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Leitverse: Epheser 1-3
Zwar war der Heilige Geist von dem verherrlichten Menschen im Himmel schon zu
Pfingsten herabgekommen, dennoch wurde nicht gleich alles offenbart, was dieses
Kommen beinhaltete. Gott hatte einen speziellen Zeitpunkt dafür vorgesehen.
Dieser Zeitpunkt war die Wirkungsperiode des Apostels Paulus. Durch ihn sollte
die ganze Fülle dessen, was das Kommen des Geistes mit sich brachte, offenbar
werden. Seine Bestellung zu der apostolischen Position kam von jenem
verherrlichten Menschen droben. Es folgte auf die Verwerfung des Zeugnisses des
Stephanus von Seiner dortigen Gegenwart. Paulus ist der Apostel, der bestellt
war, die Wahrheiten der himmlischen Örter zu entfalten (Eph.) und sagt uns,
dass wir versetzt sind in die himmlischen Örter, in Christus Jesus (Eph 2,6).
Das erzählt uns etwas von unserer Stellung vor Gott. Wir sind nicht versetzt in
irdische Örter, so wie es das erlöste Volk Israel (Hes 20,33-38; Röm 11,26;
Jes 60,21) sein wird, wenn Christus regiert vor seinen Ältesten in Herrlichkeit
(Jes 24,23).
Nun, alle Gläubigen, die jemals gelebt haben oder leben werden, sind
wiedergeboren und Kinder Gottes (Röm 9,7-8; Joh 11,52). Das haben wir mit
allen Gläubigen gemeinsam. Alle Gläubigen, die bis zum Tausendjährigen Reich gelebt haben, haben
teil an der ersten Auferstehung (Off.
20,5), teil
an der Auferstehung der Gerechten (Lk 14,14). Sie sind alle gemeinsam Heilige,
sind gerecht (vgl. Heb 11,40). Aber obwohl es Dinge gibt, die für alle
Heiligen gleich sind, haben doch solche, die in die himmlischen Örter versetzt
sind in Christus Jesus, einen besonderen und himmlischen Platz. Die Anerkennung
dieses Unterschiedes meinen wir, wenn wir davon reden, dass Israel ein irdisches
Volk ist und die Gemeinde ein himmlisches Volk.
Lasst uns zunächst einmal feststellen, dass daraus, dass die
alttestamentlichen Heiligen im Himmel sind, noch nicht folgt, dass sie in Christus
Jesus auch in
die himmlischen Örter versetzt sind. Sie haben ihre Segnungen,
aber das kann niemals heranreichen an den einzigartigen Platz, den die „Glieder
Christi“ (1Kor 6,15) haben und auch ewiglich haben werden (Eph 3,21; Offb 21,1-3).
Als Teil der Glückseligkeit der Heiligen im Himmel, die nicht Teil der
Gemeinde, der Braut, sind, lesen wir: „Gesegnet sind, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes“ (Offb 19,9). Aber
sie sind nicht Teil der Braut — die auch vorgebildet wird durch eine Stadt (Off.
21,9,10) —, sondern immer noch unterschieden in dem ewigen Zustand (Offb 21,1-3; vgl. Eph.
3,21).
Es gibt also ein irdisches Volk (durch Berufung) und ein Volk, das sitzt in
den himmlischen Örtern in Christus Jesus (Eph 2,6).
All diese Ordnungen sind Festlegungen Gottes, um Sich Selbst in Christus zu
verherrlichen sowohl in der irdischen als auch in der himmlischen Sphäre. Diese
verschiedenen Herrlichkeiten darf man nicht miteinander vermischen aber auch
nicht trennen. Gott hat ein Ziel — Sich Selbst in Christus zu verherrlichen;
aber das wird offenbart werden in zwei Sphären, der irdischen und der
himmlischen. Und
- so wie in der irdischen sowohl Israel als auch die Nationen gesegnet
werden, wobei der höchste Segen auf der Erde für Israel ist (während des
tausendjährigen Reiches);
- so werden im Himmel alle Heiligen gesegnet, aber die Gemeinde bekommt den
höchsten Segen.
In der Tat, es ist ein so hoher Segen, dass er beinhaltet, dass wir angenehm
gemacht sind in dem Geliebten (Eph 1,6); das heißt, Gott hat uns in Seine Gunst
gebracht in dem Geliebten. Er hat dies getan, nach dem unser Geliebter
aufgenommen worden war in Herrlichkeit (1Tim 3,16) und Sich Selbst gesetzt
hatte über alle Himmel, damit Er alle Dinge erfüllte (Eph 4,10). Er füllt das
unendliche Herz Gottes mit all der Glückseligkeit Seiner Person und Seines
Werkes der Verherrlichung des Vaters.
Und der Vater sagt: Ich muss andere Söhne
in der Herrlichkeit haben, die meinem Geliebten gleich sind. Ich möchte, dass
sie Gemeinschaft mit Mir haben in Meiner Wertschätzung Seiner Person. Und Ich
werde sie moralisch Ihm gleich machen. Ich will ihnen alles das geben, was
möglich ist, was Ich ihnen geben kann, ausgenommen die Gottheit selber. Ich
werde sie segnen mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Ihm
(Eph 1,3). Ich will sie heilig und tadellos vor Mir in Liebe haben (Eph 1,4).
So mächtig wie die Kraft auch war, die in der Schöpfung gewirkt hat, die
überragende Größe Meiner Kraft habe Ich entfaltet, in dem Ich Meinen Geliebten
aus dem Tode auferweckt habe und Ihn zu Meiner Rechten gesetzt habe in den
himmlischen Örtern über alles und alles unter die Füße Meines Geliebten gestellt
habe (Eph 119-23). Diese überragende Kraft, sage Ich, will Ich auch auf die
anwenden, die Ich annehmen werde in Meinem Geliebten (Eph 1,19). Und Ich werde
sie dazu machen, dass sie Sein Leib, „die Fülle dessen, der alles in allem
erfüllt“, sind (Eph 1,23). Und so wie Ich die überragende Größe Meiner Kraft
ihnen gegenüber entfaltet habe (Eph 1,19), beabsichtige Ich ihnen in dem
kommenden Zeitalter den überragenden Reichtum Meiner Gnade in Güte zu zeigen,
denen, die Ich auserwählt habe, um begünstigt zu sein in Meinem Geliebten (Eph.
2,7).
„Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die
Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken, nach der Kraft, die in uns
wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christus Jesus, auf alle
Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen“ (Eph 3,20-21).
Dispensational Truth 1, p. 48
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