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Leitverse:
Matthäus 5,13; Kolosser 4,6
Mt 5,13: Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden
ist, womit soll es gesalzen werden?
Kol 4,6: Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, um zu wissen,
wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.
Es ist wieder so weit! Der Sommer ist zum Herbst geworden und scheinbar sind
nun alle und jeder viel beschäftigt. Ein Faulenzer am Strand ist zum Studenten
geworden. Statt Rucksack trägt man nun ein Paar Schulterpolster. Ein Badeanzug
macht dem Pullover Platz. Und anstelle der brennenden Sommersonne brennt jetzt
die Schreibtischlampe bis spät in die Nacht hinein. Ein Vorschlag: Lass deinen
Sommer-Zucker zu September-Salz werden!
Jesus sagte in Matthäus 5,13: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Was meinte Er
damit? Menschen mit Geschmack? Nein! Kleine, unbedeutende Körner in einer
großen Welt? Nein! Auf welche Weise sind wir das Salz der Erde? Ein wenig
Hintergrundinformation zur Verwendung von Salz zur Zeit Christi wird uns
weiterhelfen: Bevor es elektrische Kühlung gab, wurde Salz als
Konservierungsmittel verwendet. Du konntest nicht dein Fleisch kaufen und es
dann unbegrenzt in der Tiefkühltruhe aufbewahren. Deine einzige Chance, um die
Verwesung und das Verderben deiner Steaks zu verzögern war, sie mit Salz zu
behandeln.
Als Christen sollen wir die Verbreitung von Sünde unter Kontrolle halten in
der Welt. Durch unser Leben soll ein Fortschreiten des Verfalls verhindert
werden, selbst wenn uns geistlicher und moralischer Verfall umgeben. Jesus sagt,
dass unsere Anwesenheit im Umkleideraum oder Internatsschlafraum zu einem
gewissen Grad ein Fortschreiten sündiger Ideen, Geschichten oder Taten
ersticken soll. Bist du ein Salzkorn in dem jeweiligen sozialen Umfeld, in das
Gott dich gestellt hat? Die Bibel sagt in Kolosser 4,6, dass unsere Rede oder
unsere Gespräche nicht nur gut (in Gnade) sein müssen, sondern auch bedacht
und kraftvoll scharf (mit Salz gewürzt). Und manchmal erfordert das ganz schön
Mut!
Salz ist kein Konservierungsmittel, weil es aktiv etwas unternimmt, um den
Verfall zu „heilen“, vielmehr besitzt es die Eigenschaft, das Ausbreiten des
Verderbens zu verhindern. Ähnlich können wir als Christen nicht diese sündige
Welt „heilen“, aber der Einfluss unseres Lebens als Christ kann und muss den
moralischen Verfall aufhalten, der sich in dieser Welt zeigt. Bist du Christ?
Dann bist du ein Salzkorn, in deiner Schule oder in deinem Beruf oder da, wo
Gott dich gerade hingestellt hat. Vielleicht gibt es dort nicht allzu viele
andere aktive Körner, deshalb mach deine Arbeit gut!
Der Herr Jesus sagte, dass Salz geschmacklos werden oder seine Würze
verlieren könne. Zu dieser Zeit war in Israel das Salz oft vermischt mit Saline
und erdigen Bestandteilen der Ebenen am Toten Meer, aus denen sich das Salz
herauslösen konnte. Zurück blieb dann nur ein geschmackloser und unnützer
Rest. Wenn Salz seine scharfe Kraft verloren hatte, konnte man es nicht mehr als
Konservierungsmittel gebrauchen. Es taugte zu nichts und wurde auf den Boden
hinausgeworfen und zertreten! Anstelle eines Ausbreitens des Verfalls und der
Verhinderung einer Zerstörung, werden wir selbst Teil des Problems. Wir sind
dann nicht länger aktive Diener in dem Reiche unseres Herrn. Wir haben dann
nicht unsere Aufgabe erfüllt und der Feind hat uns „zertreten“. Unser Leben
und unsere Stimme sind nun kraftlos und stumm. (Lies Offenbarung 3,15–16 als
Parallelgedanke.)
Jeden September beginnt auf jedem Unigelände, auf jedem Schulhof und an
vielen Arbeitsplätzen wieder einmal der Prozess geistlichen und moralischen
Verfalls. Salz ist nötig. Gott vermag dir einen süßen Zucker-Sommer geschenkt
haben, aber jetzt sucht Er nach September-Salz. „Ihr seid das Salz der Erde.“
Übersetzung: S. Woltmann
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