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Drei beruhigende Zeichen - D.R. Reid
      
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Kurzbiographie
D.R.Reid

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Drei beruhigende Zeichen
2. Thessalonicher 2,1-10
D.R. Reid
© SoundWords    Zugriffe: 4965    seit: 28.12.2006  


 


Leitverse: 2. Thessalonicher 2,1-10

2Thes 2,1-10: Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unseres Versammeltwerdens zu ihm hin, dass ihr nicht schnell erschüttert werdet in der Gesinnung {o. außer Fassung gebracht werdet} noch erschreckt, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief als durch uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. Lasst euch von niemand auf irgendeine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme und geoffenbart worden sei der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, welcher widersteht und sich selbst erhöht über {o. gegen} alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist {o. was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt}, so dass er sich in den Tempel {das Heiligtum; vgl. die Anm. zu Mt 4,5} Gottes setzt und sich selbst darstellt, dass er Gott sei. Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? Und jetzt wisset ihr, was zurückhält, dass er zu seiner Zeit geoffenbart werde. Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur ist jetzt der, welcher zurückhält, bis er aus dem Wege ist, und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus verzehren {o. nach and. Lesart: hinwegtun, töten} wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft, ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge und in allem {d.h. in jeder Art von} Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verlorengehen, darum dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden.

Inhalt

Hintergrund

Lehrmäßiger Teil

     Abfall vom Glauben ist noch nicht gekommen

     Der Mann der Sünde ist noch nicht offenbart

     Der „Zurückhalter“ ist noch nicht beseitigt

Praktische Anwendung

Hintergrund

Der Tag des Herrn ist das Thema des Apostels Paulus in der ersten Hälfte von 2. Thessalonicher 2. Besonders betont er drei Zeichen, die mit dem Tag des Herrn verbunden sind. In seinem ersten Brief an die Thessalonicher hat Paulus unterschieden zwischen der „Entrückung“ und dem „Tag des Herrn“. Beide Ereignisse sind nahe gelegene Endzeitereignisse, aber sie sind nicht identisch. Bei der Entrückung kommt der Herr Jesus, um alle wahren Gläubigen zu holen, um dann mit ihnen in der Herrlichkeit zu sein. Diese Lehre wird in der zweiten Hälfte von 1. Thessalonicher 4 erörtert. Der Tag des Herrn, der in der ersten Hälfte von 1. Thessalonicher 5 zu finden ist, beinhaltet die Ereignisse rund um die Wiederkehr des Herrn zur Erde, um sein ruhmreiches Königreich zu gründen, sowie um die Drangsal (die der Entrückung folgt), die Wiederkehr des Herrn im Gericht und die Zeit des Königreiches des Herrn auf der Erde.

Der Begriff „Entrückung“ erscheint nicht in der Bibel. Er ist abgeleitet von dem lateinischen Wort mit der Bedeutung „entreißen“; so wird das Kommen des Herrn, um seine Kirche von dieser Erde zu „entreißen“, „Entrückung“ genannt. Die Entrückung wird in 1. Korinther 15 ein „Geheimnis“ genannt. Es ist eine Lehre, die im Alten Testament nicht offenbart worden war, aber sie ist nun offenbart und bringt neues Licht in das Neue Testament. Tatsache ist, dass diese Wahrheit dem Apostel Paulus direkt von Gott offenbart worden ist: „Denn dieses [die Lehre von der Entrückung] sagen wir euch im Worte des Herrn“ (1Thes 4,15). Jedenfalls ist der zukünftige Tag des Herrn kein Geheimnis. Er ist deutlich im Alten Testament enthüllt, und unser Herr führt diese offenbarten Wahrheiten in seiner Rede auf dem Ölberg aus. Diese betreffen zukünftige Ereignisse (Mt 24-25; Mk 13; Lk 21).

Die Entrückung kann jederzeit passieren. Sie steht nahe bevor! Es gibt keine prophetischen Zeichen, die in Erfüllung gehen müssten, bevor der Herr in der Luft wiederkommt, um die Christen zu sich zu holen. Andererseits müssen die Zeichen, die mit dem Tag des Herrn in Verbindung stehen, geschehen, bis der Tag des Herrn in Erscheinung tritt.

Das ist genau das Argument des Paulus in 2. Thessalonicher 2. Die Gläubigen in Thessalonich ertrugen Verfolgung und Versuchung (1Thes 1,6; 2,14; 2Thes 1,4). Einige der Gläubigen waren zu der falschen Vermutung gekommen, dass vielleicht der Tag des Herrn schon gekommen war, weil sie diese Drangsale erlebten. Ab Vers 2 unseres Abschnittes sieht es darüber hinaus so aus, dass einige falsche Lehren, einige falsche Prophezeiungen und sogar ein falsches Sendschreiben, als wäre es vom Apostel Paulus, die falsche Meinung unterstützte, dass der Tag des Herrn schon begonnen habe. So verbesserte Paulus dieses Missverständnis und diese falsche Darstellung, und er sagte ihnen die Wahrheit: „Thessalonische Gläubige, seid nicht besorgt in Bezug auf die Wiederkehr des Herrn. Im Hinblick auf die Entrückung seid nicht beunruhigt, dass der Tag des Herrn schon gekommen ist, beachtet nicht, was irgendjemand euch erzählt! Er ist noch nicht gekommen! Er ist noch nicht da! Erst muss die Entrückung stattfinden, und die Zeichen im Hinblick auf den Tag des Herrn sind noch nicht eingetroffen.“

Welche Zeichen? Es gibt drei Zeichen in diesem Kapitel: das Kommen des Abfalls vom Glauben oder Rebellion, die Enthüllung des „Mannes der Sünde“ oder des „Mannes der Gesetzlosigkeit“ und die Beseitigung dessen, der die Rebellion gegen Gott zurückhält.

Lehrmäßiger Teil

Abfall vom Glauben ist noch nicht gekommen

1. Der Tag des Herrn kann nicht kommen, bis der Abfall vom Glauben da ist.
Abfall vom Glauben bedeutet ein „Sichabwenden“ von der einst eingehaltenen Wahrheit. Es ist eine Verleugnung und Preisgabe des Glaubens. Es gab überall in der Kirchengeschichte Abfall vom Glauben und Abtrünnige, aber 2. Thessalonicher 2 spricht über ein großes Abwenden vom einst gehabten Glauben und einer großen aktiven Rebellion gegen Gott — ein Abfallen und Rebellieren, das die ganze Christenheit beeinflusst.

Der Apostel Paulus sagte den thessalonischen Gläubigen, dass dieser Abfall da sein muss in der Zeit, in der der Tag des Herrn sein wird. Und weil diese große Rebellion und dieses Sichabwenden vom Glauben noch nicht eingetreten sind, ist der Tag des Herrn auch noch nicht gekommen. Er ist noch nicht gekommen! Obwohl sehr viele Abweichungen von der Wahrheit und viel Sektiererei in 2000 Jahren Kirchengeschichte passiert sind, hat aber die massenhafte Verleugnung und Aufgabe des christlichen Glaubens noch nicht stattgefunden. Aber diese Zeit wird kommen! Irgendwann in der Zukunft, vielleicht bald, wird die Christenheit die Grundlagen des christlichen Glaubens verwerfen, und die Christenheit wird, wie wir in Vers 4 sehen, einen Mann anbeten, der vorgibt, Gott zu sein.

Was wird diese Rebellion gegen Gott verursachen? Rate einmal! Besteht irgendein Zweifel, dass der Grund die Entrückung der wahren Kirche ist? Bei der Entrückung werden alle wahren Gläubigen diese Erde verlassen, aber das „Christentum“ wird bleiben. Es wird immer noch „Kirchen“ und „Werke“ geben, aber es werden alles abtrünnige Kirchen und Werke sein. Wenn die treuen Gläubigen das Geschehen verlassen, wird es nichts als Abfall vom Glauben geben. Das ist ein starkes Argument für die Position, dass die Entrückung stattfinden wird, bevor die prophezeite große Drangsal auf der Erde stattfinden wird.

Der Mann der Sünde ist noch nicht offenbart

2. Der Tag des Herrn kann nicht kommen, bis der „Mann der Sünde“ offenbart worden ist.
Wer ist dieser „Mann der Sünde“ oder „Mann der Gesetzlosigkeit“? Er ist der Antichrist, der Führer der Macht des Bösen. Er ist nicht Satan, weil er in Vers 9 von ihm unterschieden wird. Obwohl er nur ein Mensch ist, wird dieser kommende Antichrist den Anspruch erheben, Gott zu sein. In der griechischen Sprache zeigt die Zeitform des Verbs „offenbart“ in Vers 3, dass seine wahre Identität als „Mann der Sünde“ verborgen ist, bis er seine Macht erreicht, aber er wird im entscheidenden Moment als Antichrist offenbart. Aber das ist noch nicht geschehen!

Vers 4 zeigt, dass der zukünftige Antichrist sich im wiedererrichteten Tempel aufstellen wird und lästernd behaupten wird, er sei Gott. Er wird ein Götzenbild im Tempel aufstellen und jeden dazu bringen, es anzubeten (Off 13,14). Dies ist der „Gräuel der Verwüstung“, wie er vom Propheten Daniel prophezeit worden ist (Dan 9,27; 12,11) und worauf sich unser Herr in Matthäus 24,15 bezieht. Offenbarung 13,15 stellt klar, dass der Antichrist in der Lage ist, dem Götzenbild lebensechte Charaktereigenschaften zu geben. Dies wird eins der „gefälschten Zeichen und Wunder“ des Antichristen sein, wie es in Vers 9 in unserem Abschnitt erwähnt ist.

Beachte, dass der „Mann der Sünde“ zur Vernichtung verurteilt ist (V. 3). Trotz seiner scheinbaren Stärke und Autorität wird er vernichtet, wenn der Herr in Macht und Majestät auf diese Erde zurückkehrt: „… den der Herr Jesus verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft“ (V. 8)! Die Tage der Macht und der Herrschaft des Antichristen werden nur kurz andauern. Wir wissen nicht, ob er heute schon am Leben ist, aber wir können mit Sicherheit sagen, dass der Tag des Herrn nicht eher kommen kann, als bis der Mann der Sünde offenbart worden ist.

Der „Zurückhalter“ ist noch nicht beseitigt

3. Der Tag des Herrn kann nicht kommen bevor derjenige, „der zurückhält“, beseitigt ist.
Wer oder was ist dieser „Zurückhalter“ oder „der, der es zurückhält“? Zahlreiche Vorschläge wurden gemacht, einschließlich dass es verschiedene menschliche Gesetze oder Regierungen seien. Es sieht jedenfalls so aus, als ob der „Zurückhalter“ niemand anders ist als der Heilige Geist. Gegenwärtig hält die Anwesenheit des Heiligen Geistes „das schon jetzt wirkende Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ (V. 7) zurück. Wie hält der Heilige Geist das Böse in der heutigen Welt zurück? Es ist durch die wahre Kirche, durch seine Anwesenheit in jedem wahren Gläubigen in Jesus Christus. Der Heilige Geist bewohnt die Kirche (1Kor 3,16), und Er bewohnt auch jeden wahren Gläubigen (1Kor 6,19). Die Christen sollen das Salz der Erde sein, damit der moralische Verfall und die Korruption verlangsamt werden (Mt 5,13). Aber die Christen werden bei der Entrückung diese Erde verlassen. Zu dieser Zeit wird der Heilige Geist, der im Augenblick Rebellion und Böses zurückhält, „aus dem Weg geräumt“ (V. 7), weil die wahre Kirche von der Erde weit weggenommen sein wird. Dann wird eine Zeit der Drangsal kommen, wie sie die Welt noch nie gesehen hat, wie es unser Herr gesagt hat (Mt 24,21).

An Pfingsten, als die Kirche gegründet wurde, kam der Heilige Geist, um in den Gläubigen und in der Kirche zu wohnen. Der Heilige Geist ist auf dieser Welt, um den Gläubigen zu helfen (Joh 14,15-18.26-27), und Er wird bei der Entrückung mit den Gläubigen diese Erde verlassen. Offensichtlich wird der Heilige Geist als dritte Person der Dreieinigkeit nach der Entrückung noch allgegenwärtig sein, aber als derjenige, der die Gesetzlosigkeit zurückhält, wird Er weggenommen sein, wenn die Kirche entrückt worden ist. Dies ist ein Teil des „Geheimnisses der Gesetzlosigkeit“, das Gott in seinem Wort offenbart. Obwohl die Gesetzlosigkeit schon jetzt existiert, wird es zu einem schrecklichen Höhepunkt kommen, bevor unser Herr glorreich zurückkehrt, um diese Erde zu regieren. So kann der Tag des Herrn erst kommen, wenn der „Zurückhalter“ beseitigt ist.

Praktische Anwendung

Du bist nie zu jung, um die Prophetie zu studieren! Für gewöhnlich sagen wir: „Du bist niemals zu alt für dieses oder jenes“, nicht wahr? Gut, hier haben wir den Gegensatz für unsere praktische Anwendung: Du bist niemals zu jung, um Prophetie zu studieren! Es gibt eine schwerwiegende prophetische Wahrheit in 2. Thessalonicher 2. Vielleicht denkst du, dieser Teil der Wahrheit sei zu schwer für junge Gläubige, aber der Apostel Paulus denkt darüber anders! Diese thessalonischen Gläubigen waren jung im Glauben — viele von ihnen waren nur einige Monate alt im Herrn. Die meisten von ihnen waren noch nicht geistlich ausgebildet und ohne Kenntnis, und — keiner von ihnen besuchte die Sonntagsschule! Aber schau, was Paulus ihnen in seinem ersten Brief schreibt: „… und wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, dem {o. einem} lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet {o. befreit} von dem kommenden Zorn“ (1Thes 1,9-10). In seinen zwei kurzen Briefen an die Thessalonicher schrieb Paulus viel über zukünftige Ereignisse. Paulus vertrat nicht den Standpunkt — und wir sollten ihn auch nicht vertreten —, dass junge Gläubige nicht mit schweren Lehren umgehen könnten! Unser prophetisches Lehren sollte ausgewogen sein. Wir sollten Prophetie nicht zu Lasten anderer Wahrheiten überbetonen; wir sollten uns jedoch auch nicht scheuen, Prophetie zu lehren. Du bist niemals zu jung, um Prophetie zu studieren!


Übersetzung: Ruben Isenberg

 

Letzte Aktualisierung am 31.1.2014
 

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