Fleisch zu fressen, meine Bedränger und meine Feinde, sie strauchelten und fielen. Wenn ein Heer sich wider mich lagert, nicht fürchtet sich mein Herz; wenn Krieg sich wider mich erhebt, hierauf vertraue ich: Eines habe ich vom HERRN erbeten, nach diesem will ich trachten: zu wohnen im Hause des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Lieblichkeit des HERRN und nach ihm zu forschen in seinem Tempel. Denn er wird mich bergen in seiner Hütte am Tage des Übels, er wird mich verbergen in dem Verborgenen seines Zeltes; auf einen Felsen wird er mich erhöhen. Und nun wird mein Haupt erhöht sein über meine Feinde rings um mich her; und Opfer des Jubelschalls will ich opfern in seinem Zelte, ich will singen und Psalmen singen dem HERRN. Höre, HERR, mit meiner Stimme rufe ich; und sei mir gnädig und erhöre mich! Von dir hat mein Herz gesagt: Du sprichst: Suchet mein Angesicht! Dein Angesicht, HERR, suche ich.

Off 22,4: Sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein.

Joh 17,24: Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, auf dass sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.

Wie gesegnet, dass der Herr selbst unser „Licht“ geworden ist. Nicht oft wird Er uns im Alten Testament so dargestellt, denn ohne die Offenbarung seiner Liebe würden wir es nicht ertragen können. Daher tritt es im Neuen Testament mehr hervor. Der, welcher unser Licht geworden, das notwendigerweise all unser Verderben bloßgestellt hat, ist auch unser „Heil“ geworden, und wir können sagen: „Vor wem sollte ich mich fürchten?“ All die Übungen unseres Herzens finden hierin ihren Trost. „Er ist unseres Lebens Stärke“, so dass wir vor dem Feind nicht zu erschrecken brauchen. Wir haben Vertrauen und Freimütigkeit.

Doch was mich zu diesem Psalm hingeführt hat, sind die Worte: „Eines habe ich von dem HERRN erbeten, nach diesem will ich trachten“. Es ist das ungeteilte Herz, das hier ans Licht kommt. „Eines habe ich von dem HERRN erbeten“; was ist das? „Zu wohnen im Hause des HERRN alle Tage meines Lebens.“ Nicht erst dann, wenn ich in den Himmel eingehe. seine Gegenwart ist zum Heiligtum unserer Herzen geworden; ungehinderter Zugang ist uns erschlossen. Es ist jetzt kein Vorhang mehr da. Im Geist dürfen wir uns dort aufhalten, „um anzuschauen die Lieblichkeit des Herrn“. Als diese Worte niedergeschrieben wurden, war Er noch nicht offenbart. Damals hatte Er noch nicht die Gestalt eines Knechtes angenommen. sein Angesicht, einst mehr entstellt als das irgendeines Mannes, strahlt jetzt in der Herrlichkeit Gottes. Wir kennen Ihn, aber vor dem Psalmisten war keine sichtbare Gestalt, als dieser jene Worte aussprach. Uns aber ist es offenbart, was Er im Voraus empfand. Es war eine Zeit, wo Er kein Ansehen hatte, „dass wir seiner begehrt hätten“, doch jetzt ist Er „der Ausgezeichnete vor Zehntausenden“, „alles an ihm ist lieblich“. Inwieweit halten sich unsere Herzen in seiner Gegenwart auf, schauen seine Lieblichkeit an und forschen in seinem Tempel?

„Nach diesem will ich trachten.“ Wir wünschen dies und vielleicht suchen wir es am Morgen im Gebet, doch gar bald verlieren wir es wieder aus dem Auge. Wir ermangeln, mit der Energie des Glaubens zu suchen, was wir von dem Herrn gewünscht haben.

Nun wollen wir den 5. Vers betrachten. „Er wird mich verbergen in dem Verborgenen seines Zeltes.“ Wie oft ist doch Bedrängnis nötig, damit unsere Herzen den Herrn wiederfinden. Bei dem Psalmisten war dies nicht der Fall. Es brauchte nicht erst durch Not veranlasst zu werden, den Herrn zu suchen. Er tat dies um seiner selbst willen. Und als Bedrängnis kam, findet ihn diese in seiner Hütte, im Verborgenen seines Zeltes.

Welch eine Ermutigung ist es doch für uns, zu sehen, wie Gott den Wunsch unseres Herzens, Ihn zu suchen, bestärkt. „Suchet mein Angesicht“, ruft Er uns zu. Es ist wohlgefällig vor Ihm, dass wir dies tun. Wie köstlich, wenn unser Herz auf das Eine gerichtet ist, in seiner Gegenwart zu sein, um seine Schönheit anzuschauen. Er befriedigt ein solches Verlangen, nachdem Er es geweckt hat, und mit der Befriedigung kommt noch ein stärkeres Sehnen Ihn zu erkennen. Es ist sehr gesegnet zu wissen, dass dies göttlich gewirkte Sehnen in unserer Seele ist. Auf diese Weise fördert Er das geistliche Wachstum der seinen.

Offenbarung 22 führt uns zur Erfüllung von allem: „Sie werden sein Angesicht sehen.“ Das ist nicht öffentliche Herrlichkeit, das gehört zu der Vertrautheit göttlicher Zuneigung.

In Johannes 17,22.23 spricht Er von der öffentlichen Herrlichkeit. An jenem Tag sieht uns die staunende Welt in derselben Herrlichkeit, in der unser Heiland und Herr, Jesus Christus, offenbart sein wird. Doch für die Befriedigung des Herzens ist noch etwas mehr nötig. „Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, auf dass sie meine Herrlichkeit schauen.“ Das ist nicht öffentlich, das geht über jede Entfaltung hinaus. In diesen Kreis führt Er uns ein, um das Sehnen unserer Herzen, sein Angesicht zu schauen, in vollkommenster Weise zu erfüllen.

Jetzt sagt Er zu uns: „Suchet mein Angesicht.“ Was wird es sein, wenn wir auf Erden diesem seinem Wunsch entsprechen, um dann im Himmel seine Erfüllung in ihrer ganzen Tiefe zu erfahren.

Dass es doch unser ungeteilter Herzenswunsch sei, nach dem einen zu trachten: „zu wohnen im Hause des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Lieblichkeit des HERRN“.

 


 

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