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Leitverse: Johannes 3,1-21; 7,50-52; 19,39-42
Es gibt drei Stellen in der
Schrift, in denen wir etwas über diesen interessanten Mann — Nikodemus — erfahren (Joh 3,1-21; 7,50-52; 19,39-42). Ich glaube, dass wir in diesen drei
Begebenheiten eine Illustration davon haben, wo sich jeder Mensch
geistlicherweise aufhält. Im Blick auf Nikodemus können wir Kapitel 3 als
Mitternacht bezeichnen. Im siebten Kapitel haben wir die Dämmerung und in
Kapitel 19 das Tageslicht.
Die Mitternacht
Joh 3,1-23: 1 Es war aber ein Mensch von den
Pharisäern, sein Name Nikodemus, ein Oberster der Juden. 2 Dieser kam zu ihm
bei Nacht und sprach zu ihm …
Um Mitternacht herrscht
gewöhnlich tiefe Dunkelheit. Das ist die Situation, in der sich jeder Mensch
befindet, der noch keine entscheidende Begegnung mit dem Herrn Jesus gehabt hat.
Der Unbekehrte bleibt in dieser mitternächtlichen Dunkelheit, bis er Ihm
begegnet. Dann, wenn er zum Herrn Jesus kommt, umgibt ihn eine vollkommene
Lichtflut. Licht kommt immer von Gott, nie vom Menschen. Gott ist Licht.
Die Dämmerung
Joh 7,50-52: 50 Da spricht Nikodemus zu ihnen, der
einer von ihnen war: 51 Richtet denn unser Gesetz den Menschen, ehe es zuvor von
ihm selbst gehört und erkannt hat, was er tut? 52 Sie antworteten und sprachen
zu ihm: Bist du etwa auch aus Galiläa? Forsche und sieh, dass aus Galiläa kein
Prophet aufsteht. 53 Und sie gingen ein jeder in sein Haus.
Aber was ist mit der
Dämmerung, mit dem Zwielicht? In Johannes 7 finden wir, dass Nikodemus so
nebenbei schüchtern ein Wort für den Herrn Jesus einlegt. Ich kenne viele Leute,
die ihm gleichen. Sie legen ein kurzes Wort der Entschuldigung für Jesus ein,
aber sie wollen sich nicht öffentlich zu Ihm bekennen. Nikodemus sagte: «Richtet
Ihn nicht, bevor ihr Ihn angehört habt! Behandelt Ihn nicht zu streng!» Die
Pharisäer fragten zurück: «Gehörst du zu seinen Anhängern? Stehst du auf seiner
Seite?» Nun, das wollte er nicht direkt sagen.
Das Tageslicht
Joh 19,39-42: 39 Aber auch Nikodemus, der zuerst bei
Nacht zu ihm gekommen war, kam und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe,
etwa hundert Pfund. 40 Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in
Leinentücher mit den Gewürzsalben, wie es bei den Juden Sitte ist, zum
Begräbnis zuzubereiten. 41 An dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, war aber ein
Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in die noch nie jemand gelegt worden
war. 42 Dorthin nun, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war,
legten sie Jesus.
Dann kam der Augenblick, da er
den Sohn des Menschen am Kreuz hängen sah, gekrönt mit einer Dornenkrone, und
die ganze Welt war gegen Ihn. Nun trat er unerschrocken hervor und bekannte:
«Ich stehe jetzt auf seiner Seite. Es kümmert mich nicht, was die Welt darüber
denkt und was sie dazu sagt oder was sie tut. Ich gehöre zu Ihm.» Nun war es
taghell in seiner Seele.
Mit freundlicher Genehmigung des Beröa-Verlages, Zürich
aus der Monatsschrift Halte fest, Jahrgang 1989
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