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Liebe
SoundWords-Leser,
wir
freuen uns, euch auch im neuen Jahr wieder neue Artikel anbieten zu
können. Wir haben uns für das Jahr 2006 vorgenommen, öfters einen
Newsletter zu verschicken und zwar nicht nur mit Artikeln, die neu auf
SoundWords sind, sondern auch mehr themenorientiert, so dass auch
ältere Artikel wiederum zum Lesen angeboten werden.
Die
Taufe ist ein sehr bedeutendes Thema für jeden Christen. Aber es gibt
auch kaum ein Thema in der Christenheit, das mehr zu Streit geführt
hat - bis zu Glaubenskriegen im Mittelalter - als die Taufe. Auch die
Anzahl an Auffassungen darüber ist breit gestreut. In manchen
Kirchenkreisen pflegt man die Auffassung, dass man durch die Taufe als
Baby die Wiedergeburt empfängt. In „Brüder“-kreisen gibt es weltweit
gesehen auch zwei konträre Auffassungen, die im Verhältnis 50:50 oder
60:40 vertreten werden. Das ist allerdings regional sehr
unterschiedlich. Während in Deutschland nahezu 100 % die
Gläubigentaufe vertreten, wird in Frankreich mehrheitlich die
Haustaufe vertreten. Vielen von denen, die von der Gläubigentaufe
überzeugt sind, sind oft ganz geschockt, einmal einen „Bruder“ zu
treffen, der die Haustaufe für biblischer hält. Wer sich dazu zählt,
sollte einmal den Vortrag „Ist
die Gläubigentaufe biblisch?“ lesen.
Denjenigen, die sich mit der biblischen Lehre der Taufe vertraut
machen wollen – und das möchten wir jedem Leser dringend empfehlen -,
und bereit sind, ihre eigenen Anschauen dem Test des Wortes Gottes zu
unterziehen, empfehlen wir die Artikel: "Die
Taufe ein Stellungswechsel" und "Grundlegende
Gedanken zur Taufe". Vertiefen kann er dieses Studium durch den
Artikel Was wird durch die Taufe zum Ausdruck gebracht?
Solche,
die sich über Spezialfragen kundig machen wollen, wie „Welches
Taufalter ist richtig?“, „Wer darf taufen?“, „Welche Taufformel ist
wichtig?“, „Wie muss die Taufe geschehen?“ sollten auf die Artikel "Spezialfragen
zur Taufe" und "Welche
‚Taufformel’ ist richtig?" zurückgreifen.
Viele,
die als Kinder in der Kirche getauft worden sind, stehen auch vor der
Frage: Gilt das, oder muss ich mich noch mal taufen lassen. Für solche
bieten wir den Artikel "Die
Taufe Unbekehrter" an.
Wer der
Meinung ist, dass der Bibelvers aus dem Markusevangelium „wer glaubt
und getauft wird, wird errettet werden“ doch ganz deutlich eine
Gläubigentaufe vorschreibt, lese einmal "Glaube
- Taufe: eine zwingende Reihenfolge?". Außerdem findet man zu
diesem Thema einen Abschnitt im Artikel "Ist
die Gläubigentaufe biblisch?".
Manche
deutsche (und andere) „Brüder“ vertreten die Auffassung, dass J.N.
Darby die „Kindertaufe“ vertreten habe, weil er eben doch noch ein
paar Relikte aus der kirchlichen Tradition nicht aufgeben konnte.
Persönlich glauben wir, dass keiner dieser „Brüder“ je Darbys eigene
Begründung für seine Auffassung gelesen hat. Solchen wollen wir mit
folgendem Artikel von J.N. Darby: "Die
Taufe – Ihre Bedeutung für mich und meine Kinder" die Möglichkeit
dazu geben. Vielleicht werden jene nach dem Lesen dieses Artikels ihre
Auffassungen über Darbys Gründe ein wenig korrigieren.
Wir von
der Redaktion neigen persönlich zu der Auffassung, die J.N. Darby über
die Taufe hatte. Wir haben allerdings auch viel Verständnis für
solche, die die Haustaufe ablehnen, solange sie nicht die Auffassung
vertreten, dass die Taufe ein Bekenntnis ist von unserem Glauben oder
unserer Errettung oder ähnlichem.
Auch
sind wir mit W. Kelly der Meinung, dass man dort am lautstärksten für
bestimmte Taufansichten kämpft, wo man die Bedeutung der Taufe am
wenigsten verstanden hat.
Dazu
gilt es zu berücksichtigen, dass man weder die Haustaufe im Sinn von
Darby noch die Gläubigentaufe (bei Berücksichtigung, dass die Taufe
nicht ein Bekenntnis ist von unserem Glauben oder unserer Errettung
oder ähnlichem) „beweisen“ kann. Das macht uns demütig und duldsam im
Verhältnis zueinander. So haben auch wir unsere Kinder zwar sehr früh,
aber doch auch erst nach ihrem Glaubensbekenntnis, taufen lassen –
sicher auch mit Rücksichtnahme auf den Geschwisterkreis, in dem wir
uns aufhalten, der zum allergrößten Teil die Gläubigentaufe (ohne mal
auf das dahinterliegende Taufverständnis einzugehen) vertritt.
Wie
geht man nun mit solchen um, die eine andere Sichtweise über die
Taufe haben, als man selbst. Jemand, der selbst die Haustaufe vertrat,
schrieb hierzu einmal folgendes: "Sichtweisen über die Taufe sind
nicht der Boden der Gemeinschaft und unterschiedliche Ansichten über
diesen Punkt sind keine Rechtfertigung für einen Bruch der
christlichen Gemeinschaft. Persönlich glaube ich nicht, dass jemand
zum zweiten Mal getauft werden kann. Wenn jemand im Namen des Vaters
und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft worden ist würde ich
ihm nicht raten sich wieder taufen zu lassen, egal ob die Taufe
geschehen ist durch Besprengung oder durch Untertauchen, egal ob als
Kleinkind oder als Erwachsener. Ich glaube, dass der schriftgemäße Weg
durch Untertauchen passiert, und ich würde diese Methode auch selbst
praktizieren. Ich würde auch niemand taufen außerhalb des Hauses eines
Gläubigen, aber, ich sehe auch, dass es eine Angelegenheit ist, die
mit dem äußeren Kreis des christlichen Bekenntnisses zu tun hat, und
daher fühle ich mich nicht frei, die Taufe des gesamten bekennenden
und verantwortlichen Christentums zu ignorieren. Trotzdem, wenn jemand
geübt ist und ein Gewissensproblem hat mit seiner Taufe, dann würde
ich so jemanden sagen ‚du musst ein gutes Gewissen bewahren und wenn
du meinst, dass du als Gläubiger getauft werden solltest, dann lass
dich taufen.’ Ich glaube zwar, dass so jemand eine falsche Einstellung
über die Taufe hat, aber ich respektiere sein Gewissen. Das wirklich
wichtige in Bezug auf die Taufe für uns als Gläubige ist, dass wir
realisieren, was sie beinhaltet und in unseren Seelen das akzeptieren,
wohin wir uns in der Taufe übergeben haben. Es ist leicht mit den
Äußerlichkeiten der Einrichtung der Taufe beschäftigt zu sein und
total den Sinn und Geist der Taufe dabei aus dem Auge zu verlieren.
Wir werden getauft, nicht weil wir errettet sind, wie die Baptisten
lehren, sondern weil wir verloren sind. Alles das, was wir sind, muss
in den Tod gehen. Die Taufe ist im Bild die vollständige
Beiseitesetzung des Menschen nach dem Fleisch. Es ist nicht eine
Einrichtung, die irgend eine Gnade für das Fleisch hinzufügt. Es ist
ein ernstes Bild von der Tatsache - die völlig bewiesen ist durch den
Tod Christi - dass das Ende alles Fleisches vor Gott gekommen ist.
Jede getaufte Person in der Welt steht auf diesem Boden, was sein
Bekenntnis angeht. In der Taufe hat er sich zu der Tatsache bekannt,
dass es mit ihm völlig vorbei ist und dass er Segen nur erreichen kann
aufgrund des Todes Christi. Das ist ein nützlicher Boden, auf dem man
Namenschristen in den Landeskirchen ansprechen kann. Solche werden oft
in geistliche Gleichgültigkeit gelullt durch den Gedanken, dass ihre
Taufe in den irgend etwas an geistlichen Segen verschafft hat. In
Wirklichkeit ist es ein ernstes Zeugnis und Bild von ihrem total
verloren Zustand als Kinder Adams vor Gott. Es wird ihnen nichts
helfen als nur ‚Neuheit des Lebens’."
Herzliche Grüße
Das SoundWords-Team
Dirk Schürmann
Stephan Isenberg
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