Anbetung des Urhebers der Versöhnung (15)
Römer 5,8-11

SoundWords

© Soundwords, online seit: 28.04.2017

Röm 5,8-11: 8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. 9 Viel mehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn. 10 Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden. 11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Diese Verse zeigen uns einerseits, wer wir waren: Feinde Gottes. Sie zeigen uns aber auch, was wir geworden sind: versöhnt. Wir brauchen nicht bis zum Richterstuhl des Christus zu warten, um zu wissen, in was für einer Beziehung zu Gott wir stehen, sondern wir dürfen schon jetzt wissen, dass wir versöhnt sind. Gott ist es so wichtig, dass wir dies wissen. Deshalb bestätigt Er es uns noch einmal in Vers 11: „durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben“.

Wir sind nun nicht in einen Zustand der Unschuld zurückversetzt, in dem Adam sich einst befand; vielmehr sind wir so zu Gott gebracht worden, dass wir Gott als einen Gott der Liebe kennenlernen konnten (Röm 5,8). Ja, die Liebe Gottes ist sogar „ausgegossen in unsere Herzen“ (Röm 5,5). Die Liebe Gottes war bereit, sich Feinden gegenüber in dem größten Geschenk, das die Liebe geben konnte, zu erweisen: Größer als durch die Hingabe des eigenen Sohnes in den Tod für Feinde konnte sie sich nicht erweisen. Und diese Liebe ist so groß, dass sie jede Feindschaft in unseren Herzen beendet.

Aber der Tod des Sohnes war nicht nur ein Beweis der Liebe, er war auch das einzige Mittel, das alle Hindernisse, die unserer Versöhnung entgegenstanden, in völlig gerechter Weise beseitigen konnte, und zwar durch die Sühnung der Sünden und durch das Gericht über unsere Feindschaft. Als unausbleibliche Folge der Versöhnung werden die Menschen, die durch so ein wunderbares Werk in eine derartige Beziehung der Liebe gebracht wurden, selbstverständlich auch aus allen Übeln und Gefahren dieses Lebens errettet werden. Das geschieht durch das Leben Jesu, das über den Tod triumphiert hat und das Er jetzt lebt, um uns zu helfen. Deshalb heißt es in Hebräer 7,25: „Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden.“

All das bewirkt, dass wir uns jetzt solch eines Gottes rühmen. Es ist so wunderbar, dass wir solch einen Gott haben: „Wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben“ (Röm 5,11). Das heißt: Diese neue Beziehung zu Gott erfüllt uns mit großer Bewunderung und Freude, die in die überströmende Anbetung Gottes mündet. Was für ein Wechsel: Statt Gott zu hassen und zu fürchten, sind wir jetzt begeistert, dass wir solch einen wunderbaren Gott haben! Mit diesem Vers in Römer 5,11 wird der Höhepunkt im Römerbrief erreicht. Wir denken nicht mehr an das große Geschenk der Versöhnung – wir denken an den, der die Versöhnung gegeben hat (Gott), und an den, durch den die Versöhnung bewirkt wurde (Christus)! Wir sind nur noch erfüllt von Anbetung und Bewunderung gegenüber dem Geber, der solch einen Plan ersonnen hat, einen Plan, der über jede menschliche Vorstellungskraft hinausgeht. Höher kann es nicht gehen. Wenn die Herzen nun so davon erfüllt sind, dann fließt der Mund über (vgl. Lk 6,45). Und dann sind wir nicht nur dankbar für das Werk am Kreuz, sondern wir sind – dürfen wir es mal so sagen – stolz auf den Gott, der den Plan der Versöhnung gefasst hat, und denken dabei an den, der das Werk der Versöhnung am Kreuz vollbracht hat, Jesus Christus.

Wenn es um die Grundlage der Vergebung der Sünden geht, dann spricht die Schrift von dem Tod Christi. Wenn es dagegen um die Versöhnung geht, dann spricht sie von dem Tod des Sohnes Gottes. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass es bei der Versöhnung darum geht, eine entfremdete Beziehung, eine Feindschaftsbeziehung in eine glückliche Beziehung der Sohnschaft umzuwandeln, und zwar nach dem Muster der Beziehung zwischen Gott und seinem Sohn. Damit Gott „viele Söhne zur Herrlichkeit“ führen konnte (Heb 2,10), musste der Sohn in den Tod gehen.

Letzte Aktualisierung: 28.04.2017

Weitere Artikel des Autors SoundWords (94)


Hinweis der Redaktion:

Die SoundWords-Redaktion ist für die Veröffentlichung des obenstehenden Artikels verantwortlich. Sie ist dadurch nicht notwendigerweise mit allen geäußerten Gedanken des Autors einverstanden (ausgenommen natürlich Artikel der Redaktion) noch möchte sie auf alle Gedanken und Praktiken verweisen, die der Autor an anderer Stelle vertritt. „Prüfet aber alles, das Gute haltet fest“ (1Thes 5,21). – Siehe auch „In eigener Sache ...