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Inhalt
Die Heilige Schrift Die Kirche Das Papsttum Das Priestertum Das Heil Das Mahl des Herrn Der Marienkult und die Verehrung von Bildwerken Falsche Sakramente, Beichte, Sondervergebung, Bußwerke, Ablässe
Der Katholizismus
lehrt:
Die Schriften des Alten und Neuen Testaments bilden nur einen Teil des
Wortes Gottes. Sie werden ergänzt von anderen, ebenfalls inspirierten
Schriften (Apokryphen, päpstliche und kirchliche Überlieferungen). |
Ist es erlaubt, zu Gottes Wort etwas hinzuzufügen?
Sprüche 30, 6: "Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht
überführe, und du als Lügner erfunden werdest."
Offenbarung 22,18: "Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses
Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen
hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind."
5. Mose 4,2: "Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete,
und sollt nichts davontun."
Kann eine Schrift von Gott sein, wenn sie der Heiligen Schrift widerspricht?
Jesaja 8,20: "Zum Gesetz und zum Zeugnis! Wenn sie nicht nach diesem Worte
sprechen, so sind sie solche, für die es keine Morgenröte gibt (engl. Lesart: so
ist es deswegen, weil kein Licht in ihnen ist)."
Sind die Apokryphen inspiriert?
Sie waren im Kanon des Alten Testaments nicht enthalten und sind von Christus
oder den Aposteln nie angeführt worden. Sie nehmen keine Inspiration für sich in
Anspruch. Einige ihrer Schreiber verneinen diese. Auch von der katholischen
Kirche wurden sie nicht als inspiriert angesehen. Erst auf dem Tridentinischen
Konzil (1545-1563) wurden sie den Heiligen Schriften gleichgestellt.
Sind die Überlieferungen (z. B. der "Kirchenväter") inspiriert?
Sie wurden erst im Mittelalter von Mönchen herausgebracht. Davor hat man
nichts von ihnen gehört. In der Heiligen Schrift sind sie nie enthalten gewesen.
Sie widersprechen der Heiligen Schrift. Die hauptsächlichsten Lehren des
Katholizismus gründen sich auf Überlieferungen.
Matthäus 15,3: "Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet auch
ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen?"
V. 6: "Und ihr habt so das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer
Oberlieferung willen."
V. 9: "Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote
lehren."
Der Katholizismus
lehrt:
Die Heilige Schrift darf nur so verstanden werden, wie sie von der Kirche
ausgelegt wird. Sie enthält Stellen, die vom Laien missverstanden werden
können und ihm zum Schaden gereichen. |
Ist nicht zum Wachstum im Glauben persönliches Bibellesen nötig?
1. Petrus 2,2: "Wie neugeborene Kinder seid begierig nach der vernünftigen,
unverfälschten Milch, auf dass ihr durch dieselbe wachset."
Apostelgeschichte 17,11: "Diese aber waren edler als die in Thessalonich: sie
nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf, indem sie täglich die Schriften
untersuchten, ob dies sich also verhielte."
Johannes 5,39: "Erforschet die Schriften, ... sie sind es, die von mir zeugen."
Josua 1,8: "Du sollst darüber sinnen Tag und Nacht, auf dass du darauf
achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist."
2. Petrus 1,19: "Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt, auf
welches zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, welche an einem dunklen Orte
leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen."
Offenbarung 1,3: "Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der
Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!"
Muss der Gläubige die Bibel von irgendeinem Menschen für sich auslegen
lassen?
Johannes 16,13: "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird
er euch in die ganze Wahrheit leiten; ... und das Kommende wird er euch
verkündigen."
V. 14: "Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und
euch verkündigen."
Der Katholizismus
lehrt:
Die römische Kirche ist die Hüterin des göttlichen Wortes, und sie ist es, der
man die Heilige Schrift zu verdanken hat. |
Woher stammt die Bibel?
Die Schriften des Neuen Testamentes stammen aus der Zeit der Apostel und
genossen schon in den damaligen Versammlungen höchstes Ansehen. (Der
Katholizismus existierte nicht vor dem 6. Jahrhundert.) Der Vatikan kam in den
Besitz eines der ältesten Manuskripte, jedoch gibt es noch viele andere alte
wertvolle Handschriften.
Finden die Protestanten an der vatikanischen Bibel etwas auszusetzen?
Es gibt keinerlei Anlass zu Protest an den Ausgaben des Katholizismus, in
denen die Bibel ohne die Apokryphen, ohne auslegende Hinzufügungen und ohne
Abstriche gebracht wird.
Warum wurde den Katholiken bis vor einiger Zeit die Heilige Schrift
vorenthalten?
Der Grund wurde auf Seite 2 schon genannt. Satan, der Widersacher Gottes, hat
kein Interesse an der Verbreitung der Bibel. Dazu finden sich auf den folgenden
Seiten noch weitere Hinweise.
Der Katholizismus
lehrt:
Die römische Kirche ist die eine heilige und apostolische Kirche. |
Wie weit geht die römische Kirche zurück?
Bis ins 6. Jahrhundert. Ihr Glaubensbekenntnis wurde nicht vor dem 15.
Jahrhundert formuliert. Man fügte der beim Konzil zu Nizäa aufgestellten
Glaubensformel das Glaubensbekenntnis Pius IV. hinzu (1564).
Was bedeutet "katholisch"?
Allgemein.
Welches ist in Wirklichkeit die allgemeine Kirche?
Alle, die durch den Glauben an Jesus Christus als ihren persönlichen Heiland
und als den Sohn Gottes Vergebung der Sünden und ewiges Leben empfangen haben,
bilden zusammen die allgemeine Kirche.
Jeder Einzelne von ihnen glaubt, was z. B. in den folgenden Stellen gesagt
wird:
Johannes 3,16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt,dass er seinen
eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe,
sondern ewiges Leben habe."
Johannes 20,31: "Diese aber sind geschrieben, auf dass ihr glaubet, dass
Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und dass ihr glaubend Leben habet in
seinem Namen."
Welches ist also die wahre Kirche?
Sie besteht aus allen denen, die Christus als ihren persönlichen Erretter
angenommen haben und "von neuem geboren" sind (Johannes 3,3), ungeachtet der
Benennung (Konfession), in der sie sich befinden. Alle diese sind Christus "vom
Vater gegeben".
Johannes 17,3: "Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein
wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen."
V. 24: "Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir
seien, wo ich bin, auf dass sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben
hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt."
Der Katholizismus
lehrt:
Die katholische Kirche allein kann nicht irren in der Übermittlung des Glaubens
und der Ausübung der Zucht. Der Papst als Oberhaupt der Kirche und
Stellvertreter Christi ist unfehlbar, wenn er in amtlicher Eigenschaft spricht
(seit 1870). Nach der Heiligen Schrift ist Gott allein unfehlbar; Seine größten
und treuesten Knechte haben geirrt. Wir finden auch nicht, dass Gott Menschen
auf Erden Unfehlbarkeit verleiht. |
Kann irgendeine Kirche den Anspruch erheben, die allgemeine Kirche zu sein?
Nach Obigem nicht, denn in allen Kirchen und Gemeinschaften, in denen
Christus als Sohn Gottes anerkannt und Sein Wort gelehrt wird, gibt es errettete
Personen. Alle wahren (wiedergeborenen) Gläubigen zusammen bilden die wahre
Kirche.
Der Katholizismus
lehrt:
Die römische Kirche besitzt den Heiligen Stuhl, den legitimen Nachfolger des
"Apostelfürsten" Petrus. Sie ist die einzige Kirche, die auf Christus und Seine
Apostel gegründet ist. |
Hat der römische Katholizismus zur Zeit der Apostel existiert?
Nein, nicht vor dem 6. Jahrhundert! Es gab eine Gemeinde in Rom, ebenso wie
in Jerusalem, Korinth und anderen Orten, aber es bestand bei keiner von ihnen
Ähnlichkeit in Lehre oder Leitung mit der römisch katholischen Kirche. Die
ältesten Gemeinden waren zu Jerusalem und Antiochien.
Gibt es Beweise, dass Petrus der erste Papst war?
Absolut keinen. Es ist nirgends berichtet, dass er überhaupt in Rom war. Er
war der Apostel der Juden.
Hat Petrus je den Anspruch erhoben, der Fels zu sein, auf den die Kirche
gebaut ist?
Niemals. Im Gegenteil: er weist jedes derartige Ansinnen zurück.
1. Petrus 2,4-6: "Zu welchem kommend, als zu einem lebendigen Steine, von
Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, werdet auch ihr
selbst, als lebendige Steine, aufgebaut, ein geistliches Haus, ein heiliges
Priestertum, um darzubringen geistliche Schlachtopfer, Gott wohlannehmlich durch
Jesum Christum. Denn es ist in der Schrift enthalten: Siehe, ich lege in Zion
einen Eckstein, einen auserwählten, kostbaren; und wer an ihn glaubt, wird nicht
zuschanden werden."
1. Korinther 3,11: "Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem,
der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus."
Worauf wurde die Kirche gegründet?
Auf Christus, den Sohn Gottes. Auf diesen Felsen ist die Kirche gegründet.
Siehe auch Epheser 2,20.
Die Kirchenväter, auch besonders klar Augustinus, lehrten, dass der Fels, auf
dem Jesus Christus Seine Kirche bauen wollte (Matthäus 16,18), Er Selbst sei.
In der Kuppel von St. Peter in Rom leuchtet hell das Wort: "Du bist Petrus,
und auf diesen Felsen will ich bauen meine Kirche." Der Herr will aber sagen:
Siehe Simon, Sohn des Jonas, durch den Glauben hast du teil an mir, durch den
Glauben bist du ein "Felsstück" (petros) von dem gesamten Felsen (petra), der
ich bin. Sei getrost, die Kirche, die ich gründen will, ruht nicht auf "Fleisch
und Blut", nicht auf dir und deinem oder anderer wankelmütigem Charakter,
sondern auf Mir Selbst als Dem, Den du soeben im Glauben bekannt hast. Der Herr
weist also auf Simon und sagt ihm: "Du bist Petrus" (= Felsstück!), und dann
weist Er auf Sich Selbst, indem Er fortfährt: "Und auf diesen Felsen will ich
meine Versammlung bauen."
Das ist die Auffassung von Matthäus 16,18,die wir noch im 5. Jahrhundert bei
Augustinus (Tr. in Jo. 124,5) finden.
1. Petrus 2,4.5 zeigt ganz klar, dass diese Auffassung die allein richtige
ist.
Kann die Kirche mehr als ein einziges Haupt haben?
Niemals!
Epheser 5,23: "... wie auch der Christus das Haupt der Versammlung (Kirche,
Gemeinde) ist; er ist des Leibes Heiland."
Kolosser 1,18: "Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung (Kirche,
Gemeinde), welcher der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, auf dass er
in allem den Vorrang habe."
Wer ist der Nachfolger Christi in der Welt?
Der Heilige Geist.
Johannes 14,26: "Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, welchen der Vater
senden wird in meinem Namen, jener wird euch alles lehren."
Johannes 16,7: "Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass
ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Sachwalter nicht zu euch
kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden."
Der Katholizismus
lehrt:
Der Papst ist der Höchste, nicht allein über die Kirche, sondern über Könige und
Nationen. Er ist der Herr aller Könige und Völker. |
Wann wurde dieser Anspruch der Oberhoheit erstmals geltend gemacht?
Im Jahre 741.
Wer allein sollte den Vorrang haben?
Matthäus 23,9.10: "Ihr sollt auch nicht jemand auf der Erde euren Vater
nennen; denn einer ist euer Vater, der in den Himmeln ist. Lasst euch auch
nicht Meister nennen, denn einer ist euer Meister, der Christus."
Kolosser 1,18: "... auf dass er in allem den Vorrang habe."
Auf welche Schriftstellen beruft sich der Papst?
Auf seine eigene Auslegung von Matthäus 16,18.19 (siehe unter Kirche).
Gab Christus dem Petras mehr Autorität als irgendeinem anderen Apostel?
Nein.
Matthäus 20,25-27: "Jesus aber rief sie herzu und sprach: Ihr wisset, dass
die Regenten der Nationen über dieselben herrschen, und die Großen Gewalt über
sie üben. Unter euch soll es nicht also sein; sondern wer irgend unter euch groß
sein will, soll euer Diener sein, und wer irgend unter euch der Erste sein will,
soll euer Knecht sein."
In Lukas 22 verheißt der Herr den Aposteln zwölf Throne, ohne aber zu bemerken,
dass einer davon, der für Petrus, höher sein solle.
1. Petrus 5,1: "Die Ältesten, die unter euch sind, ermahne ich, der
Mitälteste."
Offenbarung 21,14: "Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundlagen, und auf
denselben zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes."
Wer stand bei dem einzigen Apostelkonzil der frühen Kirche im Vordergrund?
Jakobus, ein Führer unter den Brüdern, aber keiner der zwölf Apostel. Petrus
beanspruchte nicht den Vorsitz und sprach auch nicht als Erster
(Apostelgeschichte 15).
Wird in Matthäus 16,19 Petrus zum Papst bestellt?
Nein. Petrus öffnete die Tür des Evangeliums, zuerst den Juden zu Pfingsten (Apostelgeschichte
2,38-12) und dann den Nichtjuden (Heiden) im Hause des Kornelius (Apostelgeschichte
10,34-46). Er maßte sich keine Autorität über seine Mitapostel an.
Welches war die Gewalt des Bindens und Lösens (Matthäus 16,19)?
Dies hat nichts zu tun mit dem ewigen Schicksal von Seelen. Jesus allein ist
in dieser Hinsicht der Richter. Binden und Lösen bezog sich auf das Treffen von
Anordnungen und die Verwaltung von Angelegenheiten in dem Reiche der Himmel, für
das
— nicht für die Kirche
— Petrus die Schlüssel erhalten hatte. Sein Handeln
auf der Erde
— denn da befand sich das Reich der Himmel
— fand im Himmel
Anerkennung.
Wurden diese Vollmachten Petrus allein gegeben?
Bezüglich des Aufschließens hatte Petrus allein die Vollmacht. Die Gewalt des
Bindens und Lösens gab der Herr später den Jüngern in ihrer Gesamtheit, genauer:
der Kirche oder Versammlung (In Matthäus 18, wo Er sie als bestehend ansieht.).
Hatte Petrus oder irgendein Apostel jemals solche Titel, wie sie dem Papst
beigelegt werden?
(Heiliger Vater; Seine Heiligkeit u. viele andere). Niemals.
Der Katholizismus
lehrt:
Der Papst lässt sich von den Kardinalen huldigen, die vor ihm die Knie beugen
und seine rechte Hand und seine Füße küssen.t |
Hat Petrus oder irgendein Apostel oder ein Engel solche Huldigung geduldet?
Apostelgeschichte 10,25-26: "Als ... Petrus hereinkam, ging Kornelius ihm
entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. Petrus aber richtete ihn auf und
sprach: Stehe auf! auch ich selbst bin ein Mensch."
Offenbarung 10,10: "Und ich fiel zu seinen Füßen nieder, ihn anzubeten. Und
er spricht zu mir: Siehe zu, tue es nicht. Ich bin dein Mitknecht und der deiner
Brüder, die das Zeugnis haben; bete Gott an."
Offenbarung 22,8-9: "Und ich, Johannes, bin der, welcher diese Dinge hörte
und sah; und als ich hörte und sah, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen
des Engels, der mir diese Dinge zeigte. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tue es
nicht. Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer,
welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an."
Jemand anderem als Jesus Christus, der "Gott ist, geoffenbart im Fleische",
göttliche Verehrung darzubringen und anzubeten ist Götzendienst.
Der Katholizismus
lehrt:
Die römischen Priester stehen zwischen Gott und dem Sünder, und es gibt keinen
Zutritt zu Gott als nur durch sie. |
Hat irgendein Mensch Autorität, sich zwischen den Sünder und Gott zu
stellen?
Nein, es gibt nur einen einzigen Mittler.
Matthäus 11,28: "Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und
ich werde euch Ruhe geben."
1. Timotheus 2,5: "Denn Gott ist einer, und einer Mittler zwischen Gott und
Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst zum Lösegeld gab für alle."
Welches ist der einzige Zugangsweg in Gottes Gegenwart?
Das Blut Jesu Christi.
Kolosser 1,20: "... indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines
Kreuzes."
Hebräer 10,14: "Denn durch ein Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht,
die geheiligt werden."
Hebräer 10,20-22: "Auf dem neuen und lebendigen Wege, welchen er uns
eingeweiht hat durch den Vorhang hin, das ist sein Fleisch, und einen großen
Priester über das Haus Gottes, so lasst uns herzutreten mit wahrhaftigem Herzen,
in voller Gewissheit des Glaubens."
1. Johannes 1,7: "Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller
Sünde."
Welches ist das einzige vermittelnde Priestertum?
Das von Jesus Christus.
Hebräer 3,1: "Daher, heilige Brüder, Genossen der himmlischen Berufung,
betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesum."
Hebräer 7,26-27: "Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns: heilig,
unschuldig, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel
geworden, der nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die
eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen, sodann für die des Volkes."
Hebräer 10,11-14: "Und jeder Priester steht täglich da, den Dienst
verrichtend und oft dieselben Schlachtopfer darbringend, welche niemals Sünde
hinwegnehmen können. Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden
dargebracht, hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes, fortan wartend,
bis seine Feinde gelegt sind zum Schemel seiner Füße. Denn mit einem Opfer hat
er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden."
In welchem Sinne allein gibt es ein irdisches Priestertum?
Nur ein solches, das "Opfer des Lobes" (Hebräer 13,15), "geistliche
Schlachtopfer", darbringt.
Offenbarung 1,5-6: "Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen
hat in seinem Blute, und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem
Gott und Vater: ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen." (Buchstäblich: "ein Königtum von Priestern")
1. Petrus 2,5: "... seid auch ihr selbst. ... ein heiliges Priestertum, um
darzubringen geistliche Schlachtopfer, Gott wohlannehmlich durch Jesus Christus."
Alle wahren Gläubigen sind Priester, Gott dienend durch Jesus Christus.
Sollten die Apostel Priester über das Volk sein?
Es findet sich kein Hinweis auf einen solchen Auftrag.
Wurden sie je Priester genannt (oder als solche angesprochen)?
Nein. Siehe 1. Korinther 12,28; Epheser 4,11; Matthäus 23,9-10.
Der Katholizismus
lehrt:
Jeder Priester führt sein Amt in lückenloser Aufeinanderfolge auf Petrus zurück. |
Ist es irgendwie möglich, eine Linie ununterbrochener Aufeinanderfolge
aufzustellen?
Der Gedanke ist absurd.
Der Katholizismus
lehrt:
Sogar Priester, die in schwerer Sünde leben, üben dieselbe Funktion der
Sündenvergebung aus wie Diener Christi (Konzil von Trient). |
Welche Wesenszüge fordert Gott für seine Diener?
Jesaja 52,11: "Weichet, weichet, gehet von dannen hinaus, rühret nichts
Unreines an! Gehet hinaus aus ihrer Mitte, reiniget euch (englische Lesart: seid
rein), die ihr die Geräte des Herrn traget!"
2. Timotheus 2,21: "Wenn nun jemand sich von diesen (weg-)reinigt, so wird
er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten
Werke bereitet."
Titus 1,7-9: "Denn der Aufseher muss untadelig sein als Gottes Verwalter,
nicht eigenmächtig, nicht zornmütig, nicht dem Wein ergeben, nicht ein Schläger,
nicht schändlichem Gewinn nachgehend, sondern gastfrei, das Gute liebend,
besonnen, gerecht, fromm, enthaltsam, anhangend dem zuverlässigen Worte nach der
Lehre, auf dass er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als
auch die Widersprechenden zu überführen."
Kann irgendein Mensch Sünden vergeben?
Nein. Die Vergebung der Sünden empfängt man allein von Jesus Christus, und
die Gewissheit darüber erhält man dadurch, dass man Gott einfach bei Seinem Wort
nimmt.
Bei wem allein können wir Gewissheit in geistlichen Dingen bekommen?
Bei Christus und Seinem Wort.
1. Johannes 5,13: "Dies habe ich euch geschrieben, auf dass ihr wisset, dass
ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes."
Psalm 119,130: "Die Eröffnung deines Wortes erleuchtet, gibt Einsicht den
Einfältigen."
Hebräer 13,8: "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit."
Der Katholizismus
lehrt:
Die Taufe ist das als Werkzeug dienende Mittel zur Rechtfertigung. Die Gnade,
die durch Christi Tod erworben wurde, kann nur durch die Hände der
Priesterschaft fließen und also nur durch sie vermittelt werden. |
Ist das Werk, das Christus am Kreuz vollbrachte, denn nicht vollständig und
ausreichend für die Errettung aller, die auf Ihn vertrauen?
Römer 3,24: " ... und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch
die Erlösung, die in Christo Jesu ist."
V. 26: "... zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er
gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesum ist."
V. 22: "Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesum Christus gegen alle,
und auf alle, die da glauben."
Römer 10,4: "Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur
Gerechtigkeit."
Kolosser 1,14: "... in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der
Sünden."
Galater 3,13: "Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem
er ein Fluch für uns geworden ist; (denn es steht geschrieben: 'Verflucht ist
jeder, der am Holze hängt!')."
Apostelgeschichte 13,39: "Und von allem, wovon ihr im Gesetz Moses nicht
gerechtfertigt werden konntet, wird in diesem (Christus) jeder Glaubende
gerechtfertigt."
Sind Buße wegen der Sünden und Glauben an das vollbrachte Werk Christi
alles, was gefordert wird, um für ewig errettet zu werden?
Ja!
Apostelgeschichte 20,21: "... indem ich sowohl Juden als Griechen bezeugte die
Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus."
Apostelgeschichte 17,30: "Gott gebietet jetzt den Menschen, dass sie alle
allenthalben Buße tun sollen."
2. Petrus 3,9: "da er (der Herr) nicht will, dass irgend welche verloren
gehen, sondern dass alle zur Buße kommen" (da sie dann sicher errettet werden).
Römer 3,28: "Denn wir urteilen, dass ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt
wird, ohne Gesetzeswerke."
Johannes 3,18: "Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht
glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des
eingeborenen Sohnes Gottes."
V. 36: "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht
glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."
Johannes 1,12: "So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder
Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."
Johannes 6,29: "Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubet, den er
gesandt hat."
V. 37: "Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir
kommt, den werde ich nicht hinausstoßen."
Johannes 5,24: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und
glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht,
sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen."
Apostelgeschichte 16,31: "Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und
du wirst errettet werden."
Ist die Taufe für die Errettung notwendig?
Nein. Die Taufe bewirkt nicht die Errettung, sondern sie drückt sie aus, ist
ein Bekenntnis von ihr.
Apostelgeschichte 2,41: "Die nun sein Wort aufnahmen, wurden getauft."
Apostelgeschichte 18,8: "Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, glaubte an
den Herrn mit seinem ganzen Hause; und viele der Korinther, welche hörten,
glaubten und wurden getauft."
Apostelgeschichte 8,12: "Als sie aber dem Philippus glaubten, der das
Evangelium von dem Reiche Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, wurden
sie getauft, sowohl Männer als Weiber."
Apostelgeschichte 8,36: "Und der Kämmerer spricht: Siehe, da ist Wasser; was
hindert mich, getauft zu werden?"
Apostelgeschichte 8,38: "Und er hieß den Wagen halten. Und sie stiegen beide
in das Wasser hinab, sowohl Philippus als der Kämmerer; und er taufte ihn."
Römer 6,4: "So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den
Tod, auf dass, gleichwie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die
Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in Neuheit des Lebens wandeln."
Wen verflucht die Bibel?
Diejenigen, die eine Errettung durch Werke anstatt durch Gnade allein
predigen.
Galater 1,6-8: "Ich wundere mich, dass ihr so schnell von dem, der euch in der
Gnade Christi berufen hat, zu einem anderen Evangelium umwendet, welches kein
anderes ist; nur dass etliche sind, die euch verwirren und das Evangelium des
Christus verkehren wollen. Aber wenn auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch
etwas als Evangelium verkündigte außer dem, was wir euch als Evangelium
verkündigt haben: er sei verflucht!"
Der Katholizismus
lehrt:
Der Sünder muss seine Rechtfertigung durch seine Taten erwirken. Christus hat
durch Seinen Tod nicht etwa die Annahme bei Gott oder ewiges Leben erkauft,
sondern nur das Hinfließen der Gnade, erhältlich allein durch die Sakramente.
Die Annahme bei Gott muss durch eigene Werke verdient werden. |
Kann jemand durch eigene Verdienste seine Errettung erwirken?
Nein. Kein Mensch kann sich das ewige Leben verdienen.
Titus 3,5-6 "... errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit
vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die
Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes, welchen er
reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesum Christum, unseren Heiland."
Epheser 2,8.9: "Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des
Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf dass
niemand sich rühme."
Galater 3,10-11: "Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben:
'Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in
allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!' Dass aber durch
Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn ,der Gerechte
wird aus Glauben leben." Siehe auch Römer 4,5; 2. Timotheus 1,9; Römer 11,6;
Galater 2,21.
Kann das "Hinfließen von Gnade" aus irgendeiner Quelle die Schuld begangener
Sünde tilgen?
Allein das Blut Christi kann Schuld tilgen.
1. Johannes 1,7: "Das Blut Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller
Sünde."
Hebräer 9,22: "Ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung."
Kann die Rechtfertigung auf sonst irgendeine Weise erarbeitet werden?
Lukas 16,15: "Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst
rechtfertigen vor den Menschen, Gott aber kennt eure Herzen; denn was unter den
Menschen hoch ist, ist ein Gräuel vor Gott."
Galater 2,16: "... wissend, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken
gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesum Christum, auch wir
haben an Christum Jesum geglaubt, auf dass wir aus Glauben an Christum
gerechtfertigt würden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein
Fleisch gerechtfertigt werden wird."
Der Katholizismus
lehrt:
Christi Verdienste mögen wohl die Befreiung von der Hölle sichern, jedoch nicht
von der Bestrafung der Sünde im Fegefeuer. Da Seine Verdienste mehr als genügend
sind, um von der Hölle zu erretten, ist der Überschuss davon sozusagen als ein
Himmelsfonds dem Papst übergeben worden, über den er verfügen kann, um die
Strafe im Fegefeuer abzukürzen. |
Wann wurde das römische Fegefeuer eingeführt?
Am Ende des 6. Jahrhunderts, und es wurde erst 1439 (Konzil von Florenz) zu
einem Glaubensartikel gemacht.
Finden wir einen Hinweis auf das "Fegefeuer" in der Bibel?
Nein.
Die Lehre eines vorübergehenden Reinigungsprozesses im Jenseits vor dem
Eingang in den Himmel ist mit den Wahrheiten der ganzen Bibel in Widerspruch.
Vgl. Hebräer 10,14.
Lukas 23,42-43: "Und er sprach zu Jesu: Gedenke meiner, Herr, wenn du in
deinem Reiche kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute
wirst du mit mir im Paradiese sein."
Philipper 1,23: "Ich werde aber von beidem bedrängt, indem ich Lust habe,
abzuscheiden und bei Christo zu sein, denn es ist weit besser."
Gibt es in der Bibel irgendeinen Hinweis auf "Ablässe" oder darauf, dass man
auf irgendeine Weise die Lage des Verstorbenen beeinflussen kann?
Absolut keinen. Diese Idee wurde 1439 zu einem Glaubensartikel in der
römischen Kirche gemacht.
Hebräer 9,27: "Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben,
danach aber das Gericht."
2. Korinther 6,2: "... denn er spricht: 'Zur annehmlichen Zeit habe ich dich
erhört, und am Tage des Heils habe ich dir geholfen. Siehe, jetzt ist die
wohlannehmliche Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils."
Hebräer 2,3: "Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung
missachten?"
Hebräer 4,7: "Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen
nicht."
Der Katholizismus
lehrt:
Die heilige Eucharistie ist der wirkliche Leib und das wirkliche Blut Christi
unter der äußeren Erscheinung von Brot und Wein. Brot und Wein werden wirklich
und substanziell verwandelt in Fleisch und Blut, Sehnen und Gebeine Christi. |
Wann wurde dieser Gedanke von der römischen Kirche angenommen?
1215 (Laterankonzil).
Wie kommt sie zu dieser Stoffverwandlungslehre?
Sie sagt, Christi Worte "Dies IST mein Leib" müssen buchstäblich genommen
werden.
Lukas 22,19: "Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach:
Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird; dieses tut zu meinem Gedächtnis!"
Ist eine solche Auslegung berechtigt?
Sie wäre es nur dann, wenn in der ganzen Heiligen Schrift keine bildlichen
Ausdrücke vorkämen. Die Bibel enthält aber viele, zum Beispiel:
"Ich bin die Tür ...", "Dieser Kelch ist der neue Bund", "Die
sieben Kühe sind sieben Jahre", "Hagar ist der Berg Sinai in
Arabien", "Der Herr, Gott, ist Sonne und Schild" usw.
War beabsichtigt, dass das Mahl des Herrn als immer zu wiederholendes Opfer
aufgefasst werden sollte?
Nein; es sollte an das vollbrachte Opfer von Golgatha erinnern:
"Dieses tut zu meinem Gedächtnis." Das Mahl des Herrn ist kein Opfer,
sondern eine Gedächtnisfeier. Es ist ein "Verkündigen" von etwas, das
schon geschehen ist. In dieser Feier erinnert sich der Gläubige an das
Opfer Christi und Seinen Tod, anerkennt Seine gegenwärtige Macht und schaut nach
Seinem Wiederkommen aus.
1. Korinther 11,26: "Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket,
verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis er kommt."
Christus Selbst nahm und brach das Brot. Hatte Er denn zwei Leiber
— einen,
der lebte, und einen toten? Er sagt uns, dass wir dieses tun sollen, "bis er
kommt". Wird Er, wenn Er kommt, etwa einen Leib in der Luft und einen anderen
auf den Altären Roms haben?
Der Katholizismus
lehrt:
Christus wird darin als Sühnopfer Gott dargebracht für die Lebenden und die
Toten. Die verwandelte Hostie und der ebenso verwandelte Wein sind als die
Person Christi zu verehren und anzubeten. |
Ist es möglich, das Opfer Christi zu wiederholen?
Es ist nicht möglich
— denn es ist ein für alle Mal geschehen.
Hebräer 9,25-26: "Auch nicht, auf dass er sich selbst oftmals opferte, wie
der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut; sonst
hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an; jetzt aber ist er
einmal in der Vollendung der Zeitalter geoffenbart worden zur Abschaffung der
Sünde durch sein Opfer."
Hebräer 9,12: "Auch nicht mit Blut von Böcken und Kalbern, sondern mit seinem
eigenen Blute, ist (Christus) ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen, als
er eine ewige Erlösung erfunden hatte."
Hebräer 10,10-12: "Durch welchen Willen wir geheiligt sind durch das ein für
allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Und jeder Priester steht
täglich da, den Dienst verrichtend und oft dieselben Schlachtopfer darbringend,
welche niemals Sünden hinwegnehmen können. Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer
für Sünden dargebracht, hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes."
Römer 6,10: "Denn was er (Christus) gestorben ist, ist er ein für alle Mal der
Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott."
Wird nicht durch die Stoffverwandlungslehre der römischen Kirche in Frage
gestellt, dass das Opfer Christi ausreicht?
Ja; siehe dazu die soeben und viele der früher angeführten Stellen.
Wo ist der Leib Christi?
Der Herr Jesus ist mit einem verherrlichten Leibe im Himmel (Phil 3,21),
und Er wird nie wieder erniedrigt sein.
Der Katholizismus
lehrt:
Der Wein darf nur vom Priester genommen werden. Lediglich das Brot ist für die
"Laien". |
Wann wurde diese Anschauung eingeführt?
1414 (Konzil von Konstanz).
Sind nicht in den apostolischen Zeiten sowohl Brot als Wein dargereicht
worden?
Ja, sie tranken alle von dem Wein.
Markus 14,23: "Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen denselben; und sie
tranken alle daraus."
Matthäus 26,27: "Und er nahm den Kelch und dankte und gab ihnen denselben und
sprach: Trinket alle daraus."
Der Katholizismus
lehrt:
Derselbe Jesus, der Sich Selbst am Kreuz geopfert hat, wird täglich auf den
Altären der Kirche geopfert. Zugunsten der Seelen im Fegefeuer können Messen
gelesen werden. (Diese werden von den überlebenden Verwandten und Freunden
bezahlt.) |
Enthält die Bibel einen Hinweis auf das Halten von Messen?
Nein; auch keine Berechtigung, das Mahl des Herrn zu einer käuflichen Sache
zu machen.
Wird durch die Messe Christus "verkündigt" oder verdunkelt?
Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf den berufsmäßig wunderwirkenden Priester und
die "heilige Hostie", auf die sich das Vertrauen der Leute richtet. Sie legt das
Heil in die Hände des Priesters, und das ist der alleinige Grund für diese
Auslegung Roms.
Lässt sich feststellen, ob der verwandelte Wein wirklich Blut ist oder
nicht?
Es kann ausprobiert werden; der Wein im Kelch bleibt ganz normaler Wein.
Haben die Protestanten oder andere auf dem Boden des Evangeliums stehende
Christen ein Opfer?
Soweit sie wahre Gläubige sind, das Opfer des Herrn Jesus Christus.
Jesaja 53,5: "Doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um
unserer Missetaten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf
ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden."
Der Katholizismus
lehrt:
Maria besitzt unbeschränkte Gnade; sie ist daher als Königin des Himmels und der
Engel zu verehren. Sie wird Mutter Gottes, Zuflucht der Sünder, Himmelstor,
Mutter der Barmherzigkeit, Gnadenmutter, Gattin des Heiligen Geistes,
Versöhnerin der Welt u.a. genannt. |
Wann sind diese Gedanken über Maria eingeführt worden?
Vom 4. Jahrhundert an trat die Person der Maria immer mehr in den
Vordergrund. Trotz vielen Widerspruchs wurde ihr schließlich Anbetung zuteil.
1950 wurde das Dogma der Auffahrt der Maria in den Himmel (Pius XII.) verkündet.
Erkennt die Schrift Maria göttliche Eigenschaften zu?
Sie war so hilflos wie jede andere Frau und bedurfte in allem der Gnade
Gottes.
Lukas 1,46: "Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn."
Lukas 1,49: "Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist
sein Name."
Lukas 2,22: "Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses' erfüllt
waren, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen."
Lukas 2,45: Die Eltern des 12-jährigen Jesus "suchten ihn."
Lukas 2,48.49: "... siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen
gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, dass ihr mich gesucht habt? wusstet
ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?"
Lukas 2,51: "Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte (oder Dinge) in ihrem
Herzen."
Sie erkannte den Sohn, den sie auf übernatürliche Weise empfangen hatte,
selbst als ihren Heiland an.
Lukas 1,47: "Und mein Geist hat frohlockt in Gott, meinem Heilande."
War Maria jemals göttliche Verehrung zugestanden worden?
Die Männer aus dem Morgenland huldigten dem Kind, aber nicht der Mutter.
Hat Jesus Maria als mehr als einen Menschen anerkannt?
Johannes 2,3.4: "Und ab es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm:
Sie haben keinen Wein. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen,
Weib? Meine Stunde ist noch nicht gekommen."
Johannes 19,26.27: "Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger, welchen er
liebte, dabeistehen, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe dein Sohn! Dann
spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm der
Jünger sie zu sich."
Hatte Maria in der frühen Kirche einen hervorragenden Platz inne?
Sie war mit den übrigen in der Gebetszusammenkunft und wird danach nicht mehr
erwähnt.
Apostelgeschichte 1,14: "Diese alle verharrten einmütig im Gebet mit etlichen
Weibern und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern."
War Maria die Mutter von Christus als Gott oder lediglich von der
menschlichen Seite her?
Sie wird stets die Mutter Jesu, aber nie die Mutter Christi genannt. Jesus
war der Name des Herrn (— "du sollst seinen Namen Jesus heißen"
—) und Christus
Sein Titel.
Lukas 1,30: "Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du
hast Gnade (Gunst) bei Gott gefunden."
Lukas 1,34.35: "Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies sein, dieweil
ich keinen Mann kenne? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige
Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten;
darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt
werden."
Welches ist in der Schrift die einzige Weisung der Maria?
Johannes 2,5 "Was irgend er euch sagen mag, tut."
Genügt Jesus allein als Beistand der Sünder?
Er ist der einzige Beistand.
Hebräer 2,18: "Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde,
vermag er denen zu helfen, die versucht werden."
Hebräer 4,14-16: "Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die
Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so lasst uns das Bekenntnis
festhalten; denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben
vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in
gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. Lasst uns nun mit Freimütigkeit
hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und
Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe."
Der Katholizismus
lehrt:
Bilder (Gemälde und Statuen) von Christus, der jungfräulichen Mutter Gottes und
den Heiligen sollen in den Kirchen ihren Platz behalten, und es soll ihnen die
ihnen zustehende Verehrung dargebracht werden (Konzil von Trient). Vor diesen
Bildern wird Weihrauch geopfert, die Leute küssen sie, entblößen ihre Häupter,
beugen die Knie vor ihnen und sagen besondere Gebete auf. |
Sind in der Heiligen Schrift Bildwerke nicht verboten?
Sie sind absolut verboten.
2. Mose 20,4.5: "Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgend ein
Gleichnis dessen, was oben im Himmel, und was unten auf der Erde, und was in den
Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und
ihnen nicht dienen; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott."
Jesaja 42,8: "Ich bin der Herr, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich
keinem anderen noch meinen Ruhm den geschnitzten Bildern."
Jesaja 44,9: "Die Bildner geschnitzter Bilder sind allesamt nichtig, und ihre
Lieblinge nützen nichts; und die für sie zeugen, sehen nicht und haben keine
Erkenntnis, damit sie beschämt werden."
Hat das Argument, dass sie nicht Bilder selbst verehren, sondern diejenigen,
die sie darstellen, Überzeugungskraft?
Nein, denn sie unterscheiden zwischen bestimmten Bildern derselben Art, indem
sie den einen wunderwirkende Kräfte zuschreiben und manchen besondere Ehrungen
einräumen, die anderen nicht zugestanden werden. Wie auch die Theorie immer
lauten mag, die Praxis ist eine Verehrung der Bilder. Der einzige biblische Name
dafür ist Götzendienst. Überdies sollen Menschen in diesem Sinne nicht verehrt
werden.
Der Katholizismus
lehrt:
Wir dürfen Engel und Heilige anrufen und bei ihren Gebeten und ihrer Hilfe
Zuflucht suchen, um von Gott Unterstützung zu erlangen. Sie können durch ihre
Verdienste Gnade für uns erwirken. |
Wann wurde diese Anschauung eingeführt?
Am Ende des 6. Jahrhunderts.
Was setzt das Beten zu Heiligen und Engeln voraus?
Dass sie allgegenwärtig und allwissend sind, welche Eigenschaften einzig Gott
besitzt.
Gibt es einen Hinweis in der Schrift, dass abgeschiedene Heilige Gebete
hören können?
Keinen einzigen.
Prediger 9,6: "Sie haben ewiglich kein Teil mehr an allem, was unter der
Sonne geschieht."
Gibt es mehr als einen Mittler zwischen Gott und Menschen?
1. Timotheus 2,5: "Denn Gott ist einer, und einer Mittler zwischen Gott und
Menschen, der Mensch Christus Jesus."
Johannes 14,6: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das
Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."
Ist Engelverehrung nicht verboten?
Sie ist verboten.
Kolosser 2,18: "Lasst niemand euch um den Kampfpreis bringen, der seinen
eigenen Willen tut in Demut und Engel-Verehrung, ... eitlerweise aufgeblasen von
seinem fleischlichen Sinn."
Warum ist Engelverehrung verboten?
Weil Engel nur erschaffene Wesen sind und daher nicht verehrt werden können,
ohne dass es Götzendienst ist.
Siehe Hebräer 1,6-8.13: "Wenn er aber den Erstgeborenen wiederum in den
Erdkreis einführt, spricht er: Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten. Und in
Bezug auf die Engel zwar spricht er: Der seine Engel zu Winden macht und seine
Diener zu einer Feuerflamme; in Bezug auf den Sohn aber: Dein Thron, o Gott, ist
von Ewigkeit zu Ewigkeit, und ein Zepter der Aufrichtigkeit ist das Zepter
deines Reiches. ... Zu welchem der Engel aber hat er je gesagt: Setze dich zu
meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße?"
Der Katholizismus
lehrt:
Jesus setzte im Neuen Bund sieben Sakramente ein, die alle wesentlich sind zum
Heil. |
Werden einige der "Sakramente" Roms in der Bibel erwähnt?
Nur zwei, die Taufe und das Mahl des Herrn, aber nicht als "Sakrament", als
Gnadenmittel. Die Heilige Schrift kennt auch kein Sakrament der Firmung, der
Buße, der letzten Ölung, der Weihe oder der Ehe.
Wann wurde mit der Beichte angefangen?
1225 (Laterankonzil).
Fordert die schriftgemäße "Buße" das Verrichten von Bußwerken?
Ein solcher Gedanke findet sich nirgends.
1. Johannes 1,9: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und
gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller
Ungerechtigkeit."
Der Katholizismus
lehrt:
Der Katholik muss mindestens einmal im Jahr beichten und seine Sünden dem
Priester, Maria, Michael, Johannes dem Täufer, Petrus, Paulus und allen Heiligen
bekennen. |
Wem allein müssen die Sünden bekannt werden?
Gott und gegebenenfalls denen, gegen die sie begangen worden sind.
Apostelgeschichte 8,22: "Tu nun Buße über diese deine Bosheit und bitte den
Herrn, ob dir etwa der Anschlag deines Herzens vergeben werde."
Jakobus 5,16: "Bekennet denn einander die Vergehungen und betet füreinander,
damit ihr geheilt werdet." "Einander", d.i. gegenseitig, nicht stets nur in
einer Richtung.
Sprüche 28,13: "Wer seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben;
wer sie aber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erlangen."
Psalm 32,5: "Ich tat dir kund meine Sünde und habe meine Ungerechtigkeit
nicht zugedeckt. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen; und
du, du hast vergeben die Ungerechtigkeit meiner Sünde. Sela."
Eine Anspielung auf die Ohrenbeichte findet sich nirgends, und es ist in der
Schrift kein einziger Fall davon berichtet!
— Oft ist der Beichtvater das Mittel
gewesen (wie die Geschichte gezeigt hat), selbst Könige unter den Einfluss und
in die absolute Gewalt der Priester zu bringen.
Wer allein hat die Macht, Sünden zu vergeben?
Jesus Christus.
1. Johannes 2,1: "Wenn jemand gesündigt hat
— wir haben einen Sachwalter bei
dem Vater, Jesum Christum, den Gerechten."
Markus 2,6-10: "Etliche aber von den Schriftgelehrten saßen daselbst und
überlegte in ihren Herzen: Was redet dieser also? Er lästert. Wer kann Sünden
vergeben, als nur einer, Gott? Und alsbald erkannte Jesus in seinem Geiste, dass
sie also bei sich überlegten, und sprach zu ihnen: Was überleget ihr dies in
euren Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind
vergeben, oder zu sagen: Stehe auf, nimm dein Ruhebett auf und wandle? Auf dass
ihr aber wisset, dass der Sohn des Menschen Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu
vergeben ... spricht er zu dem Gelähmten: ..."
Was meinte Jesus, als Er zu den Jüngern sagte: "Welchen irgend ihr die
Sünden vergebet, denen sind sie vergeben (Johannes 20, 23)?
Im vorhergehenden Vers "hauchte er in sie und spricht zu ihnen: Empfanget
(den) Heiligen Geist!" Jemand, der mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, hat stets
geistliches Unterscheidungsvermögen und kann ein Urteil darüber abgeben, ob
jemandes Buße echt oder vorgetäuscht ist. Die Boten des Herrn
— in diesem
Charakter werden hier die Jünger gesehen
— bezeugen in dem einen Falle, dass die
Vergebung der Sünden erfolgt ist, im anderen Falle, dass dies nicht geschehen
ist, sie sind noch "behalten" (vgl. Apostelgeschichte 8,21).
Kann man Gott zu seinem Schuldner machen, indem man vom Priester
vorgeschriebene Bußwerke verrichtet?
Nein.
Römer 11,34-35: "Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein
Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm zuvorgegeben, und es wird ihm vergolten
werden?"
Micha 6,6-7: "Womit soll ich vor den Herrn treten, mich beugen vor dem Gott
der Höhe? Soll ich vor ihn treten mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern? Wird
der Herr Wohlgefallen haben an Tausenden von Widdern, an Zehntausenden von
Strömen Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung, die
Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?"
Psalm 51,16-17: "Denn du hast keine Lust an Schlachtopfern, sonst gäbe ich
sie; an Brandopfern hast du kein Wohlgefallen. Die Opfer Gottes sind ein
zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott,
nicht verachten." Wir können Gott nur in den Verdiensten Christi nahen. Er ist
der Fürsprecher jedes wahren Gläubigen.
Hat irgendjemand das Recht, Vorschriften zu erlassen, außer Christus, das
Haupt seiner Kirche?
5. Mose 12,32: "Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr
beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun." (Vgl.
auch Offenbarung 22,18-19.)
Der Katholizismus
lehrt:
Die Ehe ist ein Sakrament und vermittelt Gnade. Sie ist nur gültig, wenn sie in
der Gegenwart eines Priesters vollzogen wurde. Hinter diesem Ehesakrament steht
das Bestreben Roms, über die Familie und damit über die Welt zu herrschen. |
Der Katholizismus
lehrt:
Ein Ablass ist ein Erlass von Strafen, welche die Kirche solchen gewährt, die
keine Todsünde begangen haben, und zwar kann sich der Erlass auf die ganze oder
auf einen Teil der Strafe erstrecken. |
Wann wurde diese Lehre erstmals verbreitet?
1096.
Wie erlangen die Katholiken solche Ablässe?
Indem sie tun, was der Priester vorschreibt: Sie besuchen bestimmte Kirchen,
knien vor bestimmten Altären nieder, beten zu bestimmten Heiligen, Statuen oder
Bildern, küssen bestimmte Kreuze, sagen den Rosenkranz auf, tragen Kruzifixe,
Skapuliere, Medaillen usw. (die vorschriftsmäßig geweiht wurden), und durch
Zahlung von Geld.
Solche Lehren sind vermessen und finden sich nirgends in der Heiligen Schrift
auch nur angedeutet.
aus dem Englischen nach Keith L. Brooks
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