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Wandel mit Gott - G.V. Wigram
      

 

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Wandel mit Gott
Das Beispiel Henochs
G.V. Wigram
© CSV    Zugriffe: 6599    seit: 25.12.2005  
Foto: SI

 


Leitvers:
1. Mose 5,24

1Mo 5,24: Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.

Wenn wir, statt im Himmel zu leben, so auf der Erde wandeln, wie wenn wir zu ihr gehörten, werden wir bittere Erfahrungen machen. Und niemand anders ist schuld daran als nur wir selbst.

Henoch wandelte mit Gott in einer Zeit, als die Heilige Schrift noch nicht bestand. Aber er wandelte dreihundert Jahre lang nach den Gedanken Gottes. Ein solcher Wandel macht in der Welt keinen Lärm. Was dachten sie wohl von diesem Menschen, von dem Gott hätte sagen können: „Wir kennen uns, Henoch und ich, und er wandelt mit mir“?

Es war ein Wandel in der Stille, und er machte kein Aufheben davon. Aber bei jedem Schritt stellte sich für ihn die Frage: „Ist dieser Schritt Gott gemäß?“ Die übrigen Menschen seiner Zeit kümmerten sich nicht um solche Fragen, und es scheint, dass Henoch allein mit Gott gewandelt ist. Er hatte seine eigenen Gedanken und seine eigenen Wege, aber sie waren in Übereinstimmung mit Gott. Deswegen kann die Schrift bezeugen, dass er mit Gott wandelte.

Ich frage: Können wir, nicht nur den Menschen gegenüber, sondern vor Gott sagen: „Vater, du weißt, dass ich in einer Weise mit Dir zu wandeln begehre, dass mein Glaube dem Glauben Henochs gleicht?“ Die Tatsachen des Glaubens gelten für alle Zeiten. Die Dinge, die Henoch an den Tag gelegt hat, sind daher auch ein Prüfstein für das heutige Volk Gottes, das in diesen späten und so ganz anderen Zeiten lebt. Der Wandel Henochs macht unseren eigenen Zustand offenbar.

Können wir sagen: „Ich weiß, dass das Gericht Gottes über die kommen wird, die sich auf der Erde rein äußerlich, ohne lebendigen Glauben an Christus, als zu Seiner Kirche gehörend betrachten. Aber der Glaube drängt mich, in der Absonderung mit Gott selbst zu wandeln und mit denen, die dasselbe tun. Die Welt wird mich allein lassen, aber Gott wird mit mir sein“?


aus der Monatszeitschrift Ermunterung und Ermahnung, 1994, S. 275-276

 

Letzte Aktualisierung am 21.5.2012
 

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