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 SoundWords - Newsletter
                                Wuppertal, den 05.03.2006
 Ausgabe März 2006

 






 


Liebe SoundWords-Leser,

in diesem Newsletter wollen wir uns ganz besonders mit dem Thema Bibelstudium auseinandersetzen. Mangel an intensiven persönlichem Bibelstudium sind u.E. die Hauptursache dafür, dass viele Christen Irrlehren oder zumindest falschen Lehren zum Opfer fallen und auch der Hauptgrund für unnötige Trennungen unter den Gläubigen.



Eine Artikelserie von Bruder W.J. Ouweneel aus dem Jahre 1975 bietet hierzu eine gute Grundlage.
Er handelt zunächst die Erfordernisse ab, als da wären

  • Wiedergeburt

  • Licht des Heiligen Geistes

  • Geistlichkeit

  • Hilfe anderer

Dann geht er auf die Beschränkungen des Bibelstudiums ein

  • Gott ist unausforschlich

  • Unerklärbarkeit der Person Jesu Christi

  • stückweise Erkenntnis

  • Auslegungsschwierigkeiten der Schrift

wendet sich dann den Zielen zu:

  • Erkenntnis Christi

  • Gottes Wünsche für mein Leben

  • Anbetung

  • Hilfe für andere

behandelt dann 7 Grundregeln des Bibelstudiums

  1. Nicht von eigener Auslegung

  2. Bestätigung durch andere Schriftstellen

  3. Die Verschiedenheit beachten

  4. Schlussfolgerungen können gefährlich sein

  5. Es kommt auf das einzelne Wort an

  6. Kein Hineinlesen eigener Meinungen

  7. Nichts aus dem Zusammenhang reißen

Dazu geht er noch auf zwei Grundsätze speziell ein, die gleichfalls von großer Bedeutung sind, um ein bestimmtes Schriftwort begreifen und auslegen zu können. Sie sind an sich sehr einfach und auf der Hand liegend und doch wird so häufig gegen sie verstoßen. Diese Grundsätze bestehen darin, dass man sich bei jedem Schriftwort zwei Fragen stellen muss:

  1. Was ist der Zusammenhang, in dem es vorkommt?

  2. Was ist die Reichweite dieses Schriftwortes?

Das vornehmste Ziel eines gesunden Bibelstudiums ist, Christus besser kennen zu lernen und Ihm besser zu dienen. Seine Person und Sein Werk bilden auch tatsächlich durch die ganze Schrift hin das Hauptthema. Der Autor geht hier darauf ein, wie das in Prophetie und Typologie sichtbar wird.
Danach beschäftigt er sich mit den unterschiedlichen Herangehensweisen um den Sinn eines Bibelbuchs zu verstehen:

  1. Der Charakter eine Bibelbuches

  2. Die Entstehung eine Bibelbuches

  3. Die Einteilung eine Bibelbuches

  4. Die Schlüsselverse eines Bibelbuches

  5. Die Auslegungsweisen eines Bibelbuches

    (a) die grammatisch (= wörtlich)-historische Methode
    (b) die moralische und praktische Methode
    (c) die prophetische Methode

und geht zum Schluss auf verschiedene Hilfsmittel zum Bibelstudium ein.

Einige Bibelbücher sind besonders schwierig in der Auslegung, wenn man nicht bestimmte Grundprinzipien berücksichtigt.

Hilfe zu bestimmten Bibelbüchern

Wer sich mit den Psalmen beschäftigen möchte dem empfehlen wir den Artikel "Die Psalmen richtig verstehen". Unserer Erfahrung nach ist fast jede Lehre, die mit einem Wort aus dem Buch Prediger begründet wird eine Irrlehre oder mindestens eine falsche Lehre. Deswegen ist es ganz besonders wichtig zu verstehen von welcher Warte aus der Prediger geschrieben ist. Hierzu dient der Artikel "Einführung zum Buch des Predigers". Für die Auslegung prophetischer Schriften ist es unabdingbar die richtigen Grundregeln zu kennen. Hierzu wurde der Artikel "Grundsätze prophetischer Auslegung" geschrieben.

D.R. Reid gibt eine Antwort auf die Frage, die sich sicher manche schon gestellt haben: "Wozu die vielen Vorschriften im dritten Buch Mose?".

Brauchen wir Hilfsmittel?

Viele kommen sich besonders geistlich vor, wenn sie auf Hilfsmittel von anderen verzichten und nur die Bibel lesen. Von diesem gefährlichen Denkfehler möchten die folgenden Artikel heilen:

"Ich lese 'nur' die Bibel..."
"
Die Schriften der Väter (1)"
"
Die Schriften der Väter (2)"

Da wo sehr viel Licht war, ist heute oft große Sattheit und Verachtung der Gaben Gottes zu finden. Damit beschäftigt sich der Artikel von A. Gibert: „Ach Darby...“, der unter anderem folgende Thesen beleuchtet:

  • "Die Brüder sagen ..."

  • "Ich brauche das nicht ..."

  • "Ich habe keine Zeit …"

  • "Ich versteh das sowieso nicht ..."

  • "So wie die Brüder sich aber verhalten ..."

  • "Die Zeit ist heute ganz anders ..."

  • "Und erst mal dieses sektiererische Gemeindeverständnis der ‚Brüder’ ..."

  • "Erkenntnis bläht doch eh nur auf ..."

  • "Ich bin doch nicht von gestern ..."

Was mit dem Dienst von solchen ist, die auf ein vorheriges Bibelstudium meinen verzichten zu können beschreibt C.H. Mackintosh in dem Artikel: "Der Dienst des Wortes".

Besondere Gefahren beim Bibelstudium

Bei der Auslegung der Heiligen Schrift können wir immer wieder beobachten, dass man in zwei verschiedene Extreme verfallen kann. Man klebt auf der einen Seite am Buchstaben und auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass man über die Schrift hinausgeht und Dinge sehen will, die einfach nicht dort stehen. Diese Gefahren erkannte auch der geschätzte Bibelausleger J.G. Bellett und gibt hierzu in einem sehr kurzen Artikel je ein Beispiel: "Zwei Gefahren bei der Schriftauslegung"

Eine andere Gefahr besteht in dem falschen Zuordnen von Parallelstellen, worauf W.Kelly besonders eingeht in "Bibelstudium und Parallelstellen".

Die Gefahr der Schwarzweiß-Malerei besteht auch beim Bibelstudium. Davor warnt der kurze Artikel "Bibellesen mit Gewinn"

Der Zustand des Gläubigen

Zum Schluss möchten wir noch auf einen ganz besonderen Artikel hinweisen: Dass der Christ im Wort Gottes einerseits seine Stellung vor Gott findet und andererseits auf die praktische Verwirklichung wertgelegt wird, ist den meisten Bibellesern bekannt. Aber dass Gott auf einen dritten Punkt ebenso großen Wert legt, ist weit weniger bekannt: nämlich auf unseren geistlichen Zustand entsprechend der Stellung, die wir einnehmen dürfen. Hierauf legt J.B. Stoney in dem Artikel "
Stellung - Zustand - Praxis" seine Betonung.

In diesem Sinne möchten wir dazu einladen, die verlinkten Artikel zu studieren.

Herzliche Grüße
Das SoundWords-Team


Dirk Schürmann
Stephan Isenberg

 

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